Erfahre in diesem Ratgeber alles, was du zur Berufsunfähigkeitsversicherung wissen musst! (2021)

Vorab die wichtigsten Informationen für dich zusammengefasst:

  • Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für dich wichtig, wenn du finanziell auf dein Arbeitseinkommen angewiesen bist.
  • Wenn du nach 1961 geboren bist, bekommst du von staatlicher Seite keine Unterstützung, wenn du berufsunfähig wirst.
  • Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente gibt es nur in bestimmten Fällen und sie reicht nicht zum Leben.
  • Deine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dann, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr voll ausüben kannst.
  • Dein Beitrag hängt maßgeblich vom Alter, Beruf und Gesundheitszustand ab.
  • Bei zu vielen Vorerkrankungen ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung oft nicht mehr möglich.
  • Über eine anonyme Risikovorabanfrage kann ein Versicherungsmakler deine Chancen auf die Aufnahme in eine Berufsunfähigkeitsversicherung prüfen.

Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll und wie funktioniert sie?

Berufsunfähigkeitsversicherung ‒ ja oder nein?“ Wenn du dir auch gerade diese Frage stellst, bist du damit nicht allein. Viele fragen sich, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll ist und ob es sich überhaupt lohnt, sich damit zu beschäftigen. Unsere Antwort auf diese Fragen ist eindeutig: Ja! 

Darum möchten wir dir in diesem Ratgeberartikel umfassend Antwort auf alle Fragen rund um das Thema Berufsunfähigkeitsversicherung (auch BU-Versicherung oder BU genannt) geben. 

Solltest du eine Frage haben, die wir nicht behandeln, melde dich einfach bei uns oder buche gleich einen kostenlosen Termin zur Online-Beratung. So kannst du alles klären, was dir zu dem Thema unter den Nägeln brennt!

Wozu brauchst du eine BUV?

Wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so ausüben kannst, um dir deinen Lebensunterhalt zu verdienen, zahlt dir eine Berufsunfähigkeitsversicherung dein monatliches Arbeitseinkommen in Form einer Berufsunfähigkeitsrente.

Das bedeutet: Wenn man seinen bis dahin erworbenen Lebensstandard halten möchte, braucht man eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die finanziell einspringt. 

Dabei ist es unwichtig, ob du theoretisch noch einen anderen Beruf ausüben könntest. Es ist auch irrelevant, ob ein Unfall, eine Krankheit oder ein mehr als altersbedingter Kräfteverfall zur Berufsunfähigkeit geführt haben. 

Wenn du deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit für voraussichtlich mindestens sechs Monate nur noch zu 50 Prozent ausüben kannst, ist der Leistungsfall erfüllt. Dann zahlt dir die Berufsunfähigkeitsversicherung die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente zu 100 Prozent aus.

Ob du die Voraussetzung für die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente erfüllst, ergibt sich durch die Auswertung von Fragebögen des Versicherers und Diagnosen der Ärzte.  Gehen wir also mal weiter ins Detail.

„Sechs Monate krank“? Das bedeutet „berufsunfähig“

Viele denken, dass man mindestens sechs Monate krank sein muss, um berufsunfähig zu sein. Das ist nicht falsch, aber das Ganze ist ein wenig komplexer.

Wie immer versuchen wir für dich die Thematik so einfach wie möglich und ohne Versicherungsdeutsch zu erklären. Aber manchmal geht es nicht ohne. Deshalb kommt hier erstmal die juristisch korrekte Definition von Berufsunfähigkeit. Die findest du so (oder so ähnlich) in den Allgemeinen Bedingungen der Versicherer:

Berufsunfähig ist, wer in der Fähigkeit, seinen Beruf auszuüben, so wie er zuletzt in gesunden Tagen ausgestaltet war, aufgrund von Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall, für mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent eingeschränkt oder ein sinnvolles Arbeitsergebnis nicht mehr möglich ist.

Schauen wir uns im Folgenden also an, was das konkret bedeutet.

Versichert ist immer dein aktueller Beruf

Bei der Berufsunfähigkeit ist immer dein aktueller Beruf (also deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit) versichert. 

In diesem Punkt kommt es oft zu Missverständnissen, darum ein Beispiel: 

Nehmen wir an, du hast deine Berufsunfähigkeitsversicherung als Büroangestellter abgeschlossen, bist aber heute als Landschaftsgärtner tätig. Wenn du nun aufgrund von Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall für mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht mehr als Landschaftsgärtner arbeiten kannst, bist du berufsunfähig

Das heißt: Es ist egal, welchen Beruf du zu der Zeit ausgeübt hast, als du die Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hast ‒ es ist immer deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit vor dem Eintreten der Berufsunfähigkeit versichert.

Was bedeuten Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall bei einer BU-Versicherung genau?

Eigentlich ist bei der BU-Versicherung so ziemlich alles versichert, was irgendwie zu einer gesundheitlichen Einschränkung führen kann. Wir haben ein paar Beispiele für dich, damit es greifbarer wird.

Krankheiten, die häufig zu Berufsunfähigkeit führen:

  • Krebs und allgemein Zivilisationskrankheiten wie 
  • Burn-out

Mögliche Körperverletzungen:

  • Unfälle jeglicher Art, zum Beispiel mit dem Auto oder beim Sport 

Mehr als altersentsprechender Kräfteverfall

Diese Formulierung ist eine Art zusätzlicher „Sicherheitspuffer“ für dich als Versicherten, wenn eine Berufsunfähigkeit nicht eindeutig auf eine Krankheit oder Körperverletzung zurückzuführen ist. Auch eine Kombination aus den genannten drei Kategorien ist möglich. 

