Bekommst du eine Alters- oder sonstige Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung? Diese Zahlungen sind steuerpflichtig, wenn der steuerpflichtige Anteil der jährlichen Rente über dem sogenannten Grundfreibetrag liegt. Auch für betriebliche und private Rentenversicherungen gelten bestimmte Regelungen.

Wichtige Infos auf einen Blick

  • Renten sind Einkünfte im Sinne des deutschen Einkommensteuergesetzes (EStG). Wie viel aber tatsächlich zu versteuern ist, hängt von vielen Faktoren und Parametern ab.
  • Ist deine Rente steuerpflichtig, musst du eine Steuererklärung abgeben. Denn die Deutsche Rentenversicherung nimmt zwar einen Abzug von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen, aber keinen Steuerabzug vor. Aus diesem Grund müssen steuerpflichtige Rentner Rücklagen bilden.
  • Steuerpflichtig ist die Rente, wenn du abzüglich Kranken- und Pflegeversicherung und den anderen absetzbaren Kosten (u.a. Werbungskosten und Sonderausgaben) eine Rente von aktuell über 11.604 Euro im Jahr bekommst (Grundfreibetrag).
  • Aktuell ist noch ein gewisser Teil der Rente steuerfrei (2024: 17%). Dieser Rentenfreibetrag sinkt bis zum Rentenbeginn 2058 auf 0%, sodass ab diesem Jahr die gesetzliche Rente zu 100% versteuert werden muss. Relevant für die Steuerfreiheit ist immer das Jahr des Rentenbeginns.

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Wann muss ich als Rentnerin oder Rentner eine Steuererklärung abgeben?

Als Rentnerin oder Rentner bist du immer dann zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, wenn der steuerpflichtige Teil der Rente über dem sogenannten Grundfreibetrag liegt. Der Grundfreibetrag gibt an, welcher Teil deines Gesamtjahreseinkommens vollständig von der Besteuerung ausgenommen wird. Er beträgt im Jahr:

  • 2022: 10.347 Euro bei Ledigen und 20.694 Euro bei zusammenveranlagten Ehegatten
  • 2023: 10.908 Euro bei Ledigen und 21.816 Euro bei zusammenveranlagten Ehegatten
  • 2024: 11.604 Euro bei Ledigen und 23.208 Euro bei zusammenveranlagten Ehegatten

Rente wird immer steuerfrei ausgezahlt

Der vielleicht wichtigste Punkt bei der Besteuerung der gesetzlichen Rente ist, dass die Rente immer steuerfrei ausgezahlt wird. Die Deutsche Rentenversicherung führt zwar automatisch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge ab, um die Steuern musst du dich im Rahmen der Einkommensteuererklärung jedoch selbst kümmern.

Insbesondere für ehemalige Angestellte ist das eine riesige Umstellung, denn im Berufsleben war die Steuererklärung in der Regel keine Pflicht. Als steuerpflichtiger Rentner musst du also Rücklagen bilden, um die Steuerlast an das Finanzamt bezahlen zu können.

In Bezug auf die Rente wird vor Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung von der Bruttorente gesprochen. Die ausgezahlte Rente, welche abzüglich von Kranken- und Pflegeversicherung auf deinem Konto landet, nennt sich Nettorente. Von dieser Nettorente müssen jedoch ggf. noch Steuern gezahlt werden. Netto bedeutet also bei Rentner nicht nach Steuern.

Kranken- und Pflegeversicherung und Pauschbeträge werden abgezogen

Wichtig zu verstehen ist, dass die oben genannte Grundfreibeträge bereits abzüglich Kranken- und Pflegeversicherung und der Pauschbeträge gelten.

Damit ist gemeint, dass du auf deine Bruttorente Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen musst, welche dein zu versteuerndes Einkommen in voller Höhe mindern.

