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Private Krankenversicherung Beamte Kosten (2026)

Aktualisiert am 26. Februar 2026

Die private Krankenversicherung (PKV) ist vor allem für Beamte prädestiniert. Denn sie erhalten vom Dienstherrn in der Regel mindestens 50% Beihilfe, wodurch die PKV besonders günstig wird. Allerdings gibt es auch bei Beamten Besonderheiten, denn der monatliche Beitrag hängt – wie bei anderen Privatversicherten auch – vor allem von Alter und Gesundheitszustand ab. Wir geben einen Überblick über die private Krankenversicherung für Beamte und ihre Kosten.

💡 Wichtige Infos auf einen Blick

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Warum die private Krankenversicherung für Beamte sinnvoll ist

Als Beamtin oder Beamter gehörst du zu den Berufsgruppen, die in der Sozialversicherung von der sogenannten Versicherungsfreiheit profitieren. Es besteht also alleine durch den Beamtenstatus keine Sozialversicherungspflicht

Dies hat zur Folge, dass du nicht nur keine Beiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung bezahlen musst. Du bist darüber hinaus in deiner Entscheidung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung frei.

Rund 95% der Beamten sind auch aufgrund der Kosten privat krankenversichert

Im bundesweiten Durchschnitt (Beamte des Bundes und der Länder) sind rund 95% der Beamten privat krankenversichert. Die restlichen Beamten sind freiwillig gesetzlich versichert. Hierfür gibt es verschiedene, vor allem aber die folgenden Gründe:

Wenn du bereits privat krankenversichert, aber mit deinem aktuellen PKV-Versicherer unzufrieden bist, hast du auch als Beamter die Möglichkeit, von einem PKV-Versicherer zu einem anderen PKV-Versicherer zu wechseln.

Ausführliche Informationen zur privaten Krankenversicherung für Beamte findest du im verlinkten Artikel.

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Die Beihilfe bei Beamten: So setzen sich die Kosten für die PKV zusammen

Das Thema „Kosten der privaten Krankenversicherung“ ist bei Beamten etwas komplexer als beispielsweise bei Arbeitnehmern und Selbstständigen, denn

Bei Beamten setzen sich die Kosten für die private Krankenversicherung demgegenüber aus Beihilfe und Beitrag zusammen.

Konkret übernimmt der Dienstherr im Rahmen der Beihilfe in der Regel 50 oder 70% der Behandlungskosten (Achtung: Nicht des Beitrags!). Nur für die verbleibenden 50 oder 30% benötigst du als Beamtin oder Beamter eine private Krankenversicherung. Sie fungiert dann als sogenannte Restkostenversicherung.

Hinweis: Hast du Kinder, erhalten diese in der Regel 80% Beihilfe. Sie werden dann zu 20% in der privaten Krankenversicherung versichert.

Beihilfeergänzungstarif

Da die Beihilfe aber nicht alle Kosten übernimmt, kann es zu Deckungslücken kommen

So kann beispielsweise geregelt sein, dass der Zuschuss zum Kauf einer Brille maximal 400 Euro beträgt. Kaufst du nun eine Brille für 1.000 Euro, übernimmt der Dienstherr 400 Euro, die private Krankenversicherung zahlt 500 Euro. Es entsteht ein Eigenanteil von 100 Euro. Diese Lücke kannst du durch einen Beihilfeergänzungstarif schließen.

Der Beihilfeergänzungstarif „füllt“ die Beihilfeleistung des Dienstherrn auf, sodass kein Eigenanteil verbleibt. Im oben genannten Beispiel würde dies bedeuten, dass du von den 1.000 Euro Kosten der Brille nicht nur 500 Euro, sondern 600 Euro von der PKV überwiesen bekommst. Im Ergebnis wird damit die gesamte Sehhilfe bezahlt.

In Bezug auf Preis (ca. 10 bis 20 Euro pro Monat) und Leistung ist der Beihilfeergänzungstarif für jeden Beamten ein No-Brainer.

Beamte benötigen kein Krankentagegeld

Anders als beispielsweise Angestellte oder Selbstständige benötigen Beamte kein Krankentagegeld, da der Dienstherr im Krankheitsfall die vollen Bezüge über lange Zeit weiterzahlt. Das senkt die PKV-Kosten für Beamte.

