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Anwartschaft private Krankenversicherung – sinnvoll?

Aktualisiert am 18. März 2026

Bist du aktuell gesetzlich krankenversichert oder hast als Beamter oder Soldat Anspruch auf freie Heilfürsorge? Dann möchtest du dir möglicherweise die Option offenhalten, später in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln. Gerade für Beamte und Soldaten ist die PKV oft die beste Option, denn nur sie ermöglicht eine optimale Anpassung an die Beihilfe des Dienstherrn. Mit der Anwartschaft für die private Krankenversicherung sicherst du dir bereits heute deinen zukünftigen Status als Privatpatient.

💡 Wichtige Infos auf einen Blick

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Warum ist die Anwartschaft für die private Krankenversicherung so wichtig?

Um die Bedeutung der Anwartschaft für die private Krankenversicherung besser zu verstehen, sollte dir einer der bedeutendsten Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung geläufig sein.

Während es in der gesetzlichen Krankenversicherung also keinen Anlass gibt, deinen Gesundheitszustand „einzufrieren“, besteht dieser bei der PKV umso mehr.

PKV Anwartschaft: Unterschiede je nach Berufsgruppen

Und der Haken dabei: Du weißt in vielen Fällen nicht, ob und wann du in die private Krankenversicherung (zurück-)wechseln wirst.

Das gilt gerade bei Angestellten und Selbstständigen, denn Beamte und Soldaten wissen regelmäßig, wann sie eine private Krankenversicherung benötigen. Denn dieser Fall tritt ein, sobald die Versetzung in den Ruhestand (Achtung: Auch wegen Dienstunfähigkeit) erfolgt ist.

Funktionsweise einer Anwartschaftsversicherung für die PKV

Egal ob angestellt, verbeamtet oder selbstständig, eine Anwartschaft für die private Krankenversicherung funktioniert im Grundsatz immer nach demselben Prinzip.

Sie „konserviert“ deine heutigen Alters- und Gesundheitsdaten. Möchtest du später in die PKV eintreten, nimmt der Versicherer nicht die tatsächlichen, sondern die damals „konservierten“ Werte zur Hand. Krankheiten und Unfälle, die in der Zwischenzeit dazugekommen sind, spielen keine Rolle mehr.

Unterschied große und kleine Anwartschaft

Versicherer unterscheiden zwischen der großen und der kleinen Anwartschaft. Die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede im kurzen Überblick:

MerkmalKleine AnwartschaftGroße Anwartschaft
Gesundheitszustandeingefroreneingefroren
Eintrittsalternicht eingefroreneingefroren
Alterungsrückstellungennicht aufgebautweiter aufgebaut
Beitrag bei Wiederaufnahmenach aktuellem Alternach ursprünglichem Alter
Kosten während der Anwartschaft5 bis 10% des ursprünglichen PKV-Beitrags25 bis 45% des ursprünglichen PKV-Beitrags
Formales Alter bei Wiedereintritt (z.B. für Beitragsberechnung)Alter zu Beginn der Anwartschaft (bereits gezahlte Alterungs­rückstellungen werden beitrags­mindernd angerechnet)ursprüngliches Eintrittsalter
Für wen besonders geeignet?Personen mit voraussichtlicher Rückkehr in die PKVPersonen mit sicherer Rückkehr in die PKV

Gesundheitsprüfung bei Beantragung der Anwartschaft

Unabhängig davon, ob du eine große oder kleine Anwartschaftsversicherung abschließen möchtest, findet eine normale Gesundheitsprüfung statt. Also die gleiche Gesundheitsprüfung, wie sie bei Beantragung einer PKV stattfinden würde

Das ist aber auch logisch, da dieser Gesundheitszustand für die Versicherung bei Aktivierung der Anwartschaft bindend ist. Eine PKV ohne Gesundheitsfragen gibt es bis auf wenige Ausnahmen übrigens nicht.

Ablehnung einer Anwartschaftsversicherung ist möglich

Demnach ist es auch möglich, dass du aufgrund von Vorerkrankungen keine Anwartschaftsversicherung abschließen kannst und dadurch auch nicht in die PKV wechseln kannst. Zumindest nicht zum aktuellen Zeitpunkt.

Beispielsweise kannst du bei einer schweren psychischen Vorerkrankung, welche 3 Jahre zurückliegt, weder eine Anwartschaft noch eine normale PKV abschließen. Wenn du jedoch 2 Jahre wartest, kannst du beides abschließen, da der Abfragezeitraum bei einigen Versicherungen nur 5 Jahre beträgt.

