Möchtest du mit 63 in Rente gehen, musst du hierfür bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Außerdem ist ein solch früher Renteneintritt in der Regel mit Abschlägen verbunden – du bekommst also eine niedrigere Altersrente. Doch es gibt einige Schlupflöcher. Nutzt du sie geschickt, etwa weil du vor deinem Renteneintritt arbeitslos wirst, kannst du bereits früher (z.B. mit 61 Jahren) aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Denn für deine Rentenberechnung wird die Arbeitslosigkeit ähnlich wie eine Erwerbstätigkeit behandelt.

Wichtige Infos auf einen Blick

  • Hast du mindestens 35 Beitragsjahre gesammelt, kannst du bereits mit 63 Jahren in Rente gehen. Zu beachten ist aber, dass die Rentenversicherung hier Abschläge vornimmt, deine lebenslange Rente also niedriger ausfällt als bei Erwerbstätigkeit bis zur Regelaltersgrenze.
  • Die Rentenabschläge betragen bis zu 14,4% deiner normalen Rente. Du kannst die Nachteile allerdings ausgleichen, indem du zusätzliche Rentenpunkte kaufst.
  • Wirst du mit 61 Jahren arbeitslos, kannst du je nach Beschäftigungsdauer für bis zu 2 Jahre Arbeitslosengeld 1 beziehen – und so beispielsweise die Zeit bis zum 63. Lebensjahr überbrücken. Hierbei müssen jedoch einige Dinge beachtet werden.
  • Der Bezug von Arbeitslosengeld 1 bringt für die spätere Rente 80% dessen, was deine vorherige Beschäftigung „wert“ war. Du wirst also so gestellt, als hättest du weiterhin für 80% deines vorherigen Entgelts gearbeitet.
  • Auch eine Arbeitslosigkeit vor der abschlagsfreien Rente mit 65 ist möglich. Dabei müssen jedoch weitere Besonderheiten beachtet werden.

Auch im Video: Rente mit 63, aber vorher arbeitslos

gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw== - Rente mit 63, arbeitslos mit 61: So optimierst du deinen Renteneintritt!

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Grundregel: Eintritt in die gesetzliche Altersrente mit 67 Jahren

Aktuell gilt in Deutschland ein reguläres Renteneintrittsalter von 67 Jahren (§ 235 SGB 6). Bist du 1964 oder später geboren und hast mindestens 5 Beitragsjahre gesammelt, steht dir also ab dem 67. Lebensjahr eine gesetzliche Altersrente von der Deutschen Rentenversicherung zu.

Wer hingegen vor 1964 geboren wurde, kann bereits etwas früher in Rente gehen. Bist du beispielsweise 1958 auf die Welt gekommen, liegt dein Renteneintrittsalter bei 66 Jahren. Für die nachfolgenden Jahrgänge erhöht es sich jeweils um 2 Monate, sodass eine 1962 geborene Person beispielsweise mit 66 Jahren und 8 Monaten abschlagsfrei in den Ruhestand eintreten kann.

Früher in Rente gehen durch viele Beitragsjahre

Außerdem gelten folgende Ausnahmen, wenn du (besonders) viele Beitragsjahre gesammelt hast.

  • Langjährig Versicherte: Hast du mindestens 35 Beitragsjahre voll, kannst du mit Abschlägen schon mit 63 Jahren in Rente gehen.
  • Besonders langjährig Versicherte: Bei mindestens 45 Beitragsjahren kannst du bereits mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen, jedoch nur, wenn du vor 1953 geboren wurdest. Auch hier erhöht sich die Grenze bis zum Jahrgang 1964 schrittweise auf 65 Jahre.

Eine vorgezogene und abschlagsfreie Altersrente gibt es also in der Regel nur dann, wenn du mindestens 45 Beitragsjahre gesammelt hast. Und für alle ab 1964 Geborenen wäre hier das 65. Lebensjahr der frühestmögliche Termin. Demnach gibt es die oft zitierte Rente mit 63 in der Praxis nicht mehr. Auf den Trick „Abschlagsfreie Rente mit 65, arbeitslos mit 63“ gehen wir dennoch im weiteren Verlauf noch ein.

Trick, um früher in Rente zu gehen

Für den Trick „Rente mit 63, arbeitslos mit 61“, kommt die Rente für besonders langjährig Versicherte also nicht in Frage. Das Ganze ist nur mit der Rente für langjährig Versicherte nach 35 Beitragsjahren möglich.

