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PKV Vorauszahlung: Bis zu 45% Steuern sparen

Aktualisiert am 10. März 2026

Krankenversicherungsbeiträge kannst du von der Steuer absetzen – so weit, so gut. Für gewisse Personengruppen ergibt sich durch eine PKV Vorauszahlung aber weiteres Steuersparpotenzial. Denn du kannst mit deinem Versicherer abstimmen, mehrere Versicherungsbeiträge im Voraus zu entrichten und so beispielsweise deine private Krankenversicherung 2027 bereits im Jahr 2026 zu bezahlen. Auf diese Weise verschiebst du Ausgaben in Jahre mit hoher Steuerbelastung und erhältst für jeden gezahlten Euro bis zu 45% vom Finanzamt zurück.

💡 Wichtige Infos auf einen Blick

Alle Infos zur PKV Vorauszahlung auch im Video

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Was ist die PKV Vorauszahlung?

Mit einer PKV Vorauszahlung zahlst du bis zu drei Jahresbeiträge deiner privaten Krankenversicherung im Voraus – und holst dir bis zu 45% davon über die Steuererklärung zurück. Der Steuervorteil entsteht dabei auf zwei Wegen: Zum einen kannst du die vorausgezahlten Beiträge im Zahlungsjahr vollständig als Sonderausgaben absetzen. Besonders sinnvoll ist das in Jahren mit außergewöhnlich hohen Einkünften, etwa durch eine Abfindung oder einen Immobilienverkauf. Zum anderen fallen in den Folgejahren keine PKV-Beiträge an, sodass der Höchstbetrag für andere Versicherungen wieder frei wird und diese steuerlich berücksichtigt werden können.  Obendrauf gibt es bei vielen Versicherern noch einen Rabatt von bis zu 4% auf den vorausgezahlten Betrag.

Steuervorteil durch Vorauszahlung der PKV-Beiträge

Wenn du Beiträge zur privaten Krankenversicherung für mehrere Jahre im Voraus zahlst, kannst du vor allem steuerlich profitieren.

Grundsätzlich können viele Versicherungsbeiträge als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Dafür gelten jedoch Höchstgrenzen:

Beiträge zur Basisabsicherung in der privaten Krankenversicherung sind von diesen Grenzen ausgenommen und können in voller Höhe abgesetzt werden. Da sie die Höchstgrenzen meist bereits überschreiten, bleibt für andere Versicherungen steuerlich oft kein Spielraum mehr.

Wenn du deine PKV-Beiträge jedoch für mehrere Jahre im Voraus zahlst, fallen in den Folgejahren keine laufenden Krankenversicherungsbeiträge an. Dadurch wird der Höchstbetrag wieder frei, sodass andere Versicherungen – zum Beispiel Haftpflicht-, Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherungsteuerlich berücksichtigt werden können.

Wie hoch die tatsächliche Steuerersparnis ist, hängt u.a. von deinem Beitrag, dem Tarif, dem Selbstbehalt und deinem persönlichen Steuersatz ab.

Rabatt vom Versicherer für PKV Vorauszahlung

PKV-Versicherer gewähren bei Vorauszahlung von Beiträgen zudem einen Rabatt von 0,5 bis 4%. Teilweise wird jedoch auch gar kein Rabatt angeboten.

Bei Angestellten wirkt der Rabatt doppelt, da dieser auf den Jahresbeitrag erhoben wird, der Arbeitgeber aber weiterhin monatlich den Arbeitgeberanteil in der gewohnten Höhe zahlt. Bei manchen Versicherern wird der Arbeitgeberanteil jedoch um den Rabatt gemindert.

VersichererNachlass
ARAG, Barmenia, Inter, Nürnberger, Gothaer, Signal Iduna (nur bei VB vor dem 31.12.2015) 4%
Concordia, Hallesche, HanseMerkur, Münchener Verein, Deutscher Ring (nur bei VB vor dem 31.12.2015) 3%
AXA 2%
SDK, Signal Iduna, Deutscher Ring 1%
R+V 0,5%
Allianz, Alte Oldenburger, BBKK, UKV, Debeka, DKV, LKH, Universa kein Nachlass

Bei den folgenden Versicherern gibt es noch die Einschränkung, dass die Vorauszahlung nicht für 3 Jahre möglich ist.

Bei der Halleschen wird kein Rabatt auf die Pflegepflichtversicherung gewährt.