Neben der Ablehnung der Anwartschaft ist es auch möglich, dass bereits hier Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse vereinbart werden.

Du musst dann zwar keinen Risikozuschlag auf den Anwartschaftsbeitrag zahlen, jedoch wird zum Beispiel vereinbart, dass bei Aktivierung der Anwartschaft aufgrund der Diagnose XYZ ein Risikozuschlag von 10% zu zahlen ist oder im Falle eines Leistungsausschlusses bei Aktivierung der Anwartschaft Diagnose XYZ vom Versicherungsschutz ausgeschlossen ist.

Große Anwartschaft ist insbesondere für Heilfürsorgeberechtigte sinnvoll

Je älter du beim Abschluss der privaten Krankenversicherung bist, desto wichtiger ist dein Lebensalter auch für den Versicherer – sprich: Es beeinflusst den Beitrag stärker.

Gerade Beamte, die über 20, 30 oder sogar 40 Jahre freie Heilfürsorge erhalten, etwa im Polizeidienst, sollten sich daher für die große Anwartschaft entscheiden.

Musst du aber voraussichtlich nur wenige Jahre überbrücken, beispielsweise dein Studium oder die Anlaufphase der Selbstständigkeit, reicht oft auch die kleine Anwartschaft aus.

Große Anwartschaft ist deutlich teurer

Logischerweise ist die große Anwartschaft auch deutlich teurer als die kleine Anwartschaft.

Denn wenn du zum Beispiel bereits mit 20 Jahren eine große Anwartschaft abschließt und diese mit 62 Jahren aktivierst, zahlst du mit 62 Jahren einen Beitrag, als ob du mit 20 Jahren in die PKV eingetreten bist. Dieser ist natürlich sehr viel geringer als der Beitrag für einen 62-Jährigen.

Auch bei einem temporären Rückwechsel in die GKV kann eine große Anwartschaftsversicherung sinnvoll sein, da hier keine Alterungsrückstellungen verloren gehen.

In unserer unabhängigen Beratung zur privaten Krankenversicherung gehen unsere speziell für Beamte ausgebildeten Experten übrigens ausführlich auf diese Besonderheiten ein.

Anwartschaft private Krankenversicherung Kosten

Wie bereits erwähnt, ist eine große Anwartschaft deutlich teurer als eine kleine Anwartschaft. Das liegt daran, dass beide Varianten unterschiedliche Leistungen sichern

Kleine Anwartschaft PKV Kosten

Die kleine Anwartschaft kostet in der Regel etwa 5 bis 10% deines ursprünglichen PKV-Beitrags und liegt häufig unter 20 Euro pro Monat.

Sie friert deinen aktuellen Gesundheitszustand ein, sodass bei einer späteren Rückkehr in die PKV keine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich ist.

Allerdings wird dein Eintrittsalter nicht gesichert, und es werden während dieser Zeit keine Altersrückstellungen aufgebaut. Dadurch kann dein Beitrag bei der späteren Wiederaufnahme höher ausfallen – entsprechend deinem dann erreichten Alter. Die zuvor aufgebauten Alterungsrückstellungen werden dir dabei in Form von Beitragsrabatten angerechnet.

Diese Variante eignet sich vor allem bei kürzeren Unterbrechungen, zum Beispiel während eines Auslandsaufenthalts oder einer vorübergehenden Phase außerhalb der PKV.

Große Anwartschaft PKV Kosten

Die große Anwartschaft ist mit etwa 25 bis 45% des ursprünglichen Beitrags deutlich teurer, bietet dafür aber auch mehr Sicherheit. 

Neben deinem Gesundheitszustand wird auch dein ursprüngliches Eintrittsalter eingefroren, und deine Altersrückstellungen bleiben erhalten. Während der Dauer der Anwartschaft werden weiter Altersrückstellungen aufgebaut. Dadurch kannst du später zu denselben günstigen Konditionen in deine private Krankenversicherung zurückkehren, als hättest du sie nie verlassen.

Die große Anwartschaft ist daher vor allem dann sinnvoll, wenn du die PKV für einen längeren Zeitraum unterbrichst oder vorübergehend in die gesetzliche Krankenversicherung wechselst und dir die Option auf eine spätere Rückkehr zu den bisherigen Konditionen sichern möchtest.

Die genaue Höhe der Kosten hängt letztlich immer von deinem Versicherer und deinem ursprünglichen Tarif ab.

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Die „klassischen“ Anwendungsfälle einer Anwartschaft für die private Krankenversicherung

Die Anwendungsfälle einer Anwartschaft auf die private Krankenversicherung sind grundsätzlich unbegrenzt. Klar ist aber, dass sich in der Praxis immer bestimmte „Klassiker“ herauskristallisieren. Dazu gehören zum Beispiel:

Schauen wir uns einige dieser Szenarien und was es hier zu beachten gibt einmal etwas genauer an.

