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Über den Autor

Bastian Kunkel
Geschäftsführer & Gründer

Wichtige Infos auf einen Blick

  • Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für dich wichtig, wenn du finanziell auf dein Arbeitseinkommen angewiesen bist.
  • Wenn du nach dem 01.01.1961 geboren bist, bekommst du von staatlicher Seite keine Unterstützung, wenn du berufsunfähig wirst.
  • Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente gibt es nur in bestimmten Fällen und sie reicht nicht zum Leben.
  • Deine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dir eine monatliche Rente, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr voll ausüben kannst.
  • Dein Beitrag hängt maßgeblich vom Alter, Beruf und Gesundheitszustand ab.
  • Bei zu vielen Vorerkrankungen ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung oft nicht mehr möglich.
  • Über eine anonyme Risikovoranfrage kann z.B. ein Versicherungsmakler wie wir deine Chancen auf die Aufnahme in eine Berufsunfähigkeitsversicherung prüfen.

Alle Infos zur Berufsunfähigkeitsversicherung auch im Video

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Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so ausüben kannst, um dir deinen Lebensunterhalt zu verdienen, zahlt dir eine Berufsunfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente.

Wert der Arbeitskraft wird häufig unterschätzt

Das bedeutet: Wenn man seinen bis dahin erworbenen Lebensstandard halten möchte, braucht man eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die finanziell einspringt. Viele Menschen versichern ihr Auto Vollkasko. Bei einem Totalschaden, der etwa 30.000 Euro kostet, entstehen zweifelsohne hohe Kosten. Doch was ist mit einem „Totalschaden“ deiner Arbeitskraft? Hast du noch 40 Berufsjahre vor dir und verdienst 2.500 Euro netto, fehlen dir in Summe 1.200.000 Euro. Anders als der Schaden an deinem Auto kannst du diesen Ausfall nicht einfach wieder „reinarbeiten“. Der Wert der Arbeitskraft wird von den meisten unterschätzt.

Berufsunfähigkeit ist klar definiert

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist es unwichtig, ob du theoretisch noch einen anderen Beruf ausüben könntest. Es ist auch irrelevant, ob ein Unfall, eine Krankheit oder ein mehr als altersbedingter Kräfteverfall zur Berufsunfähigkeit geführt haben.

Wenn du deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit für voraussichtlich mindestens sechs Monate nur noch zu 50 Prozent ausüben kannst, ist der Leistungsfall erfüllt. Dann bist du berufsunfähig und deine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dir die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente zu 100 Prozent aus.

Ob du die Voraussetzung für die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente erfüllst, ergibt sich durch die Auswertung von Fragebögen des Versicherers und Diagnosen der Ärzte. Gehen wir also mal weiter ins Detail.

Wie funktioniert eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

„Sechs Monate krank“? Das bedeutet „berufsunfähig“

Viele denken, dass man mindestens sechs Monate krank sein muss, um berufsunfähig zu sein. Das ist nicht falsch, aber das Ganze ist ein wenig komplexer.

Wie immer versuchen wir für dich die Thematik so einfach wie möglich und ohne Versicherungsdeutsch zu erklären. Aber manchmal geht es nicht ohne. Deshalb kommt hier erstmal die juristisch korrekte Definition von Berufsunfähigkeit. Die findest du so (oder so ähnlich) in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen der Versicherer:

Berufsunfähig ist, wer in der Fähigkeit, seinen Beruf auszuüben, so wie er zuletzt in gesunden Tagen ausgestaltet war, aufgrund von Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall, für mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent eingeschränkt oder ein sinnvolles Arbeitsergebnis nicht mehr möglich ist.

Schauen wir uns im Folgenden also an, was das konkret bedeutet.

Versichert ist immer dein aktueller Beruf

Bei der Berufsunfähigkeit ist immer dein aktueller Beruf (also deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit) versichert.

In diesem Punkt kommt es oft zu Missverständnissen, darum ein Beispiel:

Nehmen wir an, du hast deine Berufsunfähigkeitsversicherung als Büroangestellter abgeschlossen, bist aber heute als Landschaftsgärtner tätig. Wenn du nun aufgrund von Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall für mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht mehr als Landschaftsgärtner arbeiten kannst, bist du berufsunfähig.

Das heißt: Es ist egal, welchen Beruf du zu der Zeit ausgeübt hast, als du die Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hast – es ist immer deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit vor dem Eintreten der Berufsunfähigkeit versichert.

Was bedeuten Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechender Kräfteverfall genau?

