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Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung (2026)

Aktualisiert am 13. Mai 2026

Wie hoch ist die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung 2026 und 2027 – und was bedeutet das für den Höchstbeitrag in der GKV? Dieser Experten-Artikel liefert alle Zahlen und erklärt, warum die BBG auch für Privatversicherte relevant ist.

Die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung – kurz BBG – liegt 2026 bei 69.750 Euro jährlich (5.812,50 Euro monatlich) und begrenzt das Einkommen, auf das GKV-Beiträge berechnet werden. Daraus ergibt sich 2026 ein maximaler GKV-Höchstbeitrag von 1.261,32 Euro pro Monat für Kinderlose. Für 2027 ist eine außerordentliche Erhöhung geplant, die die BBG voraussichtlich auf 76.950 Euro treiben wird.

Was die BBG für den Arbeitgeberzuschuss in der PKV bedeutet, wie sie sich von der Versicherungspflichtgrenze unterscheidet und wie sich die Beitragsbemessungsgrenze historisch entwickelt hat – das erfährst du hier.

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💡 Wichtige Infos auf einen Blick

Wichtiger Hinweis: Wir bieten keine individuelle Beratung zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) an und können über die Informationen aus diesem Artikel und den anderen Artikeln zur GKV hinaus keine Auskunft geben. Nutze gerne unseren Online-Vergleichsrechner, um verschiedene Krankenkassen einfach zu vergleichen. Wenn du über einen Wechsel von der GKV in die private Krankenversicherung (PKV) nachdenkst, sind wir der richtige Ansprechpartner und beraten dich gerne persönlich.

Alle Infos zur Beitragsbemessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung auch im Video

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Was ist die Beitragsbemessungsgrenze?

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) richtet sich der Beitrag nach dem Bruttoeinkommen.

Damit die Beitragshöhe jedoch nicht unbegrenzt ansteigt, gibt es eine sogenannte Beitragsbemessungsgrenze.

Sie legt fest, bis zu welchem Einkommen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung berechnet werden.

Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung 2025

Im Jahr 2025 lag die Beitragsbemessungsgrenze zur Kranken- und Pflegeversicherung bundesweit bei 66.150 Euro jährlich (2024: 62.100 Euro) bzw. 5.512,50 Euro monatlich (2024: 5.175 Euro).

Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung 2026

2026 ist die Beitragsbemessungsgrenze auf 69.750 Euro pro Jahr (5.812,50 Euro pro Monat) gestiegen.

Beispiel zur Beitragsbemessungsgrenze

Ein freiwillig gesetzlich versicherter Arbeitnehmer mit einem monatlichen Einkommen von 6.500 Euro müsste theoretisch auf sein gesamtes Einkommen Beiträge zahlen.

Durch die Beitragsbemessungsgrenze werden jedoch nur maximal 5.812,50 Euro berücksichtigt – die darüber liegenden 687,50 Euro bleiben beitragsfrei.

Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung 2027

Die geplante Krankenkassenreform sieht vor, dass die Beitragsbemessungsgrenze 2027 einmalig um 3.600 Euro pro Jahr angehoben wird. Diese Anpassung kommt jedoch zusätzlich zur regulären Erhöhung durch die Lohnentwicklung hinzu.

Das bedeutet: In der Praxis dürfte die Beitragsbemessungsgrenze deutlich stärker steigen als nur um diesen einmaligen Betrag. 

Zum Vergleich: Bereits von 2025 auf 2026 ist die Beitragsbemessungsgrenze um 3.600 Euro gestiegen. Überträgt man diesen Effekt auf 2027, ergibt sich insgesamt eine Erhöhung von 7.200 Euro auf 76.950 Euro.

Unterschied zwischen Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze

Oft werden die Beitragsbemessungsgrenze und die Versicherungspflichtgrenze miteinander verwechselt – dabei handelt es sich um zwei unterschiedliche Werte, die für das Jahr 2026 unterschiedlich festgelegt sind.

Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt also, bis zu welchem Einkommen Beiträge zur GKV gezahlt werden müssen.

Die Versicherungspflichtgrenze hingegen legt fest, ab welchem Jahreseinkommen ein Angestellter überhaupt die Möglichkeit hat, in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln. 

Nur wer über dieser Grenze verdient, kann sich von der Versicherungspflicht in der GKV befreien lassen und zur PKV wechseln.

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Welche Bedeutung hat die Beitragsbemessungsgrenze für die private Krankenversicherung?

