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Berufsunfähigkeitsversicherung - Der ultimative Guide (2020)

Erfahre in diesem Experten-Artikel, wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung funkioniert, ob auch du eine BU benötigst und auf was du beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt achten musst. Wir haben bereits hunderte von Kunden beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung begleitet und kennen alle Fallstricke und Fehler, die du begehen kannst. Nach dem Lesen dieses Artikels kann dich kein Versicherungsvermittler mehr über den Tisch ziehen. Du kennst alle wichtigen Punkte und Klauseln, auf die es bei einer BU ankommt!

berufsunfähigkeitsversicherung bu versicherung 1024x641 - Berufsunfähigkeitsversicherung

Wie funktioniert eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sorgt dafür, dass, wenn du in deinem zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr arbeiten kannst und dadurch kein Einkommen mehr erzielst, über die Berufsunfähigkeitrente weiterhin ein monatliches Einkommen erhältst und dein Leben weiter auf deinem gewohnten Standard weiterleben kannst.

Dabei ist es unwichtig, ob du theoretisch noch einen anderen Beruf ausüben könntest.

Weiterhin ist es komplett irrelevant, ob ein Unfall, eine Krankheit oder mehr als altersbedingter Kräfteverfall zur Berufsunfähigkeit geführt haben. Die BU-Versicherung zahlt dann die vereinbarte Rente zu 100% aus, wenn du mindestens 50% berufsunfähig bist.

Dies gilt es natürlich nachzuweisen und obliegt in allererster Linie dir als Kunde. Durch Fragebögen vom Versicherer und Untersuchungen von Ärzten wird am Ende bewertet, ob du die Voraussetzungen für die Zahlung der BU-Rente erfüllst oder nicht.

Berufsunfähigkeitsversicherung erklärt in 5 Minuten

 

Lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

 

Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

 

Wann bist du berufsunfähig?

Wie immer versuchen wir für dich die Thematik so einfach und ohne versicherungs-deutsch zu erklären. Aber manchmal geht es nicht ohne. Deshalb kommt hier jetzt erstmal die juristisch korrekte Definition von Berufsunfähigkeit. Diese findet man so (oder so ähnlich) in den Allgemeinen Bedingungen der Versicherer.

Berufsunfähig ist, wer in der Fähigkeit, seinen Beruf auszuüben, so wie er zuletzt in gesunden Tagen ausgestaltet war, aufgrund von Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall, für mindestens 6 Monate zu mindestens 50% eingeschränkt oder ein sinnvolles Arbeitsergebnis nicht mehr möglich ist.
Definition Berufsunfähigkeit

Es ist immer dein aktueller Beruf versichert

Konkret heißt das für dich, dass immer dein aktueller Beruf (= deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit) versichert ist. Und hier kommt es oft zu Missverständnissen.

Eventuell hast du deine Berufsunfähigkeitsversicherung damals als Büroangestellter abgeschlossen, bist aber heute als Landschaftsgärtner tätig. Kannst du nun auf Grund von Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall, für mindestens 6 Monate zu mindestens 50% nicht mehr als Landschaftsgärtner arbeiten, so bist du berufsunfähig.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass es egal ist, mit welchem Beruf du damals deine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hast. Es ist immer deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit vor dem Eintreten der Berufsunfähigkeit versichert.

Was bedeuten Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechender Kräfteverfall genau?

Zusammengenommen ist wohl so ziemlich alles versichert, was irgendwie zu einer gesundheitlichen Einschränkung führen kann. Deutsche Gerichte lassen auch bei der Interpretation der Begriffe nicht mehr viel Spielraum zu.

Hier ein paar Beispiele für dich, damit es greifbarer wird:

Krankheiten die häufig zu Berufsunfähigkeit führen:

  • Krebs, bzw. allgemein Zivilisationskrankheiten
  • Burn-Out

Mögliche Körperverletzungen:

  • Unfälle jeglicher Art

Mehr als altersentsprechender Kräfteverfall

  • dies ist eine Art zusätzlicher Sicherheitspuffer für den Kunden, sollte eine Berufsunfähigkeit nicht eindeutig auf eine Krankheit oder Körperverletzung zurückzuführen sein.

Auch eine Kombination aus den genannten dreien ist möglich. Du merkst also, dass eine Berufsunfähigkeit super individuell ist und es hier zig Möglichkeiten und Variationen gibt, wie diese entstehen kann.

Einschränkung von mindestens 50% 

Kommen wir nun zu den 50%, zu welchen du deinen Beruf mindestens nicht mehr ausführen kannst, als weitere Voraussetzung zur Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente. Diese Zahl musst du sowohl qualitativ (Ergebnis deiner Arbeit) als auch quantitativ (Zeitaufwand für einzelne Tätigkeiten) betrachten.

Zeitaufwand für einzelne Tätigkeiten

Der Zeitaufwand ist relativ einfach darzustellen. Hier wird einfach geprüft, wie viel Zeit du für einzelne Tätigkeiten aufbringen musst. Wie lange du z.B. auch im Stehen arbeitest oder im Sitzen. Dies wird dann der vorliegenden gesundheitlichen Einschränkung gegenübergestellt, bzw. diese als “Schablone” darüber gelegt.

Kommt hier am Ende dann heraus, dass du deine Tätigkeiten zu mehr als 50% der Zeit nicht mehr ausüben kannst, dann wäre die Definition diesbezüglich erfüllt.

Ergebnis deiner Arbeit

Hier wird es dann ein wenig komplexer. Relevant ist nun nicht mehr der Zeitaufwand für einzelne Tätigkeiten, sondern das Ergebnis deiner Arbeit. So kann es sein, dass du 85% der Tätigkeiten noch ausführen könntest, aber eine einzelne Aufgabe, die nur 15% der Zeit in Anspruch nimmt, so wichtig ist, dass das Arbeitsergebnis nicht erreicht werden kann, da du genau diese Tätigkeit nicht mehr ausführen kannst.

Anhand eines weiteren Beispiels wird es deutlicher:

Nehmen wir an, du arbeitest im Außendienst als Vertriebsangestellter. Du bist ständig im Auto unterwegs und bei Kunden. Zeitlich betrachtet macht das Autofahren nur ca. 20% aus und 80% der Zeit berätst du Kunden, erstellst Angebote, telefonierst etc.