Eigentlich ist bei der BU-Versicherung so ziemlich alles versichert, was irgendwie zu einer gesundheitlichen Einschränkung führen kann. Wir haben ein paar Beispiele für dich, damit es greifbarer wird.

Krankheiten, die häufig zu Berufsunfähigkeit führen

  • Nervenkrankheiten (psychische Erkrankungen)
  • Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates
  • Krebs und andere bösartige Geschwülste
  • Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems

Mögliche Körperverletzungen

  • Unfälle jeglicher Art, zum Beispiel mit dem Auto oder beim Sport

Mehr als altersentsprechender Kräfteverfall

Diese Formulierung ist eine Art zusätzlicher „Sicherheitspuffer“ für dich als Versicherten, wenn eine Berufsunfähigkeit nicht eindeutig auf eine Krankheit oder Körperverletzung zurückzuführen ist. Auch eine Kombination aus den genannten drei Kategorien ist möglich.

Du merkst also, dass eine Berufsunfähigkeit super individuell ist und es hier zig Möglichkeiten und Variationen gibt, wie diese entstehen kann.

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 Prozent

Kommen wir nun zu einer weiteren Voraussetzung für die Auszahlung der Berufsunfähigkeitsrente: nämlich zu den 50 Prozent, zu welchen du deinen Beruf mindestens nicht mehr ausführen kannst.

Diese Zahl musst du sowohl quantitativ (Zeitaufwand für einzelne Tätigkeiten) als auch qualitativ (Ergebnis deiner Arbeit) betrachten.

Zeitaufwand für einzelne Tätigkeiten

Beim Zeitaufwand geht es darum, wie viel Zeit du für einzelne Tätigkeiten aufbringen musst – auch wie lange du zum Beispiel im Stehen arbeitest oder im Sitzen. Diesem Zeitaufwand werden dann die vorliegenden gesundheitlichen Einschränkungen gegenübergestellt. Kommt dabei heraus, dass du deine Tätigkeiten zu mehr als 50 Prozent der Zeit nicht mehr ausüben kannst, dann ist der quantitative Aspekt der obigen Definition erfüllt.

Ergebnis deiner Arbeit

Was den qualitativen Aspekt angeht, ist das Ganze etwas komplizierter. Relevant ist nun nicht mehr der Zeitaufwand für einzelne Tätigkeiten, sondern das Ergebnis deiner Arbeit. So kann es sein, dass du 85 Prozent deiner Tätigkeiten noch ausführen kannst. Was aber nichts nützt, wenn die restlichen 15 Prozent, die du nicht mehr ausführen kannst, für dein Arbeitsergebnis so relevant sind, dass du es ohne sie nicht erreichen kannst.

Hier mal ein konkretes Beispiel dazu:

Nehmen wir an, du arbeitest im Außendienst als Vertriebsangestellter. Du bist ständig im Auto unterwegs und bei Kunden. Zeitlich betrachtet macht das Autofahren nur etwa 20 Prozent aus. Die restlichen 80 Prozent der Zeit berätst du Kunden, erstellst Angebote, telefonierst etc.

Kannst du (oder darfst du) nun krankheits- oder unfallbedingt nicht mehr Autofahren, dann wären zwar nur 20 Prozent deines zeitlichen Aufwands betroffen. Aber da du nicht mehr zu Kunden fahren und sie beraten kannst, ist das Arbeitsergebnis an sich nicht mehr erreichbar. Du wärst hier also mehr als 50 Prozent in deinem Arbeitsergebnis eingeschränkt und die Berufsunfähigkeitsversicherung würde dir deine Berufsunfähigkeitsrente auszahlen.

Die Berufsunfähigkeit muss voraussichtlich mindestens sechs Monate bestehen

Zu guter Letzt sind wir wieder beim eingangs erwähnten Gerücht „Sechs Monate krank bedeutet berufsunfähig“. Das stimmt insofern, als dass du gegenüber dem Versicherer beweisen musst, dass die vorliegende Einschränkung deiner beruflichen Tätigkeit für mindestens sechs Monate anhält.

Diesen Prognosezeitraum zu erfüllen, ist gar nicht mal so einfach. Denn ein Arzt wird sich in der Regel nicht so weit aus dem Fenster lehnen und dir das Ganze einfach bestätigen. Oft kann er eine Prognose dieser Art gar nicht stellen. Aber das Problem lässt sich lösen.

Was hat es mit dem „fingierten Prognosezeitraum“ auf sich?

