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Private Krankenversicherung für Studenten – sinnvoll?

Aktualisiert am 17. April 2026

Als Studentin oder Student startest du gewissermaßen deine berufliche Laufbahn. Daher kannst du auch selbst entscheiden, ob du dich gesetzlich oder privat krankenversicherst. Auch die kostenlose Familienversicherung über deine Eltern ist im Studium weiterhin möglich, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. In vielen Fällen ist aber auch eine private Krankenversicherung (PKV) für Studenten sinnvoll, denn sie bietet dir maximale Flexibilität bei der Auswahl der einzelnen Leistungen.

💡 Wichtige Infos auf einen Blick

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Wann kannst du dich als Student privat krankenversichern?

Grundsätzlich gilt auch für Studierende die allgemeine Krankenversicherungspflicht.

Bereits bei der Einschreibung musst du daher der FH oder Uni nachweisen, dass ein entsprechender Schutz besteht. Dabei bist du zunächst in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig.

Du kannst aber innerhalb der ersten 3 Monate auf Antrag in die private Krankenversicherung für Studenten wechseln oder aber in der privaten Krankenversicherung bleiben, wenn du dort bereits vor dem Studium versichert warst.

Krankenversicherungsstatus ist während des gesamten Studiums bindend

Dabei gilt allgemein: Der Status, für den du dich zu Beginn des Studiums entscheidest, bleibt gewissermaßen „fix“, bis dein Studium beendet oder abgebrochen wurde

Du kannst deine Entscheidung also nur in wenigen Ausnahmefällen rückgängig machen, solange du studierst.

Ausgangslage ist immer dein Versicherungsstatus vor dem Studium:

Schauen wir uns dazu einmal an, was es im Hinblick auf die private Krankenversicherung für Studenten zu beachten gibt.

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Familienversicherung über die Eltern während dem Studium

Sind deine Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert oder trifft dies zumindest auf die Hauptverdienerin oder den Hauptverdiener zu, kannst du auch im Studium die kostenlose Familienversicherung nutzen. Du bist dann ebenfalls gesetzlich krankenversichert, zahlst aber keine eigenen Beiträge.

In der Familienversicherung kannst du grundsätzlich maximal bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bleiben (Ausnahmen gelten u.a. bei einem freiwilligen Wehrdienst oder einem anerkannten Freiwilligendienst). 

Außerdem darf dein Einkommen eine bestimmte Höchstgrenze nicht überschreiten. Im Jahr 2026 liegt dieser Betrag bei 565 Euro bzw. 603 Euro bei Minijobs.

💡 Kostenlose Familienversicherung im Studium ist sinnvoll

In den meisten Fällen macht es Sinn, so lange wie möglich die kostenlose Familienversicherung zu nutzen. Denn die private Krankenversicherung für Studenten ist im Gegensatz dazu nicht kostenlos und in der Regel haben Studenten nicht viel Geld.

Mehrere Wechselmöglichkeiten

Dennoch hast du als familienversicherter Student die Möglichkeit, dich zu Beginn des Studiums von der GKV-Pflicht befreien zu lassen und dich für die PKV zu entscheiden. 

Das Ganze ist unabhängig davon, ob deine Eltern in der PKV versichert sind oder nicht.

2. Möglichkeit zum PKV-Wechsel für Studenten: Wegfall der kostenlosen Familienversicherung

Solltest du dich zu Beginn des Studiums für die kostenlose Familienversicherung entscheiden, hast du bei Wegfall dieser die nächste Möglichkeit, in die PKV zu wechseln.

Ein Wechsel macht dann schon mehr Sinn, da die GKV ab diesem Zeitpunkt ebenfalls nicht mehr kostenlos ist. Im Durchschnitt liegen die Kosten bei 148,09 Euro für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung. Das Ganze nennt sich studentische Krankenversicherung.