Kannst du (oder darfst du) nun krankheits- oder unfallbedingt nicht mehr Autofahren, dann wären zwar nur 20% deines zeitlichen Aufwandes betroffen, aber da du nicht mehr zu Kunden fahren kannst und diese nicht mehr beraten kannst, ist das Arbeitsergebnis an sich nicht mehr herstellbar. Du wärst hier also mehr als 50% in deinem Arbeitsergebnis eingeschränkt. Die Berufsunfähigkeitsversicherung würde dir deine Berufsunfähigkeitsrente auszahlen.

Berufsunfähigkeit muss voraussichtlich mindestens 6 Monate bestehen

Zu guter letzt musst du dann noch gegenüber dem Versicherer beweisen, dass die vorliegende Einschränkung deiner beruflichen Tätigkeit auch für mindestens 6 Monate bestehen wird.

Das ist gar nicht mal so einfach. Denn ein Arzt wird sich in der Regel nicht so weit aus dem Fenster lehnen und dir dies bestätigen. Oftmals ist ihm das auch gar nicht möglich, eine Prognose dieser Art zu stellen.

Fingierter Prognosezeitraum

Dieses Problem wird gelöst über einen so genannten “fingierten Prognosezeitraum”. Warst du tatsächlich bereits 6 Monate berufsunfähig, geht der Versicherer davon aus, dass du wohl auch künftig weiterhin berufsunfähig sein wirst.

In der Praxis kommt letzteres am häufigsten vor. Das wiederum bedeutet für dich als Versicherten, dass du die ersten 6 Monate der Berufsunfähigkeit finanziell überbrücken können musst. Durch z.B. Krankengeld der Krankenkasse oder eine zusätzliche private Krankentagegeldversicherung ist dies i.d.R. möglich.

Deine Berufsunfähigkeitsrente bekommst du dann aber dennoch rückwirkend ab dem 1. Tag der Berufsunfähigkeit ausgezahlt.

Damit ein Leistungsfall für dich ohne Komplikationen abläuft, ist die Auswahl des richtigen Versicherers mit einem sehr guten Tarif und sehr guten Versicherungsbedingungen essentiell.

Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine berechtigte Frage! Brauchst du überhaupt eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Du hast doch vielleicht nur einen ungefährlichen Bürojob? Vor allem letzteres ist ein gefährlicher Irrglaube. Wie immer kannst du dir bei uns auch die folgenden Videos anschauen, um dich zu informieren. Oder aber du liest einfach weiter.

Berufsunfähigkeitsversicherung einfach erklärt

 

Brauchst du auch als Büroangestellter eine BU-Versicherung?

 

Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

 

Wenn du berufsunfähig wirst, dann zahlt doch der Staat, richtig? Wieso also eine separate Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen? Diese denke herrscht (leider) immer noch in vielen Köpfen.

Die bittere Realität ist, dass du vom Staat (wenn du nach dem 01.01.1961 geboren wurdest) genau 0,00€ bekommst bei Berufsunfähigkeit. Verwechselt wird die Berufsunfähigkeitsrente hierbei dann immer mit der staatlichen Erwerbsminderungsrente. Hier gibt es tatsächlich eine Leistung vom Staat. Aber eben nicht, wenn du berufsunfähig bist, sondern du musst teilweise oder voll erwerbsgemindert sein. Das sind zwei komplett unterschiedliche Sachverhalte, wie du gleich erfahren wirst.

 

Wann gibt es die staatliche Erwerbsminderungsrente?

Die teilweise oder volle Erwerbsminderungsrente wird nur ausgezahlt, wenn gewisse (sehr krasse) Voraussetzungen gegeben sind.

  • du hast in den vergangenen 5 Jahren mindestens 36 Monate in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt
  • du kannst nur noch 3-6 Stunden in irgendeinem Beruf arbeiten (teilweise Erwerbsminderungsrente)
  • du kannst nur noch 0-3 Stunden in irgendeinem Beruf arbeiten (volle Erwerbsminderungsrente)

Um das nochmal zu verdeutlichen: Bist du Büroangestellter und kannst auf Grund von Krankheit oder einem Unfall deinem zu mind. 50% Beruf nicht mehr nachgehen, dann wärst du per Definition berufsunfähig und würdest deine vereinbarte BU-Rente ausgezahlt bekommen. Sofern du eine abgeschlossen hast. Einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente hättest du allerdings nicht, da du ja auch noch z.B. mehr als 6 Stunden am Tag als Pförtner irgendwo arbeiten könntest und per Knopfdruck eine Schranke betätigen könntest.

 

Wie hoch ist die Erwerbsminderungsrente?

Dies allein sollte eigentlich schon als Argumentation reichen, dass kein Weg an einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorbeiführt, möchte man seinen Lebensstandard absichern. Dennoch möchte ich als letztes Argument noch die durchschnittliche Höhe der vollen Erwerbsminderungsrente anführen. Diese lag im Jahr 2017 bei gerade mal 716€ im Monat.

Damit ist klar, dass selbst wenn du die Erwerbsminderunsrente bekommen würdest, du niemals von dieser leben könntest, geschweige denn, deinen bisherigen Lebensstandard halten kannst.

 

Jeder, der nicht auf sein Arbeitseinkommen verzichten kann, braucht eine BU-Versicherung

Dieser Satz bringt es eigentlich sehr gut auf den Punkt. Bist du unglaublich reich oder hast passives Einkommen, welches auch ohne dein zutun fließt, dann brauchst du eventuell keine Berufsunfähigkeitsversicherung. Aber für alle anderen ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung die einzige Möglichkeit den erarbeiteten Lebensstandard bei Berufsunfähigkeit weiter halten zu können. In anderen Worten: Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung ermöglicht dir und deiner Familie weiterhin ein Leben in Würde. Ohne angemessenes Einkommen ist der soziale Abstieg vorprogrammiert. Und das will sicherlich niemand.

 

Selbst sparen ist keine Lösung

Ab und an hört man von der Idee, dass man ja einfach jeden Monat Geld beiseite legen kann. Zum Beispiel über ein Tagesgeldkonto oder einen ETF-Sparplan. Allerdings geht diese Rechnung leider nicht auf. Hierbei wird nämlich vergessen, dass so ein Konstrukt erstmal mehrere Jahre laufen muss, bis überhaupt eine Summe vorhanden ist, von der man leben kann. Und selbst wenn, dann ist der zeitliche Horizont stark begrenzt, weil das Geld schnell aufgebraucht sein wird.

Ein kleines Rechenbeispiel dazu:

Wirst du mit 50 Jahren berufsunfähig und bist dies auch bis zum Renteneintritt mit 67, dann bräuchtest du bei einem monatlichen Bedarf von 2.000€ insgesamt 408.000€ auf deinem Sparkonto. Und das wird wohl kaum jemandem in dieser Form möglich sein.