PKV Vorauszahlung: Frist 15.12. beachten

Die meisten privaten Krankenversicherer erwarten die Vorauszahlung für das Folgejahr bzw. die Folgejahre bis zum 15.12. auf ihrem Konto, obwohl aus steuerlicher Sicht auch der 22.12. ausreichend wäre.

Vorauszahlung Krankenversicherung auch für freiwillig gesetzlich Versicherte möglich

Die Möglichkeit einer Vorauszahlung von Beiträgen gibt es auch in der gesetzlichen Krankenversicherung

Sie steht jedoch explizit nur freiwillig Versicherten zur Verfügung. Damit das Ganze möglich ist, muss dich der Arbeitgeber auf Selbstzahler umstellen, da die Beiträge üblicherweise vom Arbeitgeber direkt an die Krankenkasse abgeführt werden.

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Vorauszahlung der PKV-Beiträge: Für wen ist sie sinnvoll?

Wenn du deine PKV-Beiträge komplett selbst zahlst

Besonders interessant ist eine Vorauszahlung für Personen, die keinen Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung erhalten. Dazu gehören vor allem:

Da sie ihre Beiträge vollständig selbst tragen, können sie durch eine Vorauszahlung häufig steuerliche Gestaltungsspielräume nutzen.

Wenn du weitere Vorsorgeaufwendungen steuerlich absetzen möchtest

Wie bereits erwähnt, können Beiträge zur Basiskrankenversicherung steuerlich vollständig als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Dadurch werden jedoch häufig die Höchstbeträge für andere Versicherungen bereits ausgeschöpft.

Wenn du mehrere Jahre PKV-Beiträge im Voraus zahlst, fallen in den Folgejahren keine laufenden Krankenversicherungsbeiträge mehr an. Dadurch können plötzlich andere Versicherungen steuerlich wirksam werden, zum Beispiel:

Gerade für Selbstständige mit vielen Versicherungen kann dieser Effekt zu einer spürbaren Steuerersparnis führen.

Wenn beide Ehepartner privat versichert sind

Auch bei Ehepaaren kann eine Vorauszahlung sinnvoll sein – vorausgesetzt, beide sind privat versichert und zahlen ihre Beiträge im Voraus. In diesem Fall kann der steuerliche Effekt durch die gemeinsame Veranlagung sogar noch größer sein.

Bei einem hohen Grenzsteuersatz im Zahlungsjahr

Eine Vorauszahlung kann sich außerdem lohnen, wenn dein Einkommen in einem bestimmten Jahr besonders hoch ist, zum Beispiel durch:

Dann kann es sinnvoll sein, hohe Sonderausgaben gezielt in dieses Jahr zu verlagern.

Wann eine PKV Vorauszahlung meist nicht sinnvoll ist

Wenn du angestellt bist

Für Angestellte mit privater Krankenversicherung lohnt sich eine Beitragsvorauszahlung in vielen Fällen nicht.

Der Grund liegt im Arbeitgeberzuschuss zur PKV. Angestellte bekommen von ihrem Arbeitgeber normalerweise einen Zuschuss von bis zu 50% ihres PKV-Beitrags (maximal bis zum gesetzlichen Höchstzuschuss). Dieser Zuschuss ist ein großer Vorteil, denn er ist steuerfrei.

Normalerweise funktioniert das so:

Wenn du deine Beiträge jedoch für mehrere Jahre im Voraus zahlst, entstehen in den Folgejahren keine laufenden PKV-Beiträge mehr. Genau hier liegt das Problem.

Der Arbeitgeber zahlt seinen Zuschuss zwar weiterhin monatlich aus – aber steuerlich wird er dann anders behandelt. Denn ohne eigene Krankenversicherungsbeiträge gibt es eigentlich keine Kosten mehr, die der Arbeitgeber bezuschussen kann. Dadurch kann der Zuschuss seine Steuerfreiheit verlieren und wie normales Gehalt behandelt werden.

Das bedeutet in der Praxis:

Hinzu kommt noch ein weiterer Punkt: Wenn du Beiträge für mehrere Jahre im Voraus zahlen möchtest, musst du zunächst den kompletten Betrag selbst vorstrecken – also auch den Anteil, den normalerweise dein Arbeitgeber tragen würde. Erst danach erhältst du den Arbeitgeberzuschuss wieder monatlich ausgezahlt.

Da die steuerlichen Vorteile bei Angestellten meist deutlich kleiner sind als bei Selbstständigen, lohnt sich eine Vorauszahlung hier nur in Ausnahmefällen.