Du merkst also, dass eine Berufsunfähigkeit super individuell ist und es hier zig Möglichkeiten und Variationen gibt, wie diese entstehen kann.

Eigentlich ist bei der BU-Versicherung so ziemlich alles versichert, was irgendwie zu einer gesundheitlichen Einschränkung führen kann. Wir haben ein paar Beispiele für dich, damit es greifbarer wird.

Krankheiten, die häufig zu Berufsunfähigkeit führen:

  • Krebs und allgemein Zivilisationskrankheiten wie 
  • Burn-out

Mögliche Körperverletzungen:

  • Unfälle jeglicher Art, zum Beispiel mit dem Auto oder beim Sport 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 Prozent

Kommen wir nun zu einer weiteren Voraussetzung für die Auszahlung der Berufsunfähigkeitsrente: nämlich zu den 50 Prozent, zu welchen du deinen Beruf mindestens nicht mehr ausführen kannst. 

Diese Zahl musst du sowohl quantitativ (Zeitaufwand für einzelne Tätigkeiten) als auch qualitativ (Ergebnis deiner Arbeit) betrachten.

Zeitaufwand für einzelne Tätigkeiten

Beim Zeitaufwand geht es darum, wie viel Zeit du für einzelne Tätigkeiten aufbringen musst ‒ auch wie lange du zum Beispiel im Stehen arbeitest oder im Sitzen. Diesem Zeitaufwand werden dann die vorliegenden gesundheitlichen Einschränkungen gegenübergestellt. Kommt dabei heraus, dass du deine Tätigkeiten zu mehr als 50 Prozent der Zeit nicht mehr ausüben kannst, dann ist der quantitative Aspekt der obigen Definition erfüllt.

Ergebnis deiner Arbeit

Was den qualitativen Aspekt angeht, ist das Ganze etwas komplizierter. Relevant ist nun nicht mehr der Zeitaufwand für einzelne Tätigkeiten, sondern das Ergebnis deiner Arbeit. So kann es sein, dass du 85 Prozent deiner Tätigkeiten noch ausführen kannst. Was aber nichts nützt, wenn die restlichen 15 Prozent, die du nicht mehr ausführen kannst, für dein Arbeitsergebnis so relevant sind, dass du es ohne sie nicht erreichen kannst. 

Hier mal ein konkretes Beispiel dazu: 

Nehmen wir an, du arbeitest im Außendienst als Vertriebsangestellter. Du bist ständig im Auto unterwegs und bei Kunden. Zeitlich betrachtet macht das Autofahren nur etwa 20 Prozent aus. Die restlichen 80 Prozent der Zeit berätst du Kunden, erstellst Angebote, telefonierst etc.

Kannst du (oder darfst du) nun krankheits- oder unfallbedingt nicht mehr Autofahren, dann wären zwar nur 20 Prozent deines zeitlichen Aufwands betroffen. Aber da du nicht mehr zu Kunden fahren und sie beraten kannst, ist das Arbeitsergebnis an sich nicht mehr erreichbar. Du wärst hier also mehr als 50 Prozent in deinem Arbeitsergebnis eingeschränkt und die Berufsunfähigkeitsversicherung würde dir deine Berufsunfähigkeitsrente auszahlen.

Die Berufsunfähigkeit muss voraussichtlich mindestens sechs Monate bestehen

Zu guter Letzt sind wir wieder beim eingangs erwähnten Gerücht „Sechs Monate krank bedeutet berufsunfähig“: Das stimmt insofern, als dass du gegenüber dem Versicherer beweisen musst, dass die vorliegende Einschränkung deiner beruflichen Tätigkeit für mindestens sechs Monate anhält.

Das ist gar nicht mal so einfach. Denn ein Arzt wird sich in der Regel nicht so weit aus dem Fenster lehnen und dir das Ganze einfach bestätigen. Oft kann er eine Prognose dieser Art gar nicht stellen. Aber das Problem lässt sich lösen.

Was hat es mit dem „fingierten Prognosezeitraum“ auf sich?

In der Praxis läuft es oft so: Warst du tatsächlich bereits sechs Monate berufsunfähig, geht der Versicherer davon aus, dass du wohl auch weiterhin berufsunfähig sein wirst. Das nennt sich dann „fingierter Prognosezeitraum“.

Das bedeutet für dich als Versicherten aber, dass du die ersten sechs Monate der Berufsunfähigkeit finanziell überbrücken können musst ‒ zum Beispiel durch das Krankengeld der Krankenkasse oder eine zusätzliche private Krankentagegeldversicherung.

Aber: Deine Berufsunfähigkeitsrente bekommst du rückwirkend ab dem 1. Tag der Berufsunfähigkeit ausgezahlt.

Damit ein Leistungsfall für dich ohne Komplikationen abläuft, ist die Auswahl des richtigen Versicherers mit einem sehr guten Tarif bzw. sehr guten Versicherungsbedingungen essentiell. Mehr dazu später!

Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten oder Beamte? Wer braucht überhaupt eine BU?