Welche Ursachen führen zu Berufsunfähigkeit?

Zumeist wird angenommen, dass Unfälle der Hauptgrund für eine Berufsunfähigkeit sind. Hier hat man dann das Bild des Dachdeckers im Kopf, der vom Hausdach herunterfällt. Die Realität sieht auch hier wieder komplett anders aus.

Die Hauptursachen (2019) sind psychische Erkrankungen und Zivilisationskrankheiten wie Krebs. Anders ausgedrückt: Ca. 50% der Ursachen, die eine Berufsunfähigkeit bedingen, können jeden und jede treffen. Unabhängig, wie „risikoreich“ der Beruf ist. Eine extrem wichtige Tatsache, die man kennen sollte.

Ursachen für Berufsunfähigkeit (MORGEN & MORGEN 04/2019)

Bildschirmfoto 2020 02 26 um 13.09.15 - Berufsunfähigkeitsversicherung

Wie viel kostet eine BU-Versicherung?

Bevor du eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, möchtest du natürlich wissen, wie viel eine Berufsunfähigkeitsversicherung kostet. In der Tat gehen einige Menschen sogar her und schauen ausschließlich auf den Preis. Ob der gewählte Anbieter auch wirklich gut ist und ob es vielleicht auch einen Grund gibt, warum der Anbieter so günstig ist, wird nicht hinterfragt. Dass dies eine komplett falsche Herangehensweise ist, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Aber jetzt mal Butter bei die Fische:

Was ist der Preis einer guten Berufsunfähigkeitsversicherung? Wie viel darf eine Berufsunfähigkeitsversicherung kosten für verschiedene Berufe?

Es kommt auf deinen Beruf an

Der monatliche Beitrag deiner Berufsunfähigkeitsversicherung setzt sich aus verschiedenen Einflussgrößen zusammen. Eine davon – und wahrscheinlich die wichtigste – ist dein Beruf, den du zum Zeitpunkt des Abschlusses der Berufsunfähigkeitsversicherung ausübst. Je nachdem, ob dieser vom Versicherer als risikoarm oder risikoreich eingestuft wird, fällst du in eine entsprechende Risiko- bzw- Tarifgruppe. Zum Beispiel A1 oder 4. Die Bezeichnungen sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Dabei haben z.B. ein Maurer oder auch ein Fitnesstrainer eine viel höhere Risikoklasse als ein Büroangestellter und würden dementsprechend auch einen höheren Beitrag zahlen.

Dein Alter ist ebenfalls wichtig

Fast genauso relevant wie dein ausgeübter Beruf, ist dein Alter zum Zeitpunkt des Abschlusses der Berufsunfähigkeitsversicherung. Generell gilt: Je jünger du bist beim Abschluss deiner Berufsunfähigkeitsversicherung, desto günstiger der Beitrag. Je älter du bist, desto höher der Beitrag. Deswegen ist es absolut empfehlenswert, sich schon in jungen Jahren (auch bereits als Student oder Schüler) mit dem Thema Berufsunfähigkeit auseinander zu setzen. So clever dies auch wäre, so wenige Menschen tun dies tatsächlich.

Die Höhe deiner BU-Rente

Ein Faktor, der wahrscheinlich relativ klar ist: Je mehr BU-Rente du absicherst, desto höher dein Beitrag. Das soll aber nicht heißen, dass du weniger absichern solltest, um dann Beitrag zu sparen. Im Gegenteil. Wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, dann solltest du hier immer das an Berufsunfähigkeitsrente (Video) absichern, was du auch wirklich im Fall der Fälle bräuchtest. Beachte bitte, dass von deiner BU-Rente auch noch Steuern und eventuell Krankenkassenbeiträge abgezogen werden.

Die Laufzeit deiner Berufsunfähigkeitsversicherung

Je länger die Laufzeit deiner BU-Versicherung, desto höher der Beitrag. Auch das macht Sinn. Denn je älter du wirst, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass du berufsunfähig wirst. Krebs und andere Zivilisationskrankheiten schlagen meist erst mit fortgeschrittenem Alter zu. Und eine Krankheit wie Krebs sorgt sehr oft für eine direkte Berufsunfähigkeit. Deswegen empfiehlt es sich auch, seine BU-Rente immer bis zum aktuellen Renteneintrittsalter laufen zu lassen (2020: 67 Jahre). Gerne werden hier von manchen Vermittlern am Ende ein paar Jahre weggelassen, um den Beitrag zu drücken. Das ist sehr gefährlich und du als Kunde solltest auf diesen “Taschenspieler-Trick” nicht hereinfallen. Denn am Ende hast du dann nämlich zwar eine BU-Versicherung, aber eine mit einer Absicherungslücke genau dann, wenn das Risiko der Berufsunfähigkeit am höchsten ist.

Echte Beispiele „Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten“ (2020)

Nachdem du die Einflussfaktoren auf den Preis einer Berufsunfähigkeitsversicherung kennst, schauen wir uns nun mal ein paar echte Beispiele aus der Praxis an.

berufsunfähigkeitsversicherung kosten 1024x312 - Berufsunfähigkeitsversicherung

Wie du sehen kannst, variieren die Beiträge je nach Berufsgruppe teilweise sehr stark. Am besten kommt der BWL-Student weg, mit gerade mal 50€ Beitrag für 1.500€ versicherte BU-Rente.

Fazit zu „So viel darf eine Berufsunfähigkeitsversicherung kosten“

Warte nicht zu lange mit dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Je länger du wartest, desto teurer wird der Beitrag. Dabei ist das Risiko, dass sich dein Gesundheitszustand verschlechtert mit der Zeit, noch gar nicht miteingerechnet. Und wenn du noch Student bist, dann hast du die besten Karten, eine sehr günstige BU-Versicherung zu bekommen, welche du dann später übrigens nicht anpassen musst, wenn du dann wirklich arbeitest. Du bleibst in der Risikogruppe wie damals bei Abschluss. Etwas, was auch viele Menschen nicht wissen.

Beitragsdynamik in der BU sinnvoll?

 

Wie viel kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

 

Berufsunfähigkeitsversicherung wechseln sinnvoll?

 

Worauf solltest du unbedingt bei Abschluss einer BU-Versicherung achten?

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es einige Punkte, die man unbedingt kennen und beachten sollte. Wir haben diese Punkte für dich im folgenden zusammengefasst, so dass du im Gespräch mit deinem Berater (oder vielleicht auch bei uns?) vorbereitet bist.