Weitere Tricks, um früher in Rente zu gehen, haben wir im verlinkten Artikel erklärt.

Rente mit 63, arbeitslos mit 61: Wie lange kann ich Arbeitslosengeld 1 erhalten?

Die Überschrift hat uns wahrscheinlich schon verraten, denn Arbeitslosengeld 1 kannst du für maximal 24 Monate erhalten. Ansonsten würde der Trick „Rente mit 63, arbeitslos mit 61“ keinen Sinn machen. Voraussetzung für 2 Jahre ALG 1 ist, dass du

  • bereits 58 Jahre oder älter bist und
  • innerhalb der letzten 5 Jahre vor Beginn der Arbeitslosigkeit mindestens 48 Monate versicherungspflichtig beschäftigt warst.

Arbeitslosengeld 1 wird maximal bis zum regulären Renteneintrittsalter gezahlt

Zu beachten ist, dass das Arbeitslosengeld 1 immer nur maximal bis zum regulären Renteneintrittsalter gezahlt wird.

Solltest du also z.B. mit 66 Jahren arbeitslos werden und dein reguläres Renteneintrittsalter liegt bei 67 Jahren, bekommst du nur 1 Jahr Arbeitslosengeld 1, obwohl du unter Umständen 2 Jahre Anspruch hast.

Warum ist das ein Problem? Das Arbeitslosengeld 1 ist in der Regel höher als die Altersrente, sodass es Sinn macht, die maximale Bezugsdauer auszunutzen. Zudem sammelt man bei Bezug von ALG 1 weitere Entgeltpunkte. Konkrete Zahlen dazu gibt es im weiteren Verlauf. Für den Trick, um früher in Rente zu gehen, spielt dies jedoch keine Rolle, da hier das Arbeitslosengeld 1 bereits weit vor dem regulären Renteneintrittsalter bezogen wird.

Bezug von Arbeitslosengeld 1 vor der Rente: Mögliche Probleme

Bevor wir auf die Höhe des Arbeitslosengeldes 1 eingehen, müssen wir noch mögliche Probleme beleuchten.

Sperrzeit bei Eigenkündigung

Das erste Problem ist die Sperrzeit bei Eigenkündigung. Hierbei wird das ALG 1 erst nach 3 Monaten bzw. 12 Wochen ausgezahlt (§ 159 SGB 3). Die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld 1 verkürzt sich zudem nach § 148 SGB 3 um die Tage der verhängten Sperrzeit. Bei einer Sperrzeit von 12 Wochen reduziert sich die Anspruchsdauer mindestens um ein Viertel. Das bedeutet, dass du im ungünstigsten Fall von einem ursprünglichen Anspruch von 24 Monaten nur 18 Monate Arbeitslosengeld 1 erhalten würdest.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass in der Sperrzeit keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden, sodass dein Rentenanspruch sinkt. Das Gleiche gilt übrigens nicht nur bei Eigenkündigung, sondern auch bei Aufhebungsverträgen.

Im besten Fall sollte die Kündigung also durch den Arbeitgeber oder durch eine Insolvenz erfolgen. Nur dann hast du sicher Anspruch auf 24 Monate ALG 1 und kannst den Trick „Rente mit 63, arbeitslos mit 61“ entspannt umsetzen.

Kein entspannter Ruhestand

Entspannt ist aber eigentlich das falsche Wort, denn je nach Sachbearbeiter wirst du auch mit über 60 Jahren noch regelmäßig bei der Agentur für Arbeit erscheinen und Bewerbungen schreiben müssen. Denn Voraussetzung für die Zahlung von Arbeitslosengeld 1 ist, dass du dich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellst.

Probleme bei Urlaubsreisen

Zudem kann es bei Urlaubsreisen Probleme geben. Arbeitslosengeld 1 wird in der Regel nur bei einem Urlaub von 3 Wochen (21 Kalendertagen) pro Jahr gezahlt (Genehmigung einholen). Du kannst zwar auch bis zu 6 Wochen in den Urlaub fahren, jedoch wird für die zusätzlichen 3 Wochen kein Arbeitslosengeld gezahlt.

Auf ein weiteres Problem, welches jedoch nicht für den Trick „Rente mit 63, arbeitslos mit 61“ relevant ist, gehen wir später noch ein.

Arbeitslosengeld 1 vs. Altersrente: Welche Unterschiede gibt es?