Das Gleiche gilt für den Werbungskosten-Pauschbetrag in Höhe von 102 Euro und den Sonderausgaben-Pauschbetrag in Höhe von 36 Euro. Und ja, der Werbungskosten-Pauschbetrag liegt bei Rentnern wirklich nur bei 102 Euro und nicht wie im Erwerbsleben bei 1.230 Euro.

Sollten deine Werbungskosten als Rentner (z.B. Steuerberatung) über 102 Euro liegen, kannst du selbstverständlich mehr absetzen und minderst dadurch deine Steuerbelastung. Selbstverständlich gilt das Gleiche, wenn deine Sonderausgaben über dem Pauschbetrag liegen.

Was das Ganze in der Praxis bedeutet, erklären wir die später an einem Beispiel.

Weitere Einkünfte sind ebenfalls zu versteuern

Achtung: Hast du weitere Einkünfte, etwa aus einer selbstständigen Tätigkeit oder aus Vermietung und Verpachtung, fließen diese ebenfalls in den Grundfreibetrag ein. Ausgenommen sind allerdings Minijobs und steuerfreie Einkünfte, etwa aus einer Tätigkeit als Übungsleiter nach § 3 Nummer 26 EStG.

Stets zur Abgabe verpflichtet bist du, wenn das Finanzamt dich dazu auffordert. In diesen Fällen solltest du schnell reagieren, denn die Missachtung der Abgabepflicht kann zu einer Schätzung deiner steuerpflichtigen Einkünfte führen.

Die nachgelagerte Besteuerung der gesetzlichen Rente

Seit dem 1. Januar 2005 gilt in Deutschland die nachgelagerte Besteuerung der gesetzlichen Rente. Du musst die Rentenzahlungen, die du von der gesetzlichen Rentenversicherung bekommst, also mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz versteuern. Dafür kannst du Beiträge, die du während deines Erwerbslebens zahlst, steuerlich als Sonderausgaben geltend machen.

Zu versteuern ist allerdings immer nur der steuerpflichtige Anteil der Rente.

Steuerpflichtiger und steuerfreier Anteil der Rente

Weil du Zeit deines Erwerbslebens nur einen Teil der gezahlten Beiträge steuerlich geltend machen konntest, musst du bei Bezug einer Rente auch nur einen Teil der Zahlung versteuern. Maßgebend hierfür ist die Tabelle 1 in § 22 EStG, die sogenannte Besteuerungsanteile ausweist. Wie hoch dieser Anteil ausfällt, richtet sich dann nach dem Jahr des Rentenbeginns.

Stpfl Rentenanteil 600x252 - Wie wird die Rente versteuert?

Wie du an dieser Tabelle erkennen kannst, versteuerst du bei einem Rentenbeginn im Jahr 2024 lediglich 83% deiner Rente. Die übrigen 17% der Rente sind steuerfrei (Rentenfreibetrag).

Irrtum bei der Steuerfreiheit der Rente

Der steuerfreie Anteil bleibt dein Leben lang gleich, wobei es hier oft zu einem großen Irrtum kommt. Es wird nämlich nicht 83%, sondern der absolute Betrag festgeschrieben. Wenn du z.B. 2024 in Rente gehst und diese bei 20.000 Euro liegt, sind 17%, also 3.400 Euro steuerfrei. Sollte es im nächsten Jahr eine Rentenerhöhung auf 21.000 Euro geben, sind weiterhin nur 3.400 Euro und nicht 17% von 21.000 Euro, also 3.570 Euro, steuerfrei. Rentenerhöhungen müssen also unabhängig vom Jahr des Rentenbeginns zu 100% versteuert werden.

Gesetzesänderung bei der Besteuerung der Rente

Die Zahlen in Klammern in der Tabelle geben übrigens die alte Regelung an. Im März 2024 wurde die Besteuerung der Rente nämlich im Rahmen des Wachstumschancengesetzes geändert. So musste bei der alten Regelung bereits ab 2040 100% der Rente versteuert werden. Mit der neuen Regelung ist das erst ab 2058 der Fall. Grund dafür ist, dass rückwirkend ab 2023 die Steigerung nur noch bei 0,5 statt bei 1% pro Jahr liegt.

