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Welche Versicherungen braucht man wirklich – und welche nicht? Dieser Experten-Artikel gibt eine klare Antwort: welche Versicherungen Pflicht sind, welche Versicherungen sinnvoll sind und welche Versicherungen wirklich wichtig sind – ohne unnötigen Ballast.
Denn Versicherungen kosten schnell viel Geld: Private Haushalte in Deutschland gaben laut Statistischem Bundesamt bereits im Jahr 2022 durchschnittlich 1.596 Euro pro Jahr bzw. rund 133 Euro pro Monat für freiwillige Versicherungen aus. Da die Zahlen aus dem Jahr 2022 stammen, dürfte der Betrag heute tendenziell noch höher liegen. Umso wichtiger ist es, das Geld gezielt für die Risiken einzusetzen, die im Ernstfall finanziell wirklich existenzbedrohend werden können, statt möglichst viele Versicherungen abzuschließen.
In Deutschland gibt es eine Handvoll gesetzlicher Pflichtversicherungen, die jeder haben muss: allen voran die Krankenversicherung und die KFZ Haftpflicht. Darüber hinaus gibt es Versicherungen, die zwar keine gesetzliche Pflicht sind, aber für die meisten Menschen existenziell wichtig sind – insbesondere die private Haftpflichtversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung und für Familien die Risikolebensversicherung.
Welche Versicherungen du in deiner konkreten Lebenssituation brauchst, welche du getrost weglassen kannst und wie du die richtige Entscheidung triffst – das erfährst du hier.
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Die nachfolgenden Versicherungen sind Pflichtversicherungen in Deutschland. Das bedeutet, dass du diese Versicherungen haben musst, egal ob du willst oder nicht.
Wer in Deutschland wohnt, der braucht eine Krankenversicherung. Dies kann eine gesetzliche Krankenversicherung sein oder aber eine private Krankenversicherung.
Welche der beiden Varianten für dich möglich ist bzw. am meisten Sinn machen, hängt von vielen Faktoren ab. Wenn du wissen willst, wie unsere Beratung zur privaten Krankenversicherung abläuft, kannst du dir gerne den verlinkten Artikel durchlesen.
Zur Krankenversicherung gehört auch die Pflegepflichtversicherung. Auch in diese musst du einzahlen. Allerdings reichen die Leistungen aus dieser bei einem Pflegefall bei weitem nicht mehr aus. Dazu aber weiter unten im Text mehr.
Sobald du mit einem KFZ (zum Beispiel Auto oder Motorrad) in Deutschland unterwegs sein möchtest, brauchst du eine KFZ Haftpflichtversicherung. Ohne diese wird dein KFZ erst gar nicht zugelassen. Optional ist dann eine Teilkasko oder Vollkasko, die du noch dazu versichern kannst.
Wenn du wissen willst, wie unsere Beratung zur KFZ Versicherung abläuft, kannst du dir gerne den verlinkten Artikel durchlesen.
Als Drohnenbesitzer bist du in Deutschland dazu verpflichtet eine Drohnen Haftpflicht abzuschließen, wenn du deine Drohne außerhalb der eigenen vier Wände fliegen lassen möchtest. Falls du beim Fliegen deiner Drohne ohne Drohnen Haftpflichtversicherung erwischt wirst, droht dir eine Strafe.
Eine Hundehaftpflicht schützt dich, wenn dein Hund einem Dritten einen Schaden zufügt.
Eine Pflicht für alle Hunde gibt es aktuell in den folgenden sechs Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen).
In allen anderen Bundesländern außer in Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine Versicherungspflicht für bestimmte Hunde. Mecklenburg-Vorpommern ist demnach das einzige Bundesland ohne eine Versicherungspflicht für Hunde.
Je nachdem, wo du also wohnst und was für eine Hunderasse du besitzt, ist diese Versicherung für dich Pflicht.
Die folgenden zwei Versicherungen sind zwar Pflicht, betreffen jedoch nur einen kleinen Teil der Menschen in Deutschland. So benötigen Jäger eine Jagdhaftpflichtversicherung und bestimmte Berufsgruppen wie zum Beispiel Versicherungsmakler und Steuerberater eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.
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Neben den genannten Pflichtversicherungen gibt es weitere Versicherungen, die für die meisten sinnvoll sind. Zwar gibt es keine gesetzliche Pflicht, dass du diese Versicherungen haben musst, allerdings sind die folgenden Versicherungen wirklich enorm wichtig.