Wirst du jenseits deines 60. Geburtstags arbeitslos, stehst du mitunter vor einer Entscheidung zwischen gesetzlicher Rente und Arbeitslosengeld 1. Klar ist dabei, dass beide Leistungen zunächst unterschiedliche Lebensphasen und Schicksalsschläge erfassen, diese aber eben auch zusammentreffen können.

So kannst du beispielsweise deinen Job verlieren, während du bereits in einem Alter bist, in dem du eine Rente von der Deutschen Rentenversicherung beziehen kannst – wenn auch mit Abschlägen.

Wichtig: Bei Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 und gleichzeitigem Anspruch auf Frührente kann dich die Deutsche Rentenversicherung nicht zwingen, die Altersrente zu beziehen.

Beim Bürgergeld sieht es etwas anders aus

Wenn du keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld 1, sondern auf Bürgergeld (ehemals Hartz IV bzw. Arbeitslosengeld 2) hast, sieht die Situation etwas anders aus.

Kein Anspruch auf vorzeitige Altersrente

Solltest du keinen Anspruch auf eine vorzeitige Altersrente haben, wird das Bürgergeld bis zum regulären Rentenbeginn gezahlt.

Anspruch auf vorzeitige Altersrente ohne Abschlag

Falls jedoch ein Anspruch auf eine abschlagsfreie Frührente (Rente für besonders langjährig Versicherte) besteht, kann dir das Bürgergeld gestrichen werden, obwohl es eigentlich keinen Zwang zum Rentenantrag gibt. Grund für diese Regelung ist der Paragraph 12a des zweiten Sozialgesetzbuches, welcher besagt, dass bei Anspruch auf Bürgergeld andere Sozialleistungen (hier die Altersrente) vorrangig in Anspruch genommen werden müssen. Dir bleibt dann wohl oder übel nichts anderes übrig, als die Altersrente zu beantragen.

Anspruch auf vorzeitige Altersrente mit Abschlag

Bei einem Anspruch auf eine Frührente mit Abschlag (Rente für langjährig Versicherte) gilt diese Regelung jedoch nicht. Du kannst dann trotzdem weiter Bürgergeld beziehen. Diese Regelung gilt zunächst bis Ende 2026.

Bürgergeld oder Rente: Was ist besser?

Es kommt darauf an. Selbst wenn die Rente höher als das Bürgergeld ist, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass du die Altersrente beantragen solltest. Grund dafür ist, dass die Rente mit Abschlag gezahlt wird. Hier gilt es zu rechnen, was für dich vorteilhafter ist.

Wichtig zu verstehen ist, dass die Rentenhöhe während des Bezugs von Bürgergeld nicht steigt, da es sich nicht um eine Pflichtversicherungszeit, sondern nur um eine Anrechnungszeit handelt. In anderen Worten sammelst du hierbei keine Rentenpunkte.

Zurück zum Arbeitslosengeld 1: Beziehst du zunächst ALG 1 fährst du damit möglicherweise besser als mit dem vorgezogenen Renteneintritt. Ein kurzer Überblick über mögliche Vorteile.

Das ALG 1 ist in den meisten Fällen höher als die gesetzliche Rente

Das Arbeitslosengeld 1 richtet sich vereinfacht beschrieben, nach dem Nettogehalt, welches du in deinem letzten Job vor dem Leistungsbezug erhalten hast. Hiervon beträgt es grundsätzlich 60% und steigt auf 67%, wenn du Kinder hast, für welche du noch Kindergeld erhältst. Das ist eine vereinfachte Erklärung, denn die tatsächliche Berechnung ist etwas komplizierter. Aber für die grundsätzliche Aussage ist diese Erklärung völlig ausreichend.

Höhe ALG 1 Beispiel

Das vorläufige Durchschnittsentgelt aller Versicherten liegt 2024 bei 45.358 Euro brutto pro Jahr, was 3.780 Euro pro Monat ergibt. Das ergibt ca. 2.485 Euro netto (Steuerklasse 1, keine Kinder, nicht in der Kirche, 1,7% Zusatzbeitrag GKV). 60% davon sind 1.491 Euro ALG 1.

Höhe Durchschnittsrente

Im Vergleich dazu liegt die Durchschnittsrente nach wohlgemerkt 45 Beitragsjahren bei 1.543 Euro netto. Nettorente bedeutet bei Rentnern jedoch nur, dass bereits Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge abgezogen wurden. Nach Steuern liegt die Rente also noch unter diesem Wert.

