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In diesem kurzen Blogartikel wollen wir die die Frage beantworten, ob ein Berufswechsel bei der Berufsunfähigkeitsversicherung angezeigt werden muss.

Berufseinstufung spielt große Rolle

Der Beruf spielt bei der Berufsunfähigkeitsversicherung eine große Rolle, da dieser maßgeblich den Beitrag beeinflusst.

Tatsächlich wird bei Antragsstellung mittlerweile häufig nicht mehr nur nach dem Beruf gefragt, sondern es spielen weitere Faktoren eine Rolle für die Beitragsberechnung. Das kann z.B. der Anteil an Bürotätigkeit, der Anteil an körperlicher Tätigkeit, der Anteil an Reisetätigkeit und der höchste Bildungsabschluss sein. All diese Faktoren können sich über die Zeit ändern und du stellst dir womöglich die Frage, ob du Änderungen deiner Versicherung mitteilen musst.

Beachte: Der Beruf spielt weiterhin die größte Rolle bei der Beitragsberechnung.

Keine Meldepflicht bei guten Bedingungswerken

Bei heutigen, guten Bedingungswerken muss ein Berufswechsel bzw. Änderungen der Tätigkeit dem Versicherer nicht gemeldet werden. Im Leistungsfall wird gefragt, was für einen Beruf du zuletzt ausgeübt hast. Und genau dieser zuletzt ausgeübte Beruf ist relevant für eine Leistung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung. Immer.

Damit es im Leistungsfall keine Probleme gibt ist es wichtig, dass du deine Tätigkeit bei Antragsstellung wirklich korrekt angibst.

Meldepflicht bei älteren, schlechten Bedingungswerken möglich

Tatsächlich gibt es noch ältere, schlechte Bedingungswerke bei denen es deine Pflicht ist den Berufswechsel anzuzeigen. Falls du einen älteren Vertrag hast bzw. dir nicht sicher bist, ob dein Vertrag ein gutes Bedingungswerk hat, empfehlen wir dir unseren kostenlosen BU-Check. Hierbei wird deine aktuelle Berufsunfähigkeitsversicherung auf Herz und Nieren geprüft.

Zurück zu den guten Bedingungswerken

Selbst, wenn du der Berufsunfähigkeitsversicherung den Berufswechsel meldest, darf es keine Verschlechterung bzw. eine Erhöhung des Beitrags geben. Das heißt konkret, wenn du von einem “günstigen” in einen “teuren” Beruf wechselst, zahlst du weiter den Beitrag vom “günstigen” Beruf, versichert ist jedoch der “teure” Beruf.

Andersherum hast du jedoch keinen Anspruch auf einen günstigeren Beitrag, wenn du von einem aus Sicht des Versicherers gefährlichen in einen weniger gefährlichen Beruf wechselst.

Besserstellung mit 2 Optionen

Bei einem Berufswechsel von einem “teuren” in einen “günstigen” Beruf hast du jedoch trotzdem 2 Optionen.

  1. Du kündigst deinen alten Vertrag und schließt einen neuen Vertrag ab. Das macht natürlich nur Sinn, wenn du kerngesund bist. Ansonsten bekommst du womöglich keinen neuen Vertrag mehr bzw. nur einen Vertrag mit Risikozuschlägen. Doch selbst, wenn du kerngesund bist, musst du durchrechnen, ob der Wechsel finanziell Sinn macht, da ja auch dein Eintrittsalter gestiegen ist. Hol dir in einem solchen Fall am besten einen Profi dazu.
  2. Hierbei handelt es sich um die deutlich bessere Option. Manche Anbieter bieten einen Besserstellungsoption an. Das heißt, wenn du aus einem gefährlichen in einen weniger gefährlichen Beruf wechselst und sich dadurch die Berufsgruppe ändert, bekommst du auch den günstigeren Beitrag. Doch aufgepasst. Es gibt Unterschiede je nach Versicherer. Manchmal ist eine solche Option nur in den ersten Vertragsjahren möglich und hin und wieder erfordert das Ganze eine erneute Gesundheitsprüfung.

Achte auf eine gute Besserstellungsoption

In gewissen Konstellationen solltest du bei Vertragsabschluss auf eine gut ausgestaltete Besserstellungsoption achten. Zum Beispiel, wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits als Schüler abschließt und anschließend studieren möchtest. Gewisse Studiengänge bieten eine noch bessere Berufsgruppe als die eines Schülers. Ein anderes Beispiel ist der Abschluss als Handwerker mit dem Ziel noch eine kaufmännische Weiterbildung zu machen. Dann kannst du mit einer guten Besserstellungsoption in Zukunft die günstigere kaufmännische Berufsgruppe bekommen.

Fazit

Ein Berufswechsel muss der Berufsunfähigkeitsversicherung bei einem guten Bedingungswerk nicht mitgeteilt werden.

Im Leistungsfall ist stets die zuletzt ausgeübte Tätigkeit relevant.

Verträge mit einer Besserstellungsoption ermöglichen eine Beitragssenkung bei einem Wechsel von einem “teuren” in einen “günstigen” Beruf.

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