berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung – VERMEIDE diese 5 Fehler

Das eine Berufsunfähigkeitsversicherung eine wichtige Versicherung ist, für alle, die in Deutschland leben und arbeiten, ist mittlerweile in der Breite der Bevölkerung angekommen. Noch nicht überall, aber daran arbeiten wir. Wenn du dich dann wirklich um den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung bemühen möchtest, gibt es ein paar Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest. Leider werden diese Fehler aber von sehr vielen Menschen begangen. Und diese Fehler beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sorgen dann im schlimmsten Falle dafür, dass die Versicherung im Leistungsfall nicht zahlen muss, nur zu wenig zahlt oder du erst gar keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommst. Aber dir wird das zum Glück nicht passieren, da du jetzt diese 5 Fehler (es gibt noch ungefähr 1.324 Fehler mehr, die du begehen kannst, aber das sind die schlimmsten) kennen lernen wirst und vermeiden wirst.

1. Einfach mal einen Antrag stellen auf Berufsunfähigkeitsversicherung

“Hey, lass einfach mal einen Antrag stellen bei Versicherung XY. Schauen wir mal was die sagen, ok?”

…sprach der Versicherungsvermittler und öffnete damit die Pforten zur BU-Hölle.

Das ist echt ein saudummer Satz. Ich übersetze diesen Satz mal schnell, so dass du verstehst, was sich eigentlich dahinter verbirgt.

“Wir reichen einfach mal offiziell einen Antrag auf Berufsunfähigkeitsversicherung bei einem Versicherer ein und lassen uns überraschen, ob er dich aufnimmt oder nicht. Nimmt er dich auf, dann ist alles tutti. Wenn nicht….ja dann bist du ziemlich im A****, weil so eine Ablehnung eines offiziellen Antrages gespeichert wird im HIS (Hinweis- und Informationssystem der Versicherer) und die Versicherer dort reinschauen können und sehen, dass du schon mal abgelehnt wurdest. Somit werden andere Versicher dich mit aller Wahrscheinlichkeit auch ablehnen. Das nennt man dann die BU-A****-Karte.”

Risikovorabanfragen sind ein Muss bei nicht eindeutigem Gesundheitszustand

Das willst du nicht. Glaube mir. Was du willst ist, dass dein Versicherungsmensch eine sogenannte Risikovorabanfrage bei (am besten einigen Versicherern) macht, um so ein Vorab-Votum zu bekommen, ob dich der Versicherer aufnimmt oder nicht. Tut er das nicht, dann war das nur ein Votum, aber keine Ablehnung wie im Beispiel oben.

Möglichst verschiedene Versicherer anfragen

Und wenn man alle Rückmeldungen der Versicherer beisammen hat, dann kann man entscheiden, bei welchem Versicherer du die besten Konditionen bekommst.

Fazit: Wenn dein Versicherungsvermittler den o.g. Satz fallen lässt (obwohl du nachweislich diverse Vorerkrankungen etc. hast), dann solltest du den Herren oder die Dame freundlichst darauf hinweisen, dass sich die Zusammenarbeit soeben erledigt hat.

2. Gesundheitsfragen nicht korrekt beantworten

Die Gesundheitsfragen bei einem Antrag auf Berufsunfähigkeits-versicherung. Ein wahres Fehler-Minenfeld. Bei jeder Berufsunfähigkeitsversicherung werden Gesundheitsfragen gestellt. Denn der Versicherer will ja schließlich wissen, ob er hier jemanden versichert, der gerade noch so aus dem letzten Loch pfeift oder top fit ist.

Versicherungsunternehmen geben die Spielregeln vor

Ja, ich weiß. Solidarisch ist was anderes. Aber so sind nun mal die Spielregeln in der Privatwirtschaft. Also: Der Versicherer stellt die Fragen über deinen Gesundheitszustand im Antrag auf Berufsunfähigkeitsversicherung. Und du bist verpflichtet (!) diese wahrheitsgemäß zu beantworten. Tust du das nicht, hintergehst vielleicht sogar den Versicherer, weil du diverse gesundheitliche Probleme außen vor lässt, dann kann dies im schlimmsten Falle dazu führen, dass du jahrelang Beiträge zahlst und am Ende keine Leistung bei Berufsunfähigkeit bekommst, weil du deine sogenannte vorvertragliche Anzeigepflicht verletzt hast. Und das zu 100% zu Recht! Der Versicherer ist hier dann wirklich zu 100% im Recht.