Eine berechtigte Frage! Braucht man überhaupt eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Als Student oder Beamter doch nicht? Oder in einem harmlosen Bürojob ‒ warum solltest du da eine BU-Versicherung benötigen, wo dir doch dort gar nichts passieren kann? 

Gerade Letzteres ist ein gefährlicher Irrglaube. Denn bei der Berufsunfähigkeitsversicherung geht es nicht darum, wie risikoreich bzw. gefährlich dein Job ist. Gerade in Berufen, in denen wir viel sitzen, werden viele berufsunfähig ‒ wir sagen nur „Rücken“ … 

Weiter unten kannst du dir noch mal genauer die Ursachen für Berufsunfähigkeit anschauen. Dann wird schnell klar, warum eine BU so wichtig ist. Oder schau dir eines unserer Videos genau zu diesem Thema an: 

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Warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung gerade auch für Büroangestellte wichtig ist

Dienstunfähig: Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte sinnvoll?

Tatsächlich brauchen auch Beamte eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Das gilt vor allem für die ersten Jahre, wenn es noch keinen vollen Ruhegehaltsanspruch gibt. Wichtig ist hier das Stichwort „Dienstunfähigkeitsversicherung“, bzw. „echte Dienstunfähigkeitsklausel“. Darüber bekommst du als Beamter, der von seinem Dienstherrn als dienstunfähig eingestuft wird, schneller eine Leistung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeitsklausel, als wenn du nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne entsprechende Klausel hast. Nicht alle BU-Versicherer bieten eine solche „echte Dienstunfähigkeitsklausel“ an. Deshalb ist es wichtig, in einem solchen Fall mit jemandem zu sprechen, der sich mit der Dienstunfähigkeitsversicherung bestens auskennt. Über unsere kostenlose Online-Beratung kannst du dir ganz einfach einen Termin bei unserem Dienstunfähigkeitsversicherungs-Experten buchen.

Darum lohnt es sich, schon als Student eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen

Als Student bist du in der komfortablen Lage, dass du noch sehr jung bist und Versicherer dich darum in eine extrem günstige Risikogruppe einstufen. Über die Laufzeit sind so mehrere tausend Euro Ersparnis an Beiträgen drin, als wenn du erst viel später eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt. Zudem kannst du bei einigen Berufsunfähigkeitsversicherungen als Student schon bis zu 2.000 € BU-Rente absichern ‒ komplett ohne Einkommensnachweis.

Vorsicht: Nur in diesen Fällen zahlt der Staat Erwerbsminderungsrente

Die teilweise oder volle Erwerbsminderungsrente wird nur ausgezahlt, wenn diese (recht krassen) Voraussetzungen vorliegen:

  • Du hast in den vergangenen fünf Jahren mindestens 36 Monate in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt und
  • kannst nur noch drei bis sechs Stunden in irgendeinem Beruf arbeiten (= teilweise Erwerbsminderungsrente) oder
  • du kannst nur noch maximal drei Stunden in irgendeinem Beruf arbeiten (= volle Erwerbsminderungsrente).

Gibt es nicht eine Erwerbsminderungsrente vom Staat?!

Bei Berufsunfähigkeit zahlt doch der Staat, oder? Wieso also eine separate Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen? Diese Denke herrscht (leider) immer noch in vielen Köpfen vor. 

Die bittere Realität ist: Wenn du nach dem 1. Januar 1961 geboren wurdest, bekommst du vom Staat bei Berufsunfähigkeit genau 0,00 €. Also gar nichts.

Viele verwechseln die Berufsunfähigkeitsrente mit der staatlichen Erwerbsminderungsrente. Letztere ist tatsächlich eine Leistung vom Staat. Die gibt es aber nicht, wenn du berufsunfähig, sondern wenn du teilweise oder voll erwerbsgemindert bist. Das sind zwei komplett unterschiedliche Dinge, wie du gleich erfahren wirst.

Auch hierzu ein Beispiel: 

Bist du Büroangestellter und kannst aufgrund von Krankheit oder einem Unfall deinem Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr nachgehen, dann wärst du nach der oben erläuterten Definition berufsunfähig und würdest deine vereinbarte BU-Rente ausgezahlt bekommen – sofern du Versicherung abgeschlossen hast. 

Einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente hättest du nicht, da du ja zum Beispiel noch mehr als sechs Stunden am Tag als Pförtner irgendwo arbeiten und per Knopfdruck eine Schranke betätigen könntest. In diesem Fall würdest du also vom Staat gar nichts bekommen.

Wie hoch ist die Erwerbsminderungsrente?

Dies allein sollte eigentlich schon Grund genug sein, dich um eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu kümmern, wenn du deinen Lebensstandard absichern möchtest. 

Hier aber trotzdem noch der Vollständigkeit halber die durchschnittliche Höhe der vollen Erwerbsminderungsrente: Die lag im Jahr 2017 bei gerade einmal 716 € im Monat.

Du siehst also: Selbst wenn du die Erwerbsminderungsrente bekommen würdest, könntest du niemals davon leben ‒ geschweige denn deinen bisherigen Lebensstandard halten.

Eine BU-Versicherung sichert deine Existenz ‒ zu jedem Zeitpunkt

Da du dich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung interessierst, gehen wir mal davon aus, dass du weder unglaublich reich bist noch ein derart hohes passives Einkommen hast, dass du deinen Beruf gar nicht mehr ausüben musst. 

