Berufsunfähigkeitsversicherung Honorarberatung – sinnvoll?
Ein paar Euro weniger im Monat, dafür eine Rechnung für die Beratung – auf dem Papier klingt der Honorartarif in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nach einem cleveren Deal. Genau deshalb taucht die Frage auf, ob ein Nettotarif nicht die transparentere und am Ende günstigere Lösung ist.
Die kurze Antwort: In den meisten Fällen rechnet sich das nicht so, wie man zunächst denkt – und in der BU entscheiden ganz andere Faktoren über eine gute Lösung als die Vergütungsform.
Wir bei Versicherungen mit Kopf bieten in keinem Bereich Honorarberatung an und setzen bewusst auf Provisionsberatung. Warum das gerade in der BU für dich die bessere Wahl ist, schauen wir uns in diesem Experten-Artikel Schritt für Schritt an – ehrlich und aus der täglichen Praxis.
💡 Wichtige Infos auf einen Blick
- Honorartarif (Nettotarif) = ein BU-Tarif ohne einkalkulierte Abschlusskosten. Die Beratung zahlst du separat per Honorar.
- Die Beitragsersparnis liegt erfahrungsgemäß bei rund 8 bis 12% auf den Zahlbeitrag – langfristig spürbar, aber nicht der entscheidende Hebel.
- Viele starke BU-Versicherer bieten gar keinen Nettotarif an. Wer sich darauf fixiert, schränkt den Vergleich unnötig ein.
- In der BU entscheidet Gesundheitshistorie und Annahmequalität über Erfolg oder Misserfolg – nicht ein paar Euro Beitrag.
- Versicherungen mit Kopf berät grundsätzlich auf Provisionsbasis – inklusive lebenslanger Betreuung ohne Extrarechnung.
- Was ist ein Honorartarif in der Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt?
- Brutto-, Netto- und Honorartarif: die Begriffe sauber getrennt
- Wie viel spart man mit einem Honorartarif in der BU wirklich?
- Welche Versicherer bieten in der BU überhaupt Honorartarife an?
- Warum Versicherungen mit Kopf grundsätzlich auf Provisionsberatung setzt
- Warum gerade die BU bei uns nie über ein Honorarmodell läuft
- Honorarberater ist nicht automatisch die bessere Wahl
- Der versteckte Kostenfaktor: die laufende Betreuung
- Wie stelle ich sicher, dass nicht der Tarif mit der höchsten Provision empfohlen wird?
- Für wen kann Honorarberatung in der BU trotzdem sinnvoll sein?
- Fazit zur Honorarberatung in der Berufsunfähigkeitsversicherung
- Häufig gestellte Fragen
Im Video: So läuft eine Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung bei uns ab
insgesamt über 2.800 positive Bewertungen bei Google und ProvenExpert
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Was ist ein Honorartarif in der Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt?
Bei einem klassischen Tarif sind die Kosten für Abschluss und Vermittlung bereits in den Beitrag einkalkuliert. Der Versicherer zahlt daraus die Courtage an den Makler. Du bezahlst diese Kosten also indirekt über deine monatliche Prämie mit.
Bei einem Honorar- oder Nettotarif ist das anders: Hier fallen keine Abschlusskosten im Tarif an, und die Verwaltungskosten sind teils einen Tick niedriger. Dafür rechnet der Berater seine Leistung über ein separates Honorar ab – entweder pauschal oder nach Stundenaufwand.
Unterm Strich tauschst du also eine eingebaute Vergütung gegen eine sichtbare Rechnung. Der monatliche Beitrag sinkt, dafür zahlst du die Beratung einmalig direkt.
Brutto-, Netto- und Honorartarif: die Begriffe sauber getrennt
Damit die Begriffe nicht durcheinandergeraten, hier kurz die Einordnung:
- Bruttobeitrag: der maximal mögliche Beitrag, den der Versicherer verlangen darf.
- Nettobeitrag (Zahlbeitrag): der Beitrag, den du tatsächlich zahlst – meist deutlich unter dem Brutto, weil Überschüsse verrechnet werden.
- Nettotarif / Honorartarif: ein eigener Tarif ohne Abschlusskosten, der nur über eine Honorarvereinbarung abgeschlossen werden kann.
Wichtig: „Nettobeitrag“ und „Nettotarif“ klingen ähnlich, meinen aber nicht dasselbe. Fast jeder normale BU-Tarif hat einen günstigen Nettobeitrag – ein echter Nettotarif ist dagegen die Sonderform ohne Abschlusskosten.
