Startseite » Rentenversicherung » Ablaufmanagement Rentenversicherung – sinnvoll?
Das Ablaufmanagement sorgt dafür, dass dein angespartes Kapital in der fondsgebundenen Rentenversicherung am Ende der Laufzeit nicht von Marktschwankungen aufgezehrt wird. Viele fragen sich, wo das Ablaufmanagement eingesetzt wird, wie es genau funktioniert und welche Varianten und Sicherungsbausteine es gibt. In diesem Experten-Artikel erfährst du zudem, wann ein Ablaufmanagement sinnvoll ist und wie du es optimal in deine Altersvorsorge integrierst. So verstehst du auf einen Blick, wie du deine Rente planbar machst – verständlich, unabhängig und kompakt erklärt.
💡 Wichtige Infos auf einen Blick
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Ein Ablaufmanagement kann in jeder privaten fondsgebundenen Rentenversicherung vereinbart werden.
Also auch bei einer fondsgebundenen Riester Rente (auch ETF Riester Rente) oder Rürup Rente.
Die Vereinbarung eines Ablaufmanagements verursacht in der Regel keine Mehrkosten.
Man sollte jedoch bedenken, dass eine Umschichtung von einem günstigen ETF in der Ansparphase (zum Beispiel MSCI World) in einen teureren aktiven Fonds zu Beginn des Ablaufmanagements (zum Beispiel Amundi Prime Euro Govies oder Xtrackers II Corporate Bond) indirekt höhere Kosten verursacht.
Bei einer Rentenversicherung, welche das Kapital nicht in Fonds investiert, wie zum Beispiel eine klassische Lebensversicherung mit Garantiezins, gibt es hingegen kein Ablaufmanagement.
Das Ablaufmanagement ist ein wichtiger Prozess in der Lebensversicherung, bei dem der Versicherer automatisch die Umschichtung des angesparten Kapitals in sicherere Anlagen ein paar Jahre vor dem Rentenbeginn übernimmt (zum Beispiel 5 Jahre vorher).
Dadurch wird das Risiko verminderter Auszahlungen aufgrund von Marktvolatilität ein paar Jahre vor dem Renteneintritt minimiert, was dem Versicherten einen stabilen Rentenbeginn garantiert.
Mit automatisch ist gemeint, dass der Versicherer den gesamten Prozess der Umschichtung übernimmt, nicht jedoch, dass du keinen Einfluss auf den Prozess hast.
Du kannst nämlich in der Regel den Beginn der Umschichtung und den Zielfonds auswählen. Der Versicherer wird dich bei der Auswahl des Zielfonds natürlich unterstützen.
Beispielsweise hast du mit 20 Jahren eine private Rentenversicherung abgeschlossen und dein Kapital wird bis zum vollendeten 62. Lebensjahr zu 100% in risikoreiche, aber auch renditestarke Anlagen investiert (zum Beispiel MSCI World ETF).
Um das Risiko von einem Börsencrash vor dem Rentenbeginn mit 67 zu minimieren, wird dein angespartes Kapital 5 Jahre vorher Schritt für Schritt in risikoärmere Anlagen wie zum Beispiel Geldmarktfonds oder Mischfonds (etwas risikoreicher als Geldmarktfonds) umgeschichtet.
Der Versicherer wird dir in der Regel verschiedene Fonds vorschlagen, du hast jedoch auch die Möglichkeit, den Fonds selbst auszusuchen. Zudem kannst du die Auswahl meist auch nachträglich, also im Laufe der Umschichtung, noch anpassen.
Schritt für Schritt ist hier ein wichtiger Ausdruck, denn dein Kapital wird nicht auf einen Schlag, sondern verteilt über die Jahre bis zum Rentenbeginn umgeschichtet.
Dadurch ergibt sich ein gutes Maß zwischen Sicherheit und Rendite.
In anderen Worten sinkt zwar die Rendite von Jahr zu Jahr, aber im Gegenzug steigt in gleichem Maße die Sicherheit, sodass du schlussendlich ziemlich sicher weißt, mit welcher Summe du bei Rentenbeginn rechnen kannst.
Der Versicherer wird dich in der Regel jedes Jahr über den Stand der Umschichtung und die Aufteilung der Fonds informieren.
Ein Ablaufmanagement bewertet übrigens nicht die aktuelle Situation am Kapitalmarkt. Das Kapital wird nach festen Regeln umgeschichtet, unabhängig von den äußeren Einflüssen (Ausnahmen möglich).