In diesem Fall ist eine private BU-Versicherung die einzige Möglichkeit, deinen erarbeiteten Lebensstandard bei Berufsunfähigkeit halten zu können. 

Übrigens: Manche denken, sie könnten sich die Berufsunfähigkeitsversicherung sparen und stattdessen einfach jeden Monat Geld beiseite legen oder in einen ETF-Sparplan stecken.

Das ist im Fall einer Berufsunfähigkeit keine gute Idee. Warum? Weil erstmal mehrere Jahre vergangen sein müssen, bis eine Summe zusammenkommt, von der du leben kannst ‒ und das meist nur kurze Zeit. Ein kleines Rechenbeispiel dazu:

Wirst du mit 50 Jahren berufsunfähig und bist es auch bis zum Renteneintritt mit 67, müsstest du bei einem monatlichen Bedarf von gerade einmal 2.000 € insgesamt 408.000 € auf deinem Sparkonto haben. 

Wie realistisch ist das wohl? Und eine Berufsunfähigkeit kann ja auch schon viel früher eintreten ‒ schauen wir uns doch mal die Ursachen an.

Welche Ursachen führen zu Berufsunfähigkeit?

Viele denken, dass Unfälle der Hauptgrund für eine Berufsunfähigkeit sind ‒ ein klassisches Beispiel ist der Dachdecker, der vom Hausdach fällt. Die Realität sieht aber anders aus.

Im Jahr 2020 waren die Hauptursachen psychische Erkrankungen, Zivilisationskrankheiten wie Krebs und Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats. 

Ursachen gründe für berufsunfähigkeit - Berufsunfähigkeitsversicherung: sinnvoll oder sinnlos?

Infografik zu Gründen und Ursachen für Berufsunfähigkeit im Jahr 2020

Für Rechner: Wie hoch sind bei einer BUV die Kosten?

Natürlich willst du vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung über die Kosten Bescheid wissen. Manche Leute schauen beim Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen sogar ausschließlich auf den Preis. Ob der gewählte Anbieter auch wirklich gut ist und aus welchem Grund er so günstig ist, hinterfragen sie nicht.

Wir müssen dir bestimmt nicht sagen, dass es bei einer BU-Versicherung auf wesentlich mehr ankommt. Trotzdem sind die Kosten natürlich ein wichtiger Punkt. Darum schauen wir uns mal an, welche Faktoren die Höhe der monatlichen Beiträge beeinflussen.

Der BU-Beitrag hängt unter anderem mit deinem Beruf zusammen

Wie hoch die Beiträge einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind, hängt unter anderem von dem Beruf ab, den du zum Zeitpunkt des Abschlusses ausübst. Je nachdem, ob der Versicherer deinen Beruf risikoarm oder risikoreich einstuft, fällst du in eine entsprechende Risiko- bzw. Tarifgruppe. 

So haben zum Beispiel ein Maurer oder auch ein Fitnesstrainer eine viel höhere Risikoklasse als ein Büroangestellter und müssen dementsprechend auch einen höheren Beitrag zahlen. Dein Beruf bei Abschluss hat also einen großen Einfluss auf deine monatlichen Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Auch dein Alter spielt für die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung eine Rolle

Fast genauso relevant wie dein ausgeübter Beruf ist dein Alter zum Zeitpunkt des Abschlusses der BU. Generell gilt: Je jünger du beim Abschluss bist, desto günstiger der Beitrag. Je älter du bist, desto höher der Beitrag

Deswegen ist es absolut empfehlenswert, sich mit dem Thema

Berufsunfähigkeitsversicherung schon als Schüler oder Student zu beschäftigen. Leider macht das bisher kaum jemand, aber vielleicht bist du ja so clever.

Weiterer Einflussfaktor: die Höhe deiner Berufsunfähigkeitsrente

Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente ist ebenfalls ein entscheidender Faktor für die Höhe deiner Beiträge. Logisch: Je mehr du vom Versicherer später bei Berufsunfähigkeit ausgezahlt bekommen möchtest, desto höher ist dein Beitrag. 

Dieser Fakt verleitet manche dazu, nur eine geringe BU-Rente zu versichern, um Beiträge zu sparen. Wir empfehlen dir jedoch dringend, beim Abschluss einer BU die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente anhand dessen zu wählen, was du im Fall der Fälle an Geld bräuchtest. Dabei solltest du außerdem beachten, dass von deiner BU-Rente auch noch Steuern und eventuell Krankenkassenbeiträge abgezogen werden.

Ebenfalls relevant: die Laufzeit deiner Berufsunfähigkeitsversicherung

Generell gilt: Je länger die Laufzeit deiner BU-Versicherung, desto höher der Beitrag. 

Das ergibt Sinn, denn je älter du wirst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du berufsunfähig wirst. Krebs und andere Zivilisationskrankheiten schlagen meist erst mit fortgeschrittenem Alter zu. Und eine Krankheit wie Krebs sorgt sehr oft für eine direkte Berufsunfähigkeit. Darum ist es empfehlenswert, die BU-Rente immer bis zum aktuellen Renteneintrittsalter laufen zu lassen (2020 waren das 67 Jahre). 

Fall bitte nicht auf Angebote herein, die mit günstigen Beiträgen locken, weil sie zum Ende des Berufslebens ein paar Jahre weglassen. Denn dann würde die Berufsunfähigkeitsversicherung zwar weniger kosten, aber genau dann nicht greifen, wenn das Risiko der Berufsunfähigkeit am höchsten ist. 