In der Praxis läuft es oft so: Warst du tatsächlich bereits sechs Monate berufsunfähig, geht der Versicherer davon aus, dass du wohl auch weiterhin berufsunfähig sein wirst. Das nennt sich dann „fingierter Prognosezeitraum“.

Das bedeutet für dich als Versicherten aber, dass du die ersten sechs Monate der Berufsunfähigkeit finanziell überbrücken können musst – zum Beispiel durch das Krankengeld der gesetzlichen Krankenkasse oder eine zusätzliche private Krankentagegeldversicherung.

Aber: Deine Berufsunfähigkeitsrente bekommst du rückwirkend ab dem 1. Tag der Berufsunfähigkeit ausgezahlt.

Damit ein Leistungsfall für dich ohne Komplikationen abläuft, ist die Auswahl des richtigen Versicherers mit einem sehr guten Tarif bzw. sehr guten Versicherungsbedingungen essenziell. Mehr dazu später.

Alle Infos zum Prognosezeitraum auch im Video

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Wer braucht überhaupt eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine berechtigte Frage. Braucht man überhaupt eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Als Student oder Beamter doch nicht? Oder in einem harmlosen Bürojob – warum solltest du da eine BU-Versicherung benötigen, wo dir doch dort gar nichts passieren kann?

Auch Bürojobber brauchen eine BU-Versicherung

Gerade Letzteres ist ein gefährlicher Irrglaube. Denn bei der Berufsunfähigkeitsversicherung geht es nicht darum, wie risikoreich bzw. gefährlich dein Job ist. Gerade in Berufen, in denen wir viel sitzen, werden viele berufsunfähig – wir sagen nur Burnout und „Rücken“.

BU-Versicherung für Hausfrauen

Und wie sieht es eigentlich bei Hausfrauen bzw. Hausmännern aus? Möglicherweise klingt es für dich auf den ersten Blick etwas sinnlos, sich als Hausfrau oder Hausmann gegen Berufsunfähigkeit zu versichern – denn hier wird ja kein Beruf ausgeübt. Allerdings sehen das viele Versicherungsgesellschaften anders, denn fällt die Person, die zuhause auf Eigenheim und Kinder aufpasst, wegen Krankheit oder Unfall länger aus, entstehen Mehrkosten. Dann muss schleunigst Ersatz in Form von Haushaltshilfen organisiert werden.

Nur den Hauptverdiener einer Familie abzusichern, ist daher in vielen Fällen zu kurz gedacht. Aus demselben Grund solltest du auch in einer Risikolebensversicherung immer an beide Elternteile denken. Denn eine Haushaltshilfe kostet schnell 20 Euro pro Stunde – und wenn du sie 20 Stunden pro Woche für „Haus und Hof“ benötigst, landest du bei 1.600 Euro Zusatzkosten pro Monat.

Weiter unten kannst du dir noch mal genauer die Ursachen für Berufsunfähigkeit anschauen. Dann wird schnell klar, warum eine BU-Versicherung so wichtig ist. Oder schau dir unsere Video genau zu diesem Thema an.

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Dienstunfähig: Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte sinnvoll?

Tatsächlich brauchen auch Beamte eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Das gilt vor allem für die ersten Jahre, wenn es noch keinen bzw. nur einen geringen Ruhegehaltsanspruch gibt. Wichtig ist hier das Stichwort Dienstunfähigkeitsversicherung bzw. „echte Dienstunfähigkeitsklausel“.

Darüber bekommst du als Beamter (z.B. Soldat), der von seinem Dienstherrn als dienstunfähig eingestuft wird, schneller eine Leistung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeitsklausel, als wenn du nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne entsprechende Klausel hast.

Nicht alle BU-Versicherer bieten eine solche „echte Dienstunfähigkeitsklausel“ an. Deshalb ist es wichtig, in einem solchen Fall mit jemandem zu sprechen, der sich mit der Dienstunfähigkeitsversicherung bestens auskennt. Über unsere kostenlose & unverbindliche Online-Beratung kannst du dir ganz einfach einen Termin bei unserem Dienstunfähigkeitsversicherungs-Experten buchen.

Darum lohnt es sich, schon als Student eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen

Als Student bist du in der komfortablen Lage, dass du noch sehr jung bist und Versicherer dich zudem in eine extrem günstige Risikogruppe einstufen. Über die Laufzeit sind so mehrere Tausend Euro Ersparnis an Beiträgen drin, als wenn du erst viel später eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt. Zudem kannst du bei einigen Berufsunfähigkeitsversicherungen als Student schon bis zu 2.000 Euro BU-Rente absichern – komplett ohne Einkommensnachweis.