Je früher, desto besser

Wie du schon weiter oben gelernt hast, ist dein Alter einer der wichtigsten Einflussgrößen auf den Beitrag deiner BU-Versicherung. Je jünger du bei Abschluss bist, desto günstiger die Beiträge. Vor allem auf die lange Laufzeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung bezogen, kann man hier bei rechtzeitigem Abschluss wohl mehrere 1.000€ sparen.

Dazu bist du in jungen Jahren wohl auch noch gesünder und fitter als im fortgeschrittenen Alter. Somit ist eine Annahme beim Versicherer ohne Ausschlüsse oder Beitragszuschläge wahrscheinlicher.

Dazu sei noch erwähnt, dass Versicherer den Beitrag nicht nach deinem tatsächlichem Geburtstag berechnen, sondern meist der 01.01. eines Jahres hier immer das Bezugsdatum ist. Das bedeutet, dass es durchaus Sinn machen kann, eine BU-Versicherung noch im laufenden Jahr abzuschließen, als bis zum neuen Jahr zu warten.

Den richtigen Versicherer wählen

Das klingt einfacher als es ist. Deshalb empfiehlt es sich beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung auch immer einen Profi mit dazu zu holen. Dieser kostet dich im Vergleich zu einem Alleingang auf Check24 auch keinen Cent mehr. Die Beiträge wären hier 1 zu 1 identisch mit denen eines „normalen“ Versicherungsmaklers.

Dein BU-Versicherer sollte neben einem sehr guten Bedingungswerk und AGB auch über eine sehr gute Finanzstärke verfügen. Bedingungswerke von Versicherern werden regelmäßig von Rating-Agenturen wie Franke & Bornberg (FFF als beste Wertung) oder MORGEN & MORGEN (5 Sterne als beste Wertung) bewertet. Darauf solltest du deinen Versicherungsvermittler ansprechen, falls er dies nicht von sich aus bereits macht.

Neben diesen Kriterien spielt auch der Service des Versicherers und Versicherungsmaklers eine große Rolle. Sprich, wie wirst du im Leistungsfall unterstützt?

Schließt du z.B. über uns eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab, erhältst du bei Abschluss ein BU-Zertifikat, was dir eine kostenfreie anwaltliche Erstberatung im Leistungsfall garantiert.

Die richtige Höhe der BU-Rente wählen

Viel zu oft begegnen uns Verträge, in welchem eine viel zu niedrige BU-Rente abgesichert wurde. Verträge mit 500€ oder 750€ sind schlichtweg sinnlos, da man mit dieser Rente noch unter der Grundsicherung liegt.

Du musst für dich individuell festlegen, wie viel Geld dir monatlich zur Verfügung stehen muss, solltest du nächsten Monat nicht mehr arbeiten können. Addiere deine Ausgaben, laufenden Kosten, Versicherungsbeiträge, Altersvorsorge, Miete, etc. auf.

Vergiss dabei auch nicht, dass du vielleicht weiterhin in den Urlaub fahren möchtest. Denn Berufsunfähigkeit bedeutet nicht zwangsläufig, dass du im Rollstuhl sitzt und nichts mehr unternehmen kannst.

Und noch ein letzter Hinweis, den die meisten Menschen nicht kennen: Bist du Angestellter und wirst berufsunfähig, dann zahlst du nicht mehr in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Das bedeutet, dass dein Anspruch auf gesetzliche Rente schrumpft, je länger du berufsunfähig bist. Und dies wiederum bedeutet, dass du in der Lage sein musst, deine private Altersvorsorge aufzustocken, wenn du berufsunfähig wirst. Mache also nicht den Fehler, deine Berufsunfähigkeitsrente zu niedrig zu kalkulieren und betrachte diese auch bitte nicht als „Notfallabsicherung“.

Deine Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Absicherung für deine Existenz wie sie heute, hier und jetzt aussieht.

Koppele deine BU-Versicherung nicht an eine Rentenversicherung

So schön es auch klingt, in den wenigsten Fällen macht es tatsächlich Sinn, seine Berufsunfähigkeitsversicherung in Kombination mit einer Rentenversicherung (Basisrente) abzuschließen. Manche Kollegen führen an, dass der Versicherer im BU-Fall die Beiträge für die Rentenversicherung weiter zahlt und man die Beiträge auch von der Steuer absetzen kann. Das ist soweit auch korrekt.

Nur werden die folgenden Punkte dabei leider vergessen:

  • der Beitrag erhöht sich immens durch den zusätzlichen Beitrag zur Rentenversicherung.
  • nur wenn der Beitrag zur Rentenversicherung im gesetzlich vorgeschriebenen Verhältnis zum BU-Beitrag gezahlt wird, ist die steuerliche Absetzbarkeit möglich.
  • durch die Kombination mit einer Rentenversicherung ändert sich die Besteuerung der BU-Rente im Leistungsfall. Du musst mehr Steuern auf deine BU-Rente zahlen, als wenn du diese als reine „Solo-BU“ abgeschlossen hättest. Dies führt wiederum dazu, dass du eigentlich mehr BU-Rente versichern musst, um auf die gleiche Auszahlung zu kommen, wie bei einer „Solo-BU“. Und dies wiederum führt zu einem höheren Beitrag.
  • du musst dich darauf verlassen, dass der Versicherer, der dich gegen Berufsunfähigkeit absichert, zufällig auch der Versicherer ist, der dein Geld am besten, renditeträchtigsten und kostengünstigsten anlegt. Dies wird wohl kaum der Fall sein. Absicherung von Risiken und Investieren sollte man deshalb immer trennen.
  • kommt es zu einem finanziellen Engpass, hast du einen großen, inflexiblen Vertrag, durch welchen du möglicherweise genötigt bist, deine BU-Versicherung beitragsfrei zu stellen und dann keinen adäquaten Schutz mehr hast. Hast du die Produkte getrennt abgeschlossen, kannst du einfach deine Rentenversicherung für die Dauer des finanziellen Engpasses unterbrechen, musst aber nicht deinen Existenzschutz (BU-Versicherung) angehen.

 

Es gibt mit Sicherheit noch ein paar mehr Punkte, die gegen einen solchen Kombi-Vertrag bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sprechen, aber ich denke, die angeführten Argumente sollten ausreichen.