Wichtig zu verstehen ist noch, dass risikoarme Anlagen nicht risikolose Anlagen bedeutet.
Kursschwankungen werden durch die Umschichtung gemildert, können jedoch nicht verhindert werden.
Die gesamte Umschichtung ist im Gegensatz zu einem ETF-Sparplan steuerfrei.
Solltest du kein automatisches Ablaufmanagement vereinbart haben, bleibt dein Kapital bis zum Rentenbeginn zu 100% risikoreich investiert.
Dann kann dir jedoch ein Börsencrash zum Beispiel ein Jahr vor Rentenbeginn zum Verhängnis werden.
Bei einem langen Anlagehorizont wäre das kein Problem, jedoch bist du in diesem Fall in einem Jahr auf deine Rente angewiesen und kannst das Ganze nicht noch Jahre aussitzen. Dann musst du akzeptieren, dass dir lebenslang weniger Rente ausgezahlt wird.
Du als Kunde musst ein automatisches Ablaufmanagement nicht wahrnehmen. Der Versicherer wird dich vorher stets schriftlich fragen, ob deine Anlagen umgeschichtet werden sollen.
Wenn es zum Beispiel genau 5 Jahre vor Rentenbeginn einen Börsencrash gibt, macht es wenig Sinn, jetzt die Anlagen umzuschichten. Dann solltest du besser noch ein paar Jahre risikoreicher investieren, um den Kursanstieg mitzunehmen. Die Umschichtung kann dann zum Beispiel erst 2 Jahre vor dem Rentenbeginn erfolgen.
Bis zum Rentenbeginn ist jedoch in der Regel das gesamte Kapital in sichere Anlagen umgeschichtet.
Kursentwicklungen können dir dann egal sein, weil deine lebenslange Rente anhand des Rentenfaktors und des angesparten Kapitals bei Rentenbeginn berechnet wird. Achte unbedingt darauf, dass der Rentenfaktor zu 100% garantiert ist und dein Vertrag auch keine Treuhänderklausel enthält.
In unserer Beratung zur privaten Altersvorsorge gehen wir auf alle diese Punkte ausführlich ein.
Moderne Versicherer bieten verschiedene Formen des Ablaufmanagements an, die über das klassische, zeitbasierte Modell hinausgehen.
Beim periodischen Ablaufmanagement wird monatlich oder jährlich ein fester Teil des Fondsguthabens verkauft und in sichere Anlageformen umgeschichtet. Eine häufige Ausgestaltung ist die Monatsweise-Umschichtung. Bei einer 5-jährigen Dauer werden jeweils 1/60 des Guthabens pro Monat in risikoarme Fonds transferiert.
Eine andere Variante ist das performanceorientierte Ablaufmanagement. Hier hängt die Höhe der Umschichtung von der Wertentwicklung der Fonds ab. Je besser die Renditen, desto größer der umgeschichtete Anteil.
Einige Versicherer nutzen zudem High‑Watermark‑Modelle – wie die Nürnberger: Bei diesem Ansatz wird das Fondsguthaben laufend überwacht, und wenn der Kurs um mehr als 10% unter den zuvor erreichten Höchststand fällt, wird das gesamte Guthaben in einen risikoarmen Fonds übertragen.
Viele Versicherer kombinieren das Ablaufmanagement mit weiteren Sicherungsmechanismen.
Beim Anlaufmanagement (Startmanagement) wird ein Einmalbeitrag oder eine größere Zuzahlung zunächst in einem sicheren Bereich geparkt und dann schrittweise in die gewählten Fonds investiert – dies reduziert das Risiko, zu einem ungünstigen Zeitpunkt in den Markt einzusteigen.
Außerdem gibt es das Rebalancing oder Laufzeitmanagement, bei dem während der Ansparphase das Verhältnis zwischen sicheren und risikoreichen Anlagen regelmäßig angepasst wird.
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Ein automatisches Ablaufmanagement in der fondsgebundenen Rentenversicherung ist sinnvoll und ein großer Vorteil im Vergleich zu einem reinen ETF-Sparplan.
Denn der Versicherer übernimmt das Ganze und du selbst musst dir keine Gedanken um die Sicherung deines Kapitals machen. Das kann auch hilfreich sein, wenn du im schlimmsten Fall gar nicht mehr lebst, wenn diese Entscheidung getroffen werden muss. Vielleicht warst du der Einzige in der Familie, der sich mit einem Ablaufmanagement beschäftigt hat, und deine Hinterbliebenen haben das Thema gar nicht auf dem Zettel.
