DJI Drohne

Drohnen Haftpflichtversicherung

Allgemeine Erläuterung zu Drohnen Versicherung

Drohnen waren über viele Jahre ein kleiner Traum der Luftfahrt. Ferngesteuerte Fluggeräte, denen die verschiedensten Aufgaben übertragen werden konnten. In den 1990-er Jahren warb der Konzern BP mit einer speziellen Kampagne. In dieser wurde überlegt, Mini-Helikopter zum Transport von Einkäufen zu verwenden.

Wie nah die Idee an der heutigen Drohnen-Realität war, konnte vor 20 Jahren nur erahnt werden. Doch mit der Zunahme an Drohnen steigt auch die Relevanz der Flugraumsicherheit für diese und die Frage nach Risiken sowie einer Drohnen-Versicherung kam auf. Seit 2005 sind gilt für Drohnen: Versicherung ist ein Muss. Seit 2017 sind weitere Aspekte der Drohnennnutzung in der Drohnenverordnung geregelt. 

Einsatz von Drohnen 

Eine Drohnen-Versicherung sind unabhängig des Einsatzes einer Drohne verpflichtend. Viele Piloten verwenden ihre Drohe zum reinen Fliegen (Modellflieger) oder auch zum Filmen und Fotografieren. Doch auch im gewerblichen Sektor finden Drohnen vielfältige Anwendung, wie in den Bereichen:

  • Vermessungstechnik 
  • Land- und Forstwirtschaft 
  • Tier- und Naturschutz 
  • technische Kontrollen 
  • Forschung 
  • militärische Aufklärung.

Drohnen-Versicherung ist Pflicht für alle Piloten

Selbst ohne die Versicherungspflicht für Drohnen ist eine Drohnen-Versicherung absolut empfehlenswert. Der Pilot haftet nämlich für alle Schäden, die von seiner Drohne verursacht werden, unabhängig der privaten oder gewerblichen Nutzung. 

Beispiel:

Sie haben die Freude am Modellflug entdeckt. Sie kaufen eine Drohne im Internet. Die Bewertungen sind großartig und bereits beim Start bemerken Sie, dass das Handling herausragend ist. Womit Sie nicht gerechnet haben, war die Windböe aus Osten, die Ihre Drohne ins Schlingern brachte und in die Terrassentür des Nachbarn fallen lies, welche zerbricht. 

Jetzt stellt sich die Frage: Ist die Drohne in der Privathaftpflichtversicherung inkludiert oder benötigen Sie eine gesonderte Drohnen-Versicherung?

Ein anderer, allerdings auch im Rahmen der Drohnen-Versicherung zu betrachtender Fall: Ihre Drohne stürzt auf die Straße und verursacht einen Unfall mit Personenschaden. Die Gefahr entstehender Kosten in Millionenhöhe entsteht: Fahrzeugreparaturen, medizinische Versorgung von Personen oder Verfahrenskosten.

Drohnenversicherung in der Privathaftpflicht 

Ist ein Drohnenschaden grundlegend in der Privathaftpflicht mit versichert? — Zum gegenwärtigen Stand nicht. Stattdessen ist entsprechend des Tarifs einer Privathaftpflicht zu urteilen, ob und inwiefern Personenschäden, Sachschäden oder auch Vermögensschäden abgesichert sind. 

Grundlegend gelten allerdings ein paar Voraussetzungen für die Drohnennutzung, damit die private Haftpflichtversicherung überhaupt greifen kann. Für die Kombination „Drohne Privathaftpflichtversicherung“ gilt, dass die Drohne auch privat, sprich nicht gewerblich, genutzt wird. Aber auch das Startgewicht sowie der Antrieb (Elektro- und kein Benzinmotor) sind entscheidend. 

Da sich Drohnen auch im Privatbereich vermehrt der Benutzung erfreuen, haben einige Versicherer darauf reagiert. Eine Drohnenversicherung ist inzwischen in einigen Privathaftpflichtversicherungen integriert und bereits mit Tarifen versehen. Nicht selten wird  hierbei nach Drohnengewicht unterschieden. 

Entsprechend der Drohnenklassifizierungen können Drohnenversicherungen zwischen „Drohnen bis 250g“ und „Drohnen über 5kg“ unterscheiden. Weitere Ab- und Zwischenstufen sind im Rahmen einer Drohnenversicherung denkbar. Es ist individuell zu klären, ob neben Drohnen auch Modellflugzeuge und andere Multicopter für die private Nutzung in Deutschland versichert sind. 

