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Beitragsentlastungstarif PKV sinnvoll? Vor- und Nachteile

Aktualisiert am 28. Juli 2026

Der Beitragsentlastungstarif hilft dir, die Beiträge deiner privaten Krankenversicherung auch im Alter planbar und bezahlbar zu halten. In diesem Experten-Artikel erfährst du, wie die Beitragsberechnung für die PKV im Alter funktioniert, wie der Beitragsentlastungstarif in der privaten Krankenversicherung aufgebaut ist und welche Vorteile und Nachteile er mit sich bringt. Wir zeigen dir außerdem, für wen ein PKV-Beitragsentlastungstarif sinnvoll ist und welche Alternativen zum Beitragsentlastungstarif du kennen solltest. So bekommst du auf einen Blick einen klaren Überblick über alle wichtigen Aspekte – verständlich, unabhängig und kompakt erklärt.

💡 Wichtige Infos auf einen Blick

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Wie funktioniert die Beitragsberechnung für die PKV im Alter?

Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird der Beitrag in der privaten Krankenversicherung (PKV) nicht nach einem Prozentsatz des Einkommens festgelegt, sondern berechnet sich individuell nach (Eintritts-)Alter, Gesundheitszustand und den gewünschten Leistungen.

Demnach werden die Kosten in der PKV anders als in der GKV nicht sinken, wenn man im Alter ein geringeres Einkommen hat.

Warum die PKV-Beiträge im Alter steigen können

In der Regel ist es so, dass die Krankheitskosten steigen, je älter man wird. Auch ist es so, dass die Krankheitskosten aufgrund der medizinischen Inflation und der steigenden Lebenserwartung der Menschen generell steigen werden.

Altersrückstellungen dämpfen den Beitragsanstieg

Um diesen Gegebenheiten entgegenzuwirken, gibt es in der privaten Krankenversicherung sogenannte Altersrückstellungen.

Vereinfacht gesagt, zahlst du in jungen Jahren einen Beitrag, welcher über deinen eigentlichen Krankheitskosten liegt, damit der Beitrag im Alter möglichst bezahlbar bleibt. Denn hier werden in den meisten Fällen die Krankheitskosten über dem Beitrag liegen.

Dieser Mechanismus ist wichtig, um die Kostensteigerung der PKV im Alter zu begrenzen, reicht jedoch nicht aus, um Kostensteigerungen ganz zu verhindern.

PKV-Beiträge im Alter frühzeitig einplanen

Daher solltest du dir bereits bei Wechsel in die PKV Gedanken über die Finanzierung im Alter machen. Eine dieser Möglichkeiten ist ein Beitragsentlastungstarif.

So funktioniert der Beitragsentlastungstarif in der privaten Krankenversicherung

Der Beitragsentlastungstarif ist ein freiwilliger Zusatzbaustein in der privaten Krankenversicherung. Hierbei zahlt der Versicherte neben seinem normalen PKV-Beitrag einen zusätzlichen Beitrag an die Versicherung.

Die Tarife haben je nach Versicherer unterschiedliche Namen wie zum Beispiel BET, BE, BEL oder BEA, ähneln sich aber stark in ihrer Funktionsweise.

Höhe und Beginn des Beitragsentlastungstarifs

Die Höhe der Beitragsentlastung und den Beginn dieser werden bei Abschluss des Zusatzbausteins festgelegt.

Sowohl bei der Höhe als auch beim Beginn gibt es Restriktionen der Versicherer. So kannst du in der Regel erst ab dem vollendeten 60. Lebensjahr von der Beitragsentlastung profitieren und auch bei der maximalen Entlastung gibt es Höchstbeiträge.

Bei dem Höchstbeiträgen gibt es Unterschiede je nach Versicherer. Oftmals kannst du aber den gesamten PKV-Beitrag (ohne den gesetzlichen Zuschlag) und den Beitrag für den Beitragsentlastungstarif entlasten, sodass deine PKV im Alter „quasi umsonst“ ist.