Der Antwort auf die Frage, ob sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung generell lohnt, haben wir uns im verlinkten Artikel angenähert.

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Gibt es nicht eine Erwerbsminderungsrente vom Staat?

Bei Berufsunfähigkeit zahlt doch der Staat, oder? Wieso also eine separate Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen? Diese Denke herrscht (leider) immer noch in vielen Köpfen vor.

Die bittere Realität ist: Wenn du nach dem 1. Januar 1961 geboren wurdest, bekommst du vom Staat bei Berufsunfähigkeit genau 0 Euro. Also gar nichts.

Viele verwechseln die Berufsunfähigkeitsrente mit der staatlichen Erwerbsminderungsrente. Letztere ist tatsächlich eine Leistung vom Staat. Die gibt es aber nicht, wenn du berufsunfähig, sondern wenn du teilweise oder voll erwerbsgemindert bist. Das sind zwei komplett unterschiedliche Dinge, wie du gleich erfahren wirst.

Vorsicht: Nur in diesen Fällen zahlt der Staat Erwerbsminderungsrente

Die teilweise oder volle Erwerbsminderungsrente wird nur ausgezahlt, wenn diese (recht krassen) Voraussetzungen vorliegen:

  • Du hast in den vergangenen 5 Jahren mindestens 36 Monate in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt und
  • kannst nur noch 3 bis 6 Stunden in irgendeinem Beruf arbeiten (= teilweise Erwerbsminderungsrente) oder
  • du kannst nur noch maximal 3 Stunden in irgendeinem Beruf arbeiten (= volle Erwerbsminderungsrente).

Wie hoch ist die Erwerbsminderungsrente?

Dies allein sollte eigentlich schon Grund genug sein, dich um eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu kümmern, wenn du deinen Lebensstandard absichern möchtest.

Hier aber trotzdem noch der Vollständigkeit halber die durchschnittliche Höhe der vollen Erwerbsminderungsrente: Die lag im Jahr 2021 z.B. für männliche Neurentner im Westen bei gerade einmal 972 Euro im Monat (nach Abzug von Kranken- und Pflegebeitrag, aber vor Steuern).

Du siehst also: Selbst wenn du die Erwerbsminderungsrente bekommen würdest, könntest du niemals davon leben – geschweige denn deinen bisherigen Lebensstandard halten.

Auch hierzu ein Beispiel:

Bist du Büroangestellter und kannst aufgrund von Krankheit oder einem Unfall deinem Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr nachgehen, dann wärst du nach der oben erläuterten Definition berufsunfähig und würdest deine vereinbarte BU-Rente ausgezahlt bekommen – sofern du eine BU-Versicherung abgeschlossen hast.

Einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente hättest du nicht, da du ja zum Beispiel noch mehr als sechs Stunden am Tag als Pförtner irgendwo arbeiten und per Knopfdruck eine Schranke betätigen könntest. In diesem Fall würdest du also vom Staat gar nichts bekommen.

Eine BU-Versicherung sichert deine Existenz – zu jedem Zeitpunkt

Da du dich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung interessierst, gehen wir mal davon aus, dass du weder unglaublich reich bist noch ein derart hohes passives Einkommen hast, dass du deinen Beruf gar nicht mehr ausüben musst.

In diesem Fall ist eine private BU-Versicherung die einzige Möglichkeit, deinen erarbeiteten Lebensstandard bei Berufsunfähigkeit halten zu können.

Übrigens: Manche denken, sie könnten sich die Berufsunfähigkeitsversicherung sparen und stattdessen einfach jeden Monat Geld beiseitelegen oder in einen ETF-Sparplan stecken. Das ist im Fall einer Berufsunfähigkeit keine gute Idee. Warum? Weil erstmal mehrere Jahre vergangen sein müssen, bis eine Summe zusammenkommt, von der du leben kannst – und das meist nur für kurze Zeit. Ein kleines Rechenbeispiel dazu:

Wirst du mit 50 Jahren berufsunfähig und bist es auch bis zum Renteneintritt mit 67, müsstest du bei einem monatlichen Bedarf von gerade einmal 2.000 Euro insgesamt 408.000 Euro auf deinem Sparkonto haben.

Wie realistisch ist das wohl? Und eine Berufsunfähigkeit kann ja auch schon viel früher eintreten – schauen wir uns doch mal die Ursachen an.