Auch im Video: Weniger Steuern auf die Rente

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Beispiel: Wie wird die Rente versteuert?

Schauen wir uns exemplarisch den Rentner Robert an. Er ist ledig (Steuerklasse 1), nicht in der Kirche, hat keine Kinder, geht im Jahr 2024 in Rente und erhält hier 2.000 Euro pro Monat von der Deutschen Rentenversicherung. Neben den beiden Pauschbeträgen macht er keine weiteren Werbungskosten geltend.

Steuerfreier Teil der Rente

Robert bekommt pro Jahr 24.000 Euro Altersrente. Hiervon sind 4.080 Euro steuerfrei (24.000 * 17%). Er muss also 19.920 Euro versteuern, wogegen er jedoch noch Kranken- und Pflegeversicherung sowie die beiden Pauschbeträge rechnen kann.

Kranken- und Pflegeversicherung und Pauschbeträge

Kranken- und Pflegeversicherung muss Robert aber dennoch auf die 24.000 Euro Bruttorente zahlen. Beim durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,7% sind das 12,15%. Zur Erklärung: GKV = 14,6% + 1,7% = 16,3%, davon übernimmt die Deutsche Rentenversicherung 50% (8,15%); PPV = 4%, weil keine Kinder; diese Kosten muss er jedoch zu 100% selbst tragen.

Das ergibt Kosten für die Kranken- und Pflegeversicherung in Höhe von 2.916 Euro, welche zu 100% von der Steuer abgesetzt werden können. Zusätzlich kann er noch den Werbungskosten-Pauschbetrag in Höhe von 102 Euro und den Sonderausgaben-Pauschbetrag in Höhe von 36 Euro absetzen.

So hoch ist die Steuerlast bei 2.000 Euro Bruttorente im Jahr 2024

Demnach kommt er auf ein zu versteuerndes Einkommen von 16.866 Euro, was gemäß der aktuellen Einkommensteuergrundtabelle eine Steuerlast von 976 Euro bzw. 6% ergibt. In der Einkommensteuergrundtabelle ist der Grundfreibetrag bereits berücksichtigt.

Ziehen wir diese Steuerlast ab und addieren den steuerfreien Betrag in Höhe von 4.080 Euro hinzu, kommen wir auf eine Nettorente nach Steuern in Höhe von 19.970 Euro, was monatlich 1.664,17 Euro ergibt. Die Belastung durch Steuern und Abgaben liegt bei 17%.

Die genannte Berechnung gilt im Übrigen für alle Renten aus der Deutschen Rentenversicherung, also auch für Hinterbliebenen- und Waisenrenten.

Wie viele Leute überhaupt eine Rente von 2.000 Euro oder mehr bekommen, erfährst du im verlinkten Artikel. Und falls du dich dafür interessierst, wie hoch die maximale Rente in Deutschland ist, solltest du dir den weiteren verlinkten Artikel durchlesen.

Rente plötzlich versteuern – was nun?

Die gesetzlichen Renten steigen in der Regel jedes Jahr, genauer gesagt am 1. Juli eines Jahres, leicht an. So steigt der sogenannte Rentenwert zum 01.07.2024 von 37,60 auf 39,32 Euro.

Diese Anpassung dient dem Inflationsausgleich, kann aber dazu führen, dass du plötzlich über dem Grundfreibetrag liegst und in die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung „rutscht“.

Relevant ist der Grundfreibetrag abzüglich Kosten

Wichtig zu verstehen ist, dass du für die Pflicht zur Steuererklärung abzüglich Kranken- und Pflegeversicherung und den weiteren absetzbaren Kosten über den Grundfreibetrag kommen musst.