Sonderfall Elterngeld

Einer dieser Sonderfälle ist, wenn durch eine PKV Vorauszahlung das zu versteuernde Einkommen unter die Elterngeld-Grenze von 175.000 Euro gesenkt werden kann

Da Beiträge zur Basiskrankenversicherung vollständig als Sonderausgaben abgesetzt werden können, reduziert eine hohe Vorauszahlung das zu versteuernde Einkommen im Zahlungsjahr deutlich. Liegt dieses dadurch unter der maßgeblichen Grenze, bleibt der Anspruch auf Elterngeld erhalten

Gerade bei Einkommen knapp oberhalb dieser Grenze kann eine PKV Vorauszahlung daher eine sinnvolle Gestaltungsmöglichkeit sein.

Wenn dein Ehepartner gesetzlich krankenversichert ist

Wenn ein Ehepartner privat und der andere gesetzlich versichert ist, bringt eine Vorauszahlung meist keinen steuerlichen Vorteil. Durch die gemeinsame Veranlagung wird der mögliche Effekt häufig wieder ausgeglichen.

Wenn kein ausreichendes Kapital vorhanden ist

Eine Vorauszahlung von mehreren Jahren PKV-Beiträgen kann schnell einen fünfstelligen Betrag erreichen. Wer diese Möglichkeit nutzen möchte, benötigt daher ausreichend Liquidität.

Einen Kredit aufzunehmen, um die Beiträge im Voraus zu zahlen, ist in der Regel keine gute Idee. Die Zinsen können den möglichen Steuervorteil schnell wieder aufheben.

Diese Beiträge kannst du bei einer Vorauszahlung an den Krankenversicherer abziehen

Beiträge für eine private Krankenversicherung sind nur als Sonderausgaben abziehbar, soweit sie auf die sogenannte Basisabsicherung entfallen. Je nach Tarif sind dies rund 80% deines Beitrags.

Der Gesetzgeber möchte mit dieser Regelung privat und gesetzlich Krankenversicherte gleichstellen. „Basisabsicherung“ ist damit der Teil deiner privaten Krankenversicherung, der weitgehend den Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse entspricht

Die sogenannten Wahlleistungen, meist rund 20% des Beitrags, gehen über diesen Grundschutz hinaus.

💡 Tipp: Dein Versicherer übermittelt dir mit der jährlichen Beitragsbescheinigung die konkrete Aufteilung. Hierzu weist er den „Gesamtbeitrag“ getrennt vom steuerlich abziehbaren „Vorsorgeaufwand“ aus.

Wie du mit der PKV Vorauszahlung zusätzliche Steuervorteile sicherst

Nochmal zur Wiederholung: Beiträge zu einer Basiskrankenversicherung sind der Höhe nach unbeschränkt abziehbar

Für andere Vorsorgeaufwendungen, etwa Wahlleistungen der PKV, deine Berufsunfähigkeitsversicherung oder deine Risikolebensversicherung gilt dies nicht. Hier kannst du pro Jahr maximal 1.900 Euro (Angestellte/Beamte) bzw. 2.800 Euro (Selbstständige) geltend machen.

Für die private Krankenversicherung bedeutet das: Nur wenn du mit den Beiträgen für deine Basisabsicherung unter 1.900 bzw. 2.800 Euro kommst, wirken sich die Wahlleistungen steuerlich aus. In der Praxis ist es mit wenigen Ausnahmen (Beamtenanwärter, Kinder) allerdings geradezu ausgeschlossen, eine PKV für rund 160 Euro pro Monat zu erhalten.

Und hier kommt die Vorauszahlung der PKV-Beiträge ins Spiel. Denn durch diese werden die 1.900 bzw. 2.800 Euro in den Jahren ohne PKV-Beiträge für andere Versicherungen frei, die sonst keine steuerlichen Auswirkungen gehabt hätten.

Wie sich deine PKV Vorauszahlung steuerlich auswirkt

Eine PKV Vorauszahlung ist nicht immer sinnvoll. Sie wird es allerdings dann, wenn du sie strategisch planst – und hierbei ggf. auch deine Kinder, deren PKV-Beiträge du ebenfalls steuerlich geltend machen kannst, einbeziehst. Dazu müssen wir uns zunächst das progressive System der deutschen Einkommensteuer anschauen (Stand: 2026):

Der höhere Steuersatz greift dabei immer ab dem ersten Euro, den du über der maßgeblichen Schwelle verdienst. 

Liegt dein Einkommen etwa bei 277.827 Euro, zahlst du nur auf einen Euro die 45%. Der restliche Teil deines Einkommens wird mit maximal 42% belastet.