Bevor wir auf die konkreten Versicherungen eingehen, wollen wir noch das Thema Versicherungs-Mindset aufgreifen.
Im Internet wirst du viele Ratgeber zum Thema „Welche Versicherungen braucht man?“ bzw. „wichtige Versicherungen“ finden. Nicht immer wirst du dort die gleichen Versicherungen vorfinden. Und das ist auch okay so.
Nicht für jeden sind die gleichen Versicherungen wichtig, denn jeder hat eine andere Lebenssituation und ein anderes Sicherheitsbedürfnis. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, solltest du dir vor Abschluss einer Versicherung zwei grundsätzliche Fragen stellen:
Wenn du dir diese beiden Fragen ehrlich beantwortest, bist du schon einen großen Schritt weiter.
In Bezug auf konkrete Versicherungen sind wir der Meinung, dass für einen Großteil der Menschen in Deutschland eine private Haftpflichtversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung ein absolutes Must-have sind.
Für Familien kommt noch die Risikolebensversicherung hinzu. Deshalb haben wir diese Versicherungen auch an den Anfang unserer Liste gesetzt. Aber auch die anderen Versicherungen sind für viele Menschen wichtig.
Die Reihenfolge hat hier jedoch nichts mit aufsteigender oder abnehmender Wichtigkeit zu tun. Ferner handelt es sich um keine abschließende Aufzählung.
Eine private Haftpflichtversicherung leistet für Schäden, die du einer anderen Person oder dem Eigentum einer anderen Person zugefügt hast. Missgeschicke und Unfälle passieren sehr schnell und mit einer privaten Haftpflichtversicherung bist du hier abgesichert. Dazu kostet diese relativ wenig.
In der Privathaftpflichtversicherung sollte in jedem Fall der Baustein Forderungsausfalldeckung enthalten sein, sodass du von deiner eigenen Versicherung eine Entschädigung bekommst, wenn der Schädiger selbst keine private Haftpflichtversicherung besitzt und den Schaden auch nicht mit seinem Privatvermögen ersetzen kann.
Für Familien mit Kindern unter 7 bzw. 10 Jahren im Straßenverkehr ist zusätzlich der Baustein Deliktunfähige Kinder wichtig, da Kinder bis zu diesem Alter als deliktunfähig gelten und nicht für verursachte Schäden haften.
Eltern haften nur, wenn sie die Aufsichtspflicht verletzt haben. Falls das nicht der Fall ist, haftet niemand für den Schaden, was vor allen Dingen bei einem Schaden bei Freunden zu einem moralischen Problem werden kann.
Wenn du wissen willst, wie unsere Beratung zur Haftpflichtversicherung abläuft, kannst du dir gerne den verlinkten Artikel durchlesen.
Speziell für Versicherungen für Kinder haben wir übrigens einen weiteren Experten-Artikel geschrieben.
Was ist, wenn du auf Grund von Krankheit, Unfall oder psychischen Problemen deinen aktuellen Job nicht mehr ausüben kannst? Gibt es dann in der Regel Leistungen vom Staat? Ja, oder? Falsch!
Zu viele Menschen glauben noch, dass hier dann die gesetzliche Erwerbsminderungsrente einspringt. Diese leistet aber nur, wenn du wirklich in gar keinem verfügbaren Job mehr arbeiten kannst (und nicht nur in deinem Job). Dazu ist die Höhe der Erwerbsminderungsrente – mit Verlaub – echt lächerlich. Und dies führt uns zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung.
Solltest du in deinem Beruf nicht mehr zu 50% arbeiten können für voraussichtlich mindestens 6 Monate (aktuelle Standard-Definition von Berufsunfähigkeit in den Bedingungen der Versicherer), dann wird die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente an dich ausgezahlt.
Und ja, auch Büromenschen sind von Berufsunfähigkeit betroffen – durch Burnout und Co. sind Schreibtischtäter sogar aktuell die am meisten gefährdete Berufsgruppe. Hast du dann keine Berufsunfähigkeitsversicherung, wirst du im Worst-Case in der Grundsicherung landen.
Aber deinen gewohnten Lebensstandard wirst du damit nicht halten können. Und deshalb ist diese Versicherung so wichtig. Wenn du wissen willst, wie unsere Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung abläuft, kannst du dir gerne den verlinkten Artikel durchlesen.
Falls du aufgrund deines Gesundheitszustandes keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr abschließen kannst oder die Beiträge aufgrund deines risikoreichen Berufes zu teuer sind, kannst du dir Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung anschauen.