Wenn du also z.B. bei Rentenbeginn 2024 eine Bruttorente von 13.000 Euro erhältst, liegst du zwar zunächst über dem Grundfreibetrag, abzüglich aller Kosten bist du jedoch unter dem Grundfreibetrag und musst keine Steuererklärung abgeben.

Laut Finanztip ist bei Rentenbeginn 2024 ab einer Bruttojahresrente von 16.434 Euro davon auszugehen, dass der Rentner (ledig, keine weiteren Einkünfte und GKV-Versichert) eine Steuererklärung abgeben muss.

Jährlicher Anpassungsbetrag

Tipp: Du musst den jährlichen Anpassungsbetrag der Rente in der Steuererklärung eintragen. Damit du ihn nicht selbst berechnen musst, kannst du bei der Deutschen Rentenversicherung eine sogenannte Rentenbezugsmitteilung anfordern. Hier kannst du den Anpassungsbetrag einfach ablesen.

Du möchtest wissen, ob du deine Rente versteuern musst? Dann nutze beispielsweise den unverbindlichen und kostenlosen Alterseinkünfte-Rechner der bayerischen Finanzverwaltung, um dir einen Überblick zu verschaffen.

So ist die Steuererklärung für Rentner aufgebaut

Musst du deine Rente versteuern oder willst du freiwillig eine Steuererklärung abgeben, benötigst du hierfür zwei Formulare:

  • Mantelbogen (ESt1A): Hier trägst du deine Grunddaten wie Steuernummer, Adresse, Geburtsdatum und Co. ein.
  • Anlage R: In die Anlage R übernimmst du die Daten zu deiner Rente, insbesondere Art, Bezugsbeginn und Höhe.

Tipp: Viele Daten sind bei der Finanzverwaltung bereits gespeichert, weil die Deutsche Rentenversicherung sie elektronisch übermittelt. In ELSTER kannst du die Informationen dann einfach in die Formulare überspielen.

Beachte, dass du gegebenenfalls weitere Vordrucke und/oder Anlagen benötigst. Dies gilt beispielsweise für die Anlage R-AV/bAV (Renten aus Altersvorsorgeverträgen) und die Anlage R-AUS (Renten aus dem Ausland).

Was kann ich steuerlich geltend machen, wenn ich meine Rente versteuern muss?

Wenn deine Rente zu versteuern ist, solltest du möglichst alle abziehbaren Ausgaben in deine Steuererklärung eintragen. So reduzierst du deine Steuerlast. Abziehbar sind unter anderem folgende Aufwendungen:

  • Werbungskosten: Zu ihnen gehören nach § 9 EStG alle Kosten, die mit deiner Rente in Zusammenhang stehen – etwa für einen Steuerberater.
  • Sonderausgaben: Hierunter fallen Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung, Altersvorsorge und Spenden. Auch weitere Versicherungen wie z.B. die Haftpflichtversicherung gehören zu den Sonderausgaben.
  • Außergewöhnliche Belastungen: Krankheitskosten und den Behinderten-Pauschbetrag trägst du hier ein.
  • Handwerkerkosten: Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen sind auch bei Rentnern abziehbar.

Zahlst du Kirchensteuer, kannst du auch diese bei den Sonderausgaben ansetzen. Die gezahlte Steuer mindert dann dein zu versteuerndes Einkommen.

Abschläge, Hinzuverdienst und Co.: Einzelfälle zur (gesetzlichen) Rente

Bestimmte Themen sind echte Dauerbrenner bei der Besteuerung von Renten. Dazu gehören beispielsweise die folgenden Punkte.

Auswirkungen des Rentenabschlags

Wer früher, etwa mit 63 Jahren, in Rente geht, muss in der Regel Abschläge in Kauf nehmen (außer du kaufst Rentenpunkte nach) – pro Monat sind dies 0,3% der Rente. Trifft dieser Fall auf dich zu, unterliegt auch nur die niedrigere Rente der Besteuerung – so regelt es das sogenannte Zuflussprinzip in § 11 Absatz 1 EStG.