In der privaten Krankenversicherung hat die Beitragsbemessungsgrenze eine andere Funktion als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Während in der GKV die Beitragshöhe vom Einkommen abhängt, richtet sich der Beitrag in der PKV nach persönlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und dem gewünschten Leistungsumfang.

Trotzdem hat die Beitragsbemessungsgrenze auch für Privatversicherte drei wesentliche Auswirkungen:

Für Personen mit einem Einkommen deutlich über der Beitragsbemessungsgrenze kann die PKV besonders attraktiv sein – denn während in der GKV Beiträge bis zur BBG fällig werden, hängen die Beiträge in der PKV nicht vom Einkommen ab.

Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung und die Beitragsbemessungsgrenze

Als privat krankenversicherte Person hast du Anspruch auf einen Zuschuss deines Arbeitgebers zu den PKV-Beiträgen. Dieser Zuschuss ist jedoch durch die Beitragsbemessungsgrenze begrenzt

Der Arbeitgeber übernimmt maximal 50% deines tatsächlichen PKV-Beitrags – allerdings nur bis zu dem Betrag, den er bei einer gesetzlichen Krankenversicherung höchstens zahlen müsste.

Beispielrechnung für 2026

Verdienst du mehr als die Beitragsbemessungsgrenze, steigt der Zuschuss deines Arbeitgebers nicht weiter – selbst wenn deine tatsächlichen PKV-Kosten darüber liegen.

Auch für die Pflegeversicherung gibt es einen Arbeitgeberzuschuss.

Übrigens: Eine Übersicht aller Zusatzbeiträge 2026 findest du im verlinkten Artikel.

Unterschiede bei der Beitragsberechnung: PKV vs. GKV

Die Unterschiede in der Berechnung der Beiträge zeigen sich besonders deutlich bei höheren Einkommen.

Beitragsberechnung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Beitragsberechnung in der privaten Krankenversicherung

Durch diese Unterschiede kann die PKV für junge, gesunde und gutverdienende Personen mit Einkommen deutlich über der BBG besonders attraktiv sein.

Für Menschen mit geringerem Einkommen oder Familien mit mehreren Kindern bietet hingegen die GKV oft die vorteilhaftere Absicherung.

Berechnung des GKV-Höchstbeitrags für 2026

Wie setzt sich der maximale Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 2026 zusammen? Der Gesamtbeitrag ergibt sich aus folgenden Komponenten.

Krankenversicherung

Zusatzbeitrag Krankenversicherung

Pflegeversicherung (je nach Familiensituation)

Gesamtbetrag

Ausblick: Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze und ihre Folgen

Die fortlaufende Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze wirkt sich langfristig auf das Zusammenspiel zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung aus.

Der Verband der privaten Krankenversicherung sieht in den regelmäßigen Erhöhungen der Versicherungspflichtgrenze ein politisches Mittel, das den Zugang zur PKV zunehmend einschränkt.

In den vergangenen Jahren stieg die BBG im Schnitt um etwa 3 bis 4% pro Jahr – im Einklang mit der allgemeinen Lohnentwicklung. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wird die BBG auch künftig weiter ansteigen. Das hätte zur Folge, dass der Höchstbeitrag in der GKV weiter wächst, was die private Krankenversicherung für bestimmte Einkommensgruppen unter Umständen attraktiver machen könnte.

Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung im Zeitverlauf

JahrBBG
202776.950 € (voraussichtlich)
202669.750 €
202566.150 €
202462.100 €
202359.850 €
202258.050 €
202158.050 €
202056.250 €
201954.450 €
201853.100 €
201752.200 €
201650.850 €
201549.500 €
201448.600 €
201347.250 €
201245.900 €
201144.550 €
201045.000 €
200944.100 €
200843.200 €
200742.750 €
200642.750 €
200542.300 €
200441.850 €
200341.400 €
200240.500 €

Diese Zahlen zeigen eindrücklich, dass die Beitragsbemessungsgrenze in den vergangenen 23 Jahren um über 60% gestiegen ist – eine Entwicklung mit spürbaren finanziellen Folgen für Versicherte in der GKV wie auch in der PKV.

Die Beitragsbemessungsgrenze ist daher ein zentraler Aspekt bei der Wahl des passenden Krankenversicherungssystems. In der GKV bestimmt sie direkt die Höhe deines maximalen Beitrags, während sie in der PKV vor allem den Arbeitgeberzuschuss begrenzt und beim Wechsel zwischen den Systemen eine wesentliche Rolle spielt.

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