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Glasversicherung: Kosten, Leistungen & wann sie sinnvoll ist

Aktualisiert am 24. September 2026

Ein Fußball landet in der Terrassentür, die Glaskeramik-Kochfläche bekommt einen Riss oder eine große Fensterscheibe geht beim Renovieren zu Bruch: Glasschäden können schnell mehrere hundert oder sogar mehrere Tausend Euro kosten. Eine Glasversicherung, häufig auch als Glasbruchversicherung bezeichnet, übernimmt solche Schäden im vereinbarten Umfang.

Dabei solltest du genau darauf achten, welche Verglasungen versichert sind. Denn Gebäude- und Mobiliarverglasung sind nicht dasselbe. Außerdem ist längst nicht jeder Schaden an einem Gegenstand aus Glas automatisch ein Fall für die Glasversicherung. 

Eine Beratung zur Glasversicherung kann deshalb sinnvoll sein, um zu prüfen, welcher Schutz zu deiner Wohnsituation passt und welche Glasflächen tatsächlich abgesichert werden sollten.

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Was ist eine Glasversicherung?

Eine Glasversicherung schützt dich vor den finanziellen Folgen bestimmter Glasschäden. Der Versicherungsschutz kann als eigenständiger Vertrag oder als zusätzlicher Baustein zu einer Hausrat- bzw. Wohngebäudeversicherung angeboten werden.

Im Mittelpunkt steht der Bruch versicherter Verglasungen.

Anders als bei vielen anderen Versicherungen ist dabei nicht zwingend eine bestimmte Schadenursache entscheidend. Welche Ereignisse und Glassachen tatsächlich versichert sind, ergibt sich aus den jeweiligen Versicherungsbedingungen.

Welche Schäden zahlt die Glasbruchversicherung?

Typischer Versicherungsfall ist der vollständige Bruch einer versicherten Glasscheibe.

Beispiel: Du möchtest dein Wohnzimmer umräumen. Beim Verschieben eines schweren Möbelstücks stößt du gegen die große Glasfläche deiner Terrassentür.

Die Scheibe bekommt einen durchgehenden Riss und muss ausgetauscht werden.

Ist die entsprechende Gebäudeverglasung über deine Glasversicherung abgesichert, können die notwendigen Kosten für den Austausch nach Maßgabe des Vertrags übernommen werden.

Auch ein Missgeschick im eigenen Haushalt kann damit grundsätzlich versichert sein.

Zahlt die Glasversicherung bei grober Fahrlässigkeit?

Ob und in welchem Umfang grob fahrlässig verursachte Schäden versichert sind, solltest du anhand der konkreten Versicherungsbedingungen prüfen.

Gerade bei Sachversicherungen können Regelungen zur grob fahrlässigen Herbeiführung eines Versicherungsfalls Auswirkungen auf die Leistung haben.

Ein leistungsstarker Tarif sollte deshalb möglichst günstige Regelungen für grob fahrlässig verursachte Schäden enthalten.

Glasversicherung oder Glasbruchversicherung – gibt es einen Unterschied?

Wer nach einer Glasbruchversicherung sucht, meint in aller Regel denselben Versicherungsbereich wie bei einer Glasversicherung.

Die Begriffe werden häufig synonym verwendet.

Für dich ist deshalb weniger entscheidend, ob ein Versicherer sein Produkt „Glasversicherung“ oder „Glasbruchversicherung“ nennt.

Viel wichtiger ist die Frage: Welche Glassachen sind nach den konkreten Versicherungsbedingungen tatsächlich gegen welche Schäden versichert?

Erst anhand dieser Bedingungen kannst du verschiedene Angebote sinnvoll miteinander vergleichen.

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Gebäude- oder Mobiliarverglasung: Was ist der Unterschied?

Beim Abschluss einer Glasbruchversicherung ist die Unterscheidung zwischen Gebäudeverglasung und Mobiliarverglasung besonders wichtig.

GebäudeverglasungMobiliarverglasung
FensterscheibenGlasscheiben von Möbeln
Glas in TürenSpiegel
Terrassen- und BalkontürenGlasplatten
Wintergärten, soweit versichertVitrinenverglasung
fest eingebaute GlasflächenGlaskeramik-Kochflächen, soweit eingeschlossen
sonstige Gebäudeverglasungen nach Tarifsonstige bewegliche Verglasungen nach Tarif

Welche Gegenstände konkret unter die jeweilige Kategorie fallen, bestimmen die Versicherungsbedingungen.

Was ist Gebäudeverglasung?