Ausführliche Informationen zum Thema „Tricks, um früher in Rente zu gehen“ findest du im verlinkten Artikel.

Ich verdiene mir etwas hinzu – Steuerpflicht?

Ob ein Zuverdienst der Einkommensteuer unterliegt, hängt davon ab, ob du durch ihn den Grundfreibetrag überschreitest. Bleibst du unter dieser Grenze, fällt keinerlei Einkommensteuer an. Dies gilt natürlich auch dann, wenn du brutto mehr verdienst, durch die verschiedenen Abzüge aber schlussendlich unter dem Freibetrag landest. Seit 2023 sind die Hinzuverdienstgrenzen bei Altersrenten entfallen, sodass Einkünfte neben der Rente nicht auf diese angerechnet werden.

Hast du das 64. Lebensjahr vollendet, steht dir ab dem Folgejahr außerdem ein sogenannter Altersentlastungsbetrag zu (§ 24a EStG). Er beträgt im Jahr 2024 beispielsweise 13,6% deiner Einkünfte, maximal jedoch 646 Euro. Den zusätzlichen Abzugsbetrag erhältst du aber nur, wenn deine Einkünfte nicht ausschließlich aus der gesetzlichen Rente, aus Beamtenpensionen und/oder Arbeitslohn bestehen. Begünstigt sind damit beispielsweise freiberufliche oder Vermietungseinkünfte.

Auswandern im Rentenalter – beschränkte Steuerpflicht der Rente

Möchtest du auswandern, musst du beachten, dass die gesetzliche Rente in der Regel weiterhin der Besteuerung in Deutschland unterliegt. Ausnahmen gelten, wenn ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) dem anderen Staat das ausschließliche Besteuerungsrecht zuweist. Grundsätzlich gilt aber, dass du weiterhin eine Steuererklärung (dann für beschränkt Steuerpflichtige, Formular ESt1C) abgeben musst.

Gibt es auch steuerfreie Renten?

Bestimmte Renten sind steuerfrei. Dazu gehören beispielsweise:

  • gesetzliche Unfallrenten
  • Sozialzuschläge zur Rente
  • Kriegs- und Schwerbehindertenrenten
  • Schmerzensgeld- und Unterhaltsrenten
  • Renten, die auf Glücksspiel beruhen (Rentenlotterie)
  • Renten an Verfolgte der NS-Zeit

Was gilt für eine Betriebsrente?

Betriebsrenten unterliegen § 19 Absatz 2 EStG und sind dadurch ebenfalls teilweise steuerfrei, im Übrigen aber voll zu versteuern. Wie bei der gesetzlichen Rente sinkt der Steuerfreibetrag auch hier bis 2058 auf 0%. Auch hier kann ein Werbungskosten-Pauschbetrag in Höhe von 102 Euro pro Jahr abgezogen werden, wenn nicht höhere Werbungskosten vorliegen.

Bekommst du beispielsweise ab 2024 eine Betriebsrente in Höhe von 10.000 Euro pro Jahr, sind hiervon grundsätzlich 13,6% als Versorgungsfreibetrag steuerfrei (1.360 Euro). Maximal sind 2024 jedoch 1.020 Euro steuerfrei. Hinzu kommt der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag von 306 Euro. Im Ergebnis versteuerst du 8.674 Euro (10.000 Euro – 1.020 Euro – 306 Euro), wovon noch der Werbungskosten-Pauschbetrag abgezogen werden kann. 1.326 Euro sind in diesem Beispiel aber steuerfrei.

Wie bei der gesetzlichen Rente bleibt auch bei Betriebsrenten der Steuerfreibetrag ein Leben lang gleich (absolut nicht prozentual). Relevant ist ausschließlich das Jahr des Versorgungsbeginns.

Informationen zur Besteuerung von privaten Rentenversicherungen findest du im verlinkten Artikel.

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Über den Autor

Tobias Weßler
Chief Content Manager