versicherungsmakler werden wie wird man versicherungsmakler

Versicherungsmakler werden – so geht’s

Ein Versicherungsmakler vermittelt Versicherungsverträge an Verbraucher. Dabei berät er zu verschiedenen Versicherungsbereichen. Rechtlich betrachtet steht der Versicherungsmakler auf der Seite des Kunden. Er handelt im Auftrag des Kunden. Der Bankangestellte, Handelsvetreter eines Finanzvertriebes oder der Versicherungsvertreter stehen nicht auf der Seite des Kunden, sondern handeln im Namen des Auftraggebers. Was du nun als Voraussetzungen erfüllen musst, um Versicherungsmakler werden zu können und welche Aufgaben ein Versicherungsmakler hat, erfährst du im nachfolgenden Artikel.


Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Was sind die Tätigkeiten eines Versicherungsmaklers?

Fazit


Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Nicht jeder kann einfach so Versicherungsmakler werden, auch wenn das manchmal den Anschein in der Öffentlichkeit hat. Es gibt strenge Vorgaben, die erfüllt sein müssen, um eine Erlaubnis nach §34d Gewerbeordnung zu erhalten. Diese benötigt man, um auch wirklich als Versicherungsmakler tätig werden zu können. Der Berufs des Versicherungsmaklers ist somit ein erlaubnispflichtiger Beruf.

Nachweis der fachlichen Qualifikation

Jeder, der Versicherungsmakler werden möchte, muss eine entsprechende Qualifikation für den Beruf nachweisen können. Dies kann sein:

  • Sachkundenachweis vor der IHK (z.B. Prüfung zum Versicherungsfachmann/-frau IHK) – oft auch als „Quereinsteiger“ bezeichnet
  • eine abgeschlossene Ausbildung als Versicherungskaufmann /-frau bzw. Kaufmann-/frau für Versicherungen und Finanzen
  • Abschluss als Versicherungsfachmann-/frau BWV
  • Abschluss Studium Finanzfachwirt / Versicherungsfachwirt
  • eine andere Berufsqualifikation, die entsprechend anerkannt ist

Versicherungsmakler werden durch Antragsverfahren

Im Rahmen des Antragsverfahren müssen diverse weitere Nachweise erbracht werden. Neben dem Antragsformular der zuständigen IHK auf Erlaubniserteilung sind folgende weitere Unterlagen erforderlich:

  • Führungszeugnis
  • Auskunft aus dem Gewerbezentralregister
  • Kopie der Gewerbeanmeldung
  • ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister (nur bei juristischen Personen, z.B. GmbH oder AG)
  • Auskunft aus dem Schuldnerverzeichnis

Sollten negative Einträge im Führungszeugnis vorhanden sein, wird geprüft, ob die Zuverlässigkeitsvoraussetzungen zur Vermittlung von Versicherungsverträgen dennoch vorhanden sind. Die Gebühr für das Erlaubnisverfahren liegt bei 200 Euro.


Nachweis einer Vermögensschadenhaftpflicht

Jeder Versicherungsmakler haftet für seine Beratungen. Deshalb ist eine weitere Voraussetzung das Bestehen einer Vermögensschadenhaftpflicht.

Diese muss wie folgt gestaltet sein:

  • mindestens 1.230.000 Euro Versicherungssumme je Versicherungsfall und mindestens 1.850.000 Euro für alle Versicherungsfälle in einem Jahr
  • Der Versicherer der Vermögensschadenhaftpflicht muss in Deutschland zugelassen sein
  • Der Geltungsbereich muss sich auf alle Staaten der EU und des EWR erstrecken

Was sind die Tätigkeiten eines Versicherungsmaklers?

Ein Versicherungsmakler hat hauptsächlich die Aufgabe, beratend tätig zu sein. Dabei überprüft er bestehende Versicherungsverträge und vermittelt neue Versicherungsverträge. Der Versicherungsmakler agiert unabhängig von Versicherern und handelt deshalb ausschließlich im Interesse des Kunden und nicht im Auftrag des Versicherungsunternehmens. Das ist ein großer und wichtiger Unterschied zum Versicherungsvertreter, der auf der Seite des Versicherers steht und hier nach entsprechenden Vorgaben handelt.

Vertreter muss Interessen des Versicherungsunternehmens vertreten

Leider ist es oft so, dass der Unterschied zwischen Versicherungsmakler und Versicherungsvertreter nicht bekannt ist. Dabei ist der Unterschied eklatant wichtig. Es macht durchaus einen großen Unterschied aus, ob der Kunde von jemandem beraten wird, der nicht abhängig ist von Vorgaben eines Versicherers oder ob der Berater klar nach den Interessen des Versicherungsunternehmens handelt. Dies sollte jedem Kunden bekannt sein.

Versicherungsmakler kann auf fast jeden Versicherer zurückgreifen

Zudem kann der Versicherungsmakler ein viel breiteres Produktportfolio anbieten, da er mit fast jedem Versicherer am deutschen Markt zusammenarbeiten kann. Der Versicherungsvertreter kann nur die Produkte eines einzigen Versicherers anbieten.

Unterstützung im Schadensfall

In vielen Fällen hilft der Versicherungsmakler auch im Schadensfall und stellt den Kontakt zum Versicherer her oder besorgt die entsprechenden Unterlagen, um den Schaden zu melden. Allerdings ist es niemals Aufgabe des Versicherungsmaklers, den Schadenhergang mit dem Kunden zu formulieren „sodass die Versicherung auf alle Fälle leistet“. Dies ist Versicherungsbetrug und wenn du als Versicherungsmakler von deinem Kunden dazu aufgefordert wirst, solltest du dies auf keine Fälle tun und dich am besten auch von diesem Kunden trennen. Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt.

Fazit

Der Versicherungsmakler ist mit die wichtigste Institution in Deutschland, wenn man als Verbraucher eine möglichst unabhängige Versicherungsberatung wahrnehmen möchte. Rechtlich steht er immer auf der Seite des Kunden und eben nicht auf der Seite des Versicherers. Er handelt im Auftrag des Kunden. Durch den Zugriff auf fast alle Versicherer kann der Versicherungsmakler somit den optimalen Versicherungsschutz für den Kunden am Markt besorgen.

Tipp: Wenn Du Versicherungsmakler werden willst, dich direkt digital aufstellen und von mir lernen möchtest, dann kann du als Berufseinsteiger von der 50%-Förderung im Maklermentoring profitieren: https://www.maklermentoring.de/foerderung/

Beitrag kommentieren