Wenn du eine Familie hast, dann solltest du eine Risikolebensversicherung abschließen. Wenn dir oder deinem/deiner Partner/in etwas zustößt, dann zahlt die Risikolebensversicherung die vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen aus. Somit wird sichergestellt, dass neben dem emotionalen Schaden kein finanzieller Schaden auf die Hinterbliebenen zukommt.
Bitte mache hier nicht den Fehler, nur ein Elternteil abzusichern. Beide Elternteile müssen abgesichert sein, egal wer der Hauptverdiener ist.
Wenn du wissen willst, wie unsere Beratung zur Risikolebensversicherung abläuft, kannst du dir gerne den verlinkten Artikel durchlesen.
Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden später nicht ausreichen, um deinen bisherigen Lebensstandard zu halten. Das steht fest. Aus diesem Grund ist private Altersvorsorge super wichtig. Und je früher du damit anfängst, desto besser. Das Zauberwort lautet Zinseszinseffekt.
Bei der privaten Altersvorsorge gibt es diverse Möglichkeiten. Eine Möglichkeit sind private Rentenversicherungen, wie zum Beispiel die fondsgebundene Rentenversicherung bzw. ETF-Rentenversicherung, die Riester Rente (für neue Verträge ab 2027 abgelöst durch das Altersvorsorgedepot) oder die Rürup Rente.
Wenn du wissen willst, wie unsere Beratung zur privaten Altersvorsorge abläuft, kannst du dir gerne den verlinkten Artikel durchlesen.
Solltest du eine Immobilie besitzen, empfehlen wir dir auf jeden Fall eine Wohngebäudeversicherung abzuschließen. Diese schützt dein Haus u.a. gegen Feuer, Leitungswasser und Sturm. In der Bauphase benötigst du eine Feuerrohbauversicherung.
Wenn du wissen willst, wie unsere Beratung zur Wohngebäudeversicherung abläuft, kannst du dir gerne den verlinkten Artikel durchlesen.
Zusätzlich kannst du dein Haus mit einer Elementarschadenversicherung gegen Naturgefahren wie Überschwemmung, Starkregen oder Erdrutsch absichern.
Während der Bauphase ist außerdem eine Bauherrenhaftpflichtversicherung sinnvoll. Je nach Bauvorhaben kann zusätzlich eine Bauleistungsversicherung empfehlenswert sein.
Speziell für Versicherungen für Hausbesitzer haben wir einen weiteren Artikel geschrieben.
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Neben der Wohngebäudeversicherung empfehlen wir auch eine Hausratversicherung abzuschließen. Vereinfacht gesagt ist hier alles versichert, was aus deiner Wohnung fallen würde, falls du diese auf den Kopf stellst.
Wenn du wissen willst, wie unsere Beratung zur Hausratversicherung abläuft, kannst du dir gerne den verlinkten Artikel durchlesen.
Die Auslandsreisekrankenversicherung ist bei Auslandsreisen ein Must-have, auch weil Preis und Leistung bei dieser Versicherung in einem sehr guten Verhältnis stehen. Eine gute Reisekrankenversicherung gibt es bereits für unter 20 Euro pro Jahr.
Übrigens macht eine Auslandsreisekrankenversicherung auch für Privatversicherte Sinn, da zum einen in der PKV häufig kein Krankenrücktransport zum Wohnort mitversichert ist und zum anderen die Leistungen im Ausland nicht über die PKV abgerechnet werden müssen. Da du in der PKV leistungsfrei bleibst, bekommst du trotz Behandlung im Ausland deine Beitragsrückerstattung.
Eine Krankentagegeldversicherung leistet bei (längerer) Krankheit und sichert den Verdienstausfall ab.
Angestellte bekommen bei Krankheit 6 Wochen 100% Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Gesetzlich Krankenversicherte bekommen im Anschluss bis zu 72 Wochen Krankengeld von der Krankenkasse, welches jedoch nur ca. 70 bis 80% des bisherigen Nettoeinkommens entspricht.
Mit einer privaten Krankentagegeldversicherung kann diese Leistungslücke geschlossen werden. Diese Versicherung kostet für gesetzlich krankenversicherte Angestellte nicht viel und kann sogar ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden.
Ein Krankentagegeld ist selbstverständlich auch für Selbstständige und privat krankenversicherte Angestellte wichtig.
Die gesetzliche Unfallversicherung leistet nur bei Arbeitsunfällen und Wegeunfällen. Ein Großteil der Unfälle passiert jedoch in der Freizeit. Hier gibt es keine Leistungen vom Staat. Mit einer privaten Unfallversicherung kannst du diese Leistungslücke schließen, da der Versicherungsschutz 24/7 und weltweit gilt.