Zur Gebäudeverglasung gehören grundsätzlich fest mit dem Gebäude verbundene Verglasungen.

Klassisches Beispiel sind die Fenster eines Einfamilienhauses.

Auch verglaste Türen oder größere Glasflächen können darunterfallen.

Besonders relevant kann eine Glasversicherung deshalb bei Immobilien mit großen oder hochwertigen Verglasungen sein. Moderne Häuser verfügen beispielsweise teilweise über bodentiefe Fenster, große Terrassentüren oder umfangreiche Glasfronten.

Der Austausch solcher Elemente kann erheblich teurer sein als der Austausch einer kleinen Standardscheibe.

Was ist Mobiliarverglasung?

Bei der Mobiliarverglasung geht es dagegen um Verglasungen von Einrichtungsgegenständen bzw. bestimmte bewegliche Glassachen.

Ein typisches Beispiel ist ein großer Wandspiegel.

Auch verglaste Möbel oder bestimmte Glasplatten können je nach Vertrag unter den Versicherungsschutz fallen.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Glaskeramik-Kochfläche in der Küche.

Ist das Ceranfeld über die Glasversicherung versichert?

Umgangssprachlich wird häufig vom Ceranfeld gesprochen. Ceran ist allerdings ein Markenname. Versicherungsbedingungen verwenden deshalb häufig allgemeinere Begriffe wie Glaskeramik-Kochfläche.

Ob eine solche Kochfläche über deine Glasbruchversicherung versichert ist, hängt vom Vertrag ab.

Beispiel: Beim Kochen fällt dir ein schwerer Topf aus der Hand und direkt auf die Glaskeramik-Kochfläche. Die Oberfläche bekommt einen tiefen Riss und das Kochfeld muss ersetzt werden.

Enthält deine Glasversicherung einen entsprechenden Schutz für Glaskeramik-Kochflächen, kann der Schaden grundsätzlich versichert sein.

Du solltest allerdings prüfen, welche Kosten konkret übernommen werden. Bei modernen Kochfeldern können Glasfläche und Elektronik technisch miteinander verbunden sein. Die Versicherungsbedingungen entscheiden darüber, welche Bestandteile bzw. Austauschkosten erfasst sind.

Sind Fenster über die Wohngebäudeversicherung versichert?

Hier besteht häufig ein Missverständnis.

Fenster gehören zwar zum Gebäude. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Glasschaden automatisch über die Wohngebäudeversicherung bezahlt wird.

Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude gegen die dort vereinbarten Gefahren, beispielsweise Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel.

Geht eine Fensterscheibe aufgrund einer versicherten Gefahr zu Bruch, kann deshalb bereits über die Wohngebäudeversicherung Versicherungsschutz bestehen.

Ein einfacher Glasbruch durch ein Missgeschick ist damit aber nicht automatisch abgesichert.

Genau für diese Lücke kann die Glasversicherung bzw. Glasbruchversicherung gedacht sein.

Zahlt die Hausratversicherung bei Glasbruch?

Auch die Hausratversicherung übernimmt nicht automatisch jeden Glasschaden.

Sie schützt deinen Hausrat grundsätzlich gegen die im Vertrag vereinbarten Gefahren. Eine zerbrochene Glasscheibe allein ist deshalb noch kein klassischer Hausratschaden.

Der Glasversicherungsschutz kann allerdings als zusätzlicher Baustein zur Hausratversicherung abgeschlossen werden.

Merke: Hausratversicherung und Glasversicherung sind zwei unterschiedliche Absicherungen. Nur weil du eine Hausratversicherung hast, bedeutet das nicht automatisch, dass jede zerbrochene Glasscheibe versichert ist.

Was ist bei einem Glasschaden versichert?

Neben dem eigentlichen Ersatz der zerstörten Verglasung können je nach Vertrag weitere notwendige Kosten versichert sein.

Dazu können beispielsweise Kosten für

gehören.

Bei besonders großen Scheiben können zusätzliche Arbeiten erforderlich werden. Muss beispielsweise ein Gerüst oder ein Kran eingesetzt werden, können die Kosten erheblich steigen.

Ob solche Zusatzkosten vollständig übernommen werden, hängt vom jeweiligen Tarif ab.

Was zahlt die Glasversicherung nicht?

Nicht jede Beschädigung einer Glasfläche ist automatisch ein versicherter Glasbruch.

Problematisch sind insbesondere reine Oberflächenschäden.