PKV Anwartschaft für Beamte und Soldaten mit Anspruch auf Heilfürsorge

Bestimmte Beamtengruppen (Polizisten, Feuerwehrleute) sowie Soldaten erhalten bei vielen Dienstherren während des aktiven Dienstes freie Heilfürsorge. Der Dienstherr, zum Beispiel der Freistaat Bayern, kommt für alle anfallenden Behandlungskosten auf. Du benötigst keine Kranken-, sondern nur eine Pflegepflichtversicherung.

Endet der aktive Dienst, meist durch Versetzung in den Ruhestand, fällt auch die Heilfürsorge weg. Von diesem Zeitpunkt an brauchst du eine private Krankenversicherung, denn nur sie ergänzt den Anspruch auf Beihilfe optimal. Daher wird die private Krankenversicherung für Beamte oft auch Restkostenversicherung genannt.

Mit der Anwartschaft für die private Krankenversicherung stellst du sicher, dass du den entsprechenden Versicherungsschutz auch tatsächlich bekommst. Ohne Anwartschaftsversicherung kann es passieren, dass Krankheiten, die in den letzten Jahren oder Jahrzehnten aufgetreten sind, dazu führen, dass du keine private Krankenversicherung (mehr) bekommen kannst. Alternativ nimmt dich der Versicherer nur mit hohen Risikozuschlägen auf oder schließt einzelne Leistungen aus.

Die genannten Berufsgruppen schließen also eine aktive Pflegepflichtversicherung und eine Anwartschaft für die spätere Krankenversicherung ab.

Anwartschaft private Krankenversicherung bei einem vorübergehenden „Rückwechsel“ in die gesetzliche Krankenversicherung

Dieser Fall kann u.a. eintreten, wenn du

In beiden Fällen bist du nicht mehr berechtigt, eine private Krankenversicherung abzuschließen bzw. in dieser zu verbleiben.

Du weißt aber bereits oder strebst an, in einigen Jahren wieder in den Genuss der bestmöglichen medizinischen Versorgung zu kommen. Mit der Anwartschaft für die private Krankenversicherung hältst du dir dieses „Türchen“ offen. In anderen Worten kannst du deine private Krankenversicherung ruhen lassen.

Pflegeversicherung mit Anwartschaft

Anders als bei Heilfürsorgeberechtigten bezieht sich die Anwartschaft hier grundsätzlich sowohl auf die Kranken- als auch auf die Pflegeversicherung.

Du kannst zwar auf die Anwartschaft für die Pflegeversicherung verzichten, was jedoch wenig sinnvoll ist, da du diese auf jeden Fall benötigst, wenn du wieder zurück in die PKV wechseln willst. Ohne Anwartschaft kann die erforderliche Gesundheitsprüfung zu einem hohen Risikozuschlag führen.

PKV Anwartschaft bei Überbrückung einer Phase der Arbeitslosigkeit

Auch für die Überbrückung einer Arbeitslosigkeit kann die Anwartschaft auf eine private Krankenversicherung sinnvoll sein. Dabei ist allerdings zwischen Arbeitslosengeld 1 und Bürgergeld zu unterscheiden.

Arbeitslosengeld 1

Beziehst du Arbeitslosengeld 1, musst du grundsätzlich in die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung wechseln. Dies gilt nur dann nicht, wenn du während der letzten 5 Jahre vor deiner Arbeitslosigkeit bereits privat krankenversichert warst. In solchen Fällen kannst du frei entscheiden, ob du in der PKV bleibst oder in die GKV wechselst.

Solltest du jedoch 55 Jahre oder älter sein, kannst du bei Arbeitslosigkeit in keinem Fall mehr in die GKV wechseln.

Bürgergeld (ehemals Hartz 4)

Bezieher von Bürgergeld bleiben in ihrer bisherigen (gesetzlichen oder privaten) Krankenversicherung. Während die Agentur für Arbeit den Beitrag zur GKV vollständig übernimmt, zahlt sie zur privaten Krankenversicherung lediglich einen Zuschuss.

Der Zweck der Anwartschaft liegt hier mehr oder weniger auf der Hand. Denn sie ermöglicht dir, nach dem Ende der Arbeitslosigkeit wieder in die private Kranken- und Pflegeversicherung einzutreten. Deine private Krankenversicherung ruht während dieser Zeit und wird später wieder aktiviert.

Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitslosigkeit und private Krankenversicherung findest du im verlinkten Artikel.

Sonderfall: Optionstarif statt Anwartschaftsversicherung

Neben der klassischen Anwartschaftsversicherung bieten viele PKV-Versicherer auch sogenannte Optionstarife an. Diese funktionieren ähnlich wie eine kleine Anwartschaftsversicherung, sichern also deinen Gesundheitszustand und bieten dir dadurch die Möglichkeit, später ohne Probleme in die private Krankenversicherung zu wechseln.

Solche Optionstarife richten sich an gesetzlich versicherte Arbeitnehmer, Selbstständige und Studenten, welche in der Zukunft in die PKV wechseln wollen. 

Für meist unter 10 Euro pro Monat hast du die Möglichkeit, für zum Beispiel bis zu 10 Jahre nach Abschluss in die PKV zu wechseln (Verlängerung ist meist möglich). Anschließend endet der Tarif. Falls du nicht mehr in die PKV wechseln möchtest, kannst du den Tarif auch frühzeitig kündigen.

Auch bei Optionstarifen gibt es eine vollumfängliche Gesundheitsprüfung.

In Einzelfällen kann es auch Sinn machen, einen Optionstarif neben einer Krankenvollversicherung abzuschließen. Nämlich dann, wenn du dich nicht zwischen zwei Versicherern entscheiden kannst. Durch den Optionstarif hast du die Möglichkeit, ohne erneute Gesundheitsprüfung den Versicherer zu wechseln, wenn du nicht zufrieden bist.

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Welche Fristen gelten bei der Anwartschaftsversicherung in der PKV?

Fristen für den Antrag auf Anwartschaft

Eine Anwartschaft solltest du möglichst zeitnah beantragen, auch wenn der formale Aufwand in der Regel gering ist. Hintergrund ist, dass du den Wegfall deiner bisherigen PKV oft nicht frühzeitig planen kannst. In vielen Fällen ist sogar eine rückwirkende Beantragung möglich. Dafür musst du allerdings nachweisen können, ab wann zum Beispiel Versicherungspflicht in der GKV eingetreten ist. Ab genau diesem Zeitpunkt wird dein PKV-Vertrag dann auf Anwartschaft umgestellt.

Fristen für die Reaktivierung deiner PKV

Sobald der Grund für die Anwartschaft entfällt (zum Beispiel wenn deine Pflichtversicherung in der GKV endet), hast du in der Regel 2 Monate Zeit, deine PKV wieder zu aktivieren. Hältst du diese Frist nicht ein, kann der Versicherer verlangen, dass du erneut eine Gesundheitsprüfung durchläufst. Das kann zu Risikozuschlägen oder im schlimmsten Fall sogar zu einer Ablehnung führen.

Frühzeitig Versicherer kontaktieren

Wenn sich abzeichnet, dass es sinnvoll ist, deinen PKV-Vertrag ruhen zu lassen, solltest du frühzeitig Kontakt mit deinem Versicherer aufnehmen. Häufig findest du auch in deinen Vertragsunterlagen bereits konkrete Informationen zur Anwartschaft – inkl. Kosten, Voraussetzungen und Fristen.

Beispiel zur Anwartschaft für die private Krankenversicherung

Schauen wir uns die praktische Bedeutung der Anwartschaft auf eine private Krankenversicherung abschließend am Beispiel eines 20-jährigen Polizeibeamten an.

Dieser ist bei der Bundespolizei beschäftigt und erhält freie Heilfürsorge. Dieser Anspruch besteht voraussichtlich bis zum vollendeten 62. Lebensjahr, es sei denn, vorher tritt eine Dienstunfähigkeit ein. Der Beamte entscheidet sich mit 20 Jahren für den Abschluss einer großen Anwartschaftsversicherung.

Viele Vorerkrankungen bis zum Ruhestand

Während des aktiven Dienstes kommt es zu mehreren Unfällen, die teilweise bleibende Schäden hinterlassen. Der Beamte ist insbesondere psychischen Belastungen ausgesetzt, die vor allem durch den Schichtdienst eintreten. Mit 45 Jahren wird außerdem Diabetes Typ 2 festgestellt.

Mit 62 Jahren tritt der Polizist in den Ruhestand ein. Ab sofort erhält er Beihilfe und benötigt eine private Krankenversicherung. Durch seine große Anwartschaft stehen ihm die Konditionen zu, die er mit 20 Jahren erhalten hätte. Da damals noch keine Vorerkrankungen bestanden, wird der Beitrag so berechnet, als lägen diese auch heute nicht vor.