Schließt du deine Berufsunfähigkeitsversicherung zum Beispiel nur bis zum 60. Lebensjahr ab, so müsstest du im Fall der Fälle sieben Jahre finanziell überbrücken. Das können sich die wenigsten Menschen leisten. Selbst bei einem monatlichen Bedarf von „nur“ 1.500 € (also 18.000 € im Jahr) wären das 126.000 €, die du zusätzlich brauchen würdest.

Unser Fazit: So viel darf eine BUV kosten

Du kannst dir unseren Tipp sicher schon denken: Wenn du bei deiner Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zu hohe Kosten haben willst, schließ sie so früh wie möglich ab. Je länger du wartest, desto teurer wird der Beitrag. Dabei ist das Risiko, dass sich dein Gesundheitszustand mit der Zeit verschlechtert, noch gar nicht mit eingerechnet. 

Was viele übrigens nicht wissen: Wenn du noch Student bist, hast du die besten Karten, eine sehr günstige BU-Versicherung zu bekommen. Die musst du später, wenn du arbeitest, nicht anpassen. Du bleibst nämlich in der Risikogruppe, in die du beim Abschluss eingestuft wurdest.

Berufsunfähigkeitsversicherung wechseln: sinnvoll oder besser lassen?

Vielleicht gehörst du zu denjenigen, die darüber nachdenken, eine bestehende BU-Versicherung zu wechseln – sprich, deine aktuelle Berufsunfähigkeitsversicherung zu kündigen und eine neue abzuschließen. In welchen Fällen das sinnvoll sein kann, erfährst du in diesem Video:

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In welchen Fällen ein Wechsel der Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll ist

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Die beste Berufsunfähigkeitsversicherung finden: Worauf du achten solltest

Du hast nun schon Einiges über die BU erfahren. Wir haben für dich noch einmal zusammengefasst, worauf du bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten solltest, bevor du diese abschließt. Diese Punkte solltest du im Gespräch mit deinem Berater oder in unserer kostenlosen Online-Beratung mit unseren Experten auf jeden Fall klären.

Abschluss einer BU-Versicherung: je früher, desto besser

Wie du schon weißt, ist dein Alter ein wesentlicher Faktor für die Höhe der Beiträge, also für die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Vor allem auf die lange Laufzeit bezogen, kannst du bei rechtzeitigem Abschluss so wohl mehrere tausend Euro sparen.

Außerdem bist du in jungen Jahren wohl auch noch gesünder und fitter. Damit ist eine Annahme beim Versicherer ohne Ausschlüsse oder Beitragszuschläge wahrscheinlicher.

Tipp:

Versicherer berechnen den Beitrag nicht nach deinem tatsächlichen Geburtstag, sondern meist zum 1. Januar eines Jahres. Es kann also sinnvoller sein, eine Berufsunfähigkeitsversicherung noch im laufenden Jahr abzuschließen, als bis zum neuen Jahr zu warten.

Check24 oder Test? Berufsunfähigkeitsversicherungs-Anbieter vergleichen und den richtigen Versicherer finden

Wir wissen: Den passenden Versicherer zu finden, ist gar nicht so leicht. Und das gilt auch für den richtigen Tarif. Klar kannst du auf eigene Faust einen Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen starten, etwa auf Check24. 

 Aber du hast ja schon gemerkt, dass es beim Abschluss einer BU viele Details zu beachten gibt. Darum ist es sinnvoll, sich von einem Profi beraten zu lassen. Dieser kostet dich im Vergleich zum Alleingang auf Check24 keinen Cent mehr. Die Beiträge sind absolut identisch mit denen eines „normalen“ Versicherungsmaklers.

Dein BU-Versicherer sollte neben einem sehr guten Bedingungswerk (damit sind die Versicherungsklauseln gemeint) und schlüssigen AGB auch über eine sehr gute Finanzstärke verfügen. Rating-Agenturen wie Franke & Bornberg (FFF als beste Wertung) oder MORGEN & MORGEN (5 Sterne als beste Wertung) bewerten solche Bedingungswerke regelmäßig. Natürlich gibt es auch immer wieder Tests von Berufsunfähigkeitsversicherungen wie von Stiftung Warentest o.Ä. Darauf solltest du deinen Versicherungsvermittler ansprechen, falls er das nicht von sich aus macht.

Neben diesen Kriterien spielt auch der Service des Versicherers und Versicherungsmaklers eine große Rolle. Sprich: Wie wirst du im Leistungsfall unterstützt? 

Schließt du zum Beispiel mit unserer Unterstützung eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab, erhältst du bei Abschluss ein BU-Zertifikat, das dir eine kostenfreie anwaltliche Erstberatung im Leistungsfall garantiert.

Die Wahl der richtigen Berufsunfähigkeitsrenten-Höhe

Viel zu oft begegnen uns Verträge, in welchen eine viel zu niedrige BU-Rente abgesichert wurde. Wir haben das oben schon angesprochen: Verträge mit 500 € oder 750 € sind sinnlos, da die Höhe dieser Berufsunfähigkeitsrente noch unter der Grundsicherung liegt. 

Verbraucherzentralen empfehlen zirka 75 bis 80 Prozent des Nettoeinkommens als Berufsunfähigkeitsrente abzusichern. Solltest du also zum Beispiel 2.500 € netto monatlich verdienen, sollte deine Berufsunfähigkeitsrente mindestens 1.800 bis 2.000 € betragen.