Das Problem ist jedoch, dass die meisten gar nicht die 45 Beitragsjahre erreichen und diese Zahl die Realität nicht wirklich widerspiegelt. So lag die durchschnittliche Höhe der im Jahr 2021 neu zugegangenen Altersrenten für Männer bei 1.218 Euro West bzw. 1.143 Euro Ost und für Frauen bei 809 Euro West bzw. 1.072 Euro Ost. Diese Werte sind schon eher aussagekräftig.

Wie viele Menschen eine Rente von 2.000 Euro oder mehr bekommen, erfährst du im verlinkten Artikel.

Vergleich ALG 1 mit Rente

Der Unterschied von über 400 Euro ist schon gewaltig, wird in der Realität jedoch wahrscheinlich noch größer ausfallen, da die Gehälter am Ende des Berufslebens in der Regel am höchsten sind und sich das Arbeitslosengeld 1 aus dem Gehalt der letzten 12 Monate berechnet.

Demnach macht es aus monetärer Sicht in vielen Fällen Sinn, sich bei einer Arbeitslosigkeit mit 63 oder später nicht in den Ruhestand zu verabschieden, sondern zunächst Arbeitslosengeld 1 zu beziehen. Hier gilt es jedoch immer, die individuelle Situation zu betrachten. Denn wenn die Altersrente deutlich höher ist, macht der Bezug von Arbeitslosengeld 1 keinen Sinn. Die Höhe der Altersrente findest du auf deiner Renteninformation.

Beim Trick „Rente mit 63, arbeitslos mit 61“ stellt sich die Frage ALG 1 oder Rente aber nicht, da du mit 61 Jahren noch keinen Anspruch auf Altersrente hast.

Das Arbeitslosengeld 1 erhöht die Rente

Beziehst du Arbeitslosengeld 1 behandelt die Deutsche Rentenversicherung diese Zeiten so, als hättest du weiterhin als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer gearbeitet. Dabei wird fingiert, dass du weiterhin in dem Job tätig bist, den du unmittelbar vor Eintritt der Arbeitslosigkeit – das heißt vor Bezug des ALG 1 – ausgeübt hast. Dies ist neben dem Umfang deiner Tätigkeit vor allem wegen des Gehalts relevant.

Jedes Jahr wird dabei mit 80% berücksichtigt. Beziehst du das ALG 1 also für die Höchstdauer von 24 Monaten, behandelt die Rentenversicherung diese Zeit so, als hättest du jeweils 80% des Jahres regulär und damit insgesamt 1,6 weitere Jahre gearbeitet.

Im Vergleich zu einer Frührente mit z.B. 63 sammelst du also weitere 1,6 Jahre Rentenpunkte, welche deine Altersrente ein Leben lang erhöhen. Zudem hast du bei Bezug von Arbeitslosengeld 1 von 63 bis 65 und anschließender Rente im Vergleich zur Frührente mit 63 nur einen Abschlag von 7,2 und nicht von 14,4%.

Rente mit 63, arbeitslos mit 61: So funktioniert es

Wenn du also mit 61 bereits 33 Jahre Wartezeit erfüllt hast, kann der Trick „Rente mit 63, arbeitslos mit 61“ funktionieren. Zur Wiederholung: Zeiten des Bezugs von ALG 1 zählen zur Erfüllung der Wartezeit für langjährig Versicherte und bis auf eine Ausnahme auch zur Erfüllung der Wartezeit für besonders langjährig Versicherte hinzu.

Bis zu 6 Monate finanziell überbrücken

Zu beachten ist jedoch, dass du bei Eigenkündigung in der Regel 6 von 24 Monaten vor dem 63. Geburtstag kein Geld bekommst. Die Sperrzeit zählt aber trotzdem als Anrechnungszeit zur Erfüllung der Wartezeit hinzu, sodass du auf 35 Jahre kommst. Des Weiteren wirst du dich sehr wahrscheinlich in diesen 2 Jahren häufig mit der Agentur für Arbeit auseinandersetzen müssen. Wenn du dies nicht tust, droht eine (erneute) Sperrzeit oder sogar der Wegfall des Arbeitslosengeldes.

Geringere Rentenhöhe

In Bezug auf die Höhe der Rente werden die 2 Jahre Arbeitslosigkeit leicht negative Auswirkungen haben, da nur Beiträge in Höhe von 80% von der Agentur für Arbeit übernommen werden.