Gesundheitsfragen nicht auf die leichte Schulter nehmen

Und auch wenn dein Versicherungsvermittler sagt, dass das nicht so schlimm ist und du das weglassen kannst….NEIN, kannst du nicht! Punkt. Der oder die weiß nämlich sehr genau, dass die ein oder andere Vorerkrankung zu einem Ausschluss, Risikozuschlag oder gar Ablehnung eines Antrages auf Berufsunfähigkeitsversicherung führen kann. Und somit am Ende auch zu keiner Kohle für den Vermittler. Hey Kollegen, ich will hier niemanden in die Tonne hauen, bin ja einer von euch. Aber wir wissen alle, wie einige unserer Kollegen/innen arbeiten. Und da muss der Kunde aufgeklärt werden.

3. Nur auf den Preis schauen

Diesen Fehler können wir relativ schnell abhandeln. Warum ist ein Dacia günstiger als ein Mercedes? Beide haben doch vier Räder und fahren. Warum das eine wählen und nicht das andere?

Mal davon abgesehen, dass wir noch weit davon entfernt sind, das eine Berufsunfähigkeitsversicherung mal ein Statussymbol in Deutschland wird, wie ein Auto, so ist an dem Vergleich doch was Wahres dran.

Es kommt auf deine individuelle Situation an

Ja, auch eine günstige Berufsunfähigkeitsversicherung kann richtig gut sein und perfekt zu dir passen. Aber das muss eben nicht der Fall sein. In deiner individuellen Situation und Lebensplanung kann es eben auch sein, dass nicht der günstigste Anbieter der sinnvollste für dich ist.

Unterstützung und Service im Leistungsfall

Und vor allem bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es auch auf den Service des Versicherers im Leistungsfall an. Das du hier unterstützt wirst und die Prozesse sauber laufen. Preis ist das, was du bezahlst. Wert ist das, was du bekommst. Und wenn du einen guten Versicherungsmenschen an deiner Seite hast, der sich auskennt, dann solltest du auf seine oder ihre Empfehlung hören.

4. Laufzeit zu kurz wählen und BU-Rente zu niedrig

Wenn man sich über die Laufzeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung Gedanken macht, dann gibt es eigentlich zwei Faustregeln, mit denen man grundsätzlich schon mal sehr gut fährt:

  • Laufzeit immer bis zum aktuellen Renteneintrittsalter (aktuell 67 Jahre)
  • Höhe der abgesicherten Berufsunfähigkeitsrente: ca. 80% vom Nettoeinkommen

Oftmals bekomme ich mit, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung nur bis zum 65. oder 62. Lebensjahr abgeschlossen wird, damit der Beitrag günstiger wird. Ja, das sieht erstmal toll aus, wenn der Beitrag weniger wird.

Der faule Trick mit der Beitragssenkung durch Verringerung der Laufzeit

Aber warum wird der Beitrag denn plötzlich um einiges weniger? Weil 2 oder 5 Jahre weniger Versicherungsschutz bestehen. Und zwar sind genau die Jahre nicht versichert, wo das Risiko einer Berufsunfähigkeit am höchsten ist. Also bitte nicht so machen! Was du machen kannst ist, dass du deine Berufsunfähigkeitsversicherung mit 62, 63 oder wann auch immer, kündigst, wenn du diese nicht mehr brauchst, weil du entschieden hast, dass du früher in Rente gehst oder plötzlich finanziell frei bist. Aber limitiere dich bitte nicht vorher, was die Leistungsdauer angeht.

Höhe der BU-Rente wird meist zu niedrig gewählt

Ein weiterer Fehler wird dann bei der Wahl der richtigen Höhe der Berufsunfähigkeitsrente gemacht. Wichtig: Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist keine Versicherung für den Notfall, welche das Existenzminimum absichern soll. Da haben wir Erwerbsminderungsrente, Grundsicherung und Co.

Berufsunfähigkeitsversicherung sichert deinen Lebensstandard ab

Deine private Berufsunfähigkeitsversicherung soll dafür sorgen, dass du deinen Lebensstandard halten kannst, wenn du nicht mehr arbeiten kannst! Darum geht es! Damit du auch sozial nicht plötzlich ab fällst, weil um einiges weniger Geld zur Verfügung steht, weil du zu wenig BU-Rente versichert hast. Eine Berufsunfähigkeitsrente soll deine aktuelle Existenz absichern – nicht mehr, aber vor allem auch nicht weniger! Dazu empfiehlt sich immer die Vereinbarung einer jährlichen, prozentualen Beitragsdynamik (z.B. 3%) damit die Inflation ausgeglichen wird.

5. Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Berater abschließen

Ja, lieber Leser. Der Punkt musste ja jetzt noch kommen, oder? Natürlich muss man eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei einem Berater abschließen, damit er (und ich) auch seine Brötchen verdient. Ich kann ja quasi nichts anderes schreiben, sonst würde ich meine eigene Existenzberechtigung als Versicherungsmakler in Frage stellen.

Die (überraschende) Faktenlage

Nun, hier kommen die wirklichen Fakten, die denke ich einiges gerade biegen werden:

  • eine Berufsunfähigkeitsversicherung kostet immer das gleiche, egal ob du das online bei Check24 machst oder mit dem Berater deines Vertrauens. Kein Cent Unterschied
  • Dadurch, dass du kein Geld sparst, wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung selbst online abschließt, bleibt nur der Vorteil für dich, dass es kein Limit nach oben gibt was Fehler angeht, die du beim “Do-It-Yourself-Abschluss” machen kannst
  • Somit sind wir bei der Schlussfolgerung, dass es absolut Sinn macht, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zusammen mit einem Experten abzuschließen, der dich auf mögliche Stolpersteine hinweist und am Ende (verdientermaßen) auch seine Provision bekommt. Diese bekommt auch ein Portal wie Check24 gezahlt. Mit dem Unterschied, dass du dir hier die meiste Arbeit gemacht hast.

Klingt logisch, oder?

Zusammenfassung der 5 Fehler bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Zusammenfassend kann man denke ich festhalten, dass es durchaus möglich ist, eine sehr gute Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, wenn man die genannten 5 Fehler vermeidet. Da du diese nun kennst, kannst du direkt loslegen und deinen Versicherungsmenschen des Vertrauens anhauen und einen Termin ausmachen zur BU-Beratung.

Fehlt dir noch ein vertrauenswürdiger Versicherungsmensch, dann kannst du hier mal schauen, ob bei uns aktuell Online-Beratungstermine frei sind 🙂

Und falls du das meistgeklickte Video zur BU anschauen möchtest, findest du dieses hier.

Kommentare (2)

  • Alain

    “Höhe der abgesicherten Berufsunfähigkeitsrente: ca. 80% vom Nettoeinkommen” – mmh, und wer zahlt im BU-Fall die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung weiter? Das sind ca. 19%, weil auch der Arbeitgeberanteil zu zahlen ist. Und vom Rest darf man noch etwas für die Altersvorsorge abzwacken. Das wird dann doch etwas knapp…
    Manche Versicherer erlauben eine BU-Rente bis zu 2/3 des Bruttogehaltes, das ist deutlich realistischer.

  • VMK Basti

    Deswegen ist das auch nur eine Faustregel 😉 Es geht darum, dass Menschen dafür sensibilisiert werden, dass 50% Absicherung vom Einkommen oder “mal 1.000€ absichern”, nicht zielführend ist. Und deswegen auch Punkt 5, dass man immer einen Berater mit dazu holt, der sich auskennt. Zu deiner ersten Aussage: Das stimmt so nicht ganz. Es kommt drauf an, ob man privat oder gesetzlich krankenversichert ist und bei letzterem wird dann eine Statusprüfung durchgeführt. Hier mein Artikel dazu: https://www.versicherungenmitkopf.de/bu-rente-abzuege/

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