Letztlich musst du für dich individuell festlegen, wie viel Geld dir monatlich zur Verfügung stehen muss, wenn du deinen Lebensstandard bei Berufsunfähigkeit halten möchtest. Rechne dazu deine Ausgaben, laufenden Kosten, Versicherungsbeiträge, Altersvorsorge, Miete etc. zusammen. Vergiss nicht, dass du vielleicht weiterhin in den Urlaub fahren möchtest. Denn Berufsunfähigkeit bedeutet nicht zwangsläufig, dass du nichts mehr unternehmen kannst.

Achtung: Viele vergessen bei dieser Rechnung ihre Altersvorsorge. Wenn du als Angestellter berufsunfähig wirst, zahlst du nicht mehr in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Das bedeutet, dass dein Anspruch auf die gesetzliche Rente schrumpft, je länger du berufsunfähig bist. Und dies wiederum bedeutet, dass du in der Lage sein musst, deine private Altersvorsorge aufzustocken, wenn du berufsunfähig wirst. 

Mach also nicht den Fehler, die Höhe deiner Berufsunfähigkeitsrente zu niedrig anzusetzen und betrachte sie auch nicht als „Notfallabsicherung“. Deine Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Absicherung deiner Existenz, wie sie heute, hier und jetzt aussieht.

Berufsunfähigkeitsversicherung nicht mit Rente kombinieren

Berufsunfähigkeitsversicherung mit Rentenversicherung: So schön das auch klingt – eine Kombination der BU mit einer Rentenversicherung (Basisrente) ist in den wenigsten Fällen sinnvoll. 

Manche Kollegen sagen, dass einige Anbieter bei Berufsunfähigkeit die Beiträge für die Rentenversicherung weiterzahlen und du diese Beiträge auch von der Steuer absetzen kannst. Das ist so weit auch korrekt.

Doch vergessen sie dabei zu erwähnen, dass …

  • der Beitrag sich durch den zusätzlichen Beitrag zur Rentenversicherung enorm erhöht.
  • sich der Beitrag zur Rentenversicherung nur dann von der Steuer absetzen lässt, wenn er im gesetzlich vorgeschriebenen Verhältnis zum BU-Beitrag gezahlt wird.
  • sich durch die Kombination mit einer Rentenversicherung die Besteuerung der BU-Rente im Leistungsfall ändert: Das heißt, du musst mehr Steuern auf deine BU-Rente zahlen als beim Abschluss einer einzelnen BU. Das bedeutet, dass du mehr BU-Rente versichern müsstest, um auf die gleiche Auszahlung zu kommen wie bei einer einzeln abgeschlossenen BU. Und dies wiederum führt zu einem höheren Beitrag.
  • du dich darauf verlassen musst, dass der Versicherer, der dich gegen Berufsunfähigkeit absichert, zufällig auch der Versicherer ist, der dein Geld am besten, renditeträchtigsten und kostengünstigsten anlegt ‒ was nicht besonders wahrscheinlich ist. Das Absichern von Risiken und das Investieren solltest du darum immer trennen.
  • du einen großen unflexiblen Vertrag hast, durch den du möglicherweise genötigt bist, deine BU-Versicherung bei einer finanziellen Notlage beitragsfrei zu stellen. In diesem Fall hättest du keinen adäquaten Schutz mehr. Hast du die Produkte getrennt abgeschlossen, kannst du einfach deine Rentenversicherung für die Dauer des Engpasses unterbrechen, musst aber nicht deinen Existenzschutz (also die BU-Versicherung) anfassen.

Es gibt mit Sicherheit noch mehr Punkte, die gegen eine Kombination der Berufsunfähigkeitsversicherung mit der Rente sprechen, aber das soll mal reichen.

Vorsicht bei zu hohen Spannen zwischen Netto- und Bruttobeitrag

Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es einen Nettobeitrag (das ist der Zahlbeitrag) und einen Bruttobeitrag (der Tarifbeitrag). 

Das Ganze hat nichts mit Steuern oder dem Brutto und Netto zu tun, das wir von Lohnauszahlungen kennen. Vielmehr ist es so, dass der Versicherer erwirtschaftete Überschüsse mit dem Bruttobeitrag verrechnet und dadurch der niedrigere Nettobeitrag entsteht, den du als Versicherter wirklich zahlen musst.

Bei der Auswahl deiner Berufsunfähigkeitsversicherung solltest du darauf achten, dass die Spanne zwischen Netto- und Bruttobeitrag nicht zu hoch ist. Das könnte nämlich ein Zeichen dafür sein, dass der Anbieter eventuell etwas zu „optimistisch“ mit Überschüssen kalkuliert.

Liegt der Bruttobeitrag 100 Prozent oder mehr über dem Nettobeitrag, ist äußerste Vorsicht geboten. Wir achten in unseren Beratungen darauf, dass der Bruttobeitrag in der Regel nicht mehr als 50 Prozent über dem Nettobeitrag liegt.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Psychotherapie oder Vorerkrankungen ‒ was tun?

Ob Operationen, Knochenbrüche oder Krankheiten ‒ bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung können Vorerkrankungen die Aufnahme tatsächlich erschweren oder sogar unmöglich machen. 

