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Private Krankenversicherung - Der ultimative Guide (2020) | A-Z

Die Private Krankenversicherung ist eine der komplexesten Versicherungen überhaupt – aus diesem Grund ist sie auch eine der am meisten diskutierten, sowohl positiv als auch negativ. Wie die private Krankenversicherung genau funktioniert, wer sich überhaupt privat kranken versichern kann, ob eine private Krankenversicherung im Alter zu teuer wird und welche Vor- und Nachteile eine private Krankenversicherung mit sich bringt erfährst du in diesem Experten-Artikel. Ergänzt wird der Text durch sehr ausführliche und detaillierte Videos zur PKV von unserem Versicherungs-YouTube-Kanal (größter Versicherungs-Kanal in Deutschland). Am Ende des Artikels kennst du alle Fakten zur privaten Krankenversicherung mit allen Vorteilen und Nachteilen.

private krankenversicherung pkv - Private Krankenversicherung - Alle Infos

So funktioniert die private Krankenversicherung

Wie genau funktioniert überhaupt eine private Krankenversicherung und wer kann sich privat kranken versichern? Im nebenstehenden Video werden dir alle grundlegenden Informationen vermittelt, welche du über die PKV wissen solltest. Nach dem Anschauen des Videos wirst du ein Grundverständnis zur privaten Krankenversicherung haben. Dies ist die Basis für alle nun nachfolgenden Informationen.

Leistungen in der privaten Krankenversicherung

Bei der privaten Krankenversicherung erhalten Versicherte genau die Leistungen, die vertraglich im Tarif vereinbart sind. Es gibt also keine Regelversorgung wie bei den gesetzlichen Krankenkassen und der Beitrag wird auch nicht wie in der gesetzlichen Krankenversicherung mit einem prozentualen Anteil von deinem Einkommen errechnet. Die Beiträge zur Versicherung sind aus diesem Grund von Kunde zu Kunde unterschiedlich. Je nachdem, welchen Umfang die gewünschten Leistungen haben, fallen die Beiträge höher oder niedriger aus.

Gesundheitszustand und Alter spielen große Rolle

Hinzu kommt, dass auch der Gesundheitszustand und das Alter des Versicherten Einfluss auf die Versicherungsprämie haben. Aus diesem Grund ist die private Krankenversicherung besonders bei Menschen beliebt, die über ein gutes Einkommen verfügen, jung und gesund sind und dies durch entsprechende Leistungen, wie etwa umfangreiche Vorsorgemaßnahmen, bleiben wollen.

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Wer kann in die PKV wechseln?

Beamte

Wenn du Beamter bist, hast du grundsätzlich die Wahl, ob du dich privat oder gesetzlich versichern möchtest. Dein Dienstherr leistet dazu eine Beihilfe zu den Krankheitskosten von mindestens 50 Prozent. Beamte und andere Beihilfeberechtigte schließen daher in der Regel eine sogenannte Restkostenversicherung bei einem privaten Krankenversicherer ab. Wer auf Dauer verbeamtet ist und keine großen gesundheitlichen Probleme hat, sollte sich also privat versichern. Das gesicherte Einkommen und die hohe Beihilfe schützen dich vor den finanziellen Nachteilen der privaten Krankenversicherung.

Angestellte

Bist du Angestellter, muss dein Bruttoeinkommen oberhalb der sogenannten Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegen, damit du zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung wählen kannst.. 2016 liegt diese Grenze bei 56.250 Euro jährlich, das entspricht einem durchschnittlichen Monatsverdienst von rund 4.688 Euro. In 2017 liegt diese Grenze bei 57.600€.  Dazu zählen auch regelmäßige Zahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, nicht jedoch Sonderzahlungen wie z.B. Gewinnausschüttungen. Die frühere Regelung, dass sich Angestellte erst nach drei Jahren Verdienst oberhalb der JAEG privat versichern dürfen, besteht nicht mehr.