Wenn er nur eine kleine Anwartschaft abgeschlossen hätte, würde er zwar aus gesundheitlicher Sicht ohne Probleme in die PKV kommen, müsste aber einen deutlich höheren Beitrag zahlen, da dann das Eintrittsalter 62 und nicht 20 relevant ist.

Große oder kleine Anwartschaft – Was ist besser?

Hier gilt es abzuwägen, ob man während seiner aktiven Dienstzeit einen höheren Beitrag für die große Anwartschaft zahlen möchte, um dann im Alter weniger zu zahlen oder aber, ob man durch eine kleine Anwartschaft während der aktiven Dienstzeit Geld sparen möchte, aber dafür dann im Alter mehr zahlen muss. Eine pauschale Antwort auf die Frage, welche Option besser ist, gibt es nicht.

Kein PKV-Abschluss ohne Anwartschaftsversicherung

Zum Vergleich: Ganz ohne Anwartschaft wäre der Versicherungsbeitrag mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich höher. Ziemlich sicher würde der Versicherer die Aufnahme in die PKV sogar ablehnen, da

Das Beispiel zeigt, wie wichtig die Anwartschaft für die private Krankenversicherung vor allem dann ist, wenn du erst spät in die PKV eintreten wirst. Je sicherer du weißt, dass dieser Fall einmal eintritt, desto bedeutender ist ein entsprechender Tarif für dich.

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Fazit: Ist eine Anwartschaft in der privaten Krankenversicherung sinnvoll?

Wie wir bereits an mehreren Stellen in diesem Artikel erwähnt und anhand des Beispiels im vorherigen Abschnitt konkretisiert haben, ist eine Anwartschaft in der privaten Krankenversicherung sinnvoll.

Mehr noch ist sie für einige Personengruppen ein Must-have. Wenn du als Beamter erst im Ruhestand Anspruch auf Beihilfe hast, weil du während der aktiven Dienstzeit freie Heilfürsorge bekommst, solltest du in jedem Fall eine Anwartschaftsversicherung abschließen, damit der Wechsel in die PKV ohne Probleme erfolgen kann.

Das Gleiche gilt, wenn nur während der Ausbildung Anspruch auf freie Heilfürsorge besteht und der Beihilfeanspruch nach der Ausbildung beginnt.

Du kannst dir merken, dass eine Anwartschaft sinnvoll ist, wenn der Eintritt in die private Krankenversicherung in jedem Fall erfolgen wird.

Aber auch in anderen Konstellationen kann eine Anwartschaft sinnvoll sein. Nämlich dann, wenn du nur temporär (zurück) in die GKV wechselst, aber in jedem Fall in die PKV zurückwechseln willst.

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Was Kunden über unsere Beratung sagen

Häufig gestellte Fragen

Ob du von einer kleinen in eine große Anwartschaft wechseln kannst, hängt immer von deinem individuellen Fall ab. Wenn du aktuell gesetzlich krankenversichert bist, ist ein solcher Wechsel bei den meisten Versicherern in der Regel problemlos möglich. Der Grund: Sowohl bei der kleinen als auch bei der großen Anwartschaft wird normalerweise auf eine erneute Gesundheitsprüfung verzichtet – sie sind also in dieser Hinsicht vergleichbar. Wichtig ist aber: Voraussetzung für den Wechsel ist, dass bei dir weiterhin eine Versicherungspflicht in der GKV besteht.

Nein, das ist in der Regel bei den meisten Krankenversicherern nicht möglich. Eine Alternative kann in diesem Fall ein sogenannter Optionstarif sein.

Eine Anwartschaft lohnt sich für dich vor allem dann, wenn du als Beamter oder Beamtin mit Heilfürsorge später in den Ruhestand gehst. Denn ab diesem Zeitpunkt übernimmt dein Dienstherr die Kosten nicht mehr über die Heilfürsorge, sondern du erhältst Beihilfe – und musst dich dann selbst privat absichern.

Besonders häufig betrifft das zum Beispiel Polizisten oder Justizvollzugsbeamte. Während du noch Anspruch auf Heilfürsorge hast, wird deine PKV in Form einer Anwartschaft „geparkt“.

Gerade eine große Anwartschaft kann hier sinnvoll sein: Dein ursprüngliches Eintrittsalter bleibt erhalten und es werden weiterhin Alterungsrückstellungen aufgebaut. Beides sorgt später für deutlich günstigere Beiträge.

Wenn du dann in Pension gehst, kannst du deine PKV wieder aktivieren – und profitierst von den angesammelten Rückstellungen sowie einem vergleichsweise niedrigen Beitrag.

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