Die Schweiz steht seit Jahren auf Platz 1 der beliebtesten Auswanderungsziele der Deutschen. Eines der ersten Dinge, die du brauchst, wenn du in die Schweiz auswanderst, ist ein Schweizer Bankkonto. In diesem Experten-Artikel erfährst du, wie und wo du als Deutscher dein Schweizer Bankkonto ganz einfach online eröffnen kannst.

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Welche Probleme kann es bei der Eröffnung eines Schweizer Bankkontos geben?

Auch wenn die Schweiz ein direktes Nachbarland von Deutschland ist und viele Dinge ähnlich sind, kann es bei der Eröffnung eines Schweizer Bankkontos folgende Probleme geben:

Sprache

Die Schweiz ist in 26 Kantone aufgeteilt, in denen 4 verschiedene Landessprachen gesprochen werden (Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch). Rätoromanisch ist für Auswanderer jedoch nicht relevant, da diese Sprache nur im Verkehr mit bündnerromanischsprachigen Einwohnern als Amtssprache gilt.

Nichtsdestotrotz kann es sein, dass bei der Bank in deinem Kanton Französisch oder Italienisch gesprochen wird. Das ist in über 30% der Kantone der Fall. Wenn du diesen beiden Sprachen nicht mächtig bist, kann es zu Problemen kommen. Zwar sprechen viele Schweizer auch Englisch, jedoch ist nicht sicher, ob es die Unterlagen der Bank auf Englisch gibt. Wenn du eine deutsche Kundenbetreuung möchtest, kann es in den französisch- und italienischsprachigen Kantonen noch schwieriger werden, eine passende Bank zu finden.

Geschwindigkeit

Wenn du dich dafür entscheidest dein Konto bei einer traditionellen Bank vor Ort zu eröffnen, kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Die durchschnittliche Wartezeit vom Termin bis zur Eröffnung des Kontos liegt zwischen einer Woche und einem Monat. Weitere Wartezeiten, bis die Bankkarte bei dir zu Hause angekommen ist, sind möglich.

Papierkram

Bei der Sprachproblematik hatten wir schon erwähnt, dass einige Unterlagen möglicherweise nicht in deiner präferierten Sprache vorliegen. Hinzukommt, dass es bei traditionellen Banken oft viel Papierkram gibt. Es müssen etliche Dokumente ausgefüllt und viele weitere Dokumente eingereicht werden. Teilweise ist sogar eine amtliche Beglaubigung der Dokumente nötig. Sprache, Geschwindigkeit und Papierkram können auch bei der Eröffnung eines spanischen Bankkontos ein Problem sein.

Kosten

Im Vergleich zu Deutschland sind die Lebenshaltungskosten in der Schweiz höher. Das gilt häufig auch für Schweizer Bankkonten. So zahlst du für die Kontoführung eines Basiskontos teilweise 25 Schweizer Franken (CHF) im Monat. Zusätzlich können für die Bereitstellung der Debitkarte weitere 30 CHF hinzukommen. Einige Banken berechnen weitere Kosten für Überweisungen, Bargeldabhebungen und Währungsumrechnung. Interessant ist auch, dass bei einer Kreditkarte in einigen Fällen eine Kaution in Höhe des monatlichen Kreditlimits bei der Bank hinterlegt werden muss.

Welche Anbieter ermöglichen die einfache Online-Eröffnung eines Schweizer Bankkontos?

Um die genannten Probleme zu umgehen, macht es Sinn ein Schweizer Bankkonto online zu eröffnen. Das ist z.B. bei den größten Schweizer Banken UBS und Credit Suisse möglich.

UBS

Bei der UBS bekommst du ein Bankkonto in der Variante “Standard” bereits ab 5 CHF im Monat. Wenn du mehr als 10.000 CHF (oder Gegenwert in Euro) Gesamtvermögen hast, kostet das Konto sogar nur 3 CHF im Monat. Das Konto kann in CHF oder Euro geführt werden.

Credit Suisse

Credit Suisse bietet mit dem Konto “CSX White” sogar eine kostenlose Einstiegsvariante an. Das Konto wird in CHF geführt.

Wohnsitz in der Schweiz als Voraussetzung

Sowohl die UBS als auch Credit Suisse bieten ein kostenloses bzw. kostengünstiges Bankkonto an, welches online eröffnet werden kann. Eine Voraussetzung für die Eröffnung des Kontos ist jedoch ein Wohnsitz in der Schweiz. Wenn du dein Konto eröffnen möchtest, noch bevor du in die Schweiz ausgewandert bist, kommen diese beiden Anbieter daher nicht in Frage.

Welchen Anbieter empfehlen wir für ein Schweizer Bankkonto?

Für eine Online-Eröffnung eines Schweizer Bankkontos empfehlen wir das kostenlose Eurokonto der deutschen N26 Bank.

Um das Konto bei N26 online zu eröffnen, brauchst du lediglich:

  • dein Smartphone (es spielt keine Rolle, ob du eine deutsche oder Schweizer Handynummer hast)
  • ein Ausweisdokument zur Video-Identifikation (z.B. Personalausweis)
  • eine Internetverbindung
  • 8 Minuten Zeit

Im Gegensatz zur UBS und Credit Suisse wird keine Adresse in der Schweiz benötigt.

Bei N26 handelt sich um ein Konto mit deutscher und nicht mit Schweizer IBAN. Zudem wird das Konto nicht in CHF, sondern in Euro geführt. Dieser Punkt sollte bei der Entscheidung für oder gegen N26 unbedingt beachtet werden. Solltest du dich für N26 entscheiden, bekommst du eine kostenlose virtuelle Mastercard Debit, welche Google Pay und Apple Pay unterstützt. Eine physische Karte kostet eine einmalige Liefergebühr von 10 Euro.

Wenn du trotz Auswanderung in die Schweiz regelmäßig in die EU reist, ist das Eurokonto von N26 auf jeden Fall eine sehr gute Option. Ein solches Eurokonto ist bei Schweizer Banken nämlich oft ziemlich teuer. Das Gleiche gilt übrigens auch für Expats.

Zudem hat N26 eine europäische Vollbanklizenz, wodurch bis zu 100.000 Euro deines Geldes durch den deutschen Einlagensicherungsfonds geschützt ist.

Ein wichtiger Punkt zum Abschluss. Trotz Wohnsitz in der Schweiz, steht dir der N26 Kundenservice auch auf Deutsch zur Verfügung.

Weitere Vorteile vom kostenlosen N26 Standardkonto

  • 3 kostenlose Bargeldabhebungen in Euro pro Monat
  • keine Fremdwährungsgebühren
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