Die Berechnung erfolgt anhand des BAföG-Bedarfssatzes in Höhe von 855 Euro (seit 01.08.2024, vorher 812 Euro). Auf diesen wird ein reduzierter Beitragssatz von 70% des allgemeinen Beitragssatzes angewendet (14,6 * 70% = 10,22). Hinzu kommt der volle Zusatzbeitrag, welcher 2026 bei im Durchschnitt 2,9% liegt

Für die Pflegeversicherung fallen mindestens 3,6% an. Kinderlose Studenten über 23 Jahre zahlen 4,2% (855 Euro * (10,22% + 2,9% + 4,2%) = 148,09 Euro).

3. Möglichkeit zum PKV-Wechsel für Studenten: Vollendung des 30. Lebensjahres

Die dritte Wechselmöglichkeit in die PKV besteht zum Ende des Semesters, in dem das 30. Lebensjahr vollendet wird

Denn zu diesem Zeitpunkt fällt man aus der günstigeren studentischen Krankenversicherung. Der Beitrag hängt jetzt vom Einkommen ab, liegt aber bei im Durchschnitt mindestens 278,17 Euro (inkl. Pflegeversicherung). 

Insbesondere ab diesem Zeitpunkt denken viele Langzeitstudenten ernsthaft über die private Krankenversicherung nach, da die Beiträge häufig günstiger als in der GKV sind.

Anders als bei der studentischen Krankenversicherung ist nun nicht mehr der BAföG-Bedarfssatz die Berechnungsgrundlage, sondern die sogenannte Mindestbemessungsgrundlage.

Diese liegt 2026 bei 1.318,33 Euro. Auch gilt nicht mehr der ermäßigte Beitragssatz von 10,22%, sondern der normale Beitragssatz von 14% (nicht 14,6%, weil kein Anspruch auf Krankengeld). Berechnung: 1.318,33 Euro * (14% + 2,9% + 4,2%) = 278,17 Euro.

💡 Gesundheitszustand ist in jungen Jahren am besten

Wenn wir die Kosten außen vor lassen, ist ein früher Wechsel in die PKV sinnvoll, da der Gesundheitszustand dann in der Regel am besten ist. Denn anders als in der GKV gibt es in der PKV keinen Kontrahierungszwang, weshalb bei Beantragung einer privaten Krankenversicherung eine Gesundheitsprüfung notwendig ist, die im schlechtesten Fall eine Ablehnung zur Folge haben kann.

Eigenständige gesetzliche Krankenversicherung

Wenn du vor Beginn des Studiums bereits gesetzlich krankenversicherungspflichtig gewesen bist, kannst du auch während deines Studentenlebens entsprechend versichert bleiben. Gleichzeitig besteht aber auch hier dein Wahlrecht, in die private Krankenversicherung zu wechseln.

Solltest du unter 25 Jahre alt sein, kannst du unter Beachtung der Einkommensgrenzen auch wieder in die kostenlose Familienversicherung wechseln. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn du nach dem Abitur eine Ausbildung absolviert hast, welche eine GKV-Pflicht zur Folge hatte und anschließend ein Studium beginnst.

Wenn du bei Beginn des Studiums älter als 25 Jahre bist, kannst du zunächst die studentische Krankenversicherung nutzen und auch erst bei Wegfall dieser in die private Krankenversicherung wechseln.

Bestehende private Krankenversicherung

Sind die Eltern privat krankenversichert – ein häufiger Fall vor allem bei Beamten – so trifft dies auch auf die Kinder zu. Du wirst mit der Immatrikulation zwar erstmal gesetzlich versicherungspflichtig, kannst dich aber auf Antrag wieder von der Versicherungspflicht befreien lassen. Im Ergebnis bleibt dann alles beim Alten.

Zu beachten ist aber ebenfalls die 25-Jahre-Grenze. Gerade Kinder von Beamten profitieren auch während des Studiums noch von der Beihilfe des Dienstherrn. Diese fällt aber mit dem Kindergeld und damit in aller Regel ebenfalls bei Vollendung des 25. Lebensjahres weg. Hier kann deine private Krankenversicherung gewissermaßen über Nacht sehr viel teurer werden.