Kosten der privaten Krankenversicherung für Beamte

Wie in der privaten Krankenversicherung grundsätzlich, richtet sich der Beitrag auch für Beamte nach:

Hinzu kommt die Höhe der dir zustehenden Beihilfe. Dabei können wir allerdings festhalten, dass die PKV für dich als Beamtin oder Beamter in den meisten Fällen günstiger als eine vergleichbare „100-Prozent-Absicherung“ ist, weil der Versicherer durch die Beihilfe niedrigere Gesundheitskosten übernehmen muss.

Beispiel: PKV-Kosten als Beamter

Zahlst du als gesunder 30-jähriger Selbstständiger für deine sehr gute private Krankenvollversicherung rund 700 bis 900 Euro pro Monat, musst du als Beamter mit 50% Beihilfesatz nur mit ca. 300 bis 400 Euro Monatsbeitrag rechnen. Die Differenz kommt durch die dir zustehende Beihilfe zustande.

In der GKV würde der Beitrag bei einer entsprechenden Besoldung bei über 1.000 Euro liegen.

Beamtenanwärter (zum Beispiel Referendare) zahlen sogar noch einen geringeren Beitrag. Hier liegen die Kosten bei ca. 100 bis 150 Euro pro Monat, auch weil es in den sogenannten Ausbildungstarifen keinen gesetzlichen Zuschlag gibt und keine Alterungsrückstellungen gebildet werden.

Höhere PKV-Kosten für Beamte durch Beamtenöffnungsaktion

Entscheidend ist außerdem, ob du die sogenannte Öffnungsaktion für Beamte in Anspruch genommen hast. Der Versicherer erhebt hier maximal 30% Risikozuschlag (etwa aufgrund einer Vorerkrankung). 

Er darf deinen Antrag jedoch nicht ablehnen und auch keinen Leistungsausschluss vereinbaren. Der Versicherer muss dir im Rahmen der Beamtenöffnungsaktion keinen Beihilfeergänzungstarif anbieten, Wahlleistungen im Krankenhaus sind jedoch eingeschlossen. Eine PKV ganz ohne Gesundheitsprüfung gibt es für Beamte nicht.

Wichtig ist, dass du erstmalig verbeamtet wirst und innerhalb von 6 Monaten nach der Verbeamtung (auf Widerruf oder Probe) in die PKV eintrittst.

Beihilfesatz kann sich verändern

Im Laufe eines Beamtenlebens kann sich dein Beihilfesatz verändern. Er steigt beispielsweise auf 70%, wenn du in den Ruhestand eintrittst oder in Elternzeit gehst.

Diese Veränderung musst du deiner privaten Krankenversicherung mitteilen. Der Beitrag wird dann entsprechend reduziert, kann aber auch wieder steigen, wenn sich der Beihilfesatz (etwa wieder auf 50%) verringert.

Auch diese Änderung musst du deiner PKV innerhalb von 6 Monaten mitteilen. Machst du das nicht, kommt es zu einer erneuten Gesundheitsprüfung, wodurch eine Erhöhung der PKV-Absicherung von 30 auf 50% abgelehnt werden kann.

Private Krankenversicherung pensionierte Beamte Kosten

Wie bereits beschrieben, steigt der Beihilfesatz für pensionierte Beamte in der Regel von 50 auf 70%, sodass nur noch 30% der Kosten über die private Krankenversicherung abgedeckt werden müssen

Wenn du beispielsweise vor der Pensionierung monatlich 500 Euro für 50% gezahlt hast, zahlst du ab Pensionsbeginn nur noch 300 Euro pro Monat für 30%. Den Rest übernimmt die Beihilfe.

Nichtsdestotrotz macht es auch für Beamte Sinn, sich bereits beim Wechsel in die PKV mit der Finanzierung im Alter zu beschäftigen. Anders als bei Angestellten ist ein Beitragsentlastungstarif jedoch in der Regel nicht sinnvoll bzw. sogar gar nicht abschließbar. Die bessere Alternative ist die Quersubventionierung der höheren PKV-Beiträge über eine Rürup Rente.

Wie errechnen sich die Kosten einer privaten Krankenversicherung für Beamte im Detail?