Selbstständige

Wenn du zur Berufsgruppe der Selbstständigen gehörst, kannst du ebenfalls wählen, ob du dich privat oder freiwillig gesetzlich versichern möchtest. Als Selbstständiger kannst du immer in einen Tarif der privaten Krankenversicherung wechseln, unabhängig davon, wie viel du verdienst – du musst es aber nicht. Eine Ausnahmen von dieser Regel bilden Freiberufler, die einer künstlerischen oder publizistischen Tätigkeit nachgehen: Hier unterliegst du unter Umständen der Versicherungspflicht in der Künstlersozialkasse (KSK).

Studenten

Zu Beginn deines Studiums kannst du dich als Student für eine private Krankenversicherung entscheiden, bist dann aber für die Dauer der Hochschulausbildung an diese Entscheidung gebunden. Es gibt hierfür spezielle Studententarife. Wenn du dann zum ersten Mal eine hauptberufliche Tätigkeit aufnimmst, kannst du zurück zu einer gesetzlichen Kasse wechseln. Sinnvoll ist die private Krankenversicherung vor allem für Studenten, die Kinder von Beamten sind, da sie bis zu 80 Prozent Beihilfe erhalten.

Vorteile private Krankenversicherung

Die Vorteile der privaten Krankenversicherung liegen eigentlich auf der Hand:

Eine deutlich bessere medizinische Versorgung als in der gesetzlichen Krankenversicherung, sowie eine bevorzugte, sprich schnellere Behandlung. Die Möglichkeit Medikamente oder Therapien bezahlt zu bekommen, die im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen erst gar nicht vorkommen.

Private Krankenversicherung

Die bestmögliche medizinische Versorgung (gute Tarife vorausgesetzt)

Gesetzliche Krankenversicherung

Die medizinisch notwendige, aber ausreichende Versorgung (nicht die Beste!)

Ist dir schon mal aufgefallen, dass gesetzlich Krankenversicherte irgendwie immer recht schnell wieder das Krankenhaus verlassen sollen, privat Krankenversicherte aber lieber noch ein wenig länger bleiben dürfen? Warum ist das so?

Weil es fürgesetzlich Krankenversicherte so genannte Fallpauschalen gibt. Das heißt, Krankheit X oder Unfall Y werden so oder so behandelt und dafür gibt es dann genau so viel Geld. Naja und wenn das Geld, dass dafür veranschlagt ist, aufgebraucht ist, dann macht das Krankenhaus oder der Arzt ein Minusgeschäft. Bei Privatversicherten wird einfach das abgerechnet was gebraucht wird – und das gerne auch ein wenig länger als notwendig.

Jetzt würde der ein oder andere weitere Dinge zu den Vorteilen der privaten Krankenversicherung zählen. So z.b. Ein- oder Zweitbettzimmer im Krankenhaus, schnellere Facharzttermine, freie Krankenhauswahl, freie Arztwahl, Beitragsrückerstattung, bei Nichteinreichung von Rezepten etc. oder Chefarztbehandlung.

Das ist „nice to have“. Aber um diese Dinge geht es nicht bei einer privaten Krankenversicherung – DARUM GEHT ES SCHLICHTWEG NICHT!

ES GEHT DARUM, DASS DU, WENN ES BRENNT, DIE BEST MÖGLICHE MEDIZINISCHE VERSORGUNG BEKOMMST. PUNKT. FERTIG. AUS.

Klar gibt es auch hier Ausnahmen, z.B. der Vorteil in der privaten Krankenversicherung bei Selbstständigen, dass sie keine hohen Nachzahlungen in der Krankenversicherung bekommen, was der Fall wäre in der gesetzlichen Krankenversicherung, wenn sie mehr verdient haben, als angegeben bei der gesetzlichen Krankenversicherung.

Nachteile private Krankenversicherung

Nicht ganz so klar sind meist die Nachteile der privaten Krankenversicherung. Beziehungsweise werden hier oft Punkte aufgeführt, die dann als Nachteil ausgelegt werden, weil man sich entweder nicht richtig informiert hat oder die Motivation, in die private Krankenversicherung zu wechseln die falsche war – letzteres ist hier dann oft der Hauptgrund.

