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Für das Jahr 2021 haben viele Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag erhöht. Teilweise sogar sehr stark. Ein Wechsel der Krankenkasse kann hier deshalb durchaus sinnvoll sein. Je nach Höhe des Zusatzbeitrages lassen sich hier mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. Dies ist vor allem interessant, da die Grundleistungen der Krankenkassen überall gleich sind und durch einen Wechsel hier kein Nachteil entsteht. Welche ist aber nun die günstigste Krankenkasse 2021? Und wie kannst du ganz einfach zu dieser Krankenkasse wechseln? All das erfährst du im nachfolgenden Artikel.

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Erhöhung des Zusatzbeitrages 2021 bei vielen Krankenkassen

Gegen Ende 2020 haben mehrere Millionen Versicherte Post von ihrer Krankenkasse bekommen. Hierbei wurde den Versicherten – vielleicht auch dir – mitgeteilt, dass sich der Zusatzbeitrag für 2021 erhöhen wird.

Bei der Techniker Krankenkasse hat sich der Zusatzbeitrag für 2021 beispielsweise um 0,5% erhöht. Der neue Zusatzbeitrag liegt bei der Techniker Krankenkasse somit bei 1,2%. Immer noch 0,1% unter dem neuen durchschnittlichen Zusatzbeitrag für 2021 von 1,3%.

Corona, geringere Einnahmen & neue Leistungen

Das Jahr 2020 hat vielen Krankenkassen zu schaffen gemacht. Ungeplante Sonderausgaben aufgrund der Corona-Pandemie, sowie neue Leistungen belasten die gesetzlichen Krankenversicherung stark. Dazu kommen geringere Beitragseinnahmen durch zum Beispiel Kurzarbeitergeld.

Vor allem größere Krankenkassen, wie die Techniker Krankenkasse, mussten deshalb den Zusatzbeitrag für 2021 anheben.

Weitere Erhöhungen wahrscheinlich

Laut diversen Krankenkassen ist eine allgemeine Erhöhung des Krankenkassenbeitrages wahrscheinlich. Zu hoch sei die aktuelle Kostenbelastung. Wie genau eine Erhöhung dann z.B. für 2022 aussehen wird, muss man abwarten. Zum Glück können Versicherte ihre Krankenkasse ab 2021 viel einfacher wechseln. Dazu dann später mehr.

Wann lohnt sich der Wechsel der Krankenkasse?

Durch die Erhöhung des Zusatzbeitrages fragen sich viele Versicherte, ob es nicht doch Sinn machen könnte, die Krankenkasse zu wechseln.

Eine berechtige Frage. Bei einem Wechsel von einer teuren Krankenkasse zu einer Krankenkasse mit einem niedrigen Zusatzbeitrag kannst du einige hundert Euro im Jahr sparen.

Ein Beispiel:

Bei einem Bruttoeinkommen von 3.000 Euro und einem Zusatzbeitrag von 1,6%  (gesamt: 14,6% + 1,6% = 16,2%) zahlst du aktuell 243€ für deine Krankenkasse im Monat. Dabei wird der Beitrag von 14,6% und der Zusatzbeitrag jeweils hälftig von dir und dem Arbeitgeber getragen.

Wechselst du nun zu einer Krankenkasse mit einem Zusatzbeitrag von nur 0,39% ergibt sich für dich folgende, jährliche Ersparnis:

Aktuell:

243€ / Monat bzw. 2.916€ / Jahr

Günstigere Krankenkasse:

14,6% + 0,39% = 14,99%

224,85€ / Monat bzw. 2.698,20€ / Jahr

Jährliche Ersparnis: 217,8€

Je mehr du verdienst, desto höher wird deine Ersparnis sein. Somit kann ein Wechsel durchaus finanziell sinnvoll sein.

Welche Risiken bestehen beim Wechsel der Krankenkasse?

Vielleicht hast du dir auch schon überlegt deine Krankenkasse zu wechseln. Ein Wechsel würde dir wirklich Geld sparen. Aber dann hast du gezögert und hast deine Krankenkasse am Ende nicht gewechselt. Weil dir möglicherweise irgendjemand erzählt hat, dass du dann Leistungen verlierst oder dich die neue Krankenkasse vielleicht gar nicht aufnimmt, weil du schon zu viele Vorerkrankungen hast.

Gesetzliche Krankenversicherungen müssen jeden aufnehmen

Viel zu viele Menschen glauben noch, dass es passieren kann, dass sie von der neuen Krankenkasse eventuell abgelehnt werden und dann plötzlich ohne Krankenversicherung dastehen. Das ist allerdings absoluter Unsinn. In Deutschland besteht ein so genannter Kontrahierungszwang bei den gesetzlichen Krankenversicherung. Eine Art “Aufnahmezwang”.

Das bedeutet, dass es egal ist, wie gesund oder krank du bist. Eine Krankenkasse muss dich immer aufnehmen. Deswegen gibt es hier – anders als bei einer privaten Krankenversicherung – auch keine Gesundheitsfragen bei der Antragstellung.

Diese Sorge beim Wechsel der Krankenkasse ist somit komplett unberechtigt. Aber wie sieht es nun genau mit den Leistungen aus?

Leistungen der Krankenkassen sind gesetzlich vorgeschrieben

Auch hier gibt es Entwarnung. Die Leistungen einer gesetzlichen Krankenversicherung sind gesetzlich festgelegt. Und somit gibt es hier auch keine Unterschiede zwischen den Krankenkassen.

Wenn du dies gerne mal nachlesen möchtest, dann musst du nur ins Sozialgesetzbuch V, §12 schauen. Dort steht nämlich folgendes:

Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)
§ 12 Wirtschaftlichkeitsgebot

(1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.
(2) Ist für eine Leistung ein Festbetrag festgesetzt, erfüllt die Krankenkasse ihre Leistungspflicht mit dem Festbetrag.