Wenn du auch im Studium in der PKV bleibst, kann es schwer werden, später in die gesetzliche Krankenversicherung einzutreten. In der Regel funktioniert das nur, wenn du einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit als Angestellte oder Angestellter nachgehst. Wirst du hingegen Beamter oder machst dich selbstständig, bleibst du versicherungsfrei und damit auch privat krankenversichert.

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Vorteile der privaten Krankenversicherung für Studenten

Die private Krankenversicherung für Studenten ist eine PKV wie jede andere auch

Damit profitierst du auch von den Leistungen und Vorteilen, die private Versicherungsunternehmen im Vergleich zum gesetzlichen Sozialsystem zusätzlich zu bieten haben.

In erster Linie bestimmst du selbst über den Umfang der versicherten Leistungen

Gesetzliche Einschränkungen gibt es nur wenige und ist der Vertrag mit dem Versicherer erstmal geschlossen, stehen dir die vereinbarten Bestandteile der Versicherung zu. Gesetzliche Änderungen, die nur gesetzlich Versicherte betreffen, können dir mehr oder weniger egal sein.

Besondere Leistungen der PKV für Studenten

Besondere Leistungen der privaten Krankenversicherung für Studierende sind beispielsweise:

Weitere Vorteile der PKV für Studenten sind:

Wenn du wissen willst, wie unsere Beratung zur privaten Krankenversicherung abläuft, kannst du dir gerne den verlinkten Artikel durchlesen.

Was kostet eine private Krankenversicherung für Studenten?

Die private Krankenversicherung kostet für Studenten in der Regel etwa 150 Euro pro Monat – zumindest für einen gesunden Studenten Anfang 20 in einem guten Tarif. Basistarife gibt es ab etwa 120 Euro, wohingegen Premiumtarife bereits etwa 250 Euro kosten können.

Eine eindeutige Aussage über die genauen Kosten ist jedoch nicht möglich, da der Beitrag von mehreren Faktoren abhängt, insbesondere vom Eintrittsalter, Gesundheitszustand und den gewählten Leistungen des Tarifs. Je jünger der Student beim Eintritt in die PKV ist, desto geringer sind die Kosten.

Beamtenkinder zahlen in der Regel deutlich weniger als 150 Euro, da sie auch während des Studiums (meist bis zum vollendeten 25. Lebensjahr) beihilfeberechtigt sind und häufig nur 20% privat absichern müssen.

Dass die Beiträge für Studenten im Vergleich zu Angestellten oder Selbstständigen günstiger sind, liegt vor allem an zwei Punkten: Zum einen gibt es spezielle Ausbildungstarife, zum anderen werden in der privaten Krankenversicherung für Studenten in der Regel noch keine Altersrückstellungen gebildet und der gesetzliche Zuschlag fällt ebenfalls noch nicht an.

Studiengang hat keinen Einfluss auf PKV-Kosten

Anders als beispielsweise bei der Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten hat der Studiengang bei der PKV für Studenten keinen Einfluss auf den Beitrag.

Beitragsrückerstattung kann PKV-Kosten senken

Bereits für Studenten gibt es Tarife mit Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit.

Wenn beispielsweise in einem Jahr keine Leistungen eingereicht werden (Vorsorgeuntersuchungen sind in der Regel ausgenommen), erhältst du im Folgejahr einen Teil deiner Vorjahresbeiträge (zum Beispiel 2 Monatsbeiträge) zurück.

Da Studenten in der Regel gesund sind und selten zum Arzt gehen, kann es sinnvoll sein, ein gewisses Augenmerk auf die Beitragsrückerstattung zu legen.