In der Regel wird der Beitragsentlastungstarif zusammen mit dem normalen PKV-Tarif abgeschlossen, es ist jedoch auch möglich, den Beitragsentlastungstarif nachträglich abzuschließen.

Zudem können der Beginn und die Höhe in der Regel flexibel verändert werden. Auch ist es häufig möglich, die Beitragszahlung für eine gewisse Zeit komplett auszusetzen (zum Beispiel 3 Jahre).

💡 Beim Mindest- und Höchstalter gibt es jedoch meist Begrenzungen. So kann ein Beitragsentlastungstarif zum Beispiel erst ab dem vollendeten 20. Lebensjahr und nur bis zum vollendeten 55. Lebensjahr abgeschlossen werden.

Beiträge werden verzinslich angelegt

Der Beitrag wird von der Versicherung verzinslich angelegt. Die Beiträge inkl. der erwirtschafteten Erträge werden zur Beitragsreduzierung im Alter verwendet. Hierbei kann die Beitragsreduzierung in zwei Möglichkeiten erfolgen.

Konstante Beitragsentlastung

Bei der konstanten Entlastung reduziert die Versicherung den Beitrag um einen fixen Betrag. Dieser wird auch bei Beitragserhöhungen der PKV im Alter nicht angepasst. Diese Form der Beitragsentlastung ist die Regel.

Dynamische Beitragsentlastung

Bei der dynamischen Entlastung passt sich die Beitragsreduzierung in der Höhe an. Sollte der Beitrag für die private Krankenversicherung erhöht werden, reduziert der Beitragsentlastungstarif auch entsprechend einen höheren Betrag. Jedoch passt sich nicht nur die Höhe der Beitragsentlastung an, sondern auch der zu zahlende Beitrag.

Dynamik

Unabhängig von konstanter oder dynamischer Entlastung ist bei einem Beitragsentlastungstarif häufig eine Dynamik enthalten, wodurch sich der Entlastungsbeitrag zum Beispiel alle 3 Jahre bis zum vollendeten 55. Lebensjahr um 10% erhöht

Diese Dynamik ist sinnvoll, da auch der PKV-Beitrag über die Zeit steigen wird. Nichtsdestotrotz kannst du der Dynamik auch widersprechen.

Beitragsentlastung PKV Vorteile

Arbeitgeberzuschuss von bis zu 50%

Nicht nur bei der gesetzlichen Krankenversicherung beteiligt sich der Arbeitgeber mit 50% am Beitrag, sondern auch bei der PKV ist das der Fall.

Der Arbeitgeber bezuschusst den Arbeitnehmer hierbei im Jahr 2026 maximal mit 508,59 Euro pro Monat für die normale PKV und den Beitragsentlastungstarif zusammen (2025: 471,32 Euro).

Bitte beachte: Wenn du in Rente gehst, entfällt der Arbeitgeberzuschuss. Du hast jedoch die Möglichkeit, proaktiv einen Zuschuss für deine private Krankenversicherung als Rentner bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu beantragen. Hierbei zahlt die Rentenversicherung einen Zuschuss in Höhe von 8,55% deiner Rente, welcher jedoch auf maximal 50% der PKV-Beiträge begrenzt ist. Das ist übrigens der gleiche Zuschuss, den freiwillig in der GKV versicherte Rentner erhalten. Der PKV-Zuschuss für Rentner wird auch für den Beitragsentlastungstarif gezahlt.

Hohe Flexibilität bei Höhe und Entlastungsbeginn

Bei den meisten Beitragsentlastungstarifen kann man sich nicht nur die Höhe der Entlastung „frei“ aussuchen, sondern man kann diese auch je nach Bedarf flexibel erhöhen oder reduzieren.

Zudem muss die Beitragsentlastung nicht zwingend zum Renteneintritt erfolgen, sondern kann auch bereits früher oder später in Kraft treten. 

So kannst du die Beitragsentlastung beispielsweise schon zum vollendeten 60. Lebensjahr oder auch erst zum vollendeten 70. Lebensjahr beginnen lassen. Die genauen Entlastungsbeginne unterscheiden sich von Versicherer zu Versicherer.