Unterschied zwischen Netto- und Bruttobeitrag sollte nicht zu hoch sein

Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es einen Nettobeitrag (=Zahlbeitrag) und einen Bruttobeitrag (=Tarifbeirtrag). Dies hat nichts mit Steuern oder dem Burro/Netto zu tun, was wir von Lohnauszahlungen kennen. Vielmehr ist es so, dass der Versicherer erwirtschaftete Überschüsse mit dem Bruttobeitrag verrechnet und dadurch der niedrigere Nettobeitrag entsteht, welchen du als Versicherter dann wirklich zahlen musst.

Man sollte nun aber darauf achten, dass die Spanne zwischen Netto- und Bruttobeitrag nicht zu hoch ist. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass der Versicherer eventuell ein wenig „optimistischer“ mit seinen Überschüssen kalkuliert.

Liegt der Bruttobeitrag 100% oder mehr über dem Nettobeitrag, ist äußerste Vorsicht geboten. Wir achten in unseren Beratungen darauf, dass der Bruttobeitrag i.d.R. nicht mehr als 50% über dem Nettobeitrag liegt.

Was tun bei Vorerkrankungen?

Es kann sein, dass du vielleicht nicht mehr die „sauberste“ Krankenakte hast. Ob Operationen, Knochenbrüche oder Krankheiten, viele Vorerkrankungen können die Aufnahme bei einem Berufsunfähigkeitsversicherer erschweren oder sogar unmöglich machen.

Im Zweifel sollte man immer gemeinsam mit seinem Berater eine so genannte anonyme Risikovorabanfrage bei mehreren Gesellschaften stellen, um vorab die Versicherbarkeit zu prüfen. Somit läufst du nicht Gefahr, dass du eine offizielle Ablehnung erhältst, weil du „einfach mal einen Antrag gestellt hast und sehen wolltest, was passiert“. Das kann böse enden, da die meisten Versicherer Ablehnungen zentral im Hinweis- und Informationssystem (HIS) der Versicherer speichern lassen und alle anderen Versicherer darauf Zugriff haben. Und wenn du einmal abgelehnt wurdest, ist es nahezu unmöglich, bei einem anderen Versicherer eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen.

Aus diesem Grund ist eine anonyme Risikovorabanfrage enorm wichtig, wenn der Gesundheitszustand nicht mehr einwandfrei und eine Versicherbarkeit fraglich ist.

 

Psychische Probleme als K.O.-Kriterium

Die Erfahrung hat gezeigt, dass psychische Erkrankungen in den meisten Fällen zu einer Ablehnung führen. Vor allem wenn diese erst vor kurzem aufgetreten sind oder sogar aktuell noch behandelt werden. Bist du aktuell in einer laufenden psychotherapeutischen Behandlung, wird dich kein Versicherer versichern. Das gilt übrigens auch für viele andere laufende Behandlungen (Physiotherapie z.B.).

Anonyme Risikovorabanfrage stellen – So geht’s

 

Welche Vertrags-Klauseln sind besonders wichtig?

Neben den bereits erwähnten wichtigen Punkten gibt es noch weitere spezielle Vertragsbausteine, die du bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung beachten solltest.

Vereinbaren einer Beitragsdynamik

Wenn du heute 2.000€ BU-Rente versicherst, dann ist diese in 15 Jahren von der Kaufkraft her keine 2.000€ mehr „wert“. Dies haben wir der Inflation zu danken. Deshalb ist es enorm wichtig, dass du eine so genannte Beitragsdynamik in deinen Vertrag mit einbaust, welche die Inflation ausgleicht.

Durch die Beitragsdynamik erhöht sich deine versicherte Berufsunfähigkeitsrente und entsprechend auch dein Beitrag um den vereinbarten Prozentsatz. In der Regel sind hier 2-3% sinnvoll, wenn man die Inflation gut ausgleichen möchte.

Dieser Beitragsdynamik kannst du während der Laufzeit auch widersprechen, so dass du z.B. mal ein Jahr aussetzt. Beachte aber bitte hierbei, dass manche Versicherer diese Dynamik komplett aus dem Vertrag entfernen, wenn du zu oft hintereinander widersprichst. Dies sollte unbedingt vermieden werden.

Vereinbaren einer Leistungsdynamik

Ähnlich wie die Beitragsdynamik funktioniert die Leistungsdynamik. Allerdings bezieht sich diese nicht auf deine versicherte BU-Rente während der Laufzeit, sondern kommt in dem Moment zum Tragen, wenn deine BU-Rente ausgezahlt wird, weil du berufsunfähig bist.

Hast du dann z.B. eine Leistungsdynamik von 1% vereinbart, erhöht sich die ausgezahlte BU-Rente jedes Jahr um 1%. Dies dient ebenfalls wieder dem Inflationsausgleich.

Anders als die Beitragsdynamik kostet die Leistungsdynamik etwas. Je höher der gewählte Prozentsatz, desto höher auch dein Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Dies macht auch Sinn, da die Leistungsdynamik ja nichts anderes ist, als eine garantierte Erhöhung deiner BU-Rente im Leistungsfall.

Nachversicherungsgarantien beachten

Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es i.d.R. anlassbezogene und nicht-anlassbezoge Nachversicherungsgarantien. Über diese hast du die Möglichkeit, deine BU-Rente nach oben anzupassen, ohne dass der Versicherer dir erneut Gesundheitsfragen stellt.

Bei Abschluss deiner Berufsunfähigkeitsversicherung sollten dir die Möglichkeiten der Nachversicherung bekannt sein, damit du diese später auch nutzen kannst, wenn es deine Situation erfordert.

Anlassbezogene Nachversicherungsgarantien:

  • Heirat
  • Geburt eines Kindes
  • Hauskauf
  • Abschluss Studium
  • größere Gehaltserhöhung
  • Scheidung
  • Wechsel in Selbstständigkeit
  • u.a.

 

Nicht-anlassbezogene Nachversicherungsgarantien:

  • Erhöhung z.B. der BU-Rente nach dem 6. und 10. Versicherungsjahr

 

Nachversicherungsgarantien, vor allem die nicht-anlassbezogenen, unterscheiden sich von Versicherer zu Versicherer. Dazu sollte man auch immer die Fristen beachten, innerhalb welcher man eine anlassbezogene Nachversicherungsgarantie nutzen kann (meist innerhalb 6 Monate nach Eintreten des Ereignisses). Zumeist gibt es auch Erhöhungsgrenzen (z.B. 2.500€) bis zu denen man dann seine BU-Rente erhöhen kann über eine Nachversicherungsgarantie.