Beitragsvorauszahlung private Krankenversicherung in einem Jahr mit einem hohen Einkommen

Bestenfalls liegt deine PKV Vorauszahlung also in einem Jahr, in dem du mehr als 69.878 Euro an zu versteuerndem Einkommen erzielt hast

Liegt dein Einkommen auch nach Abzug der Vorauszahlung noch über dieser Grenze, erhältst du 42% der Basisabsicherung der Vorauszahlung vom Finanzamt erstattet.

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Beispiel zur Vorauszahlung der privaten Krankenversicherung

Schauen wir uns nun anhand eines Beispiels an, wie sich die PKV Vorauszahlung auf deine Steuerbelastung auswirkt bzw. in welcher Höhe du mit einer Rückerstattung rechnen kannst. Wir rechnen hierbei mit einem Steuersatz von 42%. Aus Vereinfachungsgründen verzichten wir auf den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer.

Wir gehen davon aus, dass deine private Krankenversicherung als Selbstständiger 9.600 Euro pro Jahr kostet und du sie für ein Jahr bzw. drei Jahre im Voraus zahlst. Die Basisabsicherung liegt bei 80%, sodass 7.680 Euro abzugsfähig sind.

Die Höhe der PKV-Kosten ist für die Steuer zunächst nicht entscheidend, spielt aber eine Rolle beim Nachlass des Versicherers, der wie bereits beschrieben auf den Gesamtbetrag gewährt wird. 

Entscheidend sind die sonstigen Versicherungen (Berufsunfähigkeitsversicherung, Risikolebensversicherung, usw.), welche in diesem Beispiel 3.200 Euro im Jahr kosten. Hiervon können als Selbstständiger 2.800 Euro berücksichtigt werden.

Vorauszahlung für ein Jahr Vorauszahlung für drei Jahre
Vorauszahlungsjahr keine Steuerersparnis, aber 384 € Nachlass vom Versicherer (4%) keine Steuerersparnis, aber 1.152 € Nachlass vom Versicherer (4%)
Folgejahr(e) Steuerersparnis von 1.176 € (2.800 € sonstige Versicherungen * 42%)Steuerersparnis von 3.528 € (2.800 € sonstige Versicherungen * 42% *3)

Durch die Vorauszahlung sparst du über drei Jahre insgesamt 3.528 Euro an Steuern und bekommst zusätzlich einen Nachlass von 1.152 Euro vom Versicherer. Die Gesamtersparnis liegt dadurch bei 4.680 Euro

Grund dafür ist, dass du die sonstigen Versicherungen grundsätzlich nicht abziehen kannst, weil die PKV-Beiträge bereits über 1.900 bzw. 2.800 Euro pro Jahr liegen. Diesen Effekt verdeutlicht die folgende Tabelle.

Vorauszahlungsjahr (Jahr 1) Jahr 2 Jahr 3 Jahr 4
Vorsorgeaufwendungen: 30.720 € für PKV (4 ganze Jahre) und 2.800 € für sonstige Versicherungen keine Krankenversicherungsbeiträge, da bereits in Jahr 1 gezahlt keine Krankenversicherungsbeiträge, da bereits in Jahr 1 gezahlt keine Krankenversicherungsbeiträge, da bereits in Jahr 1 gezahlt
keine Steuerersparnis, sonstige Versicherungen sind nicht abziehbar Steuerersparnis 1.176 €; sonstige Versicherungen wirken sich jetzt voll aus Steuerersparnis 1.176 €; sonstige Versicherungen wirken sich jetzt voll aus Steuerersparnis 1.176 €; sonstige Versicherungen wirken sich jetzt voll aus

Weitere Steuerersparnis möglich

Keine Steuerersparnis im Jahr 1 ist natürlich faktisch nicht korrekt, da in diesem Jahr die Steuerbelastung durch die PKV Vorauszahlung deutlich geringer ist. Da in den Folgejahren jedoch keine PKV-Beiträge anfallen, ist die Steuerbelastung entsprechend höher, weshalb sich das Ganze ausgleicht.

Der Effekt der Steuerersparnis entsteht nämlich wie bereits beschrieben durch den Abzug der sonstigen Versicherungen. Wenn du jedoch im Vorauszahlungsjahr im Vergleich zu den anderen Jahren besonders hohe Einkünfte hast, beispielsweise durch den Veräußerungsgewinn einer Immobilie oder eine Abfindung, entsteht ein weiterer Steuervorteil.

Bitte beachte, dass das Ganze nur ein Beispiel ist und keine individuelle Steuerberatung ersetzt.