Kosten GKV und PKV für Studenten im Vergleich

SituationGKVPKV
Familienversicherung (Eltern in GKV)
Bis 25 Jahre, kein eigenes Einkommen0 €/Monat
Kostenlose Mitversicherung
~150 €/Monat (teurer)
Studentische Krankenversicherung (GKV)
Ab Wegfall Familienversicherung bis 30 JahreØ 148,09 €/Monat
Basis: BAföG-Satz 855 €, reduzierter Beitrag 10,22 % + 2,9 % + 4,2 % (PV, kinderlos >23 J.)
~150 €/Monat (vergleichbar)
Ab 30 Jahren (Ende studentische KV)
Langzeitstudium / Alter >30Ø mind. 278,17 €/Monat
Basis: Mindestbemessungsgrundlage 1.318,33 €, normaler Beitragssatz 14 % + 2,9 % + 4,2 %
Oft günstiger (Vorteil PKV)
Tarife häufig unter 278 €, je nach Gesundheit

Optionstarif für Studenten

Oftmals macht es aufgrund der Beitragsfreiheit Sinn, im Studium in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben. In einigen Studiengängen ist jedoch nicht unwahrscheinlich, dass das Einkommen direkt nach dem Studium oder zumindest in den ersten Jahren der Anstellung die Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt.

Regelmäßig kommt spätestens dann die Frage auf, ob ein Wechsel in die private Krankenversicherung sinnvoll ist. Nun ist es jedoch so, dass der Gesundheitszustand mit Ende 20 häufig schlechter als mit Anfang 20 bei Beginn des Studiums ist

Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, bereits im Studium einen sogenannten Optionstarif abzuschließen. Dabei handelt es sich um eine Anwartschaftsversicherung, welche dir ermöglicht, später in die private Krankenversicherung zu wechseln

Bei Beantragung des Optionstarifs wird dein Gesundheitszustand geprüft und „eingefroren“, sodass ein späterer Wechsel in die PKV auch bei neu hinzugekommenen Erkrankungen kein Problem ist. Ein Optionstarif kostet in der Regel meist unter 10 Euro pro Monat.

Wie geht es nach dem Studium mit der Krankenversicherung weiter?

Bis hier denkst du dir möglicherweise: „Schön und gut, aber was passiert nach dem Studium mit meiner Krankenversicherung?“. Auch diese Frage möchten wir dir natürlich beantworten, wobei es im Kern zwischen Versicherungspflicht und Versicherungsfreiheit zu unterscheiden gilt

In beiden Szenarien gehen wir davon aus, dass deine Entscheidung bei Immatrikulation auf die private Krankenversicherung für Studenten gefallen ist:

Arbeitslos nach dem Studium

Beachte: Bist du während des Studiums in der privaten Krankenversicherung für Studenten versichert, bleibt dieser Status auch erhalten, wenn du nach dem Studium Bürgergeld beziehst. Die Agentur für Arbeit zahlt dir dann lediglich einen Beitragszuschuss.

Anwartschaftsversicherung bei Rückwechsel in die GKV

Wenn du nach dem Studium erstmal in die gesetzliche Krankenversicherung wechselst, aber schon absehen kannst, dass du später in die PKV gehst, kann eine Anwartschaftsversicherung sinnvoll sein.

Damit sicherst du dir deinen aktuellen Gesundheitszustand (kleine Anwartschaft). Heißt konkret: Beim späteren Wechsel in die PKV musst du keine neue Gesundheitsprüfung mehr machen.

Zusätzlich wird dein Eintrittsalter auf den Zeitpunkt festgeschrieben, zu dem du die Anwartschaft abschließt (große Anwartschaft). Es wird nicht das Eintrittsalter in die PKV festgeschrieben, weil bei Studenten keine Altersrückstellungen aufgebaut werden. Auch die Leistungen werden bereits fixiert.

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Was Kunden über unsere Beratung sagen

Häufig gestellte Fragen

Die eine beste private Krankenversicherung für Studenten gibt es nicht. Welche PKV für dich passt, hängt immer von deiner persönlichen Situation ab – zum Beispiel deinem Gesundheitszustand, deinem Budget und den Leistungen, die dir wichtig sind.

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