Verzicht auf abstrakte Verweisung

Die abstrakte Verweisung ist ein Begriff, der vielen immer noch sehr viel Angst einjagt. Dieser besagt nämlich, dass man trotz Berufsunfähigkeit im eigentlichen Beruf noch an einen anderen Beruf verwiesen werden kann. Dies war früher auch durchaus möglich, da die Versicherer nicht auf die abstrakte Verweisung verzichtet haben. Heutzutage ist dies aber die Regel und jeder gute Versicherer verzichtet auf die abstrakte Verweisung.

Laufzeit bis zum Renteneintrittsalter wählen

Die Versicherungs- und Leistungsdauer deiner Berufsunfähigkeitsversicherung sollte unbedingt bis zum aktuellen Renteneintrittsalter beantragt werden. Schließt du eine BU-Versicherung z.B. nur bis zum 65. Lebensjahr ab, entsteht dir eine Versorgungslücke von 2 Jahren. Das mag erstmal nicht viel klingen, aber nehmen wir noch mal die 2.000€ aus obigem Beispiel her, die man als monatlichen Bedarf hat, so wären dies 48.000€ die man mal eben irgendwie „überbrücken“ muss. Und auch dies wird wieder nur den wenigsten möglich sein.

Lass dich nicht blenden von niedrigeren Beiträgen

Leider geht mancher Versicherungsvermittler oder auch Online-Portal her und setzt das Endalter von 67 Jahren auf 65 Jahre oder noch weniger herunter, um einen günstigeren Beitrag zu erreichen. Ja, es ist korrekt, „klaut“ sich man am Ende ein paar Jahre, dann wird der Beitrag tatsächlich günstiger. Dabei stellt sich aber niemand die Frage, warum dies so ist.

Und dies liegt daran, dass natürlich dein Risiko berufsunfähig zu werden mit dem Alter ansteigt und zwischen 50 und 67 am höchsten ist. Somit nimmst du dir in genau den Jahren, wo das Risiko am höchsten ist, den Schutz weg!

Falle also bitte nicht auf diesen „Taschenspieler-Trick“ herein.

Prognosezeitraum und rückwirkende Leistungen

Weiterhin ist es wichtig, dass dein Versicherer einen möglichst kurzen, so genannten Prognosezeitraum veranschlagt. Der Prognosezeitraum beschreibt die Dauer, für die du voraussichtlich mindestens berufsunfähig sein wirst. Dieser Zeitraum sollte bei 6 Monaten liegen, aber nicht länger. Denn je länger dieser Zeitraum, desto schwieriger wird es für dich, an die BU-Leistung zu kommen, da es für z.B. den Arzt schwieriger ist, eine sehr lange Prognose (von z.B. 12 Monaten) zu stellen.

Dazu sollte dein BU-Versicherer auch Leistungen rückwirkend zum ersten Tag der Berufsunfähigkeit gewährleisten. Natürlich dauert die Prüfung einer Berufsunfähigkeit eine gewisse Zeit. Sobald diese dann fest steht, bekommst du deine BU-Rente aber rückwirkend ausgezahlt.

Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Nicht immer ist es möglich, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Sei es, dass der Beitrag für die eigene Berufsgruppe zu hoch ist oder, dass es bereits zu viele Vorerkrankungen gibt.

In solchen Fällen ist es sinnvoll, sich mit der Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung zu beschäftigen.

Diese haben wir hier in einem ausführlichen Artikel behandelt.

Wo solltest du eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

Wenn du bis hierher gelesen hast, dann hast du wahrscheinlich erkannt, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung ein sehr komplexes Versicherungsprodukt ist.

Die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden geht leider nicht von hier auf jetzt mit wenigen Klicks im Internet. Dazu gibt es zu viele Fallstricke, wie z.B. die Gesundheitsfragen, die man oftmals zu nachlässig beantwortet und dann der Versicherer am Ende (zu Recht) nicht zahlt.

Es empfiehlt sich also, sich einen kompetenten Versicherungsmakler zu suchen, dem du vertraust und der so arbeitet, wie du dir das vorstellst.

Solltest du noch auf der Suche nach einem BU-Experten sein, dann kannst du sehr gerne eine Online-Beratung bei uns buchen (sofern aktuell Termine frei sind).

Hier kannst du sicher sein, dass wir auf alle in diesem Artikel genannten Punkte eingehen werden. Allerdings lassen wir gerne auch unsere bisherigen Kunden für uns sprechen:


Häufig gestellte Fragen

  • Warum ist eine BU-Versicherung sinnvoll?

    Wenn du nach einem Unfall oder durch eine Krankheit nicht mehr arbeiten kannst, dann fehlt dir das nötige Einkommen, um deinen gewohnten Lebensstandard weiter zu halten. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sicherst du dieses existenzielle Risiko ab. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist im Prinzip also nichts anderes als eine Einkommensabsicherung, bzw. Ausgabenabsicherung. Zudem gibt es bei Berufsunfähigkeit auch keinerlei Leistungen vom Staat. So sehr das auch noch viele Menschen glauben wollen. Lediglich für Menschen, die vor dem 01.01.1961 geboren wurden, gibt es noch eine staatliche Berufsunfähigkeitsrente. Alle anderen gehen bei Berufsunfähigkeit leer aus. Es sei denn, du hast mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung vorgesorgt. Schaue dir dazu am besten auch mal mein oben stehendes Video zum Thema „Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll“ an.

  • Wie hoch sollte deine Berufsunfähigkeitsrente sein?

    Am besten ist es immer, die versicherte Berufsunfähigkeitsrente individuell anhand deines Einkommens bzw. deiner Ausgaben festzulegen. Verbraucherzentralen empfehlen ca. 75-80% des Nettoeinkommens als Berufsunfähigkeitsrente abzusichern. Solltest du z.B. 2.500€ monatlich Netto verdienen, dann sollte deine Berufsunfähigkeitsrente mindestens 1.800-2.000€ betragen. Dazu empfiehlt es sich eine so genannte Beitragsdynamik zu integrieren. Durch diese erhöht sich jährlich deine versicherte BU-Rente um den vereinbarten Prozentsatz (z.B. 3%). Dies dient dazu, dass die Inflation ausgeglichen wird und deine versicherte BU-Rente über die Jahre nicht an Kaufkraft verliert. Dein Beitrag steigt entsprechend um den gleichen Prozentsatz an, was natürlich logisch ist. Wenn du deine Berufsunfähigkeitsrente zu niedrig abschließt, z.B. unter 1.000€ dann könntest du dir die Beitrage dafür fast sparen, da du im Fall der Fälle von z.B. 750€ BU-Rente nicht leben könntest und dann Grundsicherung bekommen würdest. Ergo hättest du dir so eine niedrige Absicherung direkt sparen können. Deshalb ist es wichtig, immer eine adäquat hohe BU-Rente abzusichern.