Zudem entscheidet der so genannte Gemeinsame Bundesausschuss – von dem du wahrscheinlich noch nie was gehört hast – darüber, welche Leistungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse aufgenommen werden und welche nicht.

Wie genau der Gemeinsame Bundesausschuss dies entscheidet und vor allem, wer in diesem Gremium sitzt (sehr interessant!), erkläre ich dir im Video.

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Unterschiede bei Zusatzleistungen

Lediglich bei den individuellen Zusatzleistungen, welche jede Krankenkasse selbst festlegen kann, gibt es Unterschiede.

Legst du auf diverse Zusatzleistungen viel wert, dann solltest du vor einem Wechsel prüfen, ob deine neuen Krankenkasse diese oder ähnliche Zusatzleistungen ebenfalls enthält.

Zusatzleistungen können z.B sein:

  • Leistungen bei Osteopathie
  • professionelle Zahnreinigung
  • Reiseimpfungen
  • Naturmedizin
  • Sportmedizinische Untersuchung
  • Hautkrebs-Screening bereits vor dem 35. Lebensjahr
  • etc.

Dabei ist es allerdings nicht so, dass die günstigste Krankenkasse auch diese mit den schlechtesten Zusatzleistungen ist. Der Zusatzbeitrag hat nicht unbedingt damit zu tun, wie viele Zusatzleistungen deine Krankenkasse anbietet. Dies wird auch deutlich, wenn du dir die Zusatzleistungen der günstigsten Krankenkasse 2021 anschaust.

Die günstigste Krankenkasse 2021

Die günstigste, deutschlandweite für alle zugängliche Krankenkasse ist und bleibt die hkk.

Die hkk (Handelskrankenkasse) ist somit einmal mehr die günstigste Krankenkasse. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass es möglicherweise regionale Krankenkasse gibt (wie z.B. die BKK Euregio), welche einen nochmal günstigeren Zusatzbeitrag haben. Diese Krankenkassen sind aber wiederum nicht jedem zugänglich, sondern abhängig von der Region in welcher man wohnt oder welchen Arbeitgeber man hat (Betriebskrankenkasse).

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Nicht nur günstig, sondern auch ausgezeichnet

Versteht mich nicht falsch, ich will hier keinen Lobgesang auf die hkk machen (den Artikel schreibe ich komplett aus eigenen Stücken), aber es ist einfach Fakt, dass neben dem günstigen Zusatzbeitrag auch der Service und die Kundenzufriedenheit top sind.

Focus Money zeichnet die hkk mit „Höchste Kundenzufriedenheit“ (Focus Money 10/2020) aus. Das Handelsblatt kürt die hkk zum „Testsieger kundenorientierte Krankenkassen“ (Handelsblatt DFSI Ratings 8/2019).

Starke Zusatzleistungen sind ebenfalls vorhanden

Auch die Zusatzleistungen der hkk können sich sehen lassen.

Laut der hkk ermöglicht es vor allem ihre Finanzstärke, den Versicherten viele Zusatzleistungen zu bieten, welche weit über dem Krankenkassen-Durchschnitt liegen.

Die hkk übernimmt somit auch die Kosten für diverse Zusatzleistungen im Wert von über als 1.000 Euro pro Jahr und Versicherten. Sind mehrere Familienmitglieder versichert (z.B. eine vierköpfige Familie) wächst dieser Wert auf mehrere tausend Euro an.

Es finden sich Zusatzleistungen u.a. in den Bereichen Naturmedizin, Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, , Gesundheitskurse und für Schwangerschaft.

App und Onlinekurse runden das Angebot ab

Dazu bietet die hkk diverse Apps und Online-Kurse für deine Fitness (gesunde Ernährung und Stressbewältigung) und zahlreiche innovative Versorgungsprogramme bei akuten und chronischen Erkrankungen.

Eine komplette Übersicht der Zusatzleistungen findest du hier.

Krankenkasse einfach online wechseln

Seit dem 01.01.2021 ist es für Versicherte noch einfacher geworden, eine Krankenkasse zu wechseln. Die lästige Kündigung bei der bisherigen Krankenkasse entfällt komplett.

Lediglich ein Antrag bei der neuen Wunsch-Krankenkasse ist erforderlich. Fertig.

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Online Antrag stellen

Bei fast jeder Krankenkasse kannst du mittlerweile in wenigen Minuten online einen Antrag stellen. So natürlich auch bei der hkk. Um alles andere kümmerst sich dann im Hintergrund deine neue Krankenkasse – Deutschlands günstigste Krankenkasse.

Kündigungsfristen und Bindefristen beachten

Sei dir lediglich bewusst, dass du noch eventuelle Kündigungsfristen und Bindefristen beachten musst. Letztere sind mit dem neuen Jahr auch von 18 Monaten auf 12 Monate gesenkt worden.

Sonderkündigungsrecht bei Erhöhung des Zusatzbeitrages

Wurde dein Zusatzbeitrag erhöht, dann hast du ein Sonderkündigungsrecht. Hier ist dann auch die 18- bzw. 12-monatige Bindefrist nicht mehr relevant. Spätestens bis zum Ablauf des Monats, in dem deine bisherige Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhöht, musst du die Kündigung einreichen, bzw. einfach den Antrag bei der neuen Krankenkasse stellen. Diese übernimmt dann die Kündigung für dich.

Eine Sonderkündigung bedeutet allerdings nicht, dass du deine Krankenkasse sofort verlassen kannst. Deine Mitgliedschaft wird erst zum Ende des übernächsten Monats wirksam. Du bleibst also mindestens für zwei weitere Monate noch bei deiner alten Krankenkasse versichert.

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