Die Kosten einer privaten Krankenversicherung für Beamte hängen von mehreren individuellen Faktoren ab. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich dein Beitrag nicht nach deinem Einkommen, sondern insbesondere nach deinem Einstiegsalter, deinem Gesundheitszustand, deinen gewünschten Leistungen und deinem Beihilfesatz.

Im Folgenden erfährst du, welche Faktoren deine Beiträge konkret beeinflussen und warum sich die Kosten von Beamten deutlich von denen anderer Berufsgruppen unterscheiden.

Dein Einstiegsalter

Grundsätzlich gilt in der privaten Krankenversicherung: Je jünger du einsteigst, desto günstiger sind in der Regel deine Beiträge. Dieser Grundsatz gilt auch für Beamte, allerdings ist das Einstiegsalter hier weniger entscheidend als beispielsweise bei Selbstständigen oder Angestellten.

Der Grund dafür ist die Beihilfe. Als Beamter, Beamtenanwärter oder Referendar erhältst du einen staatlichen Zuschuss zu deinen Krankheitskosten. Dadurch musst du über die private Krankenversicherung nicht die kompletten Kosten absichern, sondern nur den Teil, der nach der Beihilfe übrig bleibt.

Aus diesem Grund ist ein Einstieg in die private Krankenversicherung für Beamte häufig auch noch in einem höheren Alter zu attraktiven Konditionen möglich.

Dein Gesundheitszustand

Dein Gesundheitszustand ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Berechnung deiner PKV-Beiträge. Bestehende oder frühere Erkrankungen können dazu führen, dass Versicherer Risikozuschläge erheben oder bestimmte Leistungen einschränken. Dadurch können deine tatsächlichen Beiträge deutlich vom regulären Tarifbeitrag abweichen.

Dabei müssen es keine schweren Erkrankungen wie Diabetes oder Multiple Sklerose sein. Bereits vergleichsweise häufige Diagnosen wie Schilddrüsenerkrankungen, Rückenbeschwerden, Migräne, Hauterkrankungen oder Sportverletzungen können zu höheren Beiträgen führen.

Da jeder Versicherer Vorerkrankungen unterschiedlich bewertet, können sich daraus erhebliche Unterschiede bei Preis und Leistung ergeben. Genau aus diesem Grund ist ein unabhängiger Vergleich besonders wichtig. Im Rahmen eines professionellen Vergleichs wird in der Regel eine anonyme Risikovoranfrage durchgeführt. So kannst du erfahren, zu welchen Konditionen dich verschiedene Versicherer aufnehmen würden – ohne direkt einen verbindlichen Antrag stellen zu müssen.

Deine Leistungswünsche

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Höhe deiner Beiträge sind deine individuellen Leistungswünsche. Die private Krankenversicherung bietet dir die Möglichkeit, deinen Versicherungsschutz flexibel zu gestalten und an deine persönlichen Bedürfnisse anzupassen.

Zu den optionalen Leistungen gehören beispielsweise:

Je umfangreicher dein gewünschter Versicherungsschutz ist, desto höher fällt in der Regel dein Beitrag aus.

Wichtig ist dabei, nicht nur auf Leistungen zu achten, die im Alltag relevant erscheinen, wie Zuschüsse für Brillen oder Kontaktlinsen. Besonders entscheidend sind Leistungen, die im Falle einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls hohe Kosten verursachen können.

Dazu zählen u.a:

Gerade in diesen Bereichen gibt es teilweise große Unterschiede zwischen den einzelnen Tarifen. Eine sorgfältige Auswahl der Leistungen ist daher entscheidend, um langfristig optimal abgesichert zu sein.

Dein Beihilfesatz

Ein entscheidender Faktor für die Kosten deiner privaten Krankenversicherung ist dein persönlicher Beihilfesatz. Die Beihilfe beteiligt sich nicht an deinem Versicherungsbeitrag, sondern übernimmt einen Teil deiner tatsächlichen Krankheitskosten.

Du musst über die private Krankenversicherung nur die verbleibenden Restkosten absichern. Dadurch sind die Beiträge für Beamte deutlich niedriger als für andere privat Versicherte.

Grundsätzlich gilt: Je höher dein Beihilfesatz ist, desto geringer fällt dein PKV-Beitrag aus.

