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Bauleistungsversicherung sinnvoll? Das musst du wissen
Die Bauleistungsversicherung ist quasi die Wohngebäudeversicherung für deinen Rohbau. Sie versichert also eine noch nicht fertiggestellte Immobilie gegen die Kosten, die aus Schäden durch Umweltereignisse oder Vandalismus entstehen. Auch Bau- sowie Materialmängel gehören in der Regel zu den versicherten Ursachen.
💡 Wichtige Infos auf einen Blick
- Mit einer Bauleistungsversicherung sicherst du deinen Hausbau gegen unvorhergesehene Schäden ab, zum Beispiel durch Unwetter, Vandalismus oder Konstruktions- und Materialfehler.
- Die Bauleistungsversicherung ergänzt den Schutz deines Bauvorhabens sinnvoll – noch wichtiger ist aber, dass du eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließt.
- Bei der Bauleistungsversicherung sind keine Schäden durch Feuer und Explosionen abgedeckt. Für sie brauchst du eine Feuerrohbauversicherung.
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Was ist eine Bauleistungsversicherung?
Eine Bauleistungsversicherung – früher auch als Bauwesenversicherung oder Bauversicherung bezeichnet – schützt den Bauherrn vor finanziellen Mehrbelastungen durch unvorhergesehene Schäden an den versicherten Bauleistungen oder sonstigen versicherten Sachen.
Als „unvorhersehbar“ gelten dabei Schäden, die weder vom Auftraggeber noch vom beauftragten Unternehmer rechtzeitig erkannt werden konnten.
Die Bauleistungsversicherung ist quasi die Wohngebäudeversicherung während der Bauphase.
Was deckt eine Bauleistungsversicherung ab?
Zu den versicherten Risiken zählen insbesondere Schäden durch
- Unwetter,
- Vandalismus sowie
- Elementarschäden wie die Unterspülung des Rohbaus durch Hochwasser.
Ebenfalls umfasst sind Zusatzkosten, die zum Beispiel durch Aufräum- und Entsorgungsarbeiten oder infolge notwendigen Rückbaus entstehen.
Nicht versichert sind allerdings Schäden durch normale Witterungseinflüsse, mit denen aufgrund der Jahreszeit und der örtlichen Verhältnisse zu rechnen ist, wie beispielsweise Frostschäden.
Die Bauleistungsversicherung deckt außerdem nur Sachschäden an den versicherten Leistungen und deinem Rohbau ab. Reine Vermögensschäden, wie etwa Mehrkosten durch Bauzeitverzögerungen oder Preissteigerungen sind nicht versichert.
Bauleistungsversicherung Diebstahl
Grundsätzlich kannst du den Schutz der Bauleistungsversicherung auf Diebstähle erweitern. In diesem Fall sind jedoch nur fest eingebaute Materialien versichert.
Wird beispielsweise ein bereits eingebautes Waschbecken oder ein Heizkörper gestohlen, besteht Versicherungsschutz. Für den Diebstahl von frei herumliegenden Baustoffen oder Werkzeugen bekommst du hingegen keine Leistungen.
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Welche Schäden bei der Bauleistungsversicherung nicht versichert sind
Bestimmte Schäden sind bei der Bauleistungsversicherung grundsätzlich ausgeschlossen. Zu ihnen gehören insbesondere:
- Insolvenz: Wird der Bauunternehmer insolvent und wird dein Haus deshalb nicht fertig, bekommst du keine Entschädigung.
- Brand, Blitzschlag, Explosion: Diese Schadensursachen sind nur bei der Feuerrohbauversicherung, die du am besten in Kombination mit der Bauleistungsversicherung abschließt, versichert.
- Personenschäden: Verletzt sich jemand auf deiner Baustelle, etwa durch eine Verletzung von Verkehrssicherungspflichten, kommt hierfür die Bauherrenhaftpflicht auf. Von der Bauleistungsversicherung bekommst du in diesen Fällen also ebenfalls keine Leistung.
Was kostet eine Bauleistungsversicherung?
Der Beitrag für die Bauleistungsversicherung richtet sich nach den Gesamtkosten deines Bauvorhabens.
Zur sogenannten Bausumme zählen alle Ausgaben, die während des Baus anfallen. Auch deine geplanten Eigenleistungen musst du hier in Höhe der ersparten Aufwendungen berücksichtigen.
Nicht einbezogen werden der Kaufpreis für das Grundstück sowie Erschließungskosten wie Strom- oder Kanalanschluss.
Nicht nur auf den Preis achten
Achte bei der Auswahl nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die versicherten Leistungen. Die Versicherung sollte unbedingt auch Kosten für die Suche nach der Schadensursache und für zusätzliche Aufräumarbeiten übernehmen. Schäden am Grund und Boden sollten ebenfalls in gewissem Umfang mitversichert sein.
Du schließt die Versicherung zu Baubeginn ab. Für die Beitragsberechnung schätzt du die Bausumme anhand von Kostenvoranschlägen und deiner Kostenplanung, wie sie auch für die Bank erforderlich ist. Grob kannst du dann mit folgenden Beiträgen rechnen:
- Bausumme von 350.000 Euro: Beitrag zwischen 285 und 365 Euro
- Bausumme von 250.000 Euro: Beitrag bei rund 220 Euro
Die Prämie ist ein Einmalbeitrag. Er wird bei Abschluss der Bauleistungsversicherung in einer Summe fällig, eine monatliche Abbuchung erfolgt nicht.
So gehst du vor, wenn sich der Bau verzögert oder er teurer wird
Meistens passt deine anfängliche Kostenschätzung nicht zu den tatsächlichen Aufwendungen, die für deine Baustelle anfallen. Konkret können die Kosten höher oder niedriger ausfallen, wobei in der Praxis meist höhere Kosten entstehen.
Ist dies der Fall, musst du es dem Versicherer sofort mitteilen – diese Angabe gehört zu deinen Pflichten als Versicherungsnehmerin oder Versicherungsnehmer.
Verzögert sich der Bau, kommt es auf die Versicherungsbedingungen an: Meist endet die Bauleistungsversicherung 2 bis 3 Jahre nach ihrem Abschluss. Ist dein Haus bis dahin nicht fertig, musst du beim Versicherer eine Verlängerung beantragen und ggf. nochmal etwas Beitrag nachzahlen. Dann ist die Verlängerung aber unproblematisch.
Ist eine Bauleistungsversicherung sinnvoll?
Eine Bauleistungsversicherung ist für Bauherren in der Regel sehr sinnvoll, weil sie umfassend vor unvorhergesehenen Schäden am entstehenden Bauwerk schützt.
Dadurch spart sie im Ernstfall hohe Kosten und bietet finanzielle Sicherheit während der oft langen Bauphase. Viele Kreditgeber verlangen diese Versicherung zudem als Voraussetzung für eine Baufinanzierung.
Noch bedeutender ist jedoch die Bauherrenhaftpflicht, da sie Schäden absichert, die Dritten durch die Baustelle entstehen – und solche Haftpflichtschäden können schnell existenzbedrohend teuer werden. Die Bauleistungsversicherung ergänzt diesen essenziellen Schutz sinnvoll.
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