Dazu gehören beispielsweise:

Ein Kratzer auf einem Spiegel kann optisch störend sein. Trotzdem liegt dadurch noch nicht zwangsläufig ein versicherter Bruchschaden vor.

Auch bestimmte Glasgegenstände können ausdrücklich vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sein.

Ist ein kaputtes Trinkglas versichert?

Normalerweise solltest du nicht davon ausgehen, dass jedes beliebige Objekt aus Glas unter eine Glasversicherung fällt.

Ein heruntergefallenes Weinglas, eine Glasflasche oder eine normale Trinkschale gehört typischerweise nicht zu den Verglasungen, für die eine Glasbruchversicherung gedacht ist.

Entscheidend ist die Abgrenzung zwischen versicherten Verglasungen und sonstigen Gegenständen aus Glas.

Auch optische Gläser, Beleuchtungskörper oder elektronische Geräte mit Glasbestandteilen können besonderen Regelungen oder Ausschlüssen unterliegen.

Ist das Smartphone über die Glasbruchversicherung versichert?

Du lässt dein Smartphone fallen und das Display zerbricht.

Obwohl das Display aus Glas bestehen kann, ist das grundsätzlich kein klassischer Schaden für eine Glasversicherung.

Dasselbe gilt regelmäßig für Displays von Tablets, Fernsehern oder anderen elektronischen Geräten, sofern der konkrete Tarif hierfür keine besondere Leistung vorsieht.

Eine Glasbruchversicherung solltest du deshalb nicht mit einer Elektronik-, Handy- oder Geräteversicherung verwechseln.

Glasversicherung für Eigentümer

Für Hauseigentümer kann die Glasbruchversicherung vor allem bei umfangreichen Gebäudeverglasungen interessant sein.

Beispiel: Dein Einfamilienhaus besitzt mehrere große bodentiefe Fenster, eine breite Terrassentür und zusätzliche Glasflächen.

Eine der großen Scheiben zerbricht durch ein Missgeschick. Aufgrund der Größe und des Gewichts der Scheibe sind nicht nur Material- und Montagekosten erforderlich. Für den Austausch wird zusätzlich spezielles Gerät benötigt.

Der Gesamtschaden beträgt 4.000 Euro.

Kannst oder möchtest du ein solches Risiko nicht selbst tragen, kann eine Glasversicherung sinnvoll sein.

Bei einem Gebäude mit kleinen Standardfenstern und überschaubaren Austauschkosten kann die individuelle Bewertung dagegen anders ausfallen.

Glasversicherung bei einem Wintergarten

Ein Wintergarten besteht häufig zu einem erheblichen Teil aus Glas. Entsprechend hoch können die Kosten eines größeren Glasbruchs ausfallen.

Wenn du einen Wintergarten besitzt, solltest du deshalb genau prüfen, ob und in welchem Umfang dessen Verglasung in deiner Glasversicherung eingeschlossen ist.

Das gilt insbesondere für Glasdächer und andere Sonderverglasungen.

Nicht jeder Tarif definiert den versicherten Umfang identisch.

Zahlt die Glasversicherung bei Sturm und Hagel?

Bei Gebäuden können Sturm- und Hagelschäden bereits über die Wohngebäudeversicherung abgesichert sein, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

Wird beispielsweise eine Fensterscheibe unmittelbar durch Hagel beschädigt, solltest du deshalb zunächst prüfen, welcher Versicherungsvertrag für den Schaden zuständig ist.

Die Glasbruchversicherung ist vor allem deshalb interessant, weil ihr Schutz nicht auf die klassischen versicherten Gefahren einer Wohngebäude- oder Hausratversicherung beschränkt sein muss.

Glasversicherung für Mieter: Ist sie sinnvoll?

Auch als Mieter kann eine Glasversicherung interessant sein.

Dabei solltest du zunächst unterscheiden, welche Glassachen dir selbst gehören und welche Bestandteil der gemieteten Wohnung sind.

Für eigene versicherte Mobiliarverglasungen kann eine entsprechende Absicherung über die Hausratversicherung bzw. einen Glasbaustein infrage kommen.

Bei Gebäudeverglasungen ist zusätzlich relevant, wer für einen Schaden verantwortlich ist.

Verursachst du schuldhaft einen Schaden am Eigentum deines Vermieters, kann unter bestimmten Voraussetzungen auch deine private Haftpflichtversicherung eine Rolle spielen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass eine Glasversicherung für Mieter grundsätzlich überflüssig ist. Beide Versicherungen verfolgen unterschiedliche Zwecke.

Was passiert, wenn eine andere Person meine Scheibe zerstört?