Die Beihilfesätze im Überblick (Ausnahmen bestehen u.a. in Hessen und Sachsen):

Da ein großer Teil der Kosten bereits durch die Beihilfe übernommen wird, musst du nur einen vergleichsweise kleinen Anteil selbst absichern.

Mitversicherung von Ehepartner und Kindern in der PKV für Beamte

Bist du verheiratet und/oder hast du Kinder, haben diese mitunter ebenfalls einen Anspruch auf Beihilfe. Deine Ehepartnerin oder dein Ehepartner kann dann, wie auch deine Kinder, eine eigene private Krankenversicherung abschließen. Voraussetzung für die Beihilfeberechtigung ist, dass

Familienmitglieder von Beamten können günstig privat krankenversichert werden

PKV-Kosten für Kinder von Beamten

Es gibt in der PKV für Beamte keine kostenlose Familienversicherung wie in der GKV.

Kinder erhalten aber regelmäßig 80% Beihilfe (Ausnahmen: Sachsen und Hessen) und müssen nur noch 20% über eine PKV absichern. Der Vorteil für dich als Vater oder Mutter ist daher, dass die beihilfekonforme Krankenversicherung sehr günstig ausfällt. In der Regel gibt es entsprechende Top-Tarife für Kinder bereits für ca. 50 Euro pro Monat.

Übrigens: Ob du deine Kinder als Beamter mit in die private Krankenversicherung nehmen musst, hängt von deiner individuellen Situation ab.

Eine Pflicht besteht dann, wenn du als Beamter oberhalb der Versicherungspflichtgrenze (2026: 77.400 Euro brutto pro Jahr) verdienst und gleichzeitig mehr verdienst als dein Ehepartner.

Auch wenn dein Partner ebenfalls privat versichert ist, können eure Kinder nicht in die gesetzliche Familienversicherung aufgenommen werden und müssen privat abgesichert werden.

In allen anderen Fällen hast du grundsätzlich die freie Wahl: Du kannst deine Kinder entweder kostenlos in der gesetzlichen Familienversicherung deines gesetzlich versicherten Partners lassen oder sie ebenfalls privat versichern. Eine Ausnahme gilt lediglich in Hessen, wo abweichende Regelungen bestehen können.

PKV-Kosten für Ehepartner von Beamten

Ehepartner von Beamten erhalten in der Regel 70% Beihilfe, weshalb auch hier die Kosten vergleichsweise gering sind. Eine gesunde 30-jährige Ehefrau muss mit Kosten von ca. 180 bis 240 Euro pro Monat rechnen.

In unserer PKV-Beratung für Beamte gehen wir u.a. auch auf den Punkt Familie ausführlich ein.

Ich erhalte freie Heilfürsorge. Was muss ich als Beamter bei der PKV beachten?

Viele Beamte (etwa bei der Bundespolizei) und Soldaten erhalten während des aktiven Dienstes freie Heilfürsorge. Der Dienstherr übernimmt die Behandlungskosten hier zu 100%, wodurch du lediglich eine private Pflegepflichtversicherung und gegebenenfalls Zusatzversicherungen benötigst.

Anwartschaftsversicherung

Für diese Berufsgruppen ist eine Anwartschaft wichtig. Sie ermöglicht dir, deinen Gesundheitszustand (kleine Anwartschaft) und zusätzlich dein Eintrittsalter (große Anwartschaft) zu „konservieren“, um später einmal zu planbaren Konditionen in die private Krankenversicherung aufgenommen zu werden. Denn der Anspruch auf freie Heilfürsorge fällt spätestens mit Eintritt in den Ruhestand, auch wegen einer Dienstunfähigkeit (Frühpensionierung) weg.

Die Kosten für eine kleine Anwartschaftsversicherung für Beamte liegen in der Regel bei wenigen Euro pro Monat. Eine große Anwartschaft ist (deutlich) teurer, da zusätzlich auch das Eintrittsalter „eingefroren“ wird. Du zahlst also während deines Erwerbslebens mehr für die Anwartschaft, um im Alter einen günstigeren PKV-Beitrag zu zahlen als jemand, der nur eine kleine Anwartschaft abgeschlossen hat.

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