Auch nimmt dir die Vereinbarung keinerlei Flexibilität, da du immer noch zustimmen musst, wenn es so weit ist.
Ein Ablaufmanagement kann das Verlustrisiko vor Rentenbeginn reduzieren, bietet aber keine 100‑prozentige Garantie. Auch nach der Umschichtung sind Kursverluste möglich, lediglich die Schwankungsbreite wird geringer.
Zudem führt die Umschichtung zwangsläufig zu sinkenden Renditechancen, weil sichere Anlagen meist niedriger verzinst sind.
Darüber hinaus gibt es keine „One-size-fits-all“-Lösung: Je nach Risikoneigung und Kapitalmarktaffinität brauchen Kunden unterschiedliche Modelle – während die einen lieber selbst über Laufzeit und Zielfonds entscheiden, bevorzugen andere automatische Lösungen.
Trotz der berechtigten Kritik solltest du unserer Meinung nach bei einem Abschluss einer fondsgebundenen Rentenversicherung ein automatisches Ablaufmanagement mit einschließen.
Falls du bereits einen Vertrag abgeschlossen hast, prüfe unbedingt, ob du damals daran gedacht hast. Gerne können auch wir die Prüfung für dich übernehmen. Nutze dafür einfach unseren kostenlosen & unverbindlichen Renten-Check.
Falls du generell wissen möchtest, ob du deine private Rentenversicherung wechseln solltest, kannst du dir gerne den verlinkten Artikel durchlesen.
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Was Kunden über unsere Beratung sagen
Ein automatisches Ablaufmanagement ist ein Sicherungsmechanismus in der fondsgebundenen Rentenversicherung. Dabei wird dein angespartes Kapital einige Jahre vor Rentenbeginn Schritt für Schritt aus risikoreichen Fonds in sichere Anlagen (zum Beispiel Geldmarktfonds oder Anleihen) umgeschichtet. So wird das Risiko hoher Verluste kurz vor Rentenstart deutlich reduziert.
Ein automatisches Ablaufmanagement kannst du in fast jeder fondsgebundenen Rentenversicherung vereinbaren – dazu zählen auch die fondsgebundene Riester Rente (inkl. ETF Riester) und die Rürup Rente. Bei klassischen Produkten mit Garantiezins (zum Beispiel Kapitallebensversicherung) gibt es kein Ablaufmanagement.
Die Vereinbarung selbst verursacht keine zusätzlichen Gebühren. Allerdings kann eine Umschichtung von günstigen ETFs (zum Beispiel MSCI World) in teurere aktiv gemanagte Fonds oder Anleihefonds indirekt höhere Kosten verursachen.
Die Umschichtung startet meist 5 Jahre vor Rentenbeginn (manche Versicherer auch früher oder später) und erfolgt schrittweise. Monatlich oder jährlich wird ein Teil des Fondsguthabens in sichere Anlagen übertragen. So sinkt dein Renditepotenzial zwar, gleichzeitig steigt aber die Sicherheit, sodass du weißt, mit welcher Summe du bei Rentenstart rechnen kannst.
Ja. Du kannst oft den Startzeitpunkt, den Zielfonds und sogar den Verlauf anpassen. Manche Versicherer ermöglichen dir auch, die Umschichtung zu pausieren oder später wieder zu starten – beispielsweise wenn ein Börsencrash genau zum Umschichtungsbeginn stattfindet.
Ja. Es schützt dich davor, dass ein Börsencrash kurz vor Rentenbeginn deine Altersvorsorge massiv schmälert. Besonders im Vergleich zu einem reinen ETF-Sparplan bietet es zusätzliche Sicherheit, ohne dass du dich selbst aktiv kümmern musst.
Nein. Das Ablaufmanagement ist freiwillig. Der Versicherer fragt dich rechtzeitig vor der Umschichtung, ob du teilnehmen willst. Wenn du mehr Rendite suchst und bereit bist, das Risiko zu tragen, kannst du es auch ablehnen oder später starten lassen.
Ohne Ablaufmanagement bleibt dein gesamtes Kapital bis zum Rentenbeginn in risikoreichen Anlagen. Ein Börsencrash kurz vor Renteneintritt kann dann deine lebenslange Rente deutlich verringern.
Viele ältere Verträge haben kein automatisches Ablaufmanagement. Prüfe deine Vertragsunterlagen oder nutze einen kostenlosen Renten-Check bei einem unabhängigen Versicherungsmakler wie Versicherungen mit Kopf.
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