Drohnenversicherung gewerblich

Gewerblich genutzte Drohnen sowie Drohnen mit einem Gesamtgewicht über 5kg müssen gesondert versichert werden. Das bedeutet, dass eine Drohne, gewerblich genutzt, nicht in Tarifen  der Privathaftpflichtversicherung abgesichert sind. Für die gewerbliche Drohnenversicherung sollte auf spezifische Aspekte Rücksicht genommen werden.

Drohnentechnik: Handelt es sich um eine Drohne mit Elektro- oder Verbrennungsmotor (z. B. Diesel?

Drohnengewicht: Drohnen unter 250g sind anders zu versichern als Drohnen, die über 5kg wiegen. 

Nutzung: Die gewerbliche Nutzung ist eine Sache. Weiterführend ist der Nutzungszweck zu bedenken: Messung, Fotografie, Transport, sportlicher Wettkampf usw. Fliegen Sie mit der Drohne innerhalb eines zugelassenen Areals, in einer Stadt oder im Wald (…)? 

Der Geltungsbereich: Für das Fliegen im (europäischen) Ausland können gesonderte Tarife notwendig werden. Sofern die Drohnenversicherung ausschließlich für Deutschland gilt, kann sich das, abhängig von Versicherer und Tarif, auf die Kosten niederschlagen. 

Piloten: Wie beim KfZ stellt sich auch für die Drohnenversicherung die Frage nach der Anzahl der Piloten. Nutzen außer des Eigentümers z. B. Familienmitglieder die Drohne oder muss die Drohnen-Versicherung auf Mitarbeiter eines Unternehmens ausgedehnt werden?

Kosten und Selbstbeteiligung: Klärungsbedarf hat die Frage nach einer möglichen Selbstbeteiligung für den Versicherten. Entsprechend der Nutzung, der Pilotenanzahl und des Geltungsbereichs können Tarife einer gewerblichen Drohnenversicherung Selbstbeteiligungen im Schadensfall beinhalten 

Drohnenversicherung – Gesetzliche Regelung

Sobald ein Pilot hinter den Punkt „Haftpflichtversicherung Drohne“ einen Haken gesetzt hat, muss er sich über finanzielle Folgen eines Schadenfalls keine Gedanken mehr machen— sofern der Flug den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Verstößt der Pilot gegen geltende Gesetze, kann der Versicherer die Haftung ausschlagen. 

Die Rahmenbedingungen für das Fliegen einer Drohne definiert seit April 2017 die sogenannte Drohnenverordnung. Aus ihr gehen nicht nur wichtige Verordnungen hervor. Auch Aspekte, die sich in den Drohnenversicherungen wiederfinden, werden geregelt:

Kennzeichnungspflicht: Seit dem 01.10.2017 müssen Drohnen mit einem Abfluggewicht über 250g mit einer dauerhaften sowie feuerfesten Kennzeichnung versehen sein, auf der Name und Adresse des Halters vermerkt sind. 

Kenntnisnachweis: Piloten von Drohnen mit einem Abfluggewicht über 2kg benötigen einen Kenntnisnachweis über das Fliegen der Drohne. 

Aufstiegserlaubnis: Drohnen über 5kg dürfen nur mit einer Aufstiegserlaubnis Benutzung finden.

Flughöhe: Eine Drohnenversicherung greift im Schadensfall, wenn zuvor gewisse Grundsätze eingehalten wurden. Steigt die Drohne auf über 100m auf, ohne dass eine Sondererlaubnis der Luftfahrtbehörden vorliegt, verstößt der Pilot gegen geltendes Recht. Ferner muss die Drohne in Sichtweite bleiben. Schadensfälle, die außerhalb der Sichtweite auftreten, könnten unter Umständen zum Streitfall werden.

Nachtflüge: Ein Nachtflug mit einer Drohne bedarf einer gesonderten Genehmigung.

Überfliegen gewisser Areale: Militärische Gebiete, sensible Bereiche oder  Menschenansammlungen sind kritische Themen. An sich darf sich eine Drohne diesen nur bis auf 100m nähern. Gleichsam sieht man immer wieder, wie Drohnen bei Konzerten über Publikumsmengen fliegen, um diese z. B. zu fotografieren. Es ist im Detail zu klären, unter welchen Umständen der Pilot hierfür einer Erlaubnis bedarf. Außerdem ist gesondert zu erörtern, inwieweit mögliche Schadensfälle durch Drohnen abgesichert sind. 

Überfliegen von Wohngrundstücken: Drohnen, die ein Abfluggewicht von 250g übersteigen, dürfen keine Wohngrundstücke überfliegen.

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