  • Wie lange sollte die Laufzeit deiner Berufsunfähigkeitsversicherung sein?

    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist dafür gedacht, dass sie dich dein gesamtes Arbeitsleben lang schützt und absichert. Deshalb sollte die Laufzeit deiner Berufsunfähigkeitsversicherung auch immer an das aktuelle Renteneintrittsalter angelehnt sein. Dieses beträgt aktuell 67 Jahre. Schließt du deine Berufsunfähigkeitsversicherung z.B. nur bis zum 60. Lebensjahr ab, so müsstest du im Fall der Fälle 7 Jahre mit anderen finanziellen Mitteln überbrücken. Und dies können sich die wenigsten Menschen leisten. Bei einem monatlichen Bedarf von 1.500€ (18.000€ im Jahr) wären dies 126.000€ die man einfach mal so zusätzlich bräuchte, um die Zeit bist zur gesetzlichen Rente zu überbrücken. In Ausnahmefällen kann es durchaus Sinn machen, die Laufzeit z.B. auf 65 Jahre zu begrenzen. Aber dies sollte man ausführlich mit seinem Berater besprechen. Solltest du dann später aus unterschiedlichsten Gründen (z.B. großes Erbe, finanzielle Freiheit, passives Einkommen, etc.) die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht mehr benötigen, weil deine Existenz finanziell abgesichert ist, dann kannst du deine Berufsunfähigkeitsversicherung einfach kündigen. Ein Fehler wäre es aber, die Laufzeit vorher zu beschneiden, ohne zu wissen, was die Zukunft bringen wird.

  • Gilt der Berufsunfähigkeitsschutz weltweit?

    Ja, deine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet dir weltweiten Schutz. Sprich, wenn dir was im Ausland passiert, würde die Berufsunfähigkeitsversicherung auch leisten, wenn sich daraus eine Berufsunfähigkeit ergibt. Dabei ist es egal, ob du privat oder geschäftlich unterwegs warst. Wichtig ist allerdings, dass du beim Abschluss deiner Berufsunfähigkeitsversicherung eventuell geplante, längere Auslandsaufenthalte dem Versicherer vorab mitteilst (entsprechende Fragestellungen finden sich in den Anträgen auf Berufsunfähigkeitsversicherung).

  • Gibt es eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen?

    Nein. Du kannst eine Berufsunfähigkeitsversicherung immer nur mit Gesundheitsfragen abschließen. In unserer Online-Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung prüfen unsere BU-Experten deshalb im Vorfeld deinen Gesundheitszustand anonym bei verschiedenen Versicherern. So hast du die bestmögliche Chance auf Versicherungsschutz. Auch mit eventuellen Vorerkrankungen. Wir kennen den Markt sehr gut und können auch Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung anbieten, solltest du wirklich keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen. Manchmal gibt es die Möglichkeit, eine Berufsunfähigkeitsversicherung über den Arbeitgeber abzuschließen, mit nur wenigen oder sehr einfachen Gesundheitsfragen. Davon raten wir allerdings ab, da die Leistungen hier meist limitiert sind und die Laufzeit auch oft nicht bis 67  geht. Dazu verlierst du einen möglichen Beitragsvorteil, wenn du den Arbeitgeber wechselst. Eine BU sollte immer möglichst unabhängig und frei von „anderen Parteien“ abgeschlossen werden.

  • Wann zahlt deine Berufsunfähigkeitsversicherung?

    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dir dann die versicherte BU-Rente in voller Höhe aus, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Job nicht mehr zu 50% ausüben kannst, für voraussichtlich mindestens 6 Monate. Dies ist die Definition, wie man sie in den meisten Bedingungswerken der Versicherer finden wird. Dabei kann die Berufsunfähigkeit durch einen Unfall, Krankheit oder mehr als altersbedingten Kräfteverfall entstanden sein. Sollte bei dir Berufsunfähigkeit festgestellt werden, dann leistet deine BU-Versicherung auch rückwirkend zum ersten Tag der Berufsunfähigkeit.

  • Solltest du eine Rechtsschutzversicherung vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

    In unseren Augen brauchst du speziell wegen des Abschlusses einer Berufsunfähigkeitsversicherung keine Rechtsschutzversicherung abschließen. Wir sehen diese Empfehlung eher als Panikmache und nicht als sehr rational an. Und das sagen wir als Versicherungsmakler, welche vom Verkauf von Versicherungen leben 😉 Natürlich kannst du eine Rechtsschutzversicherung abschließen, wenn du dich dann – im wahrsten Sinne des Wortes – sicherer fühlst. Dabei muss dann der Baustein „Vertragsrecht“ versichert sein, damit im Fall der Fälle deine Rechtsschutzversicherung auch greift, sollte es Probleme mit deinem BU-Versicherer geben. Viel wichtiger ist allerdings, dass du bei Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantwortest und einen wirklich guten BU-Versicherer wählst. Und das solltest du eben nicht alleine machen, sondern auf das Wissen und die Erfahrungen von z.B. unseren BU-Experten vertrauen. Es kostet dich schließlich keinen Cent mehr 😉

  • Kannst du mit psychischen Vorerkrankungen noch eine BU abschließen?

    Solltest du psychische Vorerkrankungen haben oder dich auch gerade in einer laufenden Psychotherapie befinden, so ist v.a. bei letzterem kein Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung möglich. Liegt die Behandlung schon einige Zeit zurück, dann kann auch hier eine anonyme Risikovorabanfrage helfen. Darüber wird dann ermittelt, ob dich ein Versicherer aufnehmen würde oder nicht. Alternativ kann dann auch eine andere Form der Arbeitskraftabsicherung für dich Sinn machen.

  • Gibt es Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

    Grundsätzlich ist die Berufsunfähigkeitsversicherung per se alternativlos. Keine andere Versicherung bietet einen derartigen „Vollkasko-Schutz“ für deine Arbeitskraft. Dennoch kann es sein, dass du selbst keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen kannst. Sei es durch einen zu hohen Beitrag oder weil du schon zu viele Vorerkrankungen hast. Dann sollte man prüfen, ob z.B. eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, eine Grundfähigkeitsversicherung oder auch eine Körperschutzpolice möglich sind. Dadurch kann deine Arbeitskraft als solche auch abgesichert werden. Wenn auch nicht so umfangreich wie bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

  • Stimmt es, dass im Fall der Fälle der Versicherer sowieso nicht leistet?

