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Berufsunfähigkeitsversicherung nur bis 60? Wie lange eine BU laufen sollte!

Aktualisiert am 23. Januar 2025

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung musst du dich neben der passenden Rentenhöhe auch für das richtige Endalter entscheiden. Es gibt an, wie lange deine Police längstens läuft und steht damit auch für das Ende einer möglichen BU-Leistung, solltest du zum entsprechenden Zeitpunkt (noch) berufsunfähig sein. Im Fokus sollte daher die drohende Leistungslücke zwischen Ende der BU-Rente und Beginn der gesetzlichen oder privaten Rente stehen. Warum der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nur bis 60 keinen Sinn macht bzw. sogar ein fataler Fehler sein kann, erfährst du in diesem Experten-Artikel. (60 steht stellvertretend für den Abschluss einer BU-Versicherung mit einer zu kurzen Laufzeit, also auch zum Beispiel bis 55, 63 oder 65.)

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Versicherungen mit Kopf - Bekannt aus

Warum die richtige Festlegung des Endalters in der BU-Versicherung wichtig ist

Kernaufgabe und Zweck der Berufsunfähigkeitsversicherung ist, deinen aktuellen Lebensstandard im Fall einer Berufsunfähigkeit abzusichern. Anders als viele denken, handelt es sich bei ihr also nicht um eine Art „Grundsicherung 2.0“, die lediglich das Existenzminimum abdeckt. Vielmehr soll die BU-Versicherung dafür sorgen, dass du weiterhin so leben kannst, wie es dir mit deinem aktuellen Einkommen möglich ist.

Staatliche Grundsicherung

Ohne Berufsunfähigkeitsversicherung fällst du allerdings auf die staatliche Grundsicherung zurück, sofern du nicht über ein passives Einkommen oder ein großes Vermögen verfügst. Eine Erwerbsminderungsrente wirst du in vielen Fällen trotz Berufsunfähigkeit nicht erhalten und falls doch, wird die Höhe wahrscheinlich nicht ausreichen.

Bevor du allerdings Bürgergeld (früher ALG 2 bzw. Hartz IV) erhalten kannst, musst du deine Ersparnisse nahezu vollständig aufbrauchen und besonders teure Vermögenswerte veräußern. Die Grundsicherung ermöglicht dir also gerade nicht, deinen Lebensstandard aufrechtzuerhalten.

Bei der BU-Versicherung nicht an der falschen Stelle sparen

Die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet dir allerdings genau diese Absicherung, ist dafür aber auch vergleichsweise teuer – sie kostet schnell einen hohen zwei- bis dreistelligen Betrag pro Monat.

Daher solltest du sie auch so abschließen, dass sie deinen Bedarf tatsächlich vollständig deckt. Leistungslücken gilt es zu vermeiden.

💡 Denn: Sparst du an der falschen Stelle, etwa durch den Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung nur bis 60, sind deine monatlichen Beiträge zwar niedriger. Du verzichtest aber auch in den in Bezug auf Berufsunfähigkeit riskantesten Jahren deines Lebens auf eine finanzielle Absicherung.

Warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht nur bis 60 laufen sollte

Du solltest deine Berufsunfähigkeitsversicherung niemals nur bis zum vollendeten 60. Lebensjahr laufen lassen – außer du kannst hier bereits in Rente. In allen anderen Fällen sollte der BU-Vertrag erst mit deinem Renteneintritt enden (in der Regel mit 67), sodass hier ein nahtloser Übergang stattfindet. Doch warum eigentlich?

Grund Nr. 1: Wahrscheinlichkeit für eine Berufsunfähigkeit

Die Wahrscheinlichkeit, berufsunfähig zu werden, ist statistisch gesehen am höchsten im Alter zwischen 48 und 55 Jahren. Mit zunehmendem Alter wird es also immer wahrscheinlicher, dass eine Berufsunfähigkeit eintritt.

Wichtig ist, aus dieser Tatsache nicht die falschen Schlüsse zu ziehen. Denn je früher du berufsunfähig wirst, desto wichtiger ist eine lange Laufzeit der BU-Rente, da du weniger Vermögen aufbauen kannst.