Ab dem 63. Lebensjahr kannst du dann die Rente für langjährig Versicherte mit in der Regel 14,4% Abschlag beziehen. Dabei musst du bedenken, dass der tatsächliche Abschlag noch höher ausfällt, da du in der Zeit von 63 bis 67 keine Rentenpunkte mehr sammelst.

Falls das Ziel für dich jedoch der frühestmögliche Ruhestand ist und du die reduzierte Rente verschmerzen kannst, solltest du dich näher mit diesem Trick beschäftigen. Bei der Ausführung kann dich ein unabhängiger Rentenberater unterstützen.

Auch im Video: Abschläge gesetzliche Rente

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Abschlagsfreie Rente mit 65, arbeitslos mit 63

Auch wenn „Rente mit 63, arbeitslos mit 61“ den frühestmöglichen Ruhestand bedeutet, gibt es den großen Nachteil der Abschläge. Viele Menschen wollen früher in Rente gehen, jedoch keine Abschläge in Kauf nehmen. Aber auch der Trick „Abschlagsfreie Rente mit 65, arbeitslos mit 63“ ist durchaus möglich, es muss jedoch ein Fallstrick beachtet werden.

24 Monate Regelung

Grundsätzlich zählen die Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeld 1 zur Erfüllung der Wartezeit für die Rente für besonders langjährig Versicherte dazu. Ausgenommen sind hiervon jedoch die 24 Monate unmittelbar vor Rentenbeginn (Ausnahmen: Arbeitslosigkeit durch Insolvenz oder Betriebsschließung). Zeiten des Bezugs von Bürgergeld zählen übrigens nicht zur Erfüllung dieser Wartezeit hinzu. Diese zählen nur zur Erfüllung der Wartezeit für langjährig Versicherte hinzu.

Wenn du dich also mit 63 arbeitslos meldest, zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht die 45 Jahre Wartezeit voll hast, wird dein Plan nicht aufgehen. Als Lösung für dieses Problem gibt es jedoch den sogenannten Minijob-Trick.

Rentenhöhe und Wartezeit

Wichtig zu verstehen ist noch, dass es zwar ein Problem mit der Wartezeit geben kann, die Rentenhöhe jedoch nicht beeinflusst wird. So zählen die Zeiten des Bezugs von ALG 1 hier ebenfalls mit 80% des vorherigen Einkommens.

Bei der Wartezeit für die Rente für langjährig Versicherte nach 35 Jahren spielt es übrigens keine Rolle, wann die Arbeitslosigkeit eingetreten ist. Auch die Zeit unmittelbar vor Rentenbeginn wird berücksichtigt. Ansonsten würde der im vorherigen Abschnitt erläuterte Ablauf auch nicht funktionieren.

Trick: Minijob ab 63

Du kannst neben dem Bezug von Arbeitslosengeld 1 einen Minijob aufnehmen und dadurch die fehlenden Beitragsjahre sammeln. Wichtig ist, dass du dich bei diesem Job nicht von der Versicherungspflicht befreien lässt, denn bei einer Befreiung zählt die Zeit nur anteilig.

Des Weiteren solltest du maximal 165 Euro im Minijob verdienen, da alles darüber hinaus mit dem Arbeitslosengeld 1 verrechnet wird. Auch darfst du maximal 14 Stunden pro Woche im Minijob arbeiten. Ansonsten geht dein Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 verloren.

Auch im Video: Ausnahme beim ALG 1 verhindert abschlagsfreie Frührente! (echt heftig)

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Ein letzter Hinweis: Kauf von Rentenpunkten

Wenn du den Trick „Rente mit 63, arbeitslos mit 61“ wählst, aber keine Abschläge in Kauf nehmen möchtest, hast du die Möglichkeit, diese durch den Kauf von Rentenpunkten auszugleichen.

Diese Sonderzahlungen an die Deutsche Rentenversicherung sind ab dem 50. Lebensjahr möglich. Zudem musst du die 35 Beitragsjahre mit zum 63. Lebensjahr erreichen (realistische Annahme), was bei diesem Trick sowieso die Voraussetzung ist.

Wenn du dich dafür interessierst, wie hoch die maximale Rente in Deutschland ist, solltest du dir den verlinkten Artikel durchlesen. Auch für die Maximierung der Rente kann der Kauf von Rentenpunkten sinnvoll sein.

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