Höhere Steuerersparnis für Ehegatten

Noch höher kann eine Steuerrückerstattung bei zusammenveranlagten Ehegatten ausfallen, da hier im besten Fall 5.600 Euro für sonstige Versicherungen frei werden (zwei Selbstständige).

Des Weiteren verstärkt sich der Effekt, wenn du auch die Beiträge deiner Kinder und ggf. deiner Ehepartnerin bzw. deines Ehepartners vorauszahlst. Denn auch diese sind nach § 10 Abs. 1 Nummer 3 Satz 2 EStG als Sonderausgaben abziehbar.

PKV Vorauszahlung gut planen

Wie bereits beschrieben, solltest du eine PKV Vorauszahlung gut planen. Insbesondere wenn dein jährliches Einkommen stark schwankt, ist eine gute Planung unerlässlich.

So führt eine Vorauszahlung in einem Jahr mit hohen Einkünften natürlich zu einer höheren Steuerrückerstattung als in einem Jahr mit geringen Einkünften. 

Gleichzeitig ist das Ganze auch ein Risiko, wenn unplanmäßig im Jahr 3 hohe Einkünfte erzielt werden, du aber aufgrund der Vorauszahlung keine PKV-Beiträge gegenrechnen kannst.

Was jedoch immer bleibt, ist der Rabatt des Versicherers durch die Vorauszahlung.

Wir sind zwar keine Steuerberater, dennoch kannst du uns in unserer Beratung zur privaten Krankenversicherung gerne auf dieses Thema ansprechen.

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Was Kunden über unsere Beratung sagen

Häufig gestellte Fragen

Mit einer PKV Vorauszahlung kannst du in größerem Ausmaß Steuern sparen, weil du die dir zustehenden Abzugsbeträge bestmöglich ausnutzt. In Jahren mit hohen Einkünften reduzierst du dein zu versteuerndes Einkommen und damit die Steuerlast gezielt. Viele Versicherer räumen dir außerdem einen Rabatt ein, wenn du Beiträge vorauszahlst – diesen Vorteil kennst du vielleicht von deiner KFZ Versicherung.

Natürlich hat die PKV Vorauszahlung je nach Situation auch Nachteile. Zum einen gibt es steuerliche Nachteile, wenn du die Zahlung in einem Jahr leistest, in dem dein Steuersatz niedrig ist, du gleichzeitig aber in einem Folgejahr mit hohem Steuersatz keine Beiträge mehr abziehen kannst. Außerdem musst du über das notwendige Kapital verfügen. Die PKV Vorauszahlung wirkt sich außerdem nur dann bestmöglich aus, wenn weitere Vorsorgeaufwendungen wie Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung vorhanden sind.

Bist du Arbeitnehmer, zahlt dein Arbeitgeber weiterhin seinen Anteil zu den PKV-Beiträgen. Auf deinem Konto landet dann jeden Monat eine Gutschrift, der keine Ausgabe (mehr) gegenübersteht.

Bist du Beamtin oder Beamter, ändert sich durch die PKV Vorauszahlung nichts. Der Dienstherr zahlt weiterhin die Hälfte deiner Krankheits- und Behandlungskosten.

Möchtest du eine Vorauszahlung in deine private Krankenversicherung leisten, musst du dies regelmäßig bis Mitte Dezember erledigt haben (Zahlungseingang auf dem Konto des Versicherers). Frag hierzu am besten schriftlich oder per E-Mail bei deinem Versicherer nach, welche Summe du bis zu welchem Tag einzahlen musst. Wir empfehlen eine Vorlaufzeit von rund einem Monat, damit ausreichend Zeit für die Bearbeitung deines Anliegens bleibt. Aus steuerlicher Sicht wäre übrigens der 22. Dezember ausreichend.

Wenn du zum Beispiel den Beitrag für 3 Jahre im Voraus gezahlt hast, aber bereits im zweiten Jahr zurück in die GKV wechselst, bekommst du deine zu viel gezahlten Beiträge zurück.

Solltest du Beiträge im Voraus gezahlt haben und es in dieser Zeit zu einer Beitragsanpassung kommen, bist du nicht von dieser befreit. Du kannst dann die Beiträge nachzahlen, was jedoch in der Regel keinen Sinn macht. Wenn du die Beiträge nicht nachzahlst, musst du einfach früher wieder monatlich zahlen oder eine erneute Vorauszahlung anstoßen. Beispielsweise hast du zunächst für 36 Monate im Voraus gezahlt, durch die Beitragsanpassung waren es dann aber tatsächlich nur 34 Monate.

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