Auch macht es keinen Sinn, eine Berufsunfähigkeitsversicherung erst mit über 40 abzuschließen, da du dann zum einen aufgrund des schlechteren Gesundheitszustands wahrscheinlich keine (bezahlbare) Versicherung mehr bekommst und zum anderen keine Statistik der Welt dir etwas bringt, wenn du bereits deutlich früher berufsunfähig wirst.

Über 50% der BU-Renten werden bis zum Ende der Laufzeit gezahlt

Wie die folgende Statistik des Analysehauses Franke & Bornberg zeigt, liefen im Jahr 2022 53% aller BU-Renten bis zum Ablauf der Leistungsdauer. Hieraus lässt sich ableiten, dass die meisten Menschen bis zum Renteneintritt berufsunfähig waren bzw. im Worst-Case einige Jahre bis zum Renteneintritt ohne Leistung aus der BU-Versicherung überbrücken mussten.

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Beachte dabei: Je jünger du bei Eintritt der Berufsunfähigkeit bist, desto weniger Beiträge hast du bisher in Rentenversicherung, Versorgungswerk oder andere Formen der Altersvorsorge eingezahlt.

Es ist also geradezu entscheidend, dass du die entsprechenden Einzahlungen künftig aus der BU-Rente leisten kannst. Fehlt dir diese Möglichkeit, weil du deine Berufsunfähigkeitsversicherung nur bis 60 oder gar noch kürzer abschließt, stehst du auch im Alter mit einer schlechten Absicherung dar. Um es deutlich zu sagen: Du riskierst in der Altersarmut zu enden.

Grund Nr. 2: BU-Versicherung vs. Sparen, sparen, sparen

Viele Menschen denken, sie könnten eine Absicherungslücke in der Berufsunfähigkeitsversicherung (zum Beispiel zwischen dem vollendeten 60. und dem vollendeten 67. Lebensjahr) durch Ersparnisse schließen. Dies funktioniert allerdings nur unter zwei Voraussetzungen:

  1. Erst Vermögen, dann BU-Laufzeit: Du musst immer davon ausgehen, dass du das notwendige Vermögen vor Eintritt der Berufsunfähigkeit (diese kündigt sich selten Jahre im Voraus an) nicht mehr aufbauen kannst. Bevor du die Laufzeit deiner BU-Versicherung anpasst, sollte daher das notwendige Kapital vorhanden sein.
  2. Inflation beachten: Beachte, dass beispielsweise 100.000 Euro in 30 Jahren deutlich weniger wert sind und berücksichtige die Inflation von durchschnittlich 2% pro Jahr in deiner Kalkulation.

Grundsätzlich ist Vermögensaufbau natürlich eine gute Sache und Vermögenswerte sind auch geeignet, um Absicherungslücken aller Art zu schließen. Du solltest hier nur stets auf Nummer sicher gehen, sprich erst das Vermögen aufbauen und dann deinen „Anker“ namens Berufsunfähigkeitsversicherung anpassen.

Grund Nr. 3: Deine Altersvorsorge

Wenn du nicht mehr arbeitest, zahlst du auch keine Beiträge bzw. Gelder mehr in

ein. Hast du bisher Arbeitgeberanteile erhalten, weil du als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer tätig warst, fällt dieser mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses weg. Du musst dich in Zukunft also selbst um deine Absicherung fürs Alter kümmern.

Auf diesen Fakt weist dich auch die gesetzliche Rentenversicherung in der Renteninformation hin. Denn sie geht bei ihrer Berechnung davon aus, dass du „wie bisher“ weiterhin Beiträge einzahlst.

Kalkuliere Laufzeit und Höhe der BU-Rente daher so, dass du sowohl Rentenbeiträge zahlen als auch Vermögen aufbauen kannst. Auch aus diesem Grund macht es meistens keinen Sinn, die Berufsunfähigkeitsversicherung nur bis 60 Jahre abzuschließen.

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