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Wie viel spart man mit einem Honorartarif in der BU wirklich?
Die ehrliche Antwort: weniger, als viele denken. In der Praxis liegt der Nettotarif erfahrungsgemäß rund 8 bis 12% unter dem Zahlbeitrag des klassischen Tarifs.
Ein einfaches Rechenbeispiel (rein illustrativ): Zahlst du im klassischen Tarif etwa 55 Euro im Monat, wären es im Nettotarif vielleicht rund 50 Euro. Macht ca. 5 Euro pro Monat. Über 35 Jahre Laufzeit summiert sich das natürlich – Kleinvieh macht auch Mist.
Dem gegenüber steht aber das Beratungshonorar, das je nach Aufwand schnell vierstellig werden kann. Bis sich die monatliche Ersparnis gegen dieses Honorar gerechnet hat, vergehen oft viele Jahre. Und genau hier wird es in der Berufsunfähigkeitsversicherung spannend – denn anders als bei einem simplen Sparvertrag ist der Aufwand vorab kaum kalkulierbar.
Welche Versicherer bieten in der BU überhaupt Honorartarife an?
Ein Punkt, der gerne übersehen wird: Längst nicht jede Gesellschaft hat einen Nettotarif im Programm. Eine ganze Reihe sehr leistungsstarker BU-Versicherer arbeitet ausschließlich mit klassischen, courtagebasierten Tarifen.
Das ist in der Berufsunfähigkeitsversicherung ein echtes Problem. Denn welcher Versicherer am Ende zu dir passt, hängt extrem stark von deiner Gesundheitshistorie, eventuellen Risikohobbys und deiner Berufsgruppeneinstufung ab.
Wer sich von vornherein auf „nur Nettotarif“ festlegt, halbiert sich im schlimmsten Fall das Feld der wirklich guten Optionen – und schießt sich damit selbst ins Knie.
💡 Bei Versicherungen mit Kopf stellen wir den passenden Versicherer deshalb immer über die Gesundheitssituation in den Vordergrund, nicht über die Vergütungsform.
Warum Versicherungen mit Kopf grundsätzlich auf Provisionsberatung setzt
Bevor wir auf die BU-spezifischen Gründe eingehen, kurz unsere generelle Haltung – die gilt bei uns für jedes Thema.
Gute Beratung soll für alle zugänglich sein. Wir haben uns bewusst gegen Honorarberatung entschieden, weil wir möglichst viele Menschen gut beraten wollen. Niemand soll außen vor bleiben, nur weil er kein direktes Honorar aufbringen kann oder möchte. Wir wollen dich im Gespräch durch Kompetenz überzeugen – nicht über eine Rechnung vorab.
Wir verdienen nur, wenn du zufrieden bist. Das hat einen klaren Nebeneffekt: Wir bekommen erst dann etwas, wenn du am Ende zufrieden bist und ein Produkt abschließt, das wirklich zu dir passt. Kein Abschluss, keine Provision. Das hält uns ehrlich.
Kein Aufschwatzen – das bestätigen über 1.900 Bewertungen. Die Sorge, dass dir „etwas aufgeschwatzt“ wird, verstehen wir gut – bei schlechten Beratern ist sie leider berechtigt. Bei uns ist das nicht der Stil. Über 1.900 Google-Bewertungen mit einem Schnitt von 5,0 sprechen für sich.
Makler ≠ Vertreter – ein entscheidender Unterschied. Auch ein Provisionsberater kann vollkommen unabhängig beraten, wenn er als Versicherungsmakler zugelassen ist. Er ist rechtlich verpflichtet, dein Interesse zu vertreten – nicht das des Versicherers. Den Unterschied zwischen Versicherungsmakler und Versicherungsvertreter erklären wir dir ausführlich im verlinkten Artikel..
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Warum gerade die BU bei uns nie über ein Honorarmodell läuft
Über die grundsätzliche Haltung hinaus gibt es drei ganz praktische Gründe, warum gerade die Berufsunfähigkeitsversicherung bei uns nie über ein Honorarmodell läuft.
1. Der Aufwand ist vorab schlicht nicht abschätzbar
Eine saubere Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung zieht sich oft über Wochen, manchmal Monate: Unterlagen sichten, Stolpersteine aufzeigen, ärztliche Stellungnahmen einholen (teils mehrfach), Atteste bewerten, anonyme Risikovoranfragen stellen, Voten besprechen, Antrag erstellen und die Police final prüfen.
Wie hoch ein faires Honorar dafür wäre, wissen wir zu Beginn schlicht nicht. Gerade die Themen Krankenakte und Falschabrechnung sorgen für viel Arbeit, die man vorher nicht in eine Pauschale gießen kann.
2. Findest du mit uns keine Lösung, zahlst du nichts
Wir sind so etwas wie eine Vorabrisikoprüfung. Trotzdem schätzen wir eine Versicherbarkeit in seltenen Fällen zu optimistisch ein – und am Ende kommen nur Ablehnungen zurück.
In unserem Provisionsmodell tragen wir dann das wirtschaftliche Risiko. Für dich entsteht kein Nachteil außer der investierten Zeit. Bei einem Honorarmodell hättest du gezahlt – und stündest am Ende ohne Vertrag, aber mit Rechnung da. Das finden wir unfair.
3. Unser Ablauf passt schlicht nicht zu einer Honorar-Stoppuhr
Bei uns läuft eine BU-Beratung anders als eine klassische Honorarberatung. Im Ersttermin erklären wir dir zunächst unsere Vorgehensweise und geben dir den Gesundheitsfragebogen mit. Diesen füllst du aber nicht aus dem Gedächtnis aus – du forderst erst deine Krankenakte an und beantwortest die Gesundheitsfragen dann sauber anhand der echten Unterlagen.
Genau das ist der Knackpunkt: Ein gewisser Teil der Arbeit liegt bei dir und deinen Ärzten, und zwischen den einzelnen Schritten vergehen oft Wochen. Wann in diesem Ablauf eine Honorar-Stoppuhr starten oder stoppen müsste, lässt sich kaum fair definieren. In der BU bleibt ein Honorarmodell deshalb schwierig – unser Prozess ist darauf einfach nicht ausgelegt.
Honorarberater ist nicht automatisch die bessere Wahl
Eine bewusst zugespitzte Aussage – aber sie lässt sich belegen. Honorarberatung bedeutet nicht automatisch mehr Unabhängigkeit oder bessere Qualität.
Was in der BU wirklich zählt, ist Spezialisierung. Bei Versicherungen mit Kopf fokussieren sich unsere Berater auf die Personenversicherung – manche betreuen neben der BU auch PKV und Altersvorsorge, aber eben keine Kfz-Police, keine Wohngebäude, kein Bauchladen.
Dazu kommen kurze Wege zu den Risikoprüfern der Gesellschaften. Oft entscheidet genau dieser persönliche Draht darüber, ob ein Antrag mit Vorerkrankung normal angenommen wird oder nicht. Viele reine Honorarberater bieten dagegen sämtliche Sparten gleichzeitig an – und sind damit Generalisten statt BU-Spezialisten.
Der versteckte Kostenfaktor: die laufende Betreuung
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist – anders als ein Sparvertrag – ein Vertrag, der über die Laufzeit immer wieder angefasst werden muss. Faustregel: Je jünger der Abschluss, desto intensiver die spätere Betreuung.
Typische Themen über die Jahre:
- Nachversicherung und Erhöhung der BU-Rente, gerade bei Schülern, Studenten und Jungakademikern
- berufliche Besserstellung prüfen, wenn sich Beruf oder Schulform geändert haben
- Bausteine nachträglich einbauen, etwa eine Arbeitsunfähigkeitsklausel bei bestimmten Anlässen
- Fragen zu Dynamikwiderspruch, geplanten Auslandsaufenthalten oder Risikozuschlägen mit Überprüfung
- der jährliche Check auf Lebensveränderungen, die deinen Vertrag betreffen
- Unterstützung im Leistungsfall – wenn es ernst wird und du deine BU-Rente beantragen musst, stehen wir dir bei der Antragstellung und im Schriftverkehr mit dem Versicherer zur Seite
Im Provisionsmodell ist diese Betreuung bei uns selbstverständlich mit dabei – ohne dass für jede Rückfrage eine neue Rechnung kommt. Bei einem konsequenten Honorarmodell wäre jede dieser Leistungen streng genommen separat zu vergüten.
Wie stelle ich sicher, dass nicht der Tarif mit der höchsten Provision empfohlen wird?
Aus Laiensicht eine völlig berechtigte Frage – und einfach zu beantworten.
Die Courtagesätze in der BU unterscheiden sich nur marginal. Kein seriöser Makler baut eine Beratung um ein paar Euro Vergütung herum auf – das würde sich weder rechnen noch zu unseren über 1.900 Bewertungen passen. Bei Versicherungen mit Kopf steht die passende Lösung im Vordergrund, nicht die Frage, welcher Tarif einen Euro mehr bringt.
Und am Ende entscheidest du, nicht wir. Nach der Voranfrage liegen idealerweise mehrere Optionen auf dem Tisch, aus denen du auswählst. Du zahlst dabei keinen Cent mehr, als wenn du den Tarif direkt beim Versicherer oder über ein Vergleichsportal abschließen würdest.
Für wen kann Honorarberatung in der BU trotzdem sinnvoll sein?
Damit es fair bleibt: Es gibt Konstellationen, in denen ein Nettotarif passen kann.
- Du bist gesundheitlich völlig unauffällig, die Annahme ist absehbar unkompliziert und der Beratungsaufwand gering.
- Du willst deinen Vertrag ohnehin selbst verwalten und legst keinen Wert auf laufende Betreuung.
- Du hast eine sehr hohe BU-Rente mit entsprechend hohem Beitrag, sodass die prozentuale Ersparnis das Honorar tatsächlich übersteigt.
In diesen Fällen kann sich die Rechnung lohnen. Für die große Mehrheit – gerade jüngere Menschen mit langer Laufzeit oder Anfragen mit Vorerkrankungen – überwiegen aus unserer Praxis aber klar die Vorteile der klassischen Beratung.
Fazit zur Honorarberatung in der Berufsunfähigkeitsversicherung
Wir bei Versicherungen mit Kopf bieten grundsätzlich keine Honorarberatung an – und gerade in der Berufsunfähigkeitsversicherung sehen wir dafür auch keinen echten Vorteil. Der Beitragsunterschied ist überschaubar, das Annahmerisiko trägst du selbst, und die wertvolle laufende Betreuung wird im Honorarmodell schnell zum versteckten Kostenfaktor.
Stattdessen beraten wir dich transparent, spezialisiert und auf Provisionsbasis – mit Betreuung, die nicht mit dem Versicherungsschein endet.
insgesamt über 2.800 positive Bewertungen bei Google und ProvenExpert
insgesamt über 2.800 positive Bewertungen bei Google und ProvenExpert
Was Kunden über unsere Beratung sagen
Häufig gestellte Fragen
Bei der Honorarberatung schließt du einen Nettotarif ohne einkalkulierte Abschlusskosten ab und bezahlst die Beratung über ein separates Honorar – pauschal oder nach Stundenaufwand.
Der Bruttobeitrag ist der Maximalbeitrag, der Nettobeitrag der tatsächlich gezahlte Beitrag eines normalen Tarifs. Ein Nettotarif (Honorartarif) ist dagegen ein eigener Tarif ganz ohne Abschlusskosten.
Erfahrungsgemäß liegt die Ersparnis bei rund 8 bis 12% auf den Zahlbeitrag. Diesem Vorteil steht aber das separate Beratungshonorar gegenüber, das sich oft erst nach vielen Jahren amortisiert.
Nein. Versicherungen mit Kopf bietet in keinem Bereich Honorarberatung an. Wir setzen bewusst auf Provisionsberatung – damit gute Beratung für alle zugänglich bleibt und wir nur dann verdienen, wenn du zufrieden bist.
Nein. Entscheidend ist die Spezialisierung auf Biometrie und der Draht zu den Risikoprüfern, nicht die Vergütungsform. Viele Honorarberater sind Generalisten über alle Sparten.
Nur ein Teil der Gesellschaften. Viele starke BU-Versicherer arbeiten ausschließlich klassisch, weshalb eine Fixierung auf Nettotarife den Vergleich spürbar einschränkt.
Die Courtagen in der BU unterscheiden sich kaum, sodass es keinen Anreiz gibt, einen bestimmten Tarif zu pushen. Die finale Auswahl triffst du ohnehin selbst aus mehreren Optionen – und zahlst keinen Cent mehr, als wenn du direkt beim Versicherer abschließt.
In einem konsequenten Honorarmodell wäre jede spätere Leistung wie Nachversicherung oder Vertragsanpassung grundsätzlich separat zu vergüten. Im Provisionsmodell ist diese Betreuung bei uns inklusive.
Für gesundheitlich unauffällige Menschen mit unkomplizierter Annahme, hoher Versicherungssumme und dem Wunsch nach Eigenverwaltung kann sich die Rechnung lohnen.
In den meisten Fällen nicht. Der Beitragsvorteil ist überschaubar, das Annahmerisiko trägst du selbst, und die laufende Betreuung wird zum Kostenfaktor.