Die private Pflegezusatzversicherung wird immer wichtiger und wer clever ist, der schließt schon heute in jungen Jahren eine ab. Es ist kein Geheimnis, dass die Menschen in Deutschland immer älter werden. Die Babyboomer-Generation geht die nächsten Jahre in Rente und es gibt quasi mehr Rentner als andere Altersgruppen.
Dies wiederum bedeutet, dass die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen steigen wird. Ein Grund also, warum deine Eltern vielleicht auch eine private Pflegezusatzversicherung abschließen sollten. Denn die Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung reichen – wer hätte es gedacht – hinten und vorne nicht. Dazu musst du als Kind auch einspringen und für die Pflegekosten der Eltern aufkommen, wenn dein Einkommen über 100.000 Euro brutto im Jahr liegt (Angehörigen-Entlastungsgesetz, gültig seit 01.01.2020).
Aber auch für dich selbst ist eine private Pflegezusatzversicherung immens wichtig. Die Wahrscheinlichkeit, dass du sehr alt wirst, wird jedes Jahr höher. Und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass du mal ein Pflegefall wirst. Das liegt in der Natur der Sache. Und dabei hilft es herzlich wenig, sich nicht mit dem Thema auseinanderzusetzen, nur weil es ein unbequemes Thema ist.
Nicht jeder braucht dieselben Versicherungen – dein Bedarf hängt stark davon ab, in welcher Lebensphase du gerade steckst. Hier findest du die wichtigsten Absicherungen für die häufigsten Situationen.
Als Berufseinsteiger oder Single brauchst du vor allem drei Absicherungen: eine private Haftpflichtversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung und – als Pflicht – eine Krankenversicherung. Je früher du deine BU abschließt, desto günstiger und leichter ist der Zugang.
Als Paar ohne Kinder gelten dieselben Basics wie für Singles – ergänzt um den Gedanken, gemeinsame finanzielle Verpflichtungen abzusichern. Sobald ihr zusammen eine größere Verbindlichkeit tragt, etwa einen Immobilienkredit, wird die Risikolebensversicherung relevant.
Als Familie mit Kindern brauchst du zusätzlich zur Basisabsicherung vor allem eine Risikolebensversicherung für beide Elternteile und eine gute Absicherung der Kinder. Wichtig: In der privaten Haftpflicht sollte der Baustein für deliktunfähige Kinder enthalten sein.
Als Alleinerziehende ist die Absicherung deiner Arbeitskraft besonders wichtig, weil dein Einkommen die Familie allein trägt. Neben der Berufsunfähigkeitsversicherung solltest du über eine Risikolebensversicherung nachdenken, damit dein Kind im Ernstfall finanziell abgesichert ist.
Als Selbstständiger oder Freiberufler musst du dich um Absicherungen kümmern, die Angestellte teils automatisch haben. Besonders wichtig sind deine Arbeitskraft, eine Krankenversicherung inkl. Krankentagegeld und – je nach Tätigkeit – eine Betriebs- oder Berufshaftpflicht.
Als Rentner reduziert sich dein Versicherungsbedarf, aber die private Haftpflichtversicherung und die Krankenversicherung bleiben unverzichtbar. Statt der Arbeitskraftabsicherung rücken jetzt Themen wie Pflege stärker in den Fokus.
Als Studierende oder Azubi brauchst du eine Krankenversicherung und eine private Haftpflichtversicherung – oft bist du bis zu einem bestimmten Alter noch über die Familienpolice deiner Eltern mitversichert. Wer schon arbeitet, sollte früh über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenken.
Genauso wichtig wie die richtigen Versicherungen ist das Weglassen der unnötigen. Die folgenden Policen sichern meist nur kleine Schäden ab, die du problemlos selbst tragen kannst – dein Geld ist an anderer Stelle besser aufgehoben:
Unsere Faustregel: Versichere nur, was dich finanziell ins Wanken bringen kann. Bei allem anderen lohnt sich der Beitrag selten. Und bevor du eine neue Versicherung abschließt, hol dir ruhig mehrere Angebote ein und vergleiche nicht nur den Preis, sondern auch Leistungen und Ausschlüsse.