Besonders gilt das für psychische Vorerkrankungen. Bei einer angeratenen oder laufenden Psychotherapie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, ist so gut wie unmöglich. Das zeigen leider unsere Erfahrungen mit der Berufsunfähigkeitsversicherung. Das gilt übrigens auch für andere laufende Behandlungen wie etwa Physiotherapie. 

Liegt die psychotherapeutische Behandlung schon einige Zeit zurück, kann wie bei allen anderen Vorerkrankungen eine anonyme Risikovorabanfrage helfen. Darüber lässt sich ermitteln, ob dich ein Versicherer aufnehmen würde oder nicht. Alternativ kann ggf. auch eine andere Form der Arbeitskraftabsicherung für dich sinnvoll sein. Darüber sprechen wir weiter unten.

Eine anonyme Risikovorabanfrage stellen: So geht’s

Im Zweifel solltest du immer gemeinsam mit deinem Berater eine sogenannte anonyme Risikovorabanfrage bei mehreren Gesellschaften stellen, um vorab die Versicherbarkeit zu prüfen. 

Damit läufst du nicht Gefahr, eine offizielle Ablehnung zu erhalten, nur weil du „zum Test“ einen Antrag gestellt hast. Sowas kann nämlich böse enden, da die meisten Versicherer Ablehnungen zentral im Hinweis- und Informationssystem (HIS) speichern lassen, auf das alle Versicherer Zugriff haben. 

Wenn du einmal abgelehnt wurdest, ist es nahezu unmöglich, bei einem anderen Versicherer eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen. Aus diesem Grund ist eine anonyme Risikovorabanfrage enorm wichtig, falls du nicht mehr topfit bist und eine Versicherbarkeit fraglich ist. Sprich uns in unserer kostenlosen Online-Beratung gerne darauf an!

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Anonyme Risikovorabanfrage – was das ist und wie es funktioniert

Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen

Viele fragen sich, ob sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung auch ohne Gesundheitsfragen abschließen können. Das ist verständlich, aber nein, eine Berufsunfähigkeitsversicherung kannst du nur mit Gesundheitsfragen abschließen. 

In unserer kostenlosen Online-Beratung prüfen unsere BU-Experten deshalb im Vorfeld deinen Gesundheitszustand wie oben erklärt anonym bei verschiedenen Versicherern. So hast du die auch mit eventuellen Vorerkrankungen die bestmögliche Chance auf Versicherungsschutz oder wir empfehlen dir gute Alternativen.

Manchmal kann man auch mit nur wenigen oder sehr einfachen Gesundheitsfragen eine Berufsunfähigkeitsversicherung über den Arbeitgeber abschließen. Davon raten wir allerdings ab, da die Leistungen meist limitiert sind und die Laufzeit oft nicht bis zum Alter von 67 Jahren geht. Zudem verlierst du einen möglichen Beitragsvorteil, wenn du den Arbeitgeber wechselst. Eine BU sollte immer möglichst unabhängig und frei von „anderen Parteien“ abgeschlossen werden.

BU-Versicherungsvertrag: Welche Klauseln sind noch wichtig?

Jetzt gehen wir in die Details. Denn neben den bereits erwähnten Punkten gibt es noch weitere spezielle Vertragsbausteine. Wir erklären dir, worauf du noch achten solltest, wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt.

Vereinbare eine Beitragsdynamik

Wenn du heute eine Berufsunfähigkeitsrente in Höhe von 2.000 € versicherst, dann hat diese in 15 Jahren aufgrund der Inflation nicht mehr die gleiche Kaufkraft wie jetzt. Deshalb ist es wichtig, dass du eine sogenannte Beitragsdynamik in deinen Vertrag einbaust, welche die Inflation ausgleicht.

Durch die Beitragsdynamik erhöhen sich die versicherte Berufsunfähigkeitsrente und entsprechend auch dein Beitrag um den vereinbarten Prozentsatz. In der Regel sind zwei bis drei Prozent sinnvoll, um die Inflation gut auszugleichen.

Du musst diese Beitragsdynamik nicht jedes Jahr mitmachen und kannst zum Beispiel auch mal ein Jahr aussetzen. Kläre dann aber vorher, ob dein Versicherer die Dynamik nicht ab einem bestimmten Punkt komplett aus dem Vertrag entfernt.

Nutze die Vorteile der Leistungsdynamik

Die Leistungsdynamik funktioniert ähnlich wie die Beitragsdynamik. Allerdings bezieht sie sich bei der Berufsunfähigkeitsversicherung auf die Auszahlung der vereinbarten BU-Rente.

Hast du zum Beispiel eine Leistungsdynamik von einem Prozent vereinbart, erhöht sich die ausgezahlte BU-Rente jedes Jahr um ein Prozent. Das dient ebenfalls dem Inflationsausgleich.

Anders als die Beitragsdynamik kostet die Leistungsdynamik etwas. Je höher der gewählte Prozentsatz, desto höher auch dein Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Das ergibt Sinn, da die Leistungsdynamik ja nichts anderes ist als eine garantierte Erhöhung deiner BU-Rente im Leistungsfall.

Achte auf Nachversicherungsgarantien

Unser Leben ist von Veränderungen geprägt. Darum gibt es bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung in der Regel sogenannte Nachversicherungsgarantien. Mit ihnen kannst du die Höhe deiner Berufsunfähigkeitsrente nach oben anpassen, ohne dass der Versicherer dir erneut Gesundheitsfragen stellt.