Beschädigt eine andere Person schuldhaft deine Glasscheibe, kann gegen den Verursacher ein Schadensersatzanspruch bestehen.

Beispiel: Dein Nachbar hilft dir beim Möbeltragen. Dabei stößt er versehentlich gegen deine Glastür und zerstört sie.

In diesem Fall kann seine private Haftpflichtversicherung für den Schaden zuständig sein.

Eine eigene Glasversicherung kann trotzdem relevant sein. Welche Versicherung den Schaden letztlich reguliert und ob Regressansprüche bestehen, hängt von der konkreten Situation ab.

Was kostet eine Glasversicherung?

Die Kosten einer Glasversicherung hängen von verschiedenen Faktoren ab.

Im Durchschnitt liegen die Beiträge bei etwa 25 bis 50 Euro pro Jahr bzw. rund 2 bis 4 Euro pro Monat. Günstige Tarife sind teilweise bereits ab etwa 15 bis 25 Euro jährlich erhältlich. Je nach Versicherungsumfang, Größe bzw. Art des versicherten Gebäudes, Schutz für Gebäude- und Mobiliarverglasungen sowie möglichen Zusatzleistungen können die Kosten aber höher ausfallen.

Wird die Glasversicherung als Zusatzbaustein in eine Hausratversicherung eingeschlossen, kann sich deren Beitrag entsprechend erhöhen.

Der Beitrag sollte allerdings nicht isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist, welches finanzielle Risiko du tatsächlich absicherst.

Zahlst du über viele Jahre Beiträge, obwohl die größte mögliche Glasscheibe in deiner Wohnung für wenige hundert Euro ersetzt werden könnte, kann es wirtschaftlich sinnvoll sein, dieses Risiko selbst zu tragen.

Besitzt du dagegen zahlreiche großflächige oder besonders teure Verglasungen, sieht die Rechnung anders aus.

Wann ist eine Glasversicherung sinnvoll?

Eine Glasversicherung schützt in erster Linie vor einem Sachschaden. Anders als beispielsweise eine Privathaftpflicht- oder Berufsunfähigkeitsversicherung sichert sie normalerweise kein existenzbedrohendes Risiko ab.

Deshalb hängt die Entscheidung stark von deiner individuellen Situation ab.

Eine Glasbruchversicherung kann insbesondere interessant sein, wenn du

Bei wenigen und günstigen Verglasungen kannst du dagegen überlegen, ob du kleinere Schäden im Ernstfall aus eigenen Mitteln bezahlst.

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Worauf solltest du bei einer Glasbruchversicherung achten?

Beim Tarifvergleich solltest du zunächst prüfen, welche Verglasungen überhaupt versichert sind.

Besonders wichtig sind Gebäude- und Mobiliarverglasung. Je nach persönlicher Situation können außerdem Glaskeramik-Kochflächen, Wintergärten, Glasdächer oder besondere Verglasungen relevant sein.

Achte außerdem darauf, welche Kosten neben dem reinen Materialwert übernommen werden. Gerade Montage-, Transport-, Gerüst- oder sonstige Zusatzkosten können bei großen Scheiben einen erheblichen Anteil des Gesamtschadens ausmachen.

Auch mögliche Selbstbeteiligungen solltest du berücksichtigen.

Ein sehr günstiger Tarif hilft wenig, wenn gerade die für dich teuersten Glasflächen ausgeschlossen oder nur eingeschränkt versichert sind.

Fazit: Glasversicherung lohnt sich vor allem bei teuren Verglasungen

Eine Glasversicherung bzw. Glasbruchversicherung übernimmt bestimmte Bruchschäden an versicherten Verglasungen. Dazu können insbesondere Fenster, Glastüren, Spiegel, Mobiliarverglasungen und – abhängig vom Tarif – Glaskeramik-Kochflächen gehören.

Notwendig ist eine solche Versicherung nicht für jeden Haushalt. Kleine Glasschäden lassen sich häufig problemlos aus eigenen Mitteln bezahlen.

Anders kann es bei großen Fensterflächen, Wintergärten oder hochwertigen Sonderverglasungen aussehen. Hier kann bereits eine einzige zerbrochene Scheibe erhebliche Kosten verursachen.

Bevor du eine Glasbruchversicherung abschließt, solltest du deshalb nicht nur den Beitrag vergleichen. Prüfe vor allem, welche Verglasungen versichert sind, welche Ausschlüsse bestehen und welche Kosten der Versicherer im Schadenfall tatsächlich übernimmt.

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