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Rentenversicherungspflicht für Selbstständige ab 2020? Das musst du jetzt wissen!

Kommt die Rentenversicherungspflicht für alle Selbstständige in Deutschland noch 2020? Laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sieht es genauso aus. Er möchte noch in 2020 – trotz Corona-Krise – eine entsprechende Reform auf den Weg bringen und dadurch eine Rentenversicherungspflicht für Selbstständige einführen. Was das nun für Selbstständige bedeuten würde und welche Möglichkeiten man als Selbstständiger hat, der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht dennoch zu “entfliehen”, erfährst du im folgenden Artikel.



Laut Umfragen sind in Deutschland ca. 3 Millionen Selbstständige nicht ausreichend für das Alter abgesichert. Grund hierfür wird vor allem darin gesehen, dass Selbstständige aktuell keiner Verpflichtung unterliegen, für das Alter vorzusorgen. Sei es in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen oder private Altersvorsorgeverträge zu besparen.

Laut Heil droht somit vielen Selbstständigen später mal die Altersarmut, da sie nicht oder zu wenig vorgesorgt haben. Dieser Meinung schließe ich mich auch grundsätzlich an.

Ca. 3 Millionen Selbstständige haben keine oder zu wenig Altersvorsorge betrieben

Viel zu viele Selbstständige – ob es am Ende wirklich 3 Millionen sind, lassen wir mal so stehen – sorgen zu wenig für das Alter vor. Das liegt in meinen Augen nicht unbedingt mal daran, dass Selbstständige kein Geld hätten, um fürs Alter vorzusorgen (auch wenn das durchaus gerade bei Neugründungen der Fall sein kann und man dies in der neuen Reform berücksichtigen sollte). Sondern vielmehr daran, dass viele Selbständige total unterschätzen, wie viel man monatlich eigentlich zur Seite legen müsste, um im Rentenalter den aufgebauten Lebensstandard halten zu können. Und hier klaffen dann teilweise enorme Lücken zwischen eigener Wahrnehmung und der harten Realität.

Vorsorgeaufwand für Selbstständige wird unterschätzt

Vor allem wird unterschätzt, wie viel man allein schon aufwenden müsste, um den entsprechenden Gegenwert zu erreichen, den man aus der gesetzlichen Rente bekommen würde. Und dann ist man gerade erstmal ungefähr bei der Hälfte von dem, was man eigentlich braucht. Das Rentenniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung liegt aktuell bei knapp unter 50%. Das ist schlichtweg….nix.


Noch keine Basisrente als Selbstständiger?

Werde nicht überrascht von der neuen Reform und stelle dich jetzt schon richtig auf mit einer sehr guten Basisrente!


Eine Rentenversicherungspflicht für Selbstständige soll das ändern

Wie bereits im Koalitionsvertrag festgehalten, will Arbeitsminister Hubertus Heil dieses Problem mit einer allgemeinen Rentenversicherungspflicht für Selbstständige ändern. Wird diese eingeführt, müssen Selbstständige nachweisen, dass sie eine entsprechende Vorsorge für das Alter getroffen haben, z.b. über eine private fondsgebundene Rentenversicherung oder auch eine Basisrente / Rürup Rente.

Freie Wahl zwischen gesetzlicher Rentenversicherung und privater Vorsorge

Dabei kann der Selbstständige aber selbst entscheiden, wie genau er Altersvorsorge betreibt. So hat er also weiterhin die Möglichkeit, nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Vorausgesetzt er kann eine entsprechende private Altersvorsorge nachweisen. 

Rüruprente / Basisrente soll hier eventuell als einzige akzeptierte Lösung gelten

Es ist im Gespräch, dass dann eine sogenannte Basisrente bzw. Rürup Rente die einzige Altersvorsorge ist, die vom Gesetzgeber akzeptiert werden würde. Denn diese Form der privaten Altersvorsorge kommt der gesetzlichen Rentenversicherung am nächsten. Dazu gibt es hier auch ordentliche staatliche Förderungen in Form von Steuerbegünstigungen.


Ziel der Rentenversicherungspflicht für Selbstständige

Das Ziel dieser Reform dürfe relativ klar sein: die Rentenversicherungspflicht für Selbstständige soll dazu führen, dass weniger Selbstständige in der Altersarmut landen, da sie zu wenig oder gar nicht fürs Alter vorgesorgt haben. Aktuell zahlen ca. 1 Million Selbständige verpflichtend in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Dazu gehören unter anderem auch Anwälte, Apotheker und Hebammen, die selbständig sind. 

3, 7% der ehemals Selbstständigen erhält Grundsicherung

Laut Zahlen des Alterssicherungsbericht aus dem Jahre 2016 erhalten 3,7% der ehemals Selbständigen Grundsicherung. Dieser Anteil ist knapp doppelt so hoch wie bei den Arbeitnehmern. Diese Zahlt sollte schon mal zum nachdenken anregen.

Wie finde ich selbst die geplante Rentenversicherungspflicht für Selbstständige?

Ich persönlich finde die geplante Rentenversicherungspflicht für Selbstständige ab 2020 eine gute Sache. Aus ganz einfachen Gründen, weshalb ich das Ganze Gejammer um die Reform nicht verstehen kann:

  1. Betreibst du bereits private Altersvorsorge als Selbstständiger (was bei den meisten über eine Basisrente laufen dürfte), kannst du einfach den “Opt-out” nutzen und musst nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen
  2. Hast du noch keine private Altersvorsorge, kannst du noch eine abschließen und entfliehst hier ebenfalls der gesetzlichen Rentenversicherung
  3. Wer keine private Altersvorsorge hat als Selbstständiger und auch keine abschließt, landet zu Recht im System der gesetzlichen Rentenversicherung. Denn warum sollte man nicht auch in ein System einzahlen, von welchem man dann später potentiell Grundsicherung bezieht, weil man keine entsprechende Altersvorsorge betrieben hat?

Deine Meinung zur geplanten Reform?

Wie ist deine Meinung zur kommenden Rentenversicherungspflicht für Selbstständige? Lasse mir einen Kommentar da und wir diskutieren in den Kommentaren gerne weiter!

Kommentare (18)

  • Peter Knöppel

    Hallo Herr Kunkel,

    Danke für Ihren Beitrag und die Schlüsse die Sie daraus ziehen. Ich heiße Peter Knöppel und bin gerichtlich zugelassener Rentenberater und betreibe ein Online-Beratungsportal zur gesetzliche Rente. Ich stehe auch hinter der Idee der verpflichtenden Altersvorsorge für Selbstständige. Kein Mensch versteht, warum dies nicht schon längst umgesetzt wurde. Frau von der Leyen hatte schon einmal einen Gesetzesentwurf vorlegt. Mit dem Wahlrecht kann der Selbstständige ja frei entscheiden, oder?
    Beste Grüsse aus Halle. Ich finde Ihren Youtube-Kanal Klasse!
    Peter Knöppel

  • VMK Basti

    Danke dir Peter für das Feedback! Sehe das auch wie du. Viele Grüße Bastian

  • Sabine Löhr

    Hallo Herr Kunkel,

    im Prinzip bin ich ganz Ihrer Meinung. Selbständige haben allerdings noch mit einer anderen Herausforderung zu kämpfen: den hohen Steuervorauszahlungen. Läuft ein Monat oder ein Quartal gut, werden die Vorauszahlungen nach oben angepasst. Läuft der nächste Monat/das nächste Quartal schlecht, spielt das für das Finanzamt erst mal keine Rolle. Hat man keine größeren Reserven, steht man finanziell ganz schnell mit dem Rücken an der Wand. Auch trifft Selbständige jeder wirtschaftliche Krise als erste – man muss sie ja nicht kündigen. Man gibt ihnen einfach keine Aufträge mehr. Beides sind Gründe, warum Selbständig zusätzliche monatliche Abgaben meiden. Gut, an der Tatsache, dass Krisen Selbständige oft zuerst treffen, lässt sich wenig ändern. An der Steuervorauszahlung schon. Deshalb denke ich, dass man mit der Einführung einer Rentenversicherungspflicht auch das Thema Steuervorauszahlung angehen müsste. Würden man die Vorauszahlungen flexibler gestalten und sie kurzfristig auf die aktuelle Situation anpassen können, hätten Selbständig auch mehr finanziellen Spielraum für die Vorsorge. Ich war lange selbständig und bin mittlerweile seit 6,5 Jahren fest angestellt. Das ist vergleichsweise ein Leben wie in Abrahams Schoß.

    Beste Grüße aus Ginsheim
    Sabine Löhr

  • Stephan Ganzmann

    Ich bin seit 35 Jahren angestellt gewesen und habe schön brav in die GRV eingezahlt. Ab 01.2020 bin ich selbstständig wie verhält es sich bei mir und wieviel muß ich in meine Rentenvorsorge einzahlen. Generell bin ich dafür das alle in die Rentenversicherung einzahlen dann aber auch alle Beamten das sind auch nicht wenige.

  • VMK Basti

    Wenn du weiter freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlst, dann zahlst du quasi prozentual von deinem Einkommen dort ein. Wie als Angestellter auch.

  • Martin Klumpp

    Ich hoffe, daß bei Einführung der Rentenpflicht für Selbständige im Gegenzug auch der Erhalt der gesetzlichen Berufunfähigkeitsrente vereinbart wird.

    Wie kann es sein, daß ich meinen, in 25 Jahren als Angestellter erarbeiteten Anspruch, nach 2 Jahren als Selbständiger gänzlich verliere, obwohl ich freiwillig in die Rentenkasse einzahle?

    Freiwillige Beiträge zählen bei der gesetzlichen BUV nicht!

  • Till

    Bis dato ist nicht konkretes beschlossen .

    Und vermutlich wird es diverse Ausnahmen geben, wie z-B. Selbstständige über 50 Jahre oder sogar Selbständige vor dem Jahr 2020.

  • Sven Bauer

    Ich bin zur Abwechslung ein Gegner der Pflicht! Zum einen scheint mir 3,7% sozialhilfebedürftige ehemalige selbstständige Ruheständler zu gering, um einen solchen Eingriff in die wirtschaftliche Freiheit der Selbststädnigen zu rechtfertigen! Zudem kann ich als Selbstständiger nur bestätigen, dass alle regelmäßigen Verpflichtungen bei schwankender Auftragslage problematisch werden können. Etwa in meinem Fall: Ich habe jahrelang am unteren Einkommensende einen Geschäftsaufbau betrieben, bei welchem ich eigentlich alles reinvestiert habe. Mit weiteren Pflichtbeiträgen wäre dies deutlich weniger effizent gewesen und hätte mich viel länger im unteren Einkommensbereich gehalten. Heute genügt mein Einkommen, um innerhalb von wenigen Jahren eine relevante Rücklage für die Alterssicherung anzusparen.
    96,3% aller Selbstständigen sorgen zumindest so viel vor, dass sie im Ruhestand nicht von Sozialhilfe abhängig sind. Warum will man diesen allen eine Vorsorgepflicht aufdrücken, wenn so viele Selbstständige dies auch ohne Pflicht ausreichend tun?

  • Jana Berg

    Man sollte auch bedenken, dass viele Selbstständige nicht viel verdienen und unter gesetzlichen Mindeststundenlohn arbeiten. Hat sich jemand durch eine selbständige Tätigkeit beispielsweise 10 Jahre lang selbst finanziert, hat er in diesem Zeitraum zumindest einen Arbeitsplatz geschaffen statt aus Staatskasse zu leben. Diese Leistung sollte geschätzt und anerkannt werden, statt mit dem Finger drauf zu zeigen ‚aber für dein restliches Leben hast du nicht genug getan‘.
    Wenn man dann noch sämtliche Familienumstände oder Immobilien außer Acht lässt, die möglicherweise ausreichen um später keine Staatshilfe in Anspruch zu nehmen, tritt man die vielen geringverdienenden Selbstständigen mit Füßen.
    Abgesehen davon geht es doch ehrlicherweise überhaupt nicht um die späteren Renten der Selbstständigen, sondern um die verzweifelte Lösung aktuell schnell mehr Geld in die Kasse zu bringen, das dringend benötigt wird.
    Dies auf dem Rücken der Selbständigen auszutragen, die für Vielfalt und Wachstum der Wirtschaft sorgen und eine Menge Nachteile in Kauf nehmen, finde ich nicht gerechtfertigt. Erstrecht nicht bei der lächerlich geringen Prozentzahl von der gesprochen wird.

  • Markus

    „1. Betreibst du bereits private Altersvorsorge als Selbstständiger (was bei den meisten über eine Basisrente laufen dürfte), kannst du einfach den “Opt-out” nutzen und musst nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen“

    Meist ist eine Rürup aber gar nicht die beste Vorsorge. Was ist mit solchen (wie bspw. mir), die über eine private Vorsorge der dritten Schicht verfügen. Warum sollten diese nicht anerkannt werden bzw. was ist wenn ein Selbstständiger dort so hoch abgesichert ist, dass eine weitere Absicherung Rürup oder gesetzlich gar nicht mehr machbar oder sinnvoll ist. Also ist Dein erster Punkt für mich nicht nachvollziehbar! Ebenso wie die Einführung einer Versicherungspflicht nicht nachvollziehbar ist, wenn dort nicht ALLE Altersvorsorgemöglichkeiten als Alternative zugelassen werden.

    „2. Hast du noch keine private Altersvorsorge, kannst du noch eine abschließen und entfliehst hier ebenfalls der gesetzlichen Rentenversicherung.“
    Dieses Argument ist absolute Doppelmoral. Wenn Du eine solche Pflicht in Ordnung findest, sollte dieser Punkt gar nicht auftreten, wenn nicht ist es unfair allen zukünftigen Selbstständigen gegenüber, die sich nicht vorher absichern können!

    „3. Wer keine private Altersvorsorge hat als Selbstständiger und auch keine abschließt, landet zu Recht im System der gesetzlichen Rentenversicherung. Denn warum sollte man nicht auch in ein System einzahlen, von welchem man dann später potnetiell Grundsicherung bezieht, weil man keine entsprechende Altersvorsorge betrieben hat?“
    Dann formuliere ich es mal um, oben stellst Du nämlich dar, dass 3,7% der ehemaligen Selbstständigen diese Grundsicherung beziehen:
    96,3% der Selbstständigen würden auch ohne Pflicht keine Grundischerung benötigen, halten das ohnehin marode System also auf ihre Kosten am Laufen. Was ist mit all jenen, die über Sachwerte und sonstige Kapitalanlagen ihre Rente finanzieren?

    „Das Ziel dieser Reform dürfe relativ klar sein: “
    Ich sehe diesen Schritt als hilflosen Versuch, das nicht funktionierende Rentensystem zu retten. Leider zahlt in der gesetzlichen Rente jeder nur drauf, denn mit einer vernünftigen Kapitalanlage, sei es im eigenen Depot oder über eine fondsgebundene Rentenversicherung der dritten Schicht kann aus dem Geld wesentlich mehr gemacht werden, vorausgesetzt man denkt auch einmal an die Versteuerung der Renten in der Bezugsphase.

    Mit freundlichen Grüßen

  • VMK Basti

    Danke für deinen Kommentar. Ich wollte aber nur kurz klar stellen, dass ich nicht der Urheber dieser Reform bin 😀 Ich stelle nur die aktuellen Informationen dar 😉

  • Oliver H.

    Dürfen sich dann auch HGB84er (Versicherungsvertreter mit einem Auftraggeber) befreien?
    Derzeit kann man sich ja nur max. 3 Jahre befreien und anschließend eine sozialversicherungspflichtige Angestellte beschäftigen um sich weiterhin befreien zu lassen…

  • VMK Basti

    Ich vermute, dass diese Frage erst final geklärt werden kann, wenn das Gesetz durch ist bzw. ein finaler Gesetzesentwurf vorliegt.

  • Björn

    In der Tat würde die Rentenversicherungspflicht meine Immobilien als Altersvorsorge gefährden.
    Das einzige was ich folglich tun kann, ist die Miete zu erhöhen, sodass diese Renten-Beiträge zukünftig davon getragen werden.
    Das wiederum hätte zur Folge, dass das Geld für Sanierungen fehlt, wovon der Mieter und das Klima ja am Ende wenigstens etwas hätten.
    Denn ausschließlich dafür fühle ich mich verantwortlich und nicht für das Rentensystem.
    Ich erwarte keine Rente, ich erwarte keine Grundsicherung.
    Aber ich erwarte Rückenfreiheit bei den Mietpreis-Problemen und der Klimaproblematik.

    Meine Mutter hatte ihr leben lang einbezahlt und ist mit 49 gestorben – Geld weg
    Mein Vater ist mit 64 gestorben – Geld weg
    Meine Tante hat 1 Jahr Rente bezogen – Geld weg
    Mein Onkel hat 1 Jahr Rente bezogen – Geld weg
    Omas-Opas alle längst verstorben.

    Sorry habe ich kein Verständnis dafür, die Realität einer alternden Gesellschaft ist bei mir nicht angekommen.
    Auch aufgrund meiner Vorgeschichte und meiner Lebensweise gehe ich nicht davon aus, dass ich 80 Jahre alt werde.

    Für mich ist das rausgeworfenes Geld. Ein solidarischer Beitrag vielleicht, aber ganz sicher keine Vorsorge für mich selbst, wie es mir verkauft werden soll. Und dafür kümmere ich mich privat (sehr gerne) zuviel um die Bedürfnisse älterer Menschen auf meine Art.
    Das würde ich auch gerne beibehalten, denn an dieser Stelle erfahre ich Dankbarkeit.

  • Gina

    Nun ja, in was investiert die Rürüp Rente? In Aktien? Das kann ich selbst, dazu brauche ich keine private Rentenversicherung, welche sich an meinen Einzahlungen bedient, seis mit Provisionen oder sonst. Gebühren. Was passiert, wenn ich nur paar Monate die Rente beziehe? Ist dann mein eingezahltes Geld weg, oder bekommen die Erben noch was, sei es als Witwen- oder Waisenrente? Ich bin der Meinung Versicherungen sind Gauner. Und die gesetzl. RV. Das Geld was ich dort einzahle, sehe ich nie wieder. Es sei denn ich werde 95 oder so. Lt. statist. Bundesamt liegt die durchschnittl. Lebenserwartung meines Jahrgangs bei 67 Jahren. RV ist quasi wie Lotto. Sollten Selbstständige zur RV verpflichtet werden. Mit dem Beitrag der gesetzl. RV hätte ich rund 3600€ weniger zum Leben, würde mit Familie in Hartz4 rutschen. Und wenn dann H4, dann kann ich dann auch gleich aufhören mit Arbeit, lohnt sich dann nicht mehr. Ok, lassen wir uns überraschen.

  • Bernd

    Ich zahle seit 20 Jahren in eine private Rente ein.
    Seit über 30 Jahren in div. Kapital Lebensversicherungen mit gutem Zinssatz.
    Ich habe ein Mietshaus das in ein paar Jahren abgezahlt ist.
    Und privates Kapital ist auch schon vorhanden.

    In 12 Jahren möchte ich in Rente gehen.
    Soll ich jetzt die guten Lebensversicherungen und evtl. noch die private Rente kündigen weil ich das Geld in die
    Rentenkasse einzahlen muß ?

    Ich denke da hakt noch etwas ganz gewaltig an dieser “ Reform “

    Für neu Selbständige kann ich mir das vorstellen.
    Ich habe mich, genauso wie die anderen 96 Prozent der Selbständigen, um meine zukünftige Rente
    gekümmert. Dafür werde ich nun abgestraft ?

  • Eric Petersen

    Ich bin 52 und seit 31 Jahren selbstständig. Ich habe eine große Immobilie zur Altersversorgung. die Tilgung muß ich als Einkommen versteuern und mir bleibt nicht mehr viel wenn ich in 6 Jahren fertig sein will da das meine Liquidität gewaltig mindert. Wenn jetzt dieser Unsinn mit der Rentenpflicht kommt dann werde ich die Tilgung strecken müssen und bin vielleicht erst in 12 Jahren fertig. Wenn mir zwischendurch etwas passiert und ich arbeitsunfähig werden sollte wird das Haus weg sein und ich habe eine Super Rente von 300 Euro im Monat. Wir sollten keine sozialistischen Parteien mehr wählen.

  • Alex

    Das ist eine super Idee! Ab heute werde ich immer SPD wählen! Ich bin Handwerker und zahle freiwillig in die Rentenversicherung. Die selbstständige Handwerker, die ich kenne zahlen keine Rentenbeiträge und dadurch können sich erlauben günstigere Preise bei den Endkunden anzubieten. Ich muss immer ca. 15% teuerer anbieten, damit ich Geld für die Rentenbeiträge habe und so habe ich nicht viel Arbeit. Ich habe sogar überlegt mein Betrieb zu schließen, da es sich durch die billige Konkurrenz nicht mehr lohnt.
    Durch eine Rentenpflicht für alle selbstständige habe ich die Chance wieder konkurrenzfähig zu sein! Danke Herr Heil!

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