Informiere dich also beim Abschluss deiner BU-Versicherung über diese Nachversicherungsgarantien, damit du diese später ggf. auch nutzen kannst. Versicherer unterscheiden zwischen anlassbezogenen und nicht-anlassbezogenen Garantien. Hier einige Beispiele, was du dir darunter vorstellen kannst:

Nachversicherungsgarantie berufsunfähigkeitsversicherung bu - Berufsunfähigkeitsversicherung: sinnvoll oder sinnlos?

Anlassbezogene Nachversicherungsgarantien:

  • Heirat
  • Geburt eines Kindes
  • Hauskauf
  • Abschluss des Studiums
  • größere Gehaltserhöhung
  • Scheidung
  • Wechsel in Selbstständigkeit

Nicht-anlassbezogene Nachversicherungsgarantien:

  • Erhöhung der BU-Rente, zum Beispiel nach dem 6. und 10. Versicherungsjahr

Nachversicherungsgarantien, vor allem die nicht-anlassbezogenen, unterscheiden sich von Versicherer zu Versicherer. Hab dabei auch immer die Fristen im Blick, innerhalb derer du eine anlassbezogene Nachversicherungsgarantie nutzen kannst (meist innerhalb sechs  Monaten nach Eintreten des Ereignisses). Oft gibt es für die BU-Rente auch Erhöhungsgrenzen.

Verzichte auf die sogenannte „abstrakte Verweisung“

Die „abstrakte Verweisung“ ist ein Begriff, der vielen – sofern sie etwas damit anfangen können – große Sorgen bereitet. Er besagt nämlich, dass du trotz Berufsunfähigkeit im versicherten Beruf noch in einen anderen Beruf verwiesen werden kannst. 

So etwas war früher bei vielen Versicherern üblich. Heute verzichtet aber jeder gute Versicherer auf die abstrakte Verweisung – das sollte also ein wichtiges Entscheidungskriterium für dich sein.

Wähle eine Laufzeit bis zum Renteneintrittsalter

Wir haben es oben schon einmal erklärt, aber weil es so wichtig ist, wiederholen wir hier noch einmal: Die Versicherungs- und Leistungsdauer deiner Berufsunfähigkeitsversicherung solltest du unbedingt bis zum aktuellen Renteneintrittsalter beantragen. Erspare dir das Risiko, wegen etwas günstigerer Berufsunfähigkeitsversicherungs-Kosten am Ende in eine Versorgungslücke zu rutschen, die richtig teuer werden kann.

Achte auf den Prognosezeitraum und rückwirkende Leistungen

Wir haben oben schon von dem sogenannten „fingierten Prognosezeitraum“ erzählt. Dieser sollte beim Versicherer deiner Wahl möglichst kurz sein. Der Prognosezeitraum beschreibt die Dauer, für die du voraussichtlich mindestens berufsunfähig sein wirst. Er sollte bei sechs Monaten liegen, nicht länger. Denn je länger dieser Zeitraum, desto schwieriger wird es für dich, an deine BU-Rente zu kommen.

Außerdem wichtig: Dein BU-Versicherer muss die Leistungen rückwirkend zum ersten Tag der Berufsunfähigkeit gewährleisten. Natürlich dauert die Prüfung einer Berufsunfähigkeit eine gewisse Zeit. Sobald diese aber feststeht, solltest du deine BU-Rente auch rückwirkend ausgezahlt kriegen.

Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvolle Alternativen

Du hast es schon gelesen: Nicht jeder kann eine BU-Versicherung abschließen. Vielleicht sind die Beiträge für die Berufsgruppe zu hoch oder es bestehen bereits zu viele Vorerkrankungen. 

In solchen Fällen ist es sinnvoll, sich mit einer Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung zu beschäftigen, um seine Existenz abzusichern. Neben einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder einer Körperschutzpolice ist eine weitere Möglichkeit die Grundfähigkeitsversicherung. Was das ist, erfährst du in unserem Blogartikel zur Grundfähigkeitsversicherung oder in diesem Video:


gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw== - Berufsunfähigkeitsversicherung: sinnvoll oder sinnlos?

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BU: Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung: die Grundfähigkeitsversicherung

Wo solltest du eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

Wenn du bis hierher gelesen hast, ist dir sicherlich klar, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung ein sehr komplexes Versicherungsprodukt ist.

Die passende Berufsunfähigkeitsversicherung über Check24 und Co. mit nur wenigen Klicks anzuschließen, ist daher keine gute Idee. Dazu gibt es zu viele Fallstricke ‒ wie etwa die Gesundheitsfragen, die viele zu nachlässig beantworten, was dann dazu führen kann, dass der Versicherer am Ende (zu Recht) nicht zahlt.

Es ist also sinnvoll, sich zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung einen kompetenten Versicherungsmakler zu suchen, dem du vertraust, und der so arbeitet, wie du dir das vorstellst. 

Solltest du noch auf der Suche nach einem Experten sein, kannst du sehr gerne eine kostenlose Online-Beratung bei uns buchen (sofern aktuell Termine frei sind). Bei uns kannst du sicher sein, dass wir auf alle in diesem Artikel genannten Punkte eingehen werden.

Was Kunden über unsere Online-Beratung sagen

Wir können dir den ganzen Tag erzählen, wie toll wir sind, aber aussagekräftiger wird es wohl, wenn wir unsere bisherigen Kunden zu Wort kommen lassen.

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