| Pflichtversicherungen (Diese Versicherungen musst du in Deutschland haben.) | Wichtige Versicherungen (Keine gesetzliche Pflicht, aber für die meisten sehr sinnvoll.) | Weitere sinnvolle Versicherungen (Je nach Lebenssituation und Bedarf.) |
|---|---|---|
| Krankenversicherung (GKV oder PKV) | Private Haftpflichtversicherung | Rechtsschutzversicherung |
| KFZ Haftpflichtversicherung (Teil- oder Vollkasko sind optional) | Berufsunfähigkeitsversicherung | Auslandsreisekrankenversicherung |
| Drohnen Haftpflichtversicherung | Risikolebensversicherung | Krankenzusatzversicherung |
| Hundehaftpflichtversicherung | Pflegezusatzversicherung | Cyberversicherung |
| Weitere Haftpflichtversicherungen (z.B. Jagdhaftpflicht oder Vermögensschadenhaftpflicht) | Krankentagegeldversicherung | |
| Unfallversicherung | ||
| Wohngebäudeversicherung | ||
| Hausratversicherung |
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Es gibt wirklich jede Menge Versicherungen, die kein Mensch braucht. Das ist Fakt. Aber es gibt auch einige wirklich wichtige Versicherungen. Und die genannten Versicherungen gehören hier definitiv dazu. Selbstverständlich gibt es noch weitere Versicherungen, welche für den ein oder anderen wichtig sind. Hier können zum Beispiel Rechtsschutzversicherung, Krankenzusatzversicherung und Cyberversicherung genannt werden.
Wichtig ist, dass du dir bei der Entscheidung für oder gegen eine Versicherung immer den im Verlauf des Artikels erklärten Entscheidungsbaum durchgehst. Demnach kann es auch sein, dass die ein oder andere genannte Versicherung für dich nicht sinnvoll ist.
Wir wollen jedoch nochmal betonen, dass vor allem die ersten drei Muss-Versicherungen für fast jeden enorm wichtig sind und auch von der Verbraucherzentrale in der genannten Reihenfolge als wichtigste Versicherungen angesehen werden.
Wenn du noch keine private Haftpflichtversicherung und noch keine Berufsunfähigkeitsversicherung hast, dann solltest du dich schleunigst um diese Versicherungen bemühen. Falls zusätzlich finanziell abhängige Angehörige vorhanden sind, solltest du dich auch um eine Risikolebensversicherung kümmern.
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Was Kunden über unsere Beratung sagen
Pflicht sind vor allem die Krankenversicherung (gesetzlich oder privat) und – für Fahrzeughalter – die KFZ Haftpflicht. Hinzu kommen situative Pflichten wie die Drohnen Haftpflicht, die Hundehaftpflicht in vielen Bundesländern, die Jagdhaftpflicht für Jäger und die Vermögensschadenhaftpflicht für bestimmte Berufsgruppen.
Für die meisten Menschen sind die private Haftpflichtversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung und – für Familien – die Risikolebensversicherung die drei wichtigsten Versicherungen. Sie sichern Risiken ab, die dich finanziell ruinieren können.
Als Single brauchst du vor allem eine private Haftpflichtversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Krankenversicherung. Je nach Situation kommen eine Hausrat- und eine Auslandsreisekrankenversicherung dazu.
Eine Familie braucht zusätzlich zur Basisabsicherung vor allem eine Risikolebensversicherung für beide Elternteile sowie eine gute Absicherung der Kinder. In der privaten Haftpflicht sollte der Baustein für deliktunfähige Kinder enthalten sein.
Selbstständige sollten vor allem ihre Arbeitskraft absichern, ihre Krankenversicherung um ein Krankentagegeld ergänzen und je nach Tätigkeit eine Betriebs- oder Berufshaftpflicht abschließen. Weil die gesetzliche Absicherung oft fehlt, ist auch die private Altersvorsorge besonders wichtig.
Verzichten kannst du meist auf Policen, die nur kleine, selbst tragbare Schäden absichern – zum Beispiel Handy-, Reisegepäck-, Glas- oder Insassenunfallversicherungen sowie Garantieverlängerungen. Als Faustregel gilt: Versichere nur, was dich finanziell ins Wanken bringen kann.
Als Rentner bleiben die private Haftpflichtversicherung und die Krankenversicherung unverzichtbar. Statt der Arbeitskraftabsicherung rückt eine Pflegezusatzversicherung stärker in den Vordergrund.
Stell dir zwei Fragen: Kann ich das Risiko im Ernstfall selbst tragen? Und möchte ich das? Risiken, die dich finanziell ruinieren können, solltest du immer absichern – kleine, leicht selbst zu tragende Schäden nicht.
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