Eine gute PKV kostet gutes Geld

Das eine gute private Krankenversicherung auch Geld kostet sollte eigentlich klar sein – Fiat oder Mercedes? Nur wechseln eben viele in die private Krankenversicherung, weil sie denken, dass sie hier vor allem in jungen Jahren Beiträge sparen – und genau so wird eine private Krankenversicherung auch oft verkauft: „Hey, jetzt in die private Krankenversicherung wechseln, nur 130€ im Monat!! Schau was du dir hier an Beiträgen sparst und trotzdem bessere Leistungen bekommst!“

Das ist allerdings ein Trugschluss, der später im Alter dann ordentlich zurück feuern wird, wenn du hier nicht clever vorgesorgt hast, was die meisten – sorry – einfach nicht gemacht haben und jetzt mit sehr hohen Beiträgen im Alter rechnen müssen und diese dann zu finanziellen Engpässen führen.

Kinder in der privaten Krankenversicherung

Im Unterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung kannst du Kinder bei der privaten Krankenversicherung nicht kostenlos mitversichern. Kinder brauchen also immer eigene PKV Tarife. Auch gibt es keine Beitragsfreiheit während eines Mutterschafts- und Erziehungsurlaubs.

Selbstbeteiligung in der PKV

Dazu hast du auch oft eine Selbstbeteiligung in der privaten Krankenversicherung, die vor allem wenn der Beitrag sehr niedrig ist, wohl sehr hoch sein wird. Aber auch hier gibt es verschiedenste Tarife und Konstellationen, wie der Selbstbehalt aussehen kann.

Wechsel von der PKV zurück in die GKV

Der Wechsel von der privaten Krankenversicherung zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist mit einigen Stolpersteinen verbunden. Je nachdem ob du Angestellter bist oder Selbstständer unterscheiden sich die Möglichkeiten, wie du wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurück wechseln kannst.

Insider-Wissen zur PKV

Insider-Wissen private Krankenversicherung

Im zweiten Video bekommst du unser komplettes Insiderwissen zur privaten Krankenversicherung (ich selbst habe bei einer der größten privaten Krankenversicherungen meine Ausbildung gemacht) mit all den vermeintlichen Kleinigkeiten, die aber entscheidend sind für einen guten PKV-Tarif. Knapp 1 Stunde pures Wissen zur privaten Krankenversicherung.

Was sorgt für stabile Beiträge?

Wie sorgt man clever vor, um sich die Beiträge auch im Alter leisten zu können und und und.

Für diese Infos müsstest du sehr sehr lange im Netz suchen, falls du sie überhaupt findest. Wenn das Thema private Krankenversicherung für dich relevant ist, dann solltest du dir unbedingt die Zeit nehmen, dieses Video anzuschauen.

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GKV oder PKV - Was lohnt sich mehr?

Eventuell stehst du gerade genau vor dieser Frage. Was lohnt sich für dich persönlich mehr? Die private Krankenversicherung oder doch eher die gesetzliche Krankenversicherung? Im Video erkläre ich dir, wie du für dich die beste Entscheidung treffen kannst und auf welche Einflussgrößen du hier Rücksicht nehmen solltest.

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PKV-Beiträge im Alter

Sehr oft wirst du gehört oder gelesen haben, dass man seine PKV-Beiträge im Alter, bzw. als Rentner eh nicht mehr bezahlen kann. Dies wird immer mal wieder über so genannte „Qualitätsmedien“ verbreitet. Fakt ist aber, dass dies nur der Fall ist, wenn du gewisse wichtige Punkte beim Wechsel in die PKV ignorierst, schlechte Tarife wählst und gewisse Maßnahmen während der Laufzeit missachtest. Im Video gibt es 5 Tipps von mir, wie du deine Beiträge in der PKV als Rentner stabil halten kannst.

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Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist möglich und der pauschale Spruch „einmal private, immer private“ ist - wie vieles andere was in diesem Zusammenhang an Meinungen in Medienberichten zur PKV geäußert wird - nicht korrekt.
Bastian Kunkel, Finanzfachwirt (FH), Betriebswirt und Gründer von Versicherungen mit Kopf

Gefährliches Halbwissen zur PKV

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Abschließend noch ein paar weitere Punkte zum Thema „gefährliches Halbwissen“:

Andauernd hört man die tollsten Weisheiten zur privaten Krankenversicherung. Vorzugsweise am wöchentlichen Stammtisch oder in Talkshows im TV. Hier wird viel gelabert und oft wird die Meinung desjenigen, der am lautesten schreit, für wahr empfunden. Und genau dadurch entsteht eine Meinung zur privaten Krankenversicherung, die absolut nicht der Realität entspricht. Hier an der Stelle auch noch mal ein fettes Danke an die ganzen Talkshows dieses Landes! Ihr leistet hier astreine Aufklärungs-Arbeit. Es geht praktisch nie um die Einschaltquoten sondern nur um den Mehrwert für den Zuschauer. *Hust*

Die richtige Motivation für einen Wechsel in die PKV

Fakt ist, das es nicht darum geht, was ist besser, gesetzliche Krankenversicherung oder private Krankenversicherung. Diese Diskussion ist eine andere. Das größte Problem ist, dass viele Leute eine private Krankenversicherung abgeschlossen haben, diese das aber hätten niemals machen sollen! Punkt! Weil die meisten davon es aus den falschen Motiven heraus gemacht haben! Und jetzt plötzlich bricht das ganze eben so langsam zusammen und die Motive von damals („ich spare Beiträge“) sind auf einmal nicht wirklich mehr tragbar.

Fernseh- und Internetwerbung sind Haupttreiber für falsche Wechsel-Motivation

Weißt du, wie die meisten Leute in den letzten Jahren überhaupt auf die private Krankenversicherung gekommen sind?

Durch die Werbung die man andauernd sieht durch Check24, Pop-Ups im Internet, Email-Werbung etc.

Und überall steht fett darüber: „JETZT SPAREN UND IN DIE PKV WECHSELN!“

Und genau das war und IST eben auch das Problem bzw. genau deshalb haben manche, die eine PKV abgeschlossen haben, heute ein Problem mit teuren Beiträgen in ihren sehr schlechten Tarifen!

Privat kranken versichern und Geld sparen funktioniert langfristig nicht

Das paradoxe ist: Du holst dir quasi krankenversicherungstechnisch den Mercedes ins Haus, willst aber dabei Geld sparen? Das funktioniert nicht!

Hol dir einen Profi mit dazu

Wenn du nach diesem Artikel das Gefühl hast, dass dich die private Krankenversicherung anspricht und du wechseln möchtest, dann hole dir bitte einen Profi mit dazu. Allein bei der Tarifauswahl kann man so viele Fehler machen. Von den Gesundheitsfragen ganz zu schweigen. Ein Versicherungsmakler kostet dich keinen Cent mehr, als wenn du dich alleine durch den Tarifdschungel bei Check24 wühlst.

Stelle zudem sicher, dass dir dein Berater auch ehrlich sagen wird, wenn du nicht in die PKV wechseln solltest. Denn auch dies kann durchaus der Fall sein.

Solltest du keinen Ansprechpartner haben, dann kannst du dir natürlich gerne einen Termin für unsere kostenlose PKV-Online-Beratung buchen (sofern aktuell Termine frei sind).

Wie findest du den besten PKV Tarif für dich?

Wenn du bis hierher gelesen hast, bzw. alle Videos geschaut hast, dann hast du wahrscheinlich erkannt, dass die private Krankenversicherung ein extrem komplexes Versicherungsprodukt ist.

Aktuell gibt es zu dem über 6.000 verschiedene Tarife.

Eine passende private Krankenversicherung zu finden geht deshalb leider nicht von hier auf jetzt mit wenigen Klicks im Internet. Dazu gibt es zu viele verschiedene Themenbereiche, die beleuchtet werden müssen, wie z.B. dein Gesundheitszustand, deine Absicherungswünsche und deine langfristigen Pläne.

Es empfiehlt sich also auch hier, wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung, einen kompetenten Versicherungsmakler zu suchen, dem du vertraust und der so arbeitet, wie du dir das vorstellst.

Solltest du noch auf der Suche nach einem PKV-Experten sein, dann kannst du sehr gerne eine Online-Beratung bei uns buchen (sofern aktuell Termine frei sind).

Hier kannst du sicher sein, dass wir auf alle in diesem Artikel genannten Punkte eingehen werden. Allerdings lassen wir gerne auch unsere bisherigen Kunden für uns sprechen:


Das einzige Motiv, das jemand haben sollte, um in die private Krankenversicherung zu wechseln, ist die bestmögliche medizinische Versorgung für sich (und die Familie). Alle anderen Motive - wie Krankenversicherungsbeiträge sparen - sind zu kurz gedacht und werden langfristig nicht bedient werden können.
Bastian Kunkel, Finanzfachwirt (FH), Betriebswirt und Gründer von Versicherungen mit Kopf

Häufig gestellte Fragen

  • PKV versichert und arbeitslos - was passiert dann?

    Solltest du arbeitslos werden, während du privat krankenversichert bist, dann gibt es hier mehrere Szenarien, die eintreten könnten. In der Regel musst du bei Arbeitslosigkeit (Bezug von Arbeitslosengeld I) zurück in die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung. Und zwar so lange, wie du Arbeitslosengeld I beziehst. Dabei ist es vollkommen egal, ob du davor angestellt oder selbstständig warst. Allerdings besteht eventuell die Möglichkeit, dass du dich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen kannst. Dies ist allerdings nur möglich, wenn du bereits in den letzten fünf Jahren vor dem Bezug von Arbeitslosengeld I komplett privat krankenversichert warst (§ 8 Abs. 1 Nr. 1a SGB V). Ist dies der Fall, kannst du dich bei Arbeitslosigkeit von der Versicherungspflicht befreien lassen und kannst weiter in der privaten Krankenversicherung bleiben. Wenn du befreit bist von der Versicherungspflicht, dann zahlt dir die Bundesagentur für Arbeit einen Zuschuss zu deiner privaten Krankenversicherung. Der Zuschuss beträgt so viel, wie deine Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung kosten würde. Bist du älter als 55 Jahre, so ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung – auch bei Arbeitslosigkeit – in der Regel nicht möglich. Warst du z.B. in den letzten 5 Jahren vor dem Beginn der Arbeitslosigkeit nicht gesetzlich krankenversichert, so ist die Rückkehr nicht möglich. Hier gilt es dann zu prüfen, inwieweit du deine PKV innerhalb der Gesellschaft anpassen kannst, um Beiträge zu sparen (falls das notwendig sein sollte). Wurde die PKV vor dem 31.12.2008 abgeschlossen, so könnte z.B. ein Wechsel in den Standardtarif oder Basistarif sinnvoll sein. Bist du nach dem 01.01.2009 in die PKV gewechselt, so kannst du hier in den Basistarif wechseln. Auch solltest du einen allgemeinen Tarifwechsel nach §204 VVG innerhalb der Gesellschaft unbedingt prüfen, um Beiträge zu sparen, ohne dass Leistungen gekürzt werden müssen.

  • Privat krankenversichert und berufsunfähig - was passiert dann?

    Die Versicherungspflicht in Deutschland gilt weiterhin, auch wenn du berufsunfähig sein solltest. Das bedeutet, dass du auch bei Berufsunfähigkeit weiter privat krankenversichert bleibst, wenn du vor der Berufsunfähigkeit privat krankenversichert warst. Somit zahlst du auch weiterhin den gleichen Beitrag für deine private Krankenversicherung bei Berufsunfähigkeit. Lediglich der Beitrag für das Krankentagegeld fällt weg. Es empfiehlt sich aber, diesen Baustein als Anwartschaft (mit reduziertem Beitrag) weiterlaufen zu lassen, damit man das Krankentagegeld nach der Berufsunfähigkeit wieder reaktivieren kann (ohne erneute Gesundheitsfragen).

  • Kannst du eine private Krankenversicherung auch mit Vorerkrankungen abschließen?

    Ja, dies ist grundsätzlich möglich. Allerdings kommt es ganz auf die Vorerkrankungen an. Deshalb empfiehlt sich eine Beratung beim Experten, um über verschiedene so genannte Risikovorabanfragen die Versicherbarkeit zu prüfen. So findest du auch eventuelle Leistungsausschlüsse oder Zuschläge heraus.

  • Gibt es eine Familienversicherung in der PKV?

    Nein. In der privaten Krankenversicherung hat jedes Familienmitglied einen eigenen Vertrag. Für Kinder gibt es zum Beispiel auch spezielle Tarife, die günstiger sind, als die Tarife von Erwachsenen.