    Nein. Dies ist ein Ammenmärchen, welches sich sehr stark in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat. Schlechte und unwahre Berichterstattung in den Medien hat ebenfalls dazu beigetragen, dass hier ein total realitätsfremdes Bild entstanden ist. Neuesten Studien zufolge wurden in 2017 fast 80% aller Anträge auf Berufsunfähigkeit von den Versicherern ohne Probleme bewilligt. Wichtig ist einfach, dass du einen guten Versicherer auswählst und die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantwortest. Genau dafür ist z.B. unsere kostenlose Online-Beratung mit unseren BU-Experten da.

  • Wie lange dauert es in der Regel, bis deine BU-Rente ausgezahlt wird?

    Solltest du berufsunfähig sein im Sinne der Bedingungen, dann hast du ein Recht auf die Auszahlung deiner Berufsunfähigkeitsrente. Allerdings muss der Versicherer natürlich auch erstmal prüfen, ob du wirklich berufsunfähig bist. Dies kann – je nach Fall – etwas dauern. Deshalb empfiehlt es sich, dass wenn man einen Leistungsantrag auf Auszahlung der BU-Rente stellt, möglichst alle geforderten Unterlagen (Arztberichte, Tätigkeitsbeschreibungen, etc.) dem Leistungsantrag beilegt. Desto weniger Nachfragen gibt es vom Versicherer und umso schneller bekommst du deine BU-Rente ausgezahlt.

  • Solltest du als Student bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

    Ja, unbedingt. Als Student bist du in der komfortablen Lage, dass du noch sehr jung bist und vom Versicherer in eine extrem günstige Risikogruppe eingestuft wirst. Dadurch kannst du massiv an Beitrag sparen im Vergleich dazu, wenn du erst viel später eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt. Somit wirst du über die Laufzeit mehrere tausend Euro an Beitrag sparen können. Zudem kannst du bei einigen Versicherern bereits bis zu 2.000€ BU-Rente absichern als Student, komplett ohne Einkommensnachweis.

  • Brauchen Beamte eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

    Ja, auch Beamte brauchen eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Vor allem in den ersten Jahren, wenn es noch keinen vollen Ruhegehaltsanspruch gibt. Wichtig ist hier das Stichwort Dienstunfähigkeitsversicherung, bzw. echte Dienstunfähigkeitsklausel. Darüber bekommt ein Beamter, der von seinem Dienstherrn als dienstunfähig eingestuft wird, schneller eine Leistung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung, als wenn er nur eine reine Berufsunfähigkeitsversicherung hätte. Nicht alle BU-Versicherer bieten eine solche echte Dienstunfähigkeitsklausel an, weshalb es wichtig ist, hier mit einem Experten für Dienstunfähigkeitsversicherung zu sprechen. Über unsere kostenlose Online-Beratung kannst du dir ganz einfach einen Termin bei unserem Dienstunfähigkeitsversicherungs-Experten buchen.

  • Kannst du eine Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen?

    Ja, du kannst eine Berufsunfähigkeitsversicherung wie jede andere Versicherung kündigen. Relevant ist hier meist die Fälligkeit des Beitrages. Zahlst du deinen Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung monatlich, dann kannst du deine Berufsunfähigkeitsversicherung i.d.R. monatlich kündigen. Zahlst du deine Beiträge jährlich, dann kannst du i.d.R. auch nur jährlich kündigen (oft mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten). Bevor du eine Berufsunfähigkeitsversicherung kündigst, solltest du dir sehr genau überlegen, ob du dies wirklich tun möchtest. Neben der Krankenversicherung und der privaten Haftpflichtversicherung gehört die Berufsunfähigkeitsversicherung zu den wichtigsten Versicherungen in Deutschland.

  • Was passiert mit deinen Beiträgen, wenn du nicht berufsunfähig wirst?

    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist grundsätzlich eine reine Risikoversicherung. Das heißt, dass es hier keine Beiträge zurück gibt, wenn du nicht berufsunfähig werden solltest. Ähnlich wie z.B. bei deiner KFZ-Vollkasko-Versicherung. Nur weil du keinen Unfall gebaut hast, gibt es ja auch hier keine Beiträge zurück. Zwar gibt es auch Berufsunfähigkeitsversicherungen, die du mit einer Rentenversicherung kombinieren kannst, aber davon raten wir dir dringend ab. Auch die Verbraucherschützer halten nichts von diesen „Kombiverträgen“ und empfehlen, eine BU immer als reine Risikoversicherung abzuschließen. Dadurch ist der Beitrag auch um einiges niedriger als in einem Kombivetrrag mit Rentenversicherung.

  • Ist es sinnvoll eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Rentenversicherung abzuschließen?

    Es gibt Tarife, bei denen du deine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Rentenversicherung (meist mit einer Basisrente/Rüruprente) kombinieren kann. Solche Kombiprodukte machen aber i.d.R. wenig Sinn und auch die Verbraucherzentralen raten von solchen Produkten ab. Risiken absichern und Geld ansparen sollte man immer trennen. Damit wirst du langfristig am besten fahren und bist auch maximal flexibel. Dazu wird auch die Besteuerung auf deine BU-Rente höher, wenn du diese in Kombination mit einer Basisrente bzw. Rüruprente abschließt.

  • Berufsunfähigkeitsversicherung in der Elternzeit

    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung in der Elternzeit ist genauso wichtig, wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung während man arbeitet. Wirst du berufsunfähig, während du in Elternzeit bist, dann bekommst du auch deine versicherte Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt. Je nachdem wie lange die Elternzeit gedauert hat, wir zur Prüfung ein Beruf vor der Elternzeit hergenommen oder deine aktuelle Tätigkeit als Hausfrau/Hausmann. Auf alle Fälle ist es absolut nicht zum empfehlen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung in der Elternzeit zu kündigen oder beitragsfrei zu stellen. In dem Moment hat man zum einen keinen Schutz mehr und zum anderen kommt man in den meisten Fällen nur mit erneuten Gesundheitsfragen wieder in den ursprünglichen Vertrag zurück. Zudem passieren tatsächlich die meisten Unfälle zuhause und in der Freizeit, weshalb man als Hausfrau/Hausmann definitiv ein höheres Risiko hat, berufsunfähig zu werden.