Planungssicherheit

Man weiß schon heute, mit welcher Beitragsentlastung man im Alter rechnen kann.

Zudem ist das Kapital im Beitragsentlastungstarif Teil der privaten Krankenversicherung und deshalb nicht pfändbar, falls es in deinem Leben zu finanziellen Schwierigkeiten kommen sollte.

Ein wichtiger Punkt, der oft übersehen wird: Die Entlastung ist lebenslang vorgesehen. Damit sicherst du dich auch gegen das Langlebigkeitsrisiko ab – anders als bei einem Depot, das irgendwann aufgebraucht sein kann, läuft die Beitragsentlastung, solange du in der PKV bist.

Keine Gesundheitsprüfung erforderlich

Anders als bei der Krankenvollversicherung oder anderen Zusatzbausteinen der PKV ist bei einem Beitragsentlastungstarif keine Gesundheitsprüfung erforderlich

Das gilt auch für mögliche Erhöhungen des Entlastungsbeitrags bzw. Änderungen des Entlastungsbeginns.

Beitragsentlastungstarif ist steuerlich absetzbar

Wie die normalen PKV-Beiträge können auch die Beiträge für den Beitragsentlastungstarif steuerlich abgesetzt werden. In der Regel können hierbei ca. 80% der Beiträge geltend gemacht werden.

Wenn der Tarif im Alter deine PKV-Beiträge senkt, ist diese Entlastung für dich steuerfrei.

Beitragsentlastung PKV Nachteile

Beitragszahlung bis zum Tod

In der Regel muss man die Beiträge für den Beitragsentlastungstarif so lange weiter bezahlen, wie man die Beitragsentlastungen in Anspruch nimmt.

Also entweder, bis man den Baustein der Beitragsentlastung aus dem Vertrag entfernt oder keine PKV mehr hat. Bei Beendigung des Bausteins gibt es jedoch auch Tarife, welche das bis dahin angesparte Kapital direkt beitragssenkend verwenden.

Bei manchen Versicherern halbiert sich der Beitrag für den Beitragsentlastungstarif während der Entlastungsphase.

Das bedeutet auch: Deine tatsächliche Netto-Entlastung ist geringer als der vereinbarte Betrag, weil der Beitrag für den Baustein parallel weiterläuft (siehe Rechenbeispiel weiter unten).

Da sich die Tarife zum Teil stark voneinander unterscheiden, sollte man sich vor dem Abschluss gründlich informieren und am besten unabhängig zur privaten Krankenversicherung beraten lassen.

Bei Kündigung oder Versicherungswechsel verfallen bereits gezahlte Beiträge

Wenn man von der PKV in die GKV zurückwechselt, können die vorher eingezahlten Beiträge nicht zurückgefordert werden

Auch wenn man die Versicherungsgesellschaft wechselt (PKV zu PKV), kann man die vorher gezahlten Beiträge nicht auf die neue Versicherung übertragen lassen.

In beiden Fällen werden die bisher angesparten Beiträge von der Versicherung für andere Versicherte zur Beitragsreduzierung im Alter verwendet.

Bitte beachte: Wenn du nur temporär zurück in die GKV wechseln möchtest, bieten die meisten privaten Krankenversicherungen eine Anwartschaftsversicherung an. Hierbei zahlst du einen Beitrag, der es dir ermöglicht, ohne erneute Gesundheitsprüfung (kleine Anwartschaft) und ggf. mit dem ursprünglichen Eintrittsalter (große Anwartschaft) zurück in die PKV zu wechseln. In einem solchen Fall kannst du unter Umständen den Zahlbeitrag des Beitragsentlastungstarifs auf den Mindestbeitrag reduzieren (zum Beispiel 20 Euro), wodurch die bisherigen Ansprüche zur Beitragsreduzierung bestehen bleiben.

Alternativ kannst du je nach Versicherung deine bereits gezahlten Beiträge zur Beitragsreduzierung von Krankenzusatzversicherungen wie einer Zahnzusatzversicherung verwenden.

Im Todesfall gehen deine Angehörigen leer aus

Solltest du frühzeitig versterben, ist es wie bei einer Kündigung, dass die von dir gezahlten Beiträge bei der Versicherung verbleiben

Hierbei besteht bei deinen Angehörigen kein Recht darauf, die Beiträge zurückzufordern, sodass diese leer ausgehen.

Der Steuervorteil relativiert sich im Alter

Sinkt dein PKV-Beitrag im Alter durch den Beitragsentlastungstarif, kannst du im Ruhestand entsprechend weniger Krankenversicherungsbeiträge steuerlich absetzen. In vielen Fällen ist der Steuervorteil heute zwar größer als dieser spätere Nachteil – zur ehrlichen Gesamtrechnung gehört er aber dazu.

Bürgerversicherung

Auch bei der gefühlt seit Jahrzehnten diskutierten Bürgerversicherung hast du mit einem Beitragsentlastungstarif Pech gehabt.

Wenn die PKV abgeschafft wird und alle Deutschen in einer Bürgerversicherung versichert werden, bekommst du das Geld für den Beitragsentlastungstarif nicht zurück. Dass dieser Nachteil eintritt, ist jedoch ziemlich unwahrscheinlich.

Höhe der Beitragsentlastung ist nicht garantiert

Zwar kann man die Höhe der Beitragsentlastung frei wählen, jedoch ist die Höhe der Beitragsentlastung nicht garantiert

Bei der Höhe der Beitragsentlastung kommt es darauf an, wie gut die Versicherung mit den Beiträgen wirtschaftet und zu welchem Prozentsatz die Versicherung das Geld verzinsen kann. Auch unterscheidet sich die Verzinsung je nach Versicherer.

Niedrige Verzinsung

Da der Versicherer das Geld konservativ anlegen muss, ist die Verzinsung eines Beitragsentlastungstarifs im Vergleich zu beispielsweise einer Anlage in ETFs (mit oder ohne Versicherungsmantel) oftmals (deutlich) geringer.

Der Steuervorteil und der Arbeitgeberzuschuss können die geringere Verzinsung aber in der Regel ausgleichen.

Rechenbeispiel: Was die Entlastung wirklich kostet

Wie viel dich eine bestimmte Entlastung kostet, hängt stark von deinem Eintrittsalter, dem gewählten Beginn und der Gesellschaft ab – je jünger du einsteigst, desto günstiger.

Das folgende Beispiel zeigt, in welcher Größenordnung sich die Entlastung bewegen kann.

Angenommen, du bist 32, angestellt und verdienst über der Versicherungspflichtgrenze. 100 Euro spätere Entlastung ab 67 kosten dich rund 35 Euro Mehrbeitrag im Monat. Baust du 300 Euro Entlastung ab 67 ein:

Wichtig – brutto ist nicht netto: Läuft der Baustein-Beitrag von 105 Euro auch in der Entlastungsphase weiter, liegt deine echte Netto-Entlastung nicht bei 300 Euro, sondern bei rund 195 Euro. Schau dir deshalb immer die konkrete Tariflogik an – nicht nur die große Überschrift.

Für wen ist ein PKV-Beitragsentlastungstarif sinnvoll?

Häufig sinnvoll, wenn du gut verdienender Angestellter bist, dein Arbeitgeberzuschuss noch nicht ausgeschöpft ist, du langfristig in der PKV bleibst und dir eine planbare Entlastung im Alter wichtig ist.

Eher Vorsicht, wenn deine berufliche Zukunft unsicher ist, eine Rückkehr in die GKV realistisch ist, du über einen PKV-Wechsel nachdenkst, dir maximale Flexibilität wichtig ist oder du selbstständig mit stark schwankendem Einkommen bist.

Beitragsentlastungstarif ist sinnvoll für gutverdienende Angestellte

Insbesondere für gutverdienende Angestellte kann ein Beitragsentlastungstarif durchaus sinnvoll sein. Weil die gesetzliche Rente, die man bekommt, meist deutlich geringer ist als das Gehalt, kann man durch die Beitragsersparnis im Alter seine Rente quasi erhöhen.

Da der Beitragsentlastungstarif durch den Arbeitgeber zu 50% gefördert wird und bei Gutverdienern der Steuersatz hoch ist, lohnt sich der Beitragsentlastungstarif gleich doppelt, da man nicht nur 50% der Kosten vom Arbeitgeber bezuschusst bekommt, sondern die eigenen Kosten auch zu ca. 80% steuerlich absetzen kann. Hierbei muss jedoch der maximale Arbeitgeberzuschuss beachtet werden.

Für Selbstständige ist ein Beitragsentlastungstarif weniger sinnvoll

Bei Selbstständigen sieht das ganze etwas anders aus. Da man keinen Arbeitgeberzuschuss bekommt, muss man die Kosten zu 100% selbst tragen.

Wenn man jedoch Steuern sparen und im Alter weniger Beiträge in die PKV zahlen möchte, kann ein Beitragsentlastungstarif unter Umständen auch für Selbstständige sinnvoll sein.

Auch für Beamte ist ein Beitragsentlastungstarif weniger sinnvoll

Ob Beamte überhaupt einen Beitragsentlastungstarif abschließen können, hängt zunächst einmal vom Versicherer ab.

Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, dass Beamte als Pensionäre einen höheren Beihilfeanspruch haben (in der Regel 70% statt 50%). Dadurch müssen nicht mehr 50%, sondern nur noch 30% privat abgesichert werden, wodurch die PKV-Kosten im Alter um 20% sinken, auch ohne Beitragsentlastungstarif.

Anders als bei Angestellten zahlt der Dienstherr keinen Zuschuss zum Beitragsentlastungstarif. Die Kosten müssen also wie bei Selbstständigen zu 100% selbst getragen werden.

Beamte profitieren also nur von der steuerlichen Absetzbarkeit des Beitragsentlastungstarifes. Da es keinen Arbeitgeberzuschuss gibt und die Versorgungslücke im Alter durch die höhere Beihilfe und die meist ordentliche Pension nicht so groß ist, ist ein Beitragsentlastungstarif für Beamte in der Regel nicht sinnvoll.

Alternativen zum Beitragsentlastungstarif

Als Alternative zum Beitragsentlastungstarif kann man sein Geld auch selbst anlegen. Wichtig ist nur, dass man überhaupt etwas für die Beitragsentlastung der PKV im Alter macht.

Das größte Problem beim Thema „Geld für die PKV zurücklegen“ ist jedoch ein psychologisches. Denn wer kennt es nicht? Geld für solch unbeliebte, aber eigentlich wichtige Dinge wird gerne anderweitig verwendet.

Beitragsentlastung der PKV durch Rürup Rente als Alternative

Aus diesem Grund empfehlen wir unseren Kunden als Alternative zum Beitragsentlastungstarif häufig eine Rürup Rente abzuschließen. Der „Vorteil“ ist, dass das Geld nicht vor dem 62. Geburtstag verfügbar ist. Somit besteht auch keine Möglichkeit, das Geld anderweitig zu verwenden.

Als weitere Gründe für eine Rürup Rente sprechen die hohe steuerliche Absetzbarkeit, die im Vergleich zum Beitragsentlastungstarif höhere Flexibilität und auch eine wahrscheinlich höhere Verzinsung. Zudem müssen die Beiträge zur Rürup Rente nur bis zum Rentenbeginn und nicht bis ans Lebensende gezahlt werden.

Den Vorteilen der Rürup Rente muss natürlich insbesondere der Arbeitgeberzuschuss beim Beitragsentlastungstarif gegenübergestellt werden.

Beitragsentlastung der PKV durch ETF-Sparplan als Alternative

Ein ETF-Sparplan wird oft als Alternative zum Beitragsentlastungstarif bzw. zur Rürup Rente gesehen, da er die Aussicht auf die höchste Rendite und größtmögliche Flexibilität bietet.

Allerdings erkauft man sich diese Vorteile mit erheblichen Nachteilen: Es fallen keine steuerlichen Vorteile (wie beim Beitragsentlastungstarif oder der Rürup Rente) an, und der essenzielle Arbeitgeberzuschuss – der die Sparlast beim Beitragsentlastungstarif halbiert – entfällt komplett

Zudem zählt das Kapital zum Privatvermögen und ist somit im Falle von Schulden pfändbar.

Nochmal zur Wiederholung, weil es so wichtig ist. Der größte Nachteil liegt jedoch in der Flexibilität selbst: Das Kapital ist nicht zweckgebunden und jederzeit verfügbar. Dieser psychologische Faktor führt häufig dazu, dass das für die Altersvorsorge gedachte Geld bei kurzfristigen Engpässen oder Konsumwünschen vorzeitig entnommen und für andere Zwecke verwendet wird, was das Ziel der Beitragsentlastung im Alter untergräbt.

Demnach solltest du dich auch beim Thema „Finanzierung der PKV im Alter“ unabhängig beraten lassen. Falls du noch auf der Suche nach einem PKV-Experten bist, kannst du dir gerne einen Termin zu unserer kostenlosen & unverbindlichen Online-Beratung buchen.

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Was Kunden über unsere Beratung sagen

Häufig gestellte Fragen

Wird der Beitragsentlastungstarif während der Entlastungsphase gekündigt, werden die angesparten Rückstellungen zur Senkung des Beitrags im Grundtarif verwendet. Allerdings reduziert sich der Krankenversicherungsbeitrag dadurch nicht annähernd so stark, wie es bei einer Weiterführung des Beitragsentlastungstarifs der Fall wäre. Fazit: Eine Kündigung des Beitragsentlastungstarifs in der Entlastungsphase ist daher nicht empfehlenswert.

Auch eine Kündigung während der Ansparphase ist nicht empfehlenswert. Hier werden zwar auch die bisher angesparten Rückstellungen ab dem Entlastungsbeginn zur Beitragsreduzierung genutzt, jedoch wird die Höhe der Entlastung deutlich niedriger ausfallen.

Ja, der PKV-Zuschuss für Rentner wird von der gesetzlichen Rentenversicherung auch auf den Beitrag für den Beitragsentlastungstarif gezahlt, da dieser Teil des gesamten Beitrags zur privaten Krankenversicherung ist.

Ein Beitragsentlastungstarif ist ein freiwilliger Zusatzbaustein zur privaten Krankenversicherung. Du zahlst heute einen Mehrbeitrag, damit dein PKV-Beitrag ab einem vereinbarten Alter – meist 65 oder 67 – dauerhaft sinkt.

Die vereinbarte Entlastung ist der Bruttobetrag. Weil bei vielen Versicherern der Baustein-Beitrag in der Entlastungsphase weiterläuft, ist deine tatsächliche Netto-Ersparnis geringer. Beispiel: 300 Euro Entlastung minus 105 Euro laufender Beitrag ergeben rund 195 Euro netto.

Ja, die Beiträge lassen sich zu rund 80% als Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend machen, und die spätere Entlastung ist für dich steuerfrei.

Ja. Solange dein maximaler Arbeitgeberzuschuss zur PKV noch nicht ausgeschöpft ist, trägt dein Arbeitgeber die Hälfte des Mehrbeitrags. Stand 2026 liegt der Höchstzuschuss bei 508,59 Euro pro Monat für die Krankenversicherung inklusive Beitragsentlastungstarif.

Das im Beitragsentlastungstarif angesparte Kapital ist nicht übertragbar und bleibt in der Regel beim alten Versicherer. Für dich ist es damit faktisch verloren – die begrenzte Portabilität seit 2009 gilt für diesen Zusatztarif nicht.

Seltener. Beide erhalten keinen Arbeitgeberzuschuss und tragen die Kosten allein. Für Beamte ist die Versorgungslücke durch die höhere Beihilfe im Alter zudem kleiner – hier lohnt